Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sëltsæne Adj. (123 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| den er dâ vant,/ der sagete im dâ zehant/ ein seltsæne mære,/ daz er genislich wære/ und wære doch iemer ungenesen./ | |
| si muosen emphâhen./ ir gruoz wart spæhe undersniten/ mit vil seltsænen siten:/ ir herzeliebe wart alsô grôz/ daz in daz lachen | |
| rich/ deme Abraham ist ungelich/ sinen kinden wirtschaft machen/ vone seltsenen sachen/ div du herre bereite/ hast in der kristenheite./ Ihesu | |
| er phlanzte wîngarten:/ dô die ze nutze wurten/ durch den seltsænen smac/ (sô man sie wol zîhen mac/ und () diu | |
| sîn ander geslehte/ niht æze noch entrunche:/ daz begunde in seltsæne dunchen/ (und wolder sich der von nemen)./ der gedanc was | |
| sinis libis můgindin/ Uon al ir koRn thugíndín,/ Der wirdit noch seltsêne/ Der werlt, als ich wol wêne./ Daz ist min her | |
| waz diu rede mohte sin./ diu rede duhte si harte seltsane, $s di ir der engel brahte./ si gedahte mit diemuote, | |
| von den, di dar quamen./ si sprachen: "der name ist seltsæn, $s in deme geslahte ist niemen so geheizzen."/ do winchte | |
| geleiden in gemainer sprâch, daz si doch wol leident in seltsamer sprâch. //VON DEN ADERN. /Nun schüll wir sagen von den | |
| dritten haizt man clâr oder behend dönr, die sint aller selzeinst und aller wunderleichst und gar haimleicheu dinch der nâtûr: diu | |
| daz die pern die perinne haimleich êren. ez ist nihts seltsamer ze sehen under swangern tieren dann ain perinne, diu geberend | |
| sô begrabent in die andern. Albertus spricht auch, daz ain seltzam dinch geschæhe under den zeiten, dô der kaiser Augustus lebt, | |
| und in verr füert, sô wirt er wert umb sein selzein. iedoch sô er frisch ist, sô ist er pezzer ze | |
| ainr ander lai trachen die hânt füez, aber die sint seltsein. Adelînus spricht, daz man auz seim hirn ainen stein sneid, | |
| und macht man mezzerheft dar auz. si sint uns aber seltsam. Platearius spricht, wer daz holz pulver und ez in trank | |
| vierden grâd mit seiner kraft, und dar umb, daz ez seltsam ist, velschet man ez dick und mit mangerlai dingen. wan | |
| stinkenden harz dâ für, dar umb, daz der reht weirach seltsam ist tewr. //VON DEN KRÄUTERN. //IN AINER GEMAIN. /An disem | |
| zwaierlai. der ain ist weiz, der ist pezzer und ist seltsein. der ander ist swarz und tunkel und ist ain klain | |
| ist grüen sam pforrensaf oder lauchessaf. der stain ist gar seltseim und dar umb ist er tewr und schatzpær. man vindet | |
| Oder in der hellewiezzen,/ Da die tuvel selber inne wiezzen/ In heisen vegevuren/ Mit manicvalden schuren/ Die sele dort also vaste,/ | |
| vil vervlut/ E disse dinc geschehen./ Wundere wirt man spehen/ Seltzen an gesichten nach.»/ __Als er disse wort gesprach/ Zu mir, | |
| ziehen zehant/ für die tür in Österlant./ dâ sint si seltsæn genuoc./ ‘zwelif heiden gib ich dir kluoc,/ die der mûl | |
| her wider sach er dheinen trit./ daz dûht in ein seltsæner sit./ er gedâht in sînem muot:/ ez ist mîn snur | |
| êre/ zuo dem wazzer dâ ez ist,/ sô sihst dû seltsænen list./ heiz si trinken daz wazzer rein,/ beidiu grôz unde | |
| bethûs schœn unde guot/ wolt ich im gern machen/ mit seltsænen sachen,/ und wolt ez schôn nennen,/ daz man ez möht | |
