Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sieden stV. (715 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ein kole./ Der minne fuer ist so starg,/ Daz mir svdet min marg/ Vn2de brinnet min gebeine./ Ich han dehein adern | |
| Vo1n mi1nne1n hette er sulche not:/ Sin herze brit vn2de sot,/ Als ez dann gerne tut,/ So des iunge1n mannes mvt/ | |
| vf dem flelde bleip./ Do sie danne1n schiede1n,/ Brate1n vn2de sieden/ Priamvs harte vil hiez./ Den frowe1n er bereite1n hiez/ Beide | |
| brot bachen noch baen,/ durh zuomuose fleisc und(e) viske $s sieden noch sulzen,/ durh trinchen haberen noch gersten $s ze bíer%\e | |
| noch trinchenes deheines./ eiere unde chæse netuont si da $s gesoten noch gebraten,/ got, du maht in ane dei $s elliu | |
| schôz in vil dâ Kurvenal;/ schône er ez briet unde sôt/ und lôste sie von hungers nôt/ und gap in dar | |
| kracken./ Das schwert schnaid des trackens haut/ Recht als ain gesottens kraut./ Der dracke ließ das tier stan./ Er graiff den | |
| man fuͤnde,/ Der wol suͤchen kuͤnde,/ E ein huͤn si gesoden,/ Ob man dez Endecristes boden/ Fuͤnde in diesem lande iht?/ | |
| ezziche. vnde lege ſie vber die drvſe. Ad pectoriſ dolorem Sivt die rvtvn mit dem wine. vnde mache ein lvtertranc $t | |
| ein teil deſ chvſmerweſ. v3nde altin win. marubium. feniculum. v3nde ſivt daz alzeſamine. in eineme nvwime havene. vnze ez werden zvei | |
| andie ſtat. Contra dolorem cordis et pulmoniſ. Der ezze linſine geſotin mit dem ezzike. older er trinche die feltconelun. genvwen mit | |
| iſt vil goͮt. ze dem ſvermagen. Item. Nim fenum_grecum. v3nde svd ez. daz iſt oͮch goͮt. Diz iſt uil goͮt ze | |
| Qvi non poteſt urinam continere. Nim der lilivn vrcvn. v3nde ſivt ſie in der milche niv ſie v3nde bint ſie vbir | |
| ze trinchinne. div iſt vil goͮt fvr die harnwindun. Item. Sivt den lvbeſtecchin mit dem wazzere. v3nde gip im ci trinchenne. | |
| hilfit vil wol. Contra lapidem Nim zvei clobeloͮcheſ hoͮbit. v3nde ſivt ſie mit fier mezzen wazzereſ. in einem niwen hauene. unz | |
| ein pvluer dannan vz. v3nde nim ein lvzil mez. v3nde ſivt ez mit dem biere. v3nde uollemache daz biͤr v3nde givz | |
| da zoͮ nen. XII corn piperiſ. pertheram. gingiber. ſpic. wol geſotin honec. vnde XXX mez wineſ. Diſv alliv ſuln wol gemilwet | |
| sîn salse was diu hungers nôt,/ diuz im briet unde sôt/ daz ez ein süeziu spîse was,/ und wol vor hunger | |
| si daz wort vol sprach/ daz kint si irstach,/ si sôt ez unde briet,/ als ir der tievel geriet./ $sVil sciere | |
| daʒ si geselleschaft im büte./ daʒ sîn gemüete in leide süte/ nâch ir und nâch ir minne,/ daʒ was der küniginne/ | |
| im in dem herzen sîn/ tac unde naht wiel unde sôt./ daʒ kunde sîn antlitze rôt/ wol machen unde verwen/ und | |
| lîden/ den grimmen angestbæren tôt./ kein blî sô vaste nie gesôt/ ûf einer heiʒen glüete,/ sô starke mîn gemüete/ nâch ir | |
| als in ir priesterîn gebôt./ man briet in wunder unde sôt/ von spîse manger slahte./ in wart dâ manic trahte/ vür | |
| wan im der muot reht als ein blî/ wiel unde sôt in sender clage./ sîn vröude und al sîn lebetage/ mit | |
| ir liehter munt durchliuhtic rôt./ sîn herze nâch ir minne sôt/ in jâmer unde in sender klage/ er wart vil ofte | |
