Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
stat stF. (1098 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| diu habent zuo genomen/ an kunden unde an gesten,/ an steten unde an vesten,/ an guote und an den êren./ man | |
| sach,/ ‘seht hêrre’ er zuo Tristande sprach/ ‘ich sihe die stat: waz râtet ir?’/ //Tristan dô sprach: ‘dâ sulen wir/ hie | |
| und in der naht dô hiez er sâ/ gein der stat hin lâzen gân./ und alse daz dô was getân,/ daz | |
| kâmen,/ daz sir gemerke nâmen/ eine halbe mîle von der stat,/ //Tristan ime dô geben bat/ daz aller ermeste gewant,/ daz | |
| ime daz an getete,/ er hiez sich legen an der stete/ ûz der barken in daz schiffelîn./ sîne harpfen hiez er | |
| in zeime gruoze/ und ze âventiure nâmen/ und von der stat nie kâmen,/ die wîle er harpfete unde sanc./ diu vröude | |
| was aber unlanc,/ die si von im hæten an der stete,/ wan swaz er in dâ spiles getete/ mit handen oder | |
| si vuorten in/ mit schiffe mit alle hin/ reht in die stat, als er si bat./ sîn schif daz haftens an den | |
| spilman,/ nim war, sich dise burc an/ und dise schœne stat hie bî:/ weistû noch, waz stete ez sî?’/ ‘nein hêrre, | |
| an/ und dise schœne stat hie bî:/ weistû noch, waz stete ez sî?’/ ‘nein hêrre, in weiz niht, waz ez ist.’/ | |
| ez allez cleine./ diz mære wart gemeine/ über al die stat ze Develîn:/ ein schar gienc ûz, diu ander in/ und | |
| küniginne dan/ und seite ir, daz ein spilman/ in der stat dâ wære,/ der wære ein marterære/ und tôt mit lebendem | |
| des spiles, des er getete,/ beide anderswâ und an der stete,/ sô smacte ie der veige slac/ und machet einen solhen | |
| ime die stunde mite/ und mit im manegem an der stete./ swaz vröude si dem vater getete,/ daz vröutes al gelîche:/ | |
| ir sanc, dens offenlîche tete/ beide anderswâ und an der stete,/ daz was ir süeze singen,/ ir senftez seiten clingen,/ daz | |
| und begunde in schœnem sinne/ sîne rede besetzen an der stete,/ als er an allen steten tete;/ er kniete vür si | |
| sîne rede besetzen an der stete,/ als er an allen steten tete;/ er kniete vür si unde sprach:/ ‘vrouwe, genâde unde | |
| iemer dienen wil/ unz an mînes tôdes zil,/ an swelher stat ich armer man/ iuwer lop gevürdern kan./ sæligiu künigîn,/ ez | |
| sagete mære,/ daz der künic wære/ ze Weisefort vür die stat,/ //Tristan den anker werfen bat/ wol alse verre von der | |
| in des gewalt und in des hant/ ez allez stuont, stat unde habe,/ der kam gerüeret dort her abe/ gewâfent unde | |
| ungenesen;/ doch wânde ich hie genesen wesen,/ wan ich die stat erkenne/ und bin ouch eteswenne/ mit koufliuten hie gewesen;/ deste | |
| nider./ an sînen strît er wider vie/ reht an der stete, dâ er in lie:/ mit dem swerte, daz er truoc,/ | |
| tet sich nâhen zuo der lîch:/ ern truoc an keiner stat hin dan,/ er suohte allenthalben an/ al von obene hin | |
| irn tâtet.’ ‘hêrre, ich tete,/ ich bewærez wol an dirre stete.’/ ‘mit waz bewærde?’ sprach Tristan./ ‘diz houbet, seht, daz brâhtich | |
| der künec gebôt unde bat,/ daz in Tristan an der stat/ der rede gewis tæte,/ als erm gelobet hæte./ er tet | |
