Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ros stN. (1905 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| âne ir haz/ und in geviele nie dinc baz./ ein ros daz willeclîchen gât,/ swer ouch daz mit sporn bestât,/ sô | |
| walde/ ze velde gewalopieret,/ in engels wîs gezieret./ in enirte ros noch der muot:/ wan diu wâren beidiu guot./ sînem herzen | |
| welch vallen wære./ ez ist doch lasterbære.’/ //Er nam daz ors, dô erz gewan,/ und vuortez vür den künec dan./ er | |
| gewan,/ und vuortez vür den künec dan./ er sprach ‘diz ors hân ich genomen:/ herre, heizet etewen komen/ von iuwerme gesinde,/ | |
| daz wazzer reit/ die hôhen brücke hie bî./ daz daz ros unsælec sî!/ daz strûchte vaste unz an diu knie,/ alsô | |
| gewan/ daz beste harnasch daz man vant/ und daz schœnest ors über al daz lant./ sus wart bereitet der gast/ daz | |
| sich und slief:/ der lewe wachet unde lief/ umb sîn ors unde umb in./ er hete die tugent und den sin/ | |
| kraft alsô gar/ daz er zer erde tôtvar/ von dem orse nider seic./ und als er vol sich geneic,/ daz swert | |
| michel gâhen:/ ez rief dirre und rief der/ ‘harnasch unde ors her:’/ und swer ie gereit wart,/ der jagte nâch ûf | |
| was vil schiere gereit:/ daz lêrt in diu gewonheit./ sîn ors sach er bî im stân,/ er hiez die brücke nider | |
| sluoc er/ mit guotem willen daz sper/ und nam daz ors mitten sporn,/ und het in ûf die brust erkorn/ und | |
| slac,/ daz ich daz wol sagen mac,/ enhet in daz ors niht vür getragen,/ daz er im hæte geslagen/ noch einen | |
| es wær ze dem tôde genuoc:/ dô truoc in daz ors dan/ unz daz er daz swert gewan./ sâ kêrter wider | |
| reit,/ daz er im eine wunden sluoc./ dô in daz ors vür truoc,/ dô sluoc im der rise einen slac,/ daz | |
| slac,/ daz er dâ gar gestrahter lac/ vor ûf dem orse vür tôt./ do ersach der lewe sîne nôt/ und lief | |
| und wurden ze strîte gereit./ sî wâren alle viere/ ze orse komen schiere/ und liezen von ein ander gân,/ dazs ir | |
| alle drî dan/ wider ûf ten einen man,/ swaz diu ors mohten gevarn./ dar under muoser sich bewarn/ dar nâch als | |
| ir sper:/ daz sîn behielt aber er/ unde warf daz ors von in/ unde leisierte hin/ von in eines ackers lanc,/ | |
| dô er niht mêre mohte gân,/ dô muoser von dem orse stân,/ und las zesamne mit der hant/ mies und swaz | |
| in/ in sînen schilt und huop in hin/ ûf daz ors vür sich./ daz leben was gnuoc kumberlich./ sus leit er | |
| sûmder sich niht/ erne wâfente sich zehant,/ und nâch dem orse wart gesant./ daz was die naht sô wol bewart/ daz | |
| rehte kranc./ ern darf im niemer gesagen danc/ umb sînes rosses gemach,/ wand ez im ûf den wân geschach/ daz ez | |
| dâ ist diu state unde der muot./ ouch wâren diu ors alsô guot/ daz sî daz niht ensûmde./ ir ietweder rûmde/ | |
| unz an den kreiz:/ der was wol rosseloufes wît./ ze orse huop sich der strît./ //Sî mohten wol strîten,/ wand sîs | |
| zîten/ niht êrste begunden./ wie wol sî strîten kunden/ ze orse und ze vuoze!/ ez was ir unmuoze/ von kinde gewesen | |
| lebete bî der zît./ nune sûmden sîz niht mêre:/ diu ors wurden sêre/ mit den sporn genomen./ man sach sî dort | |
