Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
natûre stF. (762 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und in gote geborn, tritet in alle die eigenschaft götlîcher natûre. Nû ist ein eigenschaft an gote nâch Salomônes worten, daz | |
| got und würket âne underlâz. Und gotes würken ist sîn natûre, sîn wesen, sîn leben, sîn sælicheit. Alsô wærlîche: dem gotes | |
| ze komenne’. Ouch sol man aber wizzen, daz in der natûre îndruk und învluz der obersten natûre und der hœhsten ist | |
| wizzen, daz in der natûre îndruk und învluz der obersten natûre und der hœhsten ist einem ieglîchen wünniclîcher und lustlîcher $t | |
| einem ieglîchen wünniclîcher und lustlîcher $t dan sîn selbes eigen natûre und wesen. Daz wazzer vliuzet von sîner eigenen natûre niderwert | |
| eigen natûre und wesen. Daz wazzer vliuzet von sîner eigenen natûre niderwert ze tal, und ouch liget sîn wesen dar ane. | |
| dem himel obenân sô verzîhet und vergizzet ez sîner eigenen natûre und vliuzet ze berge in die hœhe, und ist im | |
| suochent ein, und daz ein bevindent die obersten; gezogen über natûre und überbildet suochent sie ein in einem, ein in im | |
| ist aber ein ander trôst. man sol wizzen, daz aller natûre unmügelich ist, daz si iht breche, verderbe oder ouch rüere, | |
| wirdic wæren, smâcheit durch got ze lîdenne. Gotes sun von natûre wolte von gnâden mensche werden, daz er durch dich lîden | |
| disen worten, wie edel der mensche geschaffen ist in sîner natûre und wie götlich daz ist, dâ er zuo komen mac | |
| ouch wol offenbâr, daz der mensche hât in im zweierhande natûre: lîp und geist. Dar umbe sprichet ein geschrift: swer sich | |
| aller wîsheit, aller künste, aller tugende, aller güete: sâmen götlîcher natûre. Götlîcher natûre sâme der ist gotes sun, gotes wort. Der | |
| aller künste, aller tugende, aller güete: sâmen götlîcher natûre. Götlîcher natûre sâme der ist gotes sun, gotes wort. Der ûzer mensche | |
| des sâme er ist, und würde diu vruht glîch ein natûre gotes. Birboumes sâme wehset ze birboume, nuzboumes sâme in nuzboum, | |
| und îngesæjet ist, wie der sâme und daz bilde götlîcher natûre und götlîches wesens, gotes sun, erschîne und man sîn gewar | |
| dem edeln menschen, wie gotes bilde, gotes sun, sâme götlîcher natûre in uns niemer vertilget wirt, aleine er bedecket werde, sprichet | |
| ’der êrste und der jungeste’. Underscheit enist noch in der natûre gotes noch in den persônen nâch der natûre einicheit. Diu | |
| in der natûre gotes noch in den persônen nâch der natûre einicheit. Diu götlîche natûre ist ein, und ieglîchiu persône ist | |
| noch in den persônen nâch der natûre einicheit. Diu götlîche natûre ist ein, und ieglîchiu persône ist ouch ein und ist | |
| ist ouch ein und ist daz selbe ein, daz diu natûre ist. Underscheit in wesene und in wesunge wirt genomen ein | |
| meinet daz wort, sô man sprichet mensche, etwaz, daz über natûre ist, über zît ist und über allez daz, daz ze | |
| ist ein lieht der sêle, und alle menschen begernt von natûre bekantnisse, wan joch bœser dinge bekantnisse ist guot. Nû sprechent | |
| sehen, dan diu kraft, von der wir sehen; wan diu natûre beginnet irs werkes an dem krenkesten, aber got der beginnet | |
| krenkesten, aber got der beginnet sîner werke an dem volkomensten. Natûre machet den man von dem kinde und daz huon von | |
| man vor dem kinde und daz huon vor dem eie. Natûre machet daz holz ze dem êrsten warm und hitzic, und | |
| sint gar unglîch und wunderlîche verre von einander in der natûre, aleine sie gar nâhe sint nâch der zît und nâch | |
| daz crêatûre hât, und anderhalp von dem innigesten grunde götlîcher natûre und des einœde? ’Ich’, sprichet unser herre in dem wîssagen | |
| $t in einer glîchen wîse, wan daz wære unmügelich der natûre in der meinunge ze habenne und sêre swære und ouch | |
| der gebreste ist vil lîhte natiurlich, als manic mensche von natûre zornic oder hôchvertic ist, oder swie daz sî, und enwil | |
| ez enist etwenne von minne niht, sunder ez kumet von natûre etwenne, daz man solchen smak und süezicheit hât, oder ez | |
| und vrœlîche gesellen, als im die anehangent nâch gewonheit der natûre. Dû endarft in dér wîse niht sîn beworren mit spîse | |
| er ist ein volbringer! Got enist niht ein zerstœrer der natûre, sunder er ist ein volbringer. Ouch diu gnâde enzerstœret die | |
| sunder er ist ein volbringer. Ouch diu gnâde enzerstœret die natûre niht, si volbringet sie. Zerstôrte nû got die natûre alsô | |
| die natûre niht, si volbringet sie. Zerstôrte nû got die natûre alsô in dem beginnenne, sô geschæhe ir gewalt und unreht; | |
| sîner werke und unzerstœret und ungetwungen. Gnâde enzerstœret niht die natûre, $t si volbringet sie. Diu glôrie enzerstœret niht gnâde, si | |
| die gâbe, die er uns ie gegap, noch gâbe der natûre noch gâbe der gnâde, gegap er nie deheine anders, dan | |
| $t die liute und vorschten aber, ob ez gnâde oder natûre sî, daz in im ist, und sint dâ mite beworren. | |
| gip daz werk und enruoche, ob er würke mit der natûre oder ob der natûre; beide ist diu natûre und gnâde | |
| enruoche, ob er würke mit der natûre oder ob der natûre; beide ist diu natûre und gnâde sîn. Waz gât dich | |
| mit der natûre oder ob der natûre; beide ist diu natûre und gnâde sîn. Waz gât dich daz ane, wâ mite | |
| durch got sîniu werk würke in dir, weder ez sî natûre oder gnâde. Dâ mite lâz in würken, und habe aleine | |
| der mensche von gnâden werden müge, daz got ist von natûre, und dâ mite der mensche aller glîchest stande dem bilde, | |
| got dâ zuo brâhte, daz er sich neigete in menschlîche natûre, und stuont abegescheidenheit $t unbewegelich in ir selber, dô er | |
| in dem steine. Des vinden wir ein glîchnisse in der natûre: sô man einen bakoven heizet und dar în leget einen | |
| diu grœste enpfenclicheit inne. Des nim ein glîchnisse in der natûre. Wil ich schrîben an eine wehsîn taveln, sô enmac $t | |
| Augustînus sprichet: diu sêle hât einen heimlîchen înganc in götlîche natûre, $t dâ ir alliu dinc ze nihte werdent. Dirre înganc | |
| niht an sich einen menschen, er nam an sich menschlîche natûre. Dâ von sô ganc ûz aller dinge, sô blîbet aleine, | |
| ûf disiu volkomenheit gestân mac, daz ist dêmüeticheit, wan swelhes natûre hie kriuchet $t in der tiefsten niderkeit, des geist vliuget | |
| den man im nande,/ daz er in sâ bekande,/ sîn natûre und sîn art./ dâ von er vil genæme wart/ und | |
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