Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
natûre stF. (762 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| uf zuo gote get, $s also daz fiur in siner nature gestet./ daz bringet uns froude unde gedingen, $s daz wir | |
| daz tegelich vieber. Daz chumt von flecmate, daz ist chalter nâtûre. //Swenne abe des harnes sô vil ist unde vil dunne, | |
| manger dingen hort,/ diu uns gar wirdicleichen sint in der nâtûr behalten./ //VON DEM MENSCHEN IN SEINER GEMAINEN //NATUR /GOT beschuof | |
| in der nâtûr behalten./ //VON DEM MENSCHEN IN SEINER GEMAINEN //NATUR /GOT beschuof den menschen an dem sehsten tag nâch andern | |
| schüll wir sagen von dem hirn. daz hirn ist kalter nâtûr, als Aristotiles spricht, und daz herz ist haizer nâtûr, und | |
| kalter nâtûr, als Aristotiles spricht, und daz herz ist haizer nâtûr, und dar umb ist daz hirn gesetzt über daz herz, | |
| veucht, daz ander trucken, ainz kalt, daz ander warm. deu nâtûr macht daz herz des allerêrsten und dar nâch daz hirn | |
| stuk gegen der lenken, und sprechent die maister von der nâtûr, daz deu zwai stuk underschaiden sein mit ainem wändlein. dâ | |
| hirn ist in dem menschen neur durch ain behaltung der nâtûr, reht als deu kelten in dem kelr ist durch die | |
| aber die frawen kalwent niht, dâ von daz si kelterr nâtûr sint wan die man. Aristotiles spricht, daz die läut und | |
| daz gesicht ist nâhen pei dem hirn, wan des gesihtes nâtûr ist kalt und fäuht, reht als des hirns nâtûr, und | |
| gesihtes nâtûr ist kalt und fäuht, reht als des hirns nâtûr, und daz vint man an kainen andern glidern des leibes. | |
| garten hüetend. aber als ich wæn, die überprâwe hât die nâtûr gemaht zuo ainer zierd der augen an dem menschen, und | |
| menschen, wie im ainz in den ôrn pauk. des gehœrdes nâtûr ist sinbel gesetzet vil nâh ze mitelst in dem haupt; | |
| nihtes gesmecket, dar umb, daz im die vorgenanten mäuslein von nâtûr sint verdorben. //VON DEM PART. /Der part an dem menschen | |
| mund, und daz ist ain zaichen, daz si gar haizer nâtûr sint und gæchzornig. ain man, der ain maiden ist von | |
| letzsten zend, die dâ zwinlein haizent, werdent gemacht von der nâtûr umb daz zwaintzigist jâr und etleich umb daz achzehent jâr, | |
| dar nâch und daz alter kurz oder lang ist von nâtûr. des hundes zend verlorn wachsent niht wider. die mänlein habent | |
| trinken und tregt ez in den magen, daz ez diu nâtûr kocht und beraitt, daz ez nütz allen gelidern. //VON DER | |
| des menschen mund zuo der lungen. die rœrn bedeckt diu nâtûr oben, daz ihts von ezzen oder von trinken dar in | |
| hât und witz über alliu tier, sô hât im diu nâtûr die hend geben, dâ mit er vil gewürken mag, und | |
| bedecken an den henden und an den füezen. der negel nâtûr ist ein mitel zwischen dem pain und der kruspeln, wan | |
| geleicher stuck sint, und ist daz pain hert gemacht von nâtûr dar umb, daz ez ain aufhaltung sei des leibs und | |
| PRÜSTLEIN. /Diu prüstel an den frawen sint gemacht von der nâtûr auz waichem lindem flaisch und die schüllent an den juncfrawen | |
| pezzer milch wan die frawen, die weiz sint von kalter nâtûr. wilt aber dû gemainleich weizzen, welher frawen milch pezzer sei, | |
| daz daz herz sei ain lucern des leibes, wan diu nâtûr hât daz herz gesetzt ze mitelst in den leip, dar | |
| ist ain schatzlädlein des lebens. dar umb hât ez diu nâtûr ze mitelst verporgen. daz herz ist daz êrst, daz an | |
| haizt des herzen hütt oder sein kasel, und hât diu nâtûr daz herz dâ mit verhüllet durch ain sicherhait, daz ez | |
| wunderleich, sam Aristotiles spricht. diu leber ist süez und ir nâtûr ist ainr senftigen gestalt und ainr milten schickung. des menschen | |
| klâr gestalt sam ain weiz gerstenwazzer und daz schait diu nâtûr von den gerben und füert ez in sunderleich âdern in | |
| lebern, dâ wirt ez dann anderweit gekocht und schait diu nâtûr daz klâr von den gerben und sent die gerben ab | |
| zuo den niern und zuo der plâsen; sô värbt diu nâtûr daz klâr in der lebern, daz ez zuo pluot wirt | |
| DEN GALLEN. /Diu gall ist haiz und trucken und feureinr nâtûr. daz ist als vil gesprochen, daz diu gall die kraft | |
| haben gesetzt von der lebern, und die sint sänftiger von nâtûr wan die ir gallen habent pei der lebern. iedoch gewonhait | |
| gallen habent pei der lebern. iedoch gewonhait verändert vil der nâtûr an dem menschen zuo guotem oder zuo pœsem, und dar | |
| dar umb list man, daz ein alter maister von der nâtûr frâgt ainen andern grôzen maister in nâtürleichen dingen und sprâch | |
| maister in nâtürleichen dingen und sprâch ‘sag mir, waz menschleicher nâtûr hab ich an mir.’ dô antwurt im der grôz maister | |
| sprach ‘ich hân kainen pœsern noch scherpfern menschen gesehen von nâtûr wann dich und hân kainen pezzern gesehen von üebung der | |
| wâr, der dâ spricht: diu gewonhait ist ain wechslerin der nâtûr. Aristotiles spricht, daz ain iegleich tier, daz niht gallen hab, | |
| zuozuht, hât ain lungen von der grôzen hitz wegen seiner nâtûr, und ist diu lung grôz und fäuht mit pluot; aber | |
| wan als vor gesprochen ist, diu leber geit der ganzen nâtûr aller glider ir narung; und in dem herzen haizt der | |
| sauber von wäzzriger überflüzzichait in ainem gänglein, daz hât diu nâtûr gemacht zwischen dem pälglein, dâ mit si daz kint umbhüllet | |
| dar umb, daz ir fäuhten sich verkêrt in der vedern nâtûr. aber ain iegsleich tier vierfüezig hât ain plâsen. //VON DEN | |
| ain krieg zwischen den ärzten und den maistern von der nâtûr, und daz man daz dester paz verste daz unser puoch | |
| pantâdern und haizent ze latein nervi. mit den pint diu nâtûr diu herten pain in den glidern zesamen. nun spricht unser | |
| daz diu glider dâ von fäuht werdent. daz geschiht der nâtûr zuo ainer hilf und dem leib zuo ainer narung, und | |
| von seiner klainhait dester sneller werde verkêrt in der glider nâtûr, und auch dar umb, daz sich daz pluot dester paz | |
| niht pluotes sam in den runstâdern. die pantâdern sint von nâtûr lang und niht dick. die runstâdern verainent sich wider, wenn | |
| daz verstên ich gar von zarten frawen, die gar clârer nâtûr sint. man spricht auch, ob diu frawe irn âtem halt | |
| waz neigung und waz siten der mensch von seiner aigenr nâtûr hab, sô scholt dû niht an ain zaichen sehen, dû | |
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