Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
swër prn (3079 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| vil geil:/ die enphiengen rîcher gâbe teil./ ___lât si rîten, swer dâ geste sîn:/ den gap urloup der Anschevîn./ dez pantel, | |
| ame kriuze mennischlîche enphienc/ und sîne triwe an uns begienc./ swes lîp sîn zürnen ringet,/ des sêle unsamfte dinget,/ swie kiuscher | |
| sich ir suns geburt:/ ir schimph ertranc in riwen furt./ Swer nu wîben sprichet baz,/ deiswâr daz lâz ich âne haz:/ | |
| von herzen leit ir pîn./ ___Sîn lop hinket ame spat,/ swer allen frouwen sprichet mat/ durch sîn eines frouwen./ swelhiu mîn | |
| an disem mære unkundiu wort,/ ich spræche iu d’âventiure vort./ swer des von mir geruoche,/ dern zels ze keinem buoche./ ine | |
| mite./ ___genuoge sprechent, armuot,/ daz diu sî ze nihte guot./ swer die durch triwe lîdet,/ hellefiwer die sêle mîdet./ die dolte | |
| sint tœrscher denne beiersch her,/ unt doch bî manlîcher wer./ swer in den zwein landen wirt,/ gefuoge ein wunder an im | |
| werdekeit verzagt:/ si füerent roubes eine magt."/ der knappe wânde, swaz er sprach,/ ez wære got, als im verjach/ frou Herzeloyd | |
| dort oben unt hie unden."/ aldâ begreif des knappen hant/ swaz er îsers ame fürsten vant:/ dez harnasch begunder schouwen./ "mîner | |
| gezwicken."/ ___der fürste im zeigete sâ sîn swert:/ "nu sich, swer an mich strîtes gert,/ des selben wer ich mich mit | |
| si sæhen nôt/ eine juncfrouwen lîden./ sine kunden niht vermîden,/ swes er vrâgt daz wart gesagt./ "zwêne ritter unde ein magt/ | |
| mit forhten siten/ "dâ kom ein tôr her zuo geriten:/ swaz ich liute erkennet hân,/ ine gesach nie lîp sô wol | |
| diu frouwe jâmers rîche/ schiet dannen trûreclîche./ sine müete niht, swaz ir geschach,/ wan ir mannes ungemach:/ des trûren gap ir | |
| doch wesse der unverzagte/ niht daz man in jagte:/ wan swen sîn ougen sâhen,/ so er dem begunde nâhen,/ den gruozte | |
| diu gein den Berteneysen gienc:/ diu was gestrîcht unde breit./ swer im widergienc od widerreit,/ ez wære rittr od koufman,/ die | |
| "in gæbe ein halbez brôt/ iu niht ze drîzec jâren./ swer mîner milte vâren/ vergebene wil, der sûmet sich./ ine sorge | |
| ine süle niht flühtic schînen:/ ich wil hie gerne beiten/ swer zer tjost sich sol bereiten./ ___Ir neheiner habz für wunder./ | |
| prîs wirt anders laz."/ ___der knappe sprach "ich wirbe dir/ swaz du gesprochen hâst ze mir."/ er reit von im ze | |
| dienst gedient sô schiere den solt."/ "ich getar wol dienen swaz ich sol:/ ouch hât er mich gewert vil wol./ gip | |
| diu rede was Parzivâle leit:/ Dô sprach der knappe guoter/ "swaz mir gap mîn muoter,/ //des sol vil wênic von mir | |
| sîne ger:/ doch vrâgt ern "war zuo ist diz frum?"/ "swer gein dir zer tjoste kum,/ dâ soltuz balde brechen,/ durch | |
| dorft im keines gürtens wonen/ doch eines loches nâher baz,/ swer zwêne tage drûffe saz./ gewâpent reitz der tumbe man/ den | |
| niht pûwen kan./ jane wehset niht sô lanc ir sât,/ swaz sir in dem walde hât:/ grôz regen si selten dâ | |
| dem was tumpheit schîn/ "mich hiez ein künec ritter sîn:/ swaz halt drûffe mir geschiht,/ ine kum von disem orse niht./ | |
| geniezen werdekeit."/ ieslîcher im des tâ verjach,/ unt dar nâch swer in ie gesach./ ___Der wirt in mit der hant gevienc,/ | |
