Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
klâr Adj. (471 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| kleinœte dar,/ zwei mennesch wunderlîch gevar,/ Cundrîen unde ir bruoder clâr./ si sante im mêr dennoch für wâr,/ daz niemen möhte | |
| jehn/ swaz ir dâ was von im geschehn,/ unt ir clârem lîbe:/ unt ob ie man von wîbe/ mit dienste kœme | |
| sneit/ Gâwân süeziu mursel/ ûf einem blanken wastel/ mit ir clâren henden./ dô sprach si "ir sult senden/ dirre gebrâten vogel | |
| ir diens niht vergaz:/ fürz bette ûfen teppech saz/ diu clâre juncfrouwe./ bî mir ich selten schouwe/ daz mir âbents oder | |
| al den landen nie/ dâ man möhte schouwen/ sô manege clâre frouwen/ mit sô liehtem gebende."/ der wirt want sîne hende:/ | |
| bluote swebete./ si besâhen ob er lebete./ ___einiu mit ir clâren hant/ den helm von sîme houbte bant,/ und ouch die | |
| lebet noch./ man sol iu bereiten och/ gemach und erzenîe clâr,/ unt wol mit triwen nemen war/ mit salben sô gehiure,/ | |
| er was et in der alten sene/ nâch Orgelûse der clâren,/ wande im in sînen jâren/ kein wîp sô nâhe nie | |
| Gramoflanz/ mit triwen stæte minne ganz:/ daz was Gâwâns swester clâr./ frou minne, ir teilt ouch iwern vâr/ Sûrdâmûr durch Alexandern./ | |
| hôch:/ sinwel sich daz umbe zôch./ dar ûffe stuont ein clâriu sûl:/ diu was niht von holze fûl,/ si was lieht | |
| erborn von küneges art."/ dirre bete was er vrô,/ die clâren frouwen kuster dô,/ Sangîven unde Itonjê/ und die süezen Cundrîê./ | |
| selbe fünfte nider./ dô saher für unde wider/ an der clâren meide lîp:/ iedoch twang in des ein wîp/ diu in | |
| moht er dâ beidiu schouwen./ dô dûht in diu frouwe clâr,/ man und ors gewâpent gar,/ unt der helm gezimieret./ si | |
| sîn?"/ si sprach "daz ist diu herzogîn/ //Von Lôgroys, diu clâre./ wem kumt si sus ze vâre?/ der turkoyte ist mit | |
| dar zuo begunde gern/ harnasch, ors unde swert./ die frouwen clâr unde wert/ fuorten Gâwânen wider./ er bat se vor im | |
| nider,/ dâ die andern frouwen wâren,/ die süezen und die clâren./ ___Gâwân ûf sîns strîtes vart/ balde aldâ gewâpent wart/ bî | |
| "ir vröut iuch gerne, west ir wes,"/ sprach Orgelûs diu clâre/ Gâwâne aber ze vâre,/ "durch taz des starken lewen fuoz/ | |
| wol ein raste,/ ein strâzen wît unde sleht,/ für ein clârez fôreht./ der art des boume muosen sîn,/ tämris unt prisîn./ | |
| et hân gediuhet nider,/ als dicke ist geschehen sider/ maneger clâren frouwen./ si sprach "ich lâz iuch schouwen/ aldâ ir prîs | |
| wart sîns helmes dach,/ ez reit zuo zim ein rîter clâr./ dem wâren sîner zîte jâr/ weder ze kurz noch ze | |
| fuort der degen mære/ einen mûzersperwære:/ der stuont ûf sîner clâren hant./ Itonjê het in im gesant,/ Gâwâns süeziu swester./ phæwîn | |
| trôst mir helfe jehn,/ sô bringt diz kleine vingerlîn/ der clâren süezen frouwen mîn./ ir sît hie strîtes ledec gar,/ ezn | |
| schouwen./ fünfzehen hundert bringe ich dar:/ ir habt ouch eine clâre schar/ ûf Schastel_marveile./ iu bringet ziwerm teile/ iwer œheim Artûs/ | |
| spot wesen mîn,/ ich wolt ê âne minne sîn."/ ___diu clâre unt diu rîche/ sprach weinde herzenlîche/ "hêrre, als i’u nôt | |
| denne ich hân verlorn/ an Cidegast dem ûz erkorn./ //___Mîn clâre süeze beâs âmîs,/ sô durchliuhtic was sîn prîs/ mit rehter | |
