Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
last stM. (102 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| nicht wesín mer/ (Daz perithe#’q ist irslagín!),/ Wer sol die lâst uns helfin tragin?’/ Die vrovwin die da sâzín/ An venstirn, | |
| wart gemachet bloz/ Siner richen wirde groz,/ Entsetzende was die last./ Er wart der riche ein gast/ E liechtes tagis scheiden/ | |
| an der wollust vatzen/ Und gut noch gute gewinnen;/ Und wen sie warer minnen/ Darben, so werden sie vorspiet/ Zu des | |
| den ammen/ Die jungen kinden die milch geben,/ Sie mochten anders nicht geleben;/ Als enmuge wir sundigen armen,/ Iz ensi daz | |
| armen,/ Iz ensi daz wir irwarmen/ Von des heiligen geistes lou,/ Die suze milch enkomme dar zou/ Der himelischen libnar,/ Die | |
| #s+Und mit wizzen cleiden cleides#s-/ #s+Dich#s-’’’. daz spricht: vorcleide dich hir,/ #s+Daz du nicht schemelich dort vor mir#s-/ #s+An diner nactheit | |
| weschet,/ Der wizzet sine cleider./ [54#’v#’a] Jener swerzet sie leider/ Der mit sunden sich beslet/ Und des Gote nicht vorjet./ Dar | |
| beslet/ Und des Gote nicht vorjet./ Dar wider wizzet sie der/ Der zu Gote sine ger/ Gesetzet, daz her in gese./ | |
| mit ougsalben#s-/ #s+Din ougen allenthalben,#s-/ #s+Daz du geses.#s-’’’ Waz dutet dit,/ Daz Got heiset der ougen gelit/ Mit ougsalben bestrichen?/ Wem | |
| turn daz er zerbrast./ daz was an im ein bœser last./ den herzogen wundert des sêr./ er sprach: ‘herr, ich gesach | |
| ein schœnez wîp unsanfte treit,/ was ouch ir ein swærer last./ ir boumgarte was ze mâzen vast,/ der huote hete sie | |
| was ein gast,/ ich trug an minem herzen vil sweren last/ von hunger, durste was ich kranc:/ irn gabt mir ezzen | |
| Got in sime willen sprach:/ ‘Geschich!’ und die zit an gevienc/ Daz Got irbarmende begienc/ An menschlichem samen,/ Daz her losen | |
| Daz Got irbarmende begienc/ An menschlichem samen,/ Daz her losen wolde Adamen,/ Als gaes geschach die geschicht/ Daz die ensumete nicht,/ | |
| gesprochem sinne./ Vint iemant icht dar inne/ Dar an ich missespreche,/ Rim oder sin zubreche,/ Materien vorkere/ Von unkunstiger lere,/ Daz | |
| sich enden alle clage;/ So geligen die winde/ Vor der megede kinde,/ Daz die cristenheit geruwet/ Von deme daz sie nu | |
| Daz im ains ringes nit gebrast./ Nach der schanden über last/ Warb er hartte serre./ Heylenna, dü magett herre,/ Uff ain | |
| frowen sy schritten/ Und dem gekröntten gaste./ Mitt richer rede laste/ Enpfiengen sy den werden./ Waz rainekaitt uff erden/ Gesach ie | |
| ringe sprungen/ Ze fröden dem gaste,/ Der da mitt heres laste/ Waz dar komen one schaden./ Palast und vil menig gaden/ | |
| unses herren schowe,/ Grunent vor alle owe,/ Suzet vor alle blumen/ Die mensche kan genumen,/ Liebet vor alle die liebe,/ [57#’v#’b] | |
| nimt daz volk gut bilde bi,/ Swa der lerer Gotes wor sprichet,/ Daz nichtes an im gebrichet,/ So daz her iz | |
| sere vorwarlosen/ Hir nider an der erden/ Daz sie von Gote werden/ Vorteilet rechtes gerichtes,/ So enhilfet her in nichtes/ Und | |
| sich gnaden werten,/ Die biten sie sich danne nern/ Und dem sitzenden irwern/ In dem trone – daz ist Got vater./ | |
| So mac man in nicht deste baz/ Getruwen swaz sie geleren./ Swer sich selben wil vorkeren/ Und unredelichen leben,/ Eime anderen | |