| hazzet daz er minnet,/ und verliuset sô er gewinnet./ //Ir ors diu liefen drâte./ ze vruo noch ze spâte/ sô neicten | |
| diu sî dâ haben mohten./ heten si dô gevohten/ ze orse mitten swerten,/ des sî niene gerten,/ daz wære der armen | |
| mitten swerten,/ des sî niene gerten,/ daz wære der armen orse tôt:/ von diu was in beiden nôt/ daz sî die | |
| vermiten/ und daz sî ze vuoze striten./ in heten diu ors niht getân:/ sî liezenz an den lîp gân./ //Ich sage | |
| râte sule werden,/ dû muost ie dar umbe ersterben./ Daz ros nam er mit den sporn,/ vil harte rach er sînen | |
| wie es ergangen $t was, do ſaʒ er vͦf ſin ors vnd entran ʒů ſinem palas vnd ſprach: #.,We mir! We, | |
| sîn./ ez wart ouch an ir verte schîn:/ si enhêten ros noch wagen/ noch niht daz si mohte getragen,/ die himel | |
| künec bat der werde gast/ daz er im lihe ein ros zehant,/ wand er dekeinez in daz lant/ mit im gefüeret | |
| alsô,/ daz er geruochte selber dô/ daz beste ûz sînen rossen weln./ er hiez im bringen unde zeln/ vil mangez dar | |
| williclichen dâ:/ vil schône grîs und aphelgrâ/ sô schein daz ros von sneller art,/ vierschrœtec ez bekennet wart/ und vorne zuo | |
| herdan:/ er fuorte wâpencleider an/ von samîte unmâzen guot./ sîn ros vor wandel was behuot,/ wand ez was frîlich unde frech./ | |
| unde ir voget/ und suochte sînen kamphgenôz./ er reit ein ros unmâzen grôz,/ und schein er selbe ein michel man./ er | |
| gevohten/ ûf der plânîe grüene./ die zwêne ritter küene/ diu ros zesamne twungen,/ sô daz si beidiu sprungen/ unmæziclichen harte./ gesezzen | |
| zwein widersachen./ der plân der mohte erkrachen/ von der snellen rosse louf./ schûm unde bluot dâ nider trouf/ daz in wart | |
| und ûf gefüeren/ und mit den sporn gerüeren/ diu snellen ros frech unde balt./ rîlîchiu sterke manecvalt/ wart an ir tjost | |
| dâ bestân./ er reit justieren ûf den plân/ umbe ein ros guot unde starc / und umbe silbers hundert marc,/ daz | |
| mit den füezen hol/ den stegereif ze wunsche gar,/ den rossen beiden bluotgevar/ die sîten schinen von den sporn./ si wolten | |
| si wurfen unde leiten/ diu rîchen wâpencleider an./ dô wurden ros <beid> unde man/ vil schiere bî den zîten/ bedaht ze | |
| liehtem schîne:/ mit frischem baldekîne/ was er und ouch sîn ros verdaht./ er fuorte ein wâpencleit geslaht/ und einen schilt von | |
| und fuor ouch in der selben schar/ daz von dem rosse gienc der rouch./ der striche sehse wâren ouch,/ die an | |
| und zetal begunde sich/ vil manec schenkel biegen./ bî snellen rossen fliegen/ sach man dâ ritterlîchiu bein,/ dô sich begunden underein/ | |
| underein/ die schar mit nîde werren./ grâzieren unde scherren/ diu ros man hôrte lûte./ den bluomen und dem crûte/ geschach dâ | |
| der vil hurticlichen vart/ mit rehter ordenunge wart./ /Hie wurden ros gehouwen/ daz in daz vel betouwen/ begunde von dem bluote | |
| sô balde durch die rotte dranc/ Rîchart von Engellanden./ mit rosse und <ouch> mit handen/ macht er im selber wîten rûm,/ | |
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