Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sieden stV. (715 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| magen ungemach. Swer vil spiet, der neme ein teil wasserz gesoten mit tille unde trinke daz dicke: iz vergeit. Daz selbe | |
| mit arbeit pissen. Tille gestosen unde mit warmem wassere [28v] gesoten unde getrunken, hilfet wider dez buchez ungemach; unde ist gůt | |
| gebrant hilfet emorraydaz, dar uf geleit. Di blumen in olei gesoten vertribet, swaz von vroste ist kumen suche. Daz selbe hilfet | |
| der wibe suche. Daz selbe genutzet stillet di růre. Pyonia gesoten mit wine unde dicke getrunken ist gůt widir der blasensuche. | |
| strichet, da instichet kein bine. Bappile gestossen unde in olei gesoten vertribet daz heilige fiur. Daz selbe ist ouch gut uf | |
| lebern, ob man si gemilwet nutzet in wassere mit honege gesoten. Swo di nater gesticht, di enciana alz ein plaster druf | |
| darinne ist. Daz selbe tůt daz sot, da si inne gesoten ist. Daz selbe vertribet vůlheit von dem munde, ob man | |
| terciane sal man nemen dri wurzel unde dri bleter unde side di mit wine, unde alz iz in wil an ge, | |
| oren. Batenie, garwe, isirnhart geliche vil ir icklich unde daz gesoten in wassere unde steteclichen getrunken, vertribet den stein. Der isirnhart | |
| heilet di swern. Daz saf ro getrunken weichet wol. Vicbone gesoten mit nachtschaten saffe unde daz getrunken, hilfet di kichende. Iz | |
| buch unde vertribet di hitze. Diz crůt mit nachtschaten saffe gesoten unde alz ein plaster uf den milzen geleit, hilfet. Daz | |
| da trinken, unde sterket daz herze. Daz crůt mit wassere gesoten unde daz mit honege unde mit zucker getrunken, vertribet den | |
| lungen in di kele geit. // Beta heizet beizgrese. Beta gesoten unde mit senfe gessen ist gůt, dem di milze we | |
| houbte baz den wol. Daz wasser, da beta inne ist gesoten, vertribet schivern an dem houbte, da mit getwagen. // Intibus | |
| Durch daz vertribet her die růre unde senftet den magen, gesoten mit ezsige unde gessen. Der stur getempert mit polenta senftit | |
| heilsam allen den suchen, di von kalden bekumen si. Savina gesoten in wine oder in wasser hilfet, den da swindelt, ob | |
| vertribet di toten geburt, ob sich daz wip mit dem gesoten crůte behet. Daz crůt gebrant unde [31v] der rouch dem | |
| heizen scrofule. Das selbe vertribet emorroydas. Der saf mit salze gesoten unde getrunken vertribet schedeliche swlst. Daz ist ouch gůt den | |
| Daz ist ouch gůt den sichen wiben. Daz crut grune gesoten unde dicke getrunken vertribet di lange gewerten růre. Daz selbe | |
| uf geleit. Daz selbe subert sigende swern. Daz selbe crůt gesoten subirt di wip an ir suche, ob si mit [32r] | |
| der unz gemeine unde irkant ist. Der pfeffer ro oder gesoten mit honege getempert unde gessen, machet den magen unde lebern | |
| ist bertram gůt genutzet mit honege getempert. Bertram in olei gesoten hilfet den, der daz kalde hat, ob her sich mit | |
| der lebern unde ganze douunge dem magen. Aniz in ezsige gesoten unde genutzet stillet di růre. Mit wine genutzet ist her | |
| under di ougen gestrichen, daz vertribet, daz sich schivert. Costum gesoten mit olei vertribet dem ritischen daz calde, ob her sich | |
| Swaz dem magen schedelichen ist, daz vertribet si. Mit wassere gesoten unde getrunken ist si zu allen dissen genanten dingen gůt. | |
| mit dem saffe bestrichen. Daz wasser, da di beizgresse inne gesoten ist, vertribet di schivern, ob man daz hůbet mit twet. | |
| dem magen gut, da der vlisset, wen her mit ezsige gesoten unde genutzet, bestopfet den bůch. Der ougen hitze mit polenta | |
| vertribet dez magen unrechte hitze unde weichet den buch sanfte. Gesoten in wassere mit ezsige unde olei unde honege, so kumet | |
| tarant gestichet und da der hunt gebizen hat. In mulsa gesoten und getrunken hilfet he dem, der mit arbeiten harnet, und | |
| daz heilet der same also genutcet. Di wurtcele in wine gesoten vertribet den stein. Der selbe tranc vertribet lenden und siten | |
| doch geiste und hatten des túvels gelichnisse an in. Si sutten und brieten mit einander. Sie schrúwen und hatten unzallich jamer | |
| tieffe hatte gevellet. Das fleisch hatte verblendet iren geist, darumbe sutten si allermeist. Do sprach des menschen geist: «O herre, wie | |
| die túfele sich mit den selen underschlan und wie si siedent und bratent und wie si swimment und wattent in dem | |
| cristam geloͮben gepruͤven kan. So bereitet man uffen der strasse siedende pfannen und tribet si denne zemale dar zů und sendet | |
| ere oder si in cristam geloͮben in den pfannen wellent sieden und iren lip verlieren. So sprechent die man: «Eya lieben | |
| vegfúr sach, das was gelich eim fúrigen wasser und es sot als ein fúrig gloggespise und es was oben mit einem | |
| inen bitterliche die hut abe und wurfent si in einen siedenden kessel alzehant; darin stiessen si si mit fúrigen gablen. Als | |
| und taten si dur ire zegel und vischeten si und sutten si und doͤweten si aber. <KAP><N>XV</N>. Von eines gůten priesters | |
| Nement in drate mit miner gewalt und giessent im bech siedende in sinen munt und bindent im sere sinen hals, so | |
| gotes, edele feie,/ in deme mit so hoer list $s gesoten ist/ uß einem ding wurm, vogel, fisch, $s hunt, esel | |
| der suren rüben dunst, / wie das ir muter drin gesoten were. / ‘bi minem adel ich nimmer bi den gensen | |
| jêmirlîche leit/ irbîtin sus der cristinheit,/ ir herze în bittirkeite sôt./ Des woldin sî vil ê den tôt/ irweln in strîtis | |
| alze eyn grope, dat sych dy spyse inne dauwe vnde suͤde, vnde yst alz eyn koch vnde eyn knecht, wente he | |
| koln./ man dorfte in niht mêr spîse holn:/ dane was gesoten noch gebrâten,/ unt ir küchen unberâten./ Parzivâl mit sinne,/ durch | |
| swellete mir daz herze/ in uf wallender not./ min herze sot unde sot/ als ein vaz obe der glut,/ inbinnen brante | |
| als ein griebe/ in der grimmigen not,/ darinne er pinlichen sot./ ’mich durstit’, sprach er unde sweic,/ wand im daz houbt | |
| rifin. Andir sprechin, das man yn dicke sulle begisin mit gesotin bonen wassir, das si yn das beste. //Abir eyn andir lere. | |
| man si trugin in der sonnen $t vnd mak si sidin vnde gizen vnd plecze dar vs machin, besmerit mit honege, | |
| vor di susekeit des mostis. Ouch wirt czu stundin sapa gesotin von andirn vuchtigkeit. Ouch machstu merkin, das in honikseyme $t | |
| in eyme kessile odir in eyme toppe, vnd laz si sydin. Vnd wen si begynnen czu sydin, so swebit eczwas wassirs | |
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