| hin gevlizzen dar an,/ daz si ir state unde ir stat/ wîslîchen hæten besat/ und wol vor hin berâten./ in Markes | |
| allen sanfte tete./ der künec der bat in sâ ze stete,/ daz er aber einen machete./ der trügenære erlachete/ vil inneclîche | |
| si gesprach unde getete./ der künec der seite sâ ze stete/ dem truhsæzen von grunde,/ sô er ebeneste kunde,/ ir antwürte | |
| daz er gebôt und des er bat:/ //Tristan meit iegelîche stat,/ dâ der vrouwen heinlîche was./ kemenâten unde palas/ dâ enkam | |
| dem einem sanfte tete,/ des enpfant daz ander an der stete;/ si wâren beide under in zwein/ mit übele und mit | |
| war genâmen,/ dôn vant der künec noch daz getwerc/ dekeine stat noch kein geberc,/ daz in reht unde gebære/ zuo [z]ir | |
| daz si beide ein ander sâhen,/ //Tristan stuont allez ze stete,/ daz er doch nie dâ vor getete:/ sin kam ê | |
| sazte sîne vüeze in ein/ und trat vil vaste ze stete:/ //Tristan der minnen blinde tete/ den poinder und die ritterschaft/ | |
| der vürsten ich ouch einer bin,/ hêrre, ich hân ouch stat under in;/ ouch bin ich in den tagen wol,/ daz | |
| dâ wart besprochen,/ nâch den selben sehs wochen/ in die stat ze Carliûne./ künec unde lantbarûne,/ al daz concîlje schiet sich | |
| ûf an sînen pfat./ der jeger der habete an der stat./ nu Marke der kam hin zer tür:/ er lie si | |
| erz durch niht solte lân,/ ern spræche Îsôte sâ ze stete./ nu tet er rehte als Âdam tete:/ daz obez, daz | |
| niht minner danne hundert;/ die andern liez er in der stat./ //Kâedînen er bat,/ daz er den sînen sagete,/ ob man | |
| dem lande,/ swâ er der vînde veste/ und ouch ir stete weste./ dannoch vor naht dô wart der schal/ in dem | |
| und Arundêle!’/ //Dô jene in dem castêle/ den strît ze stete sâhen stân,/ si liezen ûz den porten gân/ und anderhalben | |
| keinen vant/ oder iht ir dinges weste,/ sô habe, sô stete, sô veste,/ daz was verlorn, alse ez lac./ ir gewin | |
| daz ime der name begunde/ den ôren senften an der stete,/ der ime dâ vor unsanfte tete:/ er hôrte und sach | |
| vuoz von dir getrat.’/ sus was er aber an der stat/ von den gedanken genomen/ und aber in solhen jâmer komen/ | |
| unde site/ sô gar verwandelte dermite,/ daz er an iegelîcher stete/ niht anders niuwan trûren tete;/ und swenner aber zÎsôte kam,/ | |
| des Rînes vlieze und sîn vlôz/ dern ist an keiner stat sô grôz,/ man enmüge dervon gegiezen/ mit einzelingen vliezen/ sô | |
| genant./ Alexander fûr in sîn lant/ Cesaream fur die grôzen stat./ dâ wart der rîche chunich ensat./ Alexander faht ime den | |
| chunigin in sîne gewalt./ a wie sêre ers dâ ze stede engalt./ daz was diu scône Olimpias,/ diu Alexanders mûter was./ | |
| Kalabre er enpôt,/ daz sim hulfen zû der nôth./ ein stat heizet Nicomedias,/ dâ sancte Pantaleon gemarteret was./ die fûrin sîne | |
| er erfûre al diu lant,/ er ne gesâhe niemer neheine stat,/ diu zû ir mohte werden gezalt./ //Babilonia ne wart nie | |
| a waz ime dâ helede tôt peleib!/ //Tyre was ein stat grôz,/ daz mere si alle umbeflôz./ dâ wârn die mûre | |
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