Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
spîse stF. (490 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| $t viesche, gesalzene kese, linsen, ungeschelte bônen unde andere ungesunde spîse sal man niht geben an die firmerîen tavelen vur ein | |
| ist daz niht gewert, $t sî en mugen dise vorgenante spîse dâ nutzen. 9. Von dem ezzene des meisteres zu der | |
| brûder. Ist aber daz, daz er zu langer vrist bezerer spîse bedarf unde daz ime gemeinez ezzen unde trinken der firmerîen | |
| kameren, wande ez wêre alzu kostlich, ob man die sunderliche spîse, der eine er bedarf, ofte solde teilen mit allen den, | |
| solde teilen mit allen den, dî dâ ezzen sulen gemeine spîse unde ein trinken trinken. 10. Wie der brûder tûn mac, | |
| einez, unde gibet man an den convent dikeine pitanzien von spîse oder von trancke, den sal man in niht mite teilen, | |
| der cristac gevellet, sô gebe man in gemeiner $t knehte spîse, wanne man den tach niht mit vastene begêt durch die | |
| verholne oder verstolne izzet oder trinket. /(6) Ob ein brûder spîse oder trinken oder wâpen oder cleider vrevelîche getar widerwerfen. /(7) | |
| einer blôzen tavelen ezzen, ime sal ouch genûgen mit der spîse, die man pfliget zu gebene den leige brûderen, $t sô sie | |
| sal man armen lûten geben unde sal ein iâr sôgetâne spîse eime durftigen geben, alse man pfliget zu gebene vierzich tage | |
| des marschalkes unde die capellen unde die gecelt von der spîse unde die grôzen gecelt oder der, der an des commendûres | |
| unde entphâhen. 55. Von deme ambehte des commendûres von der spîse. /Der spîsecommendûr sal dem meistere unde allen den brûderen von | |
| spîsecommendûr sal dem meistere unde allen den brûderen von glîcher spîse und trinkene $t glîche teilen âne die sîchen brûdere, der | |
| Von igelicher herberge sal ein brûder den anderen $t ir spîse entphâhen unde lâzen sich alle genûgen $t des, swaz man | |
| ezzene, unde sulen daz kunden dem commendûre $t von der spîse, der daz ahten sal, daz der deste baz unde volleclicher | |
| lesen unde nutzen. Gewinnen ouch die brûdere anders iht von spîse oder wirt in zu prîsande gegeben, daz sulen sîe dem | |
| prîsande gegeben, daz sulen sîe dem commendûre $t von der spîse senden, unde sendet er in daz widere, alse ez wol | |
| dinge, die zu den wâpenen gehôrent. Der commendûr von der spîse sal den brûderen $t niht senden kost oder spîse alse | |
| der spîse sal den brûderen $t niht senden kost oder spîse alse zu einer gâbe. Wirt im aber prîsant gegeben, den | |
| nie so manich jar/ in der wuosten gewesen,/ der tiere spise genesen/ ane dine guote./ diu hat mir min gemuote/ gemachet | |
| lonen,/ so wirt daz trinken süeze $s und ouch diu spise guot./ /Ahi wie saelic ist ein man,/ der für sich | |
| vil geschehen./ Ein hunger der ist bezzer wol/ dan der spise ezzen alze vil;/ ez ist waeger, daz man hunger dol,/ | |
| giht;/ vil heiden des geloubent niht./ Ir sült die heizen spise/ vermiden, sit ir wise,/ swie groz ein hunger iuch beste;/ | |
| vil manegem we./ Diu wirtschaft ist gar enwiht,/ swa diu spise ist kranc;/ ez mac ein wirtschaft heizen niht,/ ist da | |