| hôher wunne krefte./ in wart von wirtschefte/ gebrâten wunder und gesoten./ Pârîs der sante sîne boten/ geswinde gegen Troie dô/ und | |
| an dem erwelten glanze sîn/ wart ein ouge niht betrogen./ gesoten leder was gezogen/ dar über z’eime tache rîch,/ dem an | |
| beiden wart sô heiʒe,/ daʒ in daʒ verch wiel unde sôt./ Hector kam in sô grimme nôt/ und leit sô bitter | |
| unde vrech/ gewan erbermeclîche nôt./ diu leide gift wiel unde sôt/ an dem erwelten manne/ und sunkelt als ein pfanne,/ dô | |
| sie dusent marck, sie geben sie, das sie gebraden oder gesotten weren. Ir solt sie uß uwerm huß thun tragen irgent | |
| die ſlehent ir eigene uorderen, ſo ſie alt werdent, vnde ſiedent ſie vnde machent groʒ wirtſchaft, ſo ſi eʒʒent ir uater | |
| meiſter ſprach: Da lit eʒ rehte vnder der ſunnen vnde ſúdet ſich tegelich. Uon der hiʒʒe wirt eʒ handic alſe ein | |
| siu zu rechter zit nicht hat, di sol den bibos siden mit wine, ob si in hat, oder mit bire, oder | |
| sol des roten biboz bleter zu tale phlocken unt denne siden unde nutzen. Wert aber si di suche zu lange, so | |
| phlocke des wissen bibos bleter zu berge unde nutze di gesoten: is vorget si. Swelch wip mit einem kinde arbeitet, sudet | |
| gesoten: is vorget si. Swelch wip mit einem kinde arbeitet, sudet si den bibos mit wine oder mit bire unde nutzet | |
| si geniset an der stunt. Oder bindet man ir das gesotene crůt an ir rechte dich, si geniset zuhant. Man sal | |
| same ist heiser den das crůt. Swer das selbe crůt sudet unde nutzet, is hilfet [4r] zu den senadern, wanne di | |
| ob man sich bestrichet mit den olei, da si inne gesotin ist. Di ebreze dicke getrunken vertribet unde sterbet di spulwurme. | |
| eine wisse brosmen brotes unde ein quiten unde ebrezen unde side das in wassere, unde behe di ougen da mite: is | |
| magen; idoch ist si aller [4v] best in dem reginwasser gesoten, wenne also vertribet si alles, das in dem magen werrende | |
| das nimt unde nardum unde wermuten unt das mit ezzege sudet unde trinket: is vortribet alle unlust. Swer nimt wermat, růten | |
| nimt wermat, růten bleter, saltz, pheffer unde stosset das unde sudet is mit wine unde nutzet das: is vertribet dem magen | |
| an di ougen gestrichen, si werden dar abe clar. Der gesoten wermaten bradem hilfet di vorstophten oren. Si ist ouch gut | |
| den iuckenden, der von serer hut kumet, ob man si sudet unde sich damite behet. Swer si mit wine gesoten nutzet, | |
| si sudet unde sich damite behet. Swer si mit wine gesoten nutzet, dem verget das #;ewllen. Swer verirret ist an dem | |
| hilf ouch zu den ougen, di bitrubet sin. Di wermat gesoten in dem boymolei, unde da mite der buch bestrichen, hilfet | |
| liden wandert. Zu allen disen dingen ist di nezzele gůt gesoten in dem boymolei unde di gelidde mit bestrichen. Swer der | |
| swem an dem uve icht wirret. Di nezzeln mit boymolei gesoten unde da mite der mensche bestrichen, switzet al zuhant. Swer | |
| gelegt, swa der hunt gebisset: iz heilet. Swer den knoblouch sudet mit ezzege unde in mulsa unde trinket daz, iz vertribet | |
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