Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
jâr stN. (1072 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| ist spîse alsölhiu kraft,/ wolt ir hie ligen noch ein jâr,/ si behielten iuch mit in für wâr./ de küngin hât | |
| sunder schilt./ den was ir solt alsus gezilt,/ volleclîchen zwei jâr,/ ob d’âventiure sagt al wâr./ Grîgorz im sande ritter kluoc,/ | |
| elliu her,/ sine gæben für die selben nôt/ ze drîzec jâren niht ein brôt./ ___ein knappe des geruochte/ und vrâgte in | |
| jugent sus machet alt,/ dar man doch zelt vil kurziu jâr,/ iwer werc sint hâlscharlîcher vâr./ ___disiu rede enzæme keinem man,/ | |
| ûf houbt gebunden/ gein herteclîchen vâren,/ iwer tage in fünf jâren,/ daz ir den prîs dâ het genomn,/ und wært ir | |
| minne:/ ê daz ir minne megt gegebn,/ ir müezet fünf jar ê lebn:/ deist iwerr minne zît ein zal."/ nu dâhter | |
| mir her für wâr/ daz ir von hiute über ein jâr/ mir ze gegenrede stêt/ in kampfe, ob ez sô hie | |
| manger weiz an iu für wâr/ iwer zît unt iwer jâr./ ir rât mir dar ich wolt iedoch,/ unt sprecht, ir | |
| wâren meide, als von der zît,/ den man diu besten jâr noch gît./ ich pin des unerværet,/ heten si geschæret/ als | |
| gebôt mir dennoch mêr/ daz ich ân arge liste/ inre jâres vriste,/ ob ichs grâls erwurbe niht,/ daz ich ir kœme, | |
| sider truoc,/ sît Orilus tjost in sluoc./ //___Mîner jæmerlîchen zîte jâr/ wil ich im minne gebn für wâr./ der rehten minne | |
| zim dô/ "hêr, ich erkenne sus noch sô/ wie des jârs urhap gestêt/ ode wie der wochen zal gêt./ swie die | |
| "hêr, mîn tohter sagent al wâr./ hie nâhen bî elliu jâr/ var ich ûf disen wilden walt,/ ez sî warm oder | |
| dâ widergangen sint./ der fürste ist von küneges art./ alle jâr ist zuo mir her sîn vart."/ ___Parzivâl zem wirte sprach/ | |
| friunt Taurîân/ hie: er kom mirs sît in klage./ fünfthalp jâr unt drî tage/ ist daz irz im nâmet hie./ welt | |
| ich prüeve iu wie."/ ame salter laser im über_al/ diu jâr und gar der wochen zal,/ die dâ zwischen wâren hin./ | |
| diu prophêtisse,/ sunder fâlierens misse/ si sagten dâ vor manec jâr,/ uns solde komen al für wâr/ für die hôhsten schulde | |
| bestiu zît huop an,/ sæh ez den stein zwei hundert jâr,/ im enwurde denne grâ sîn hâr./ selhe kraft dem menschen | |
| was./ dannoch wir wênec wâren./ dô mîn bruoder gein den jâren/ kom für der gransprunge zît,/ mit selher jugent hât minne | |
| dô zôch ich mich dâ her:/ swachiu wünne ist mîner jâre wer./ sît kom ein rîter dar geriten:/ der möhtez gerne | |
| mit den bêden si ringent./ ___nu wasez ouch über des jâres zît./ gescheiden was des kampfes strît,/ den der lantgrâve zem | |
| maht,/ und waz ieslîcher was geslaht./ dô sîniu kint der jâre kraft/ gewunnen, daz si berhaft/ wurden menneschlîcher fruht,/ er widerriet | |
| der krâmer sprach "ich hân für wâr/ hie gesezzen manec jâr,/ daz nie man getorste schouwen/ (niht wan werde frouwen)/ waz | |
| für allen sturm niht ein ber/ //Gæb si ze drîzec jâren,/ op man ir wolte vâren./ enmitten drûf ein anger:/ daz | |