| der sluch,/ der niht aht wan uf den buch./ Überic spise und trunkenheit,/ swer ez in der jugent üeben wil,/ ez | |
| dâ rât über rât,/ als man ze hôhgezîten hât,/ an spîse und edeler wæte,/ des iegelîcher hæte/ ze wunsche sich gewarnet | |
| ein schif bereit/ und al sîn dinc dar an geleit;/ spîs unde ros, daz allez wart/ zehant bereitet an die vart./ | |
| und gâben ime brôt an die hant/ und anderre ir spîse ein teil./ ‘vriunt’ sprâchen si ‘got gebe dir heil/ und | |
| nâch den panzen unde den pas/ und swaz der hunde spîse was,/ in alsô cleiniu stuckelîn,/ als ez ein vuoge mohte | |
| zâ!’/ vil schiere wârens alle dâ/ und stuonden ob ir spîse./ ‘seht’ sprach der wortwîse/ ‘diz heizent si curîe/ dâ heime | |
| sinnen:/ er hiez ime gewinnen/ schœniu ros und edele wât,/ spîse und anderen rât,/ des man ze hôhgezîten pflît,/ und machet | |
| schuof in vollen rât dar în/ an lîpnar unde an spîse,/ an anderre schifwîse./ dâ wart der arme Tristan/ mit maneger | |
| harpfen hiez er ouch dar în/ und in der mâze spîse geben,/ daz er ir möhte geleben/ drî tage oder viere./ | |
| mit nœten an/ diz selbe cleine schiffelîn/ und sô vil spîse dar în,/ daz ich ir hân biz her gelebet./ sus | |
| wâren sîn geselleschaft,/ und vuorte ouch râtes die craft/ an spîse unde an wæte,/ an anderm schifgeræte,/ daz sô vil liuten | |
| was ir bestiu lîpnar./ deiswâr si nâmen selten war/ dekeiner spîse niuwan der,/ von der daz herze sîne ger,/ daz ouge | |
| si jehent, ze sus getânem spil/ dâ gehœre ouch ander spîse zuo./ dân weiz ich rehte, weder ez tuo./ es dunket | |
| covertiure dar,/ bereitet wol ze prîse,/ und grôzen rât von spîse./ und alse Tristan vernam,/ daz ime von lande helfe kam,/ | |
| die truric dar kvͦmen weren,/ daz man in gewant vnde spise gebe/ vnde tete sie uroliche dannen keren./ "alsus getanis arzetvͦmis | |
| von hinnen./ als ich mich versinnen,/ so enist hie niendert spîse veile,/ wan daʒ uns ze einem unheile/ ein burc hie | |
| in lôste./ diu tet ir güete an im schîn:/ bette spîse unde wîn/ lieʒ siu dar în stille./ daʒ was ouch | |
| machen bat/ und schuof, daʒ man im für truoc/ guoter spîse genuoc,/ diu lieben gesten gezam,/ dâ von er schiere bekam/ | |
| den stein, daz er es niht enweiz,/ die wîle diu spîse sî heiz:/ ob er denne sîn friunt ist niht/ als | |
| si möhten, wærns iht wîse,/ in dem lufte nemen ir spîse,/ der von dem lande kumt gevlogen,/ dâ Tesereiz vür unbetrogen/ | |
| dâ beliben, geladen in manegen wîs/ mit wîne und mit spîse./ der marchgrâve wîse/ Arofels wâpen dâ genôz:/ wan des kraft | |
| er durh liebe noch durh haz/ nimmer niht verzerte/ von spîse diu in nerte,/ niht wan wazzer und brôt,/ ê daz | |
| erbôt./ niht wan wazzer und brôt/ im selbem er ze spîse nam./ sîn vreude was an kreften lam./ smorgens vruo huop | |
| wirt daz geboten,/ daz was gebrâten und gesoten/ vil niuwer spîse reine,/ vische und vleisch gemeine,/ beidiu daz wilde und ouch | |
| vür in mit zühten truoc/ nâch koufmannes prîse/ maneger slahte spîse/ gesoten und gebrâten./ swelh arm man sô berâten/ wære, vür | |
| mîden./ der wirt sprach ‘hêrre, disem lant,/ wære dem bezzer spîse erkant,/ der wurdet ir schône von mir gewert./ saget mir | |
Ergebnis-Seite: << 4 5 6 7 8 9 10 >> |