| dannen wart gesant./ Die witzelosen heiden/ Waren drabe gescheiden,/ Iedoch wart ir vil bekart,/ Daz merre teil wart gelart/ Des vater | |
| der geist/ Daz gewerb worben gemeine,/ Doch nam der sun alleine/ Daz vleisch in der drivalden einikeit,/ Darzu daz her des | |
| gebutet./ Diz groze zeichen bedutet/ Den unbewollenen lip/ Unser vrouwen, die wol wip/ Des heiligen geistes waz,/ Do sie iz vater | |
| Uf dem mane sie wol gienc,/ Do die lutter der gotheit/ Uf diz trubiz vleisch schreit,/ Daz wol dem mane glichet,/ | |
| schein,/ Und wart ein sache von den zwein,/ Warer Gotheit, warer menscheit,/ Die cronen von zwelf sternen treit./ Daz sint die | |
| mit zwelf sternen,/ Die Gotes cristenheit treit,/ Zun zwelfboten ist geleit,/ Wen Jhesus Crist iz houbet,/ Ob man der schrift geloubet,/ | |
| were,/ Daz er von der swere/ Vn2de vo1n der vberleste1n last/ Bi der erden niht en=brast./ Er was obe1nne vil breit:/ | |
| die bedutnis,/ __Ouch uzlegunge gewis!/ __Nabuchodonosor slief./ Der name nulichen lief/ Bedutende den argen/ Voget der helle zargen./ Nach dem daz | |
| galgen zucket/ Oder daz sie suche drucket/ Oder grozes armutes last,/ Wen diz leben ist unvast./ Swer des vleisches gelusten/ Und | |
| du mich lieb von herzen hast/ Und unvure der nieren last./ Swen min urteil kumet dan/ Und ir beide kumet dar | |
| nuwe e/ Die sult ir halden vaste,/ Mit keiner andern laste/ Laz uch hin vorder laden,/ Wen iz mochte uch mer | |
| vorder laden,/ Wen iz mochte uch mer geschaden./ //Ie swarer last der man treit,/ Ie gerner her von im leit/ Die | |
| der man treit,/ Ie gerner her von im leit/ Die last, mac her ir nicht getragen.’/ Daz sprach Crist als her | |
| Crist als her solde sagen:/ ‘Uf uch lege ich lichte last;/ [31#’v#’b] Under der weset notvast/ Und haldet vaste daz ir | |
| Die mines trones waren gast,/ So lege ich uf lichte last.’/ Zu diser burden ir ladet,/ Wenne sie meslichen schadet/ Den | |
| jene mite heilic worden/ Die sich dar mite luden./ Der last sal niemant muden,/ Wen minne, geloube, ruwe, bicht/ Die machen | |
| ruwe, bicht/ Die machen al die burden licht./ Swen die last wirt vollen tragen,/ So muge wir zu Gote sagen:/ ‘Du | |
| So tut Got, daz her nu quit:/ ‘Haldet mit lichtem laste/ Diz daz ir hat, vil vaste,/ Biz ich kume zu | |
| Und Gotes lon dar umme nimet/ In der cristenheite./ //Der last sit bereite/ Die Gotes cristenheit treit;/ Wen swer die last | |
| last sit bereite/ Die Gotes cristenheit treit;/ Wen swer die last nider leit,/ Dem wirt des pfenninges niet,/ Als Crist lonet | |
| In bekort gelust, nit noch zorn,/ Der tuvel noch armutes last,/ Wen wirt der mensche tugentvast,/ Her blibet unvorwunden./ Ist aber | |
| korz; volherte!’/ (Daz spricht: wis tugentvast/ Und entwiche nicht der last),/ Und teilet sich in ander wis:/ ‘Cristenheit, swie du gedrucket | |
| lib./ Das ross nach manlicher ger/ Kumptt uff üch getriben her.’/ Lenger ward da nitt beliben/ Denn – – – – | |
| blosse worden sind./ Nun sag, held, und sprich/ Wie ich verkiessen söll uff dich/ Möge, daz ich mine erre/ Da mit | |
| es ze grossem rüme/ An daz kaysserliche wip,/ Der fridel, kind und selbs lib/ So sere geunwirdett was/ Daz sy des | |
| bilde der werlde geben./ Swenne den misselucket,/ Daz sie die last vordrucket/ Von Antecristes ergen,/ So muzen sie zuen bergen,/ Zuen | |
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