| alten sene/ nâch Orgelûse der clâren,/ wande im in sînen jâren/ kein wîp sô nâhe nie gegienc/ etswâ dâ er minne | |
| reit zuo zim ein rîter clâr./ dem wâren sîner zîte jâr/ weder ze kurz noch ze lanc./ sîn muot durch hôchvart | |
| gegen ir herzen vâr./ mit vlêhen hêt ich se ein jâr:/ ine kunde ir minne nie bejagen./ ich muoz iu herzenlîche | |
| dirre oder der,/ die muoter ie gebâren/ bî sîner zîte jâren,/ die muosn im jehen werdekeit/ die ander prîs nie überstreit./ | |
| ganzen wochen, alle ir tage,/ al die wochen in dem jâr,/ sunderrotte ich hân ze vâr,/ dise den tac und jene | |
| erz kunde,/ ouch kunde si gebâren,/ daz von sô kurzen jâren/ als Itonjê diu junge truoc,/ den hete si zühte gar | |
| tavelrunder wart dâ vil/ mit rede ir reht gebrochen./ fünftehalp jâr und sehs wochen/ ist daz der werde Parzivâl/ von dem | |
| starkiu wunder./ wolt man der bürge vâren,/ spîs ze drîzec jâren/ wær hie ûffe manecvalt./ er hât ouch aller der gewalt,/ | |
| gras:/ manheit bî zuht an beiden was,/ unt ir bêder jâr von solher zît,/ zalt noch ze junc si bêde ûf | |
| der heiden sprach "âne strît./ wære ich von in halbez jâr,/ mîn biten rîche und arme gar:/ sine getorsten ninder kêren./ | |
| mohte schouwen/ daz ouch dâ liute wâren/ junc mit solhen jâren/ daz si pflâgen varwe glanz./ dô was der künec Gramoflanz/ | |
| frouwen/ den Clinschor teilte sînen vâr/ mit gevancnisse nu manec jâr."/ zwên rîter huoben se ûf ir pfert:/ zArnîven reit diu | |
| sprach/ "ich wil si sehen, diech nie gesach/ inre fünf jâren./ dô wir bi ein_ander wâren,/ si was mir liep: als | |
| boume als legir obis, vru, suze odir suwir byn czwen iarn odir drin, noch dem sitin in Galabria: Entrinde eyn czwik | |
| knospin heysin in latin gemma. Jst das in dem erstin iare bluyt der czwik, di blut sal man ab brechin, das | |
| das icht der czwik von geylikeit vorterbe. Jn dem andirn iare so sege ab den aldin czwik vor der nvgin rynde, | |
| machin eynen boumgartin, das her frucht brenge in dem drittin iare, so mus man in dem erstin czwen iarn di bluyt | |
| dem drittin iare, so mus man in dem erstin czwen iarn di bluyt ab brechin. Nym in dem Merczin eyne iunge | |
| des boumis. Vorsuch beyde, ab du wilt. Vnd wen das iar vs get, so grab den boum vs, vnde czwischin eyme | |
| sechste wyse ist: Wiltu pfroppin boume, di in dem erstin iare frucht brengin, so czuch dy rinde von dem aste, als | |
| selbin kvme, so brengit der ast frucht in dem selbin iare. Doch saltu di blumen abe nemen, das der nvge boum | |
| buchis losunge; sundir di tugint wert nicht me wen vumf iar odir sechse. Das machstu vornvgin, ab du wilt. Vnd wisse, | |
| eyn gertener, das der ris keynis vorturbe. Wiltu noch eyme iare, so sege si von den andir, vnde secze wo du | |
| andir. Vnd wen di ris odir kerne han gewachsin eyn iar, so secze si wo du wilt, vnd merke, das dy | |
| man tut eyn pfropris, vnd las is wachsin. Nach eyme iare, wen dy narwe geheylit ist, so nym das selbe rys, | |
| di do werdin, dy sal man dicke begizen. Noch deme iare secze si wol von den andir in siner ordenunge, wo | |
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