| der vrävel sîn./ sus tuot mir râtes volge schîn./ an swem ir strîtes sicherheit/ bezalt, ern hab iu sölhiu leit/ getân | |
| der wirt gebôt,/ den man dâ hiez den ritter rôt,/ swaz der ezzen wolde./ nieman si wenden solde,/ sine gebârten heinlîche./ | |
| im unkuont./ genuoge hânt des einen site/ und sprechent sus, swer irre rite/ daz der den slegel fünde:/ slegels urkünde/ lac | |
| lanc./ si gienc als si der kumber twanc./ ___juncfrouwen, kamerære,/ swaz der dâ bî ir wære,/ die lie si slâfen über_al./ | |
| niht lîden solde,/ der fuoge erkennen wolde./ und sag ir, swaz halt mir geschehe,/ daz si mich nimmer vrô gesehe,/ //ê | |
| sint se an kiuschen siten:/ ir herzen wille hât versniten/ swaz mac an den gebærden sîn./ ir friunt si heinlîchen pîn/ | |
| daz ûzer antwerc wart verbrant:/ //ir ebenhœhe unde ir mangen,/ swaz ûf redern kom gegangen,/ igel, katzen in den graben,/ die | |
| er die arme erswanc,/ sîn swert durch herte helme erklanc./ swaz er dâ ritter nider sluoc,/ die funden arbeit genuoc:/ die | |
| im sîn arbeit wê./ boten sander wider în,/ und enbôt, swer bî der künegîn/ dâ gelegen wære,/ "ist er kampfes bære/ | |
| iu’nbôt der ritter rôt./ der wil vil ganze pflihte hân/ swaz iu ze laster ist getân,/ ouch bitt erz Artûse klagen./ | |
| wart frou Cunnewâre geil./ ___Dô sprach er "frouwe, dirre man,/ swaz der hât gein iu getân,/ des ist er vaste underzogen./ | |
| versagen niht./ von allen sînen mannen/ schiet er al_eine dannen./ //Swer ruochet hœren war nu kumt/ den âventiur hât ûz gefrumt,/ | |
| si wârn dem stade sô nâhen/ daz si wol hôrten swaz er sprach./ einen er im schiffe sach:/ der het an | |
| wie diu geprüevet sint,/ daz si wol gæben minnen solt,/ swerz dâ mit dienste het erholt./ daz wâren juncfrouwen clâr./ zwei | |
| beide lanc unde breit./ durch die lîhte in dünne sneit/ swer in zeime tische maz;/ dâ obe der wirt durch rîchheit | |
| ir./ diu maget mit der krône/ stuont dâ harte schône./ ___swaz ritter dô gesezzen was/ über al den palas,/ den wâren | |
| //Môraz, wîn, sinôpel rôt,/ swâ nâch den napf ieslîcher bôt,/ swaz er trinkens kunde nennen,/ daz mohter drinne erkennen/ allez von | |
| senewe gelîchet mæren sleht:/ diu dunkent ouch die liute reht./ swer iu saget von der krümbe,/ der wil iuch leiten ümbe./ | |
| iu saget von der krümbe,/ der wil iuch leiten ümbe./ swer den bogen gespannen siht,/ der senewen er der slehte giht,/ | |
| si zer biuge erdenen/ sô si den schuz muoz menen./ swer aber dem sîn mære schiuzet,/ des in durch nôt verdriuzet:/ | |
| triwe nôt./ ein gebalsemt ritter tôt/ lent ir zwischenn armen./ swenz niht wolt erbarmen,/ der si sô sitzen sæhe,/ untriwen ich | |
| slahte rîchheit./ in kurzer wîle ich dannen reit."/ ___si sprach "swer iu getrûwet iht,/ den sult ir gerne triegen niht./ ir | |
| ein burc diu stêt al_ein./ diu ist erden wunsches rîche./ swer die suochet flîzeclîche,/ leider der envint ir niht./ vil liute | |
| vil liute manz doch werben siht./ ez muoz unwizzende geschehen,/ swer immer sol die burc gesehen./ //Ich wæn, hêr, diust iu | |
| wendec ist sîn freise,/ wol dich der sælden reise!/ wan swaz die lüfte hânt beslagen,/ dar ob muostu hœhe tragen:/ dir | |
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