| erwarp Clinschor/ den rîchen krâm vor iwerm tor./ ___dô der clâre Amfortas/ minne und freude erwendet was,/ der mir die gâbe | |
| diu freude in gebôt."/ nu was ouch Plippalinôt/ mit sîner clâren tohter fier/ komen in einem ussier./ verre ûf den plân | |
| hêr Gâwân./ si truogez harnasch her dan./ ___alrêrst diu herzoginne clâr/ nam sîns antlützes war,/ dâ si sâzen bî ein_ander./ zwêne | |
| al gelîche tiure sîn;/ dem herzogen von Gôwerzîn,/ unt dem clâren Flôrande,/ der in manegem lande/ hât gedienet werdekeit./ nu schaffet | |
| ûf den palas,/ dâ einhalp manec rîter was,/ anderhalp die clâren frouwen./ swer rehte kunde schouwen,/ von Lôgroys diu herzogîn/ truoc | |
| diu Orgelûse was genant./ der turkoyte Flôrant/ und Lischoys der clâre/ wurden ledec âne vâre,/ die zwêne fürsten kurtoys,/ durch die | |
| sît ez was sîn wille,/ si zeigete im die maget clâr./ "diu den rôten munt, daz prûne hâr/ dort treit bî | |
| kan."/ sus sprach mîn hêr Gâwân:/ des antwurt im diu clâre magt/ "nâch minne ist diens mich verdagt./ wan der herzoginne | |
| bote sîn./ frouwe, nemt diz vingerlîn:/ daz sant iu der clâre./ ouch wirb ichz âne vâre:/ frowe, daz lât al balde | |
| dar:/ daz vingerlîn wart schier erkant:/ si enpfiengez mit ir clâren hant./ //___Dô sprach si "hêrre, ich sihe nu wol,/ ob | |
| manegez wîz genuoc/ untz prôt ûf den palas,/ dâ manec clâriu frouwe was./ daz het ein underscheit erkant,/ daz die rîter | |
| turkoyte zuo zim saz./ Lischoys mit Gâwâns muoter az,/ der clâren Sangîven./ mit der küneginne Arnîven/ az diu herzoginne clâr./ sîn | |
| der clâren Sangîven./ mit der küneginne Arnîven/ az diu herzoginne clâr./ sîn swester bêde wol gevar/ Gâwân zuo zim sitzen liez:/ | |
| was ouch liep geschehen:/ doch muoser tougenlîchen sehen/ an die clâren herzoginne:/ diu twanc sîns herzen sinne./ //___Nu begunde ouch strûchen | |
| och mohte man dâ schouwen/ ie zwischen zwein frouwen/ einen clâren rîter gên:/ man mohte freude an in verstên./ swelch rîter | |
| ob minne site./ ___nu fuogt diu strenge minne/ unt diu clâre herzoginne/ daz Gâwâns freude was verzert:/ er wær immer unernert/ | |
| frouwen sarjante/ herberge nâmen,/ die frouwen wol gezâmen,/ //bî einem clâren snellen bach,/ dâ man schier ûf geslagen sach/ Manec gezelt | |
| vergezzen,/ Gâwân ein rîter wol gevar/ immer schuof zeiner frouwen clâr./ daz wâren kranke sinne,/ op die sprâchen iht von minne./ | |
| sprach/ "neve, ich pin des mærs noch vrî,/ wer diu clâre fünfte frouwe sî."/ ___dô sprach Gâwân der kurtoys/ "ez ist | |
| im der werde œheim sîn,/ der künec Brandelidelîn,/ sehs hundert clâre frouwen,/ der ieslîchiu moht schouwen/ gewâpent dâ ir âmîs/ durch | |
| an dirre reise./ ___dâ was, welt ir glouben miers,/ der clâre Bernout de Riviers:/ des rîcher vater Nârant/ het im lâzen | |
| Uckerlant./ der brâhte in kocken ûf dem mer/ ein alsô clârez frouwen her,/ den man dâ liehter varwe jach/ und anders | |
| aldâ er saz,/ dar ûf gestept ein pfelle breit./ juncfrouwen clâr und gemeit/ schuohten îsrîn kolzen/ an den künec stolzen./ ein | |
| zuo/ ûf schœnen runzîden:/ diene solden daz niht mîden,/ diu clâre geselleschaft,/ ieslîchiu het an einen schaft/ den tiwern pfelle genomn,/ | |
| sîns kampfes urhap./ der boume hundert wâren/ mit liehten blicken clâren./ dane solte niemen zwischen komn./ si stuonden (sus hân ichz | |
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