| in vant./ er sprach: ‘möht mir werden bekant/ ein vil seltsæn dinc_–/ dar an stêt aller mîn gerinc_–,/ daz mir niht | |
| wol gestalt was im der lîp./ __Achilles begunde ahten,/ ein seltsæn dinc betrahten,/ wie er erwurbe die magt,/ dâ ich iu | |
| habent in Kriechen/ di gesunden und di siechen/ zwâr einen seltsænen sit,/ dâ si ir êr behaltent mit:/ ez ist dâ | |
| iuwer lop mêren./ ich wil iu ein bethûs machen/ mit seltsænen sachen/ zwâr nâch heidenischem ist,/ dâ wert ir wol geêret | |
| sprach Achilles wol gemuot./ ‘ich wil mit mînem guot/ mit seltsænen sachen/ ein bethûs über in machen/ mînem abgot ze êren,/ | |
| siul lanc unde wît/ wil ich im heizen machen/ von seltsænen sachen./ diu sol von gold werden/ von oben zuo der | |
| gwalt lebt er gar./ er hiez ein bethûs machen/ mit seltsænen sachen./ ein abgot er dar inn êrt,/ daz volc er | |
| vor hêt gedâht_–/ und hiez ir bat dâ machen/ mit seltsænen sachen;/ mit wurzen und mit krût/ hiez er ir strîchen | |
| daz si leisten sîn gebot;/ daz si hiezen machen/ mit seltsænen sachen/ ein rat, daz wær veste/ von glas, daz aller | |
| daz selb abgot dô./ __Des mântags dar nâch/ gar ein seltsæn dinc geschach:/ dô giengen diu ungemeilten kint,/ diu under siben | |
| dâ wil ich iuch frâgen,/ ob ir möht gemachen/ mit seltsænen sachen,/ daz ich ein kint gebern solt./ ich gæb iu | |
| sînen gesellen ret./ ‘ich rât, daz man im mache/ von seltsænen sachen/ ein tranc nâch sînem gebot,/ alsô daz in im | |
| er trag ein kint./ daz getranc kan ich machen/ von seltsænen sachen./ sô mügen wir werden von im getrôst/ und von | |
| hiez ûf slahen sîn gezelt/ und zwô esse machen/ mit seltsænen sachen,/ und an ieglîch esse ort/ wâren hie unde dort/ | |
| an wart volleclîche schîn/ daz diu werlt nie gewan/ deheinen seltsænern man./ sîn herze was gevieret:/ eteswenne gezieret/ mit vil grôzen | |
| ez solde sîn,/ in allen gâhen einen jüngelinc,/ (hie vernemt seltsæniu dinc)/ einen juncherrn, hiez Parides./ guoten war nam sie des,/ | |
| vil rehte bedâht,/ als ich mich verwæne,/ die sint iu seltsæne.’/ diu frouwe gnâdete ir dâ wider./ Morphêâ kniete dar nider/ | |
| michel teil steine/ beide groz und cleine./ den gab er seltzene namen gnûc./ einen stein er von dem andern sluc/ und | |
| saltu gelouben myr.’/ do sprach Pylatus der kunynk:/ ‘diz synt selczene dynk,/ so solde ich eyn Jude syn./ du weist wol | |
| des hie wirt gnuoge, $s mach skehen daz ist ime seltsâne:/ wîrouch, honich unte wurze, $s jouch unser obeze./ /Nemet zwisken | |
| von Ouwe Hartman./ hie hebent sich von êrste an/ diu seltsænen mære/ von dem guoten sündære./ Ez ist ein wälhischez lant,/ | |
| lœsen abe diu bant./ dô sach er ligen dar inne/ seltsæne gewinne,/ ein kint, daz im sîn herze jach/ daz er | |
| Got hir pinen/ Und gerecht durch in schinen;/ Die wonen in Gote und Got in in./ Da nam her ane den | |
| wannen braitt/ Warend dem ungeschlachtten./ Nieman kund es ertrachten/ Wie seltzen er anders was./ Für war ich an dem man mas/ | |
| Die baide ritter lobelich./ Den ward aber in kurtzer stund/ Seltzen aventüre kund/ Von ainem wurme fraissan./ Der hatte dry stark | |
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