Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
natûre stF. (762 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| gerint, sô ist si gar lasterpær. gaizmilch ist der pesten nâtûr nâch weibes milch, aber Aristotiles spricht, daz gaizkæs zuo nihtiu | |
| den läuten iht ze nutz werden, wann si wizzent von nâtûr wol, daz si den läuten gar nütz sint, und allermaist | |
| dâ nâch dem menschen ungepunden. des hirzes flaisch ist melancolischer nâtûr und ist hart ze kochen in dem magen. hinnulus ze | |
| dann ain igel. daz tierl ist klain und krank von nâtûr und hât ain wunderleich art an im: wan wie daz | |
| und hât neur ainen zand, der wirt nümmer stumpf von nâtûr und ist sô starch, daz er zehant allez daz tailt, | |
| DROMEDAR. /Dromedarius ist ain tier, daz ist kämels geslechtes oder nâtûr. alsô spricht Rabanus. iedoch ist ez klainer und sneller vil | |
| des helfands ingewaid und von seiner haut. si lebent von nâtûr driuhundert jâr. si mügent gar wênig kelten geleiden. Jacobus spricht, | |
| und ezzent gras mit honig gesprängt. der elephant trinket von nâtûr gern wein. er wehst vierzig jâr, dar nâch enpfindet er | |
| tier versmæht und hazzet des menschen hôchvart von seiner aigener nâtûr. wenne ez streitt mit dem hôchvertigen menschen, sô viht ez | |
| schreit ez und ruot in der zeit der unkäusch. diu nâtûr mag niht vil unkäusch erleiden und wirt gekränkt in allen | |
| dâ seineu kint, und sprechent etleich maister, ez sei der nâtûr und des geslähtes, des die hirz sint. dâ von wæn | |
| daz tier wont in tôter läut greber, und hât zwuo nâtûr, aines mannes und aines weibes. daz tier hât ain sô | |
| uns sein stirn und sein sterz. er ist sô haizer nâtûr, daz man wil, er sei stætes sühtig oder fiebrig. leêna | |
| der leo væht gern den waldesel und hazt in von nâtûr. Ambrosius spricht, wenn der leb siech ist, sô væht er | |
| anderr tier. der leo ist an dem vodern tail haizer nâtûr und an dem aftern tail kalter nâtûr; alsô ist diu | |
| vodern tail haizer nâtûr und an dem aftern tail kalter nâtûr; alsô ist diu sunne in dem himelzaichen, daz leo haizt. | |
| wazzer trinkt, sô stirbt si, wan si ist gar fäuhter nâtûr. der mäus mist waicht in dem leib gar sêr, dar | |
| ist ez vêch, wan daz vêch tierl ist der selben nâtûr, ân daz ez ain ander varb hât; und wie ez | |
| nâch sagend. er spricht auch, daz die vâhenden vogel haizer nâtûr sein und trückner. diu nâtûr haizt ze latein colerica. er | |
| daz die vâhenden vogel haizer nâtûr sein und trückner. diu nâtûr haizt ze latein colerica. er spricht auch, daz all vogel | |
| des adelarn federn gemischt mit anderr vogel federn unwirdischent von nâtûr dar ab und frezzent si und leident ir gesellschaft niht. | |
| daz im die neuen federn dester leihter wahsen, wan diu nâtûr ist ain maistrinn des nutzes und der nôtdurft vil nâh | |
| weiz federn und hât doch swarzez flaisch. er waiz von nâtûr seinen tôt vor, wan er singet frœleich und lusticleich vor | |
| sei, daz daz herz indes leid. er ist ainer haizen nâtûr, dâ von ist er zornig. wenne er swimt mit ainem | |
| daz si sterben! der rab hât den fuchs liep von nâtûr, und dar umb hilft er im wider die vogel, die | |
| lâg setzent, und die trachen hazzent den vor genanten paum von nâtûr alsô sêr, daz si seinen schaten fürhtent. wenn nu die | |
| si des magen hitz sänftigen, wann si sint gar haizer nâtûr. wenn si mit enander vehtent, sô zestraubent si ir federn | |
| pett und dar nâch wider zuo gehüllet und ist diu nâtûr ring, rain und sauber. daz wizzent wênig laien, dar umb | |
| füezel unz er getrinket. daz ist ain wunder von der nâtûr, daz si dem klainen vogel die kündichait geit und tailt | |
| grôzer arbait. die andern sint gar edel, die vâhent von nâtûr mit klainer gewonhait. der unedel falk wenn der den raigel | |
| seiner prust, daz ist gar hert, daz hât im diu nâtûr geben, daz er den raup dâ mit stôz. der falk | |
| den landen gegen der sunnen aufganch. der vogel ist von nâtûr gar rain, käusch und gar mæzig, wan er unkäuscht neur | |
| dar zuo geschiht. daz schreibt Johannes der maister von der nâtûr und daz verstên ich in den haizen landen. iedoch in | |
| /Ez ist auch ze wizzen, als die maister von der nâtûr schreibent: allez gefügel wirt zwir geporn. von êrsten werdent diu | |
| kunst. Aristotiles spricht, daz ain vorscher, der die haimlichait der nâtûr ervorschen wolt, legt hüenrair under ain küssein und sprach, er | |
| halten, unz hüendl dar auz würden. die maister in der nâtûr haizent sölich wundrær experimentatores. nu habent etleicheu püecher ze latein: | |
| nit derr noch meger. ez spricht ain vorscher in der nâtûr, der cappân wirt vaizt mit den hennen, aber er macht | |
| den kranken augen guot. Solînus spricht, daz diu swalb von nâtûr vor wizz, wenne ain haus oder ain dach vallen well, | |
| wæn, ez sei anderlai vogel, dem storchen geleich an der nâtûr, dar umb, daz die maister von der nâtûr sunderleich von | |
| an der nâtûr, dar umb, daz die maister von der nâtûr sunderleich von in paiden schreibent. der fliegenden slangen vergift ist | |
| //VON DEM LAUREN. /Laurus haizt ain laur. der hât zwairlai nâtûr, wan er lebt in dem wazzer und in dem luft. | |
| als ain stumm. diu haimisch amsel izt flaisch wider ir nâtûr und diu singt süezleicher wan die andern. diu amsel mag | |
| ir oft und schaidet den streit von der aigenchait seiner nâtûr. wenn diu äul kümt in ain insel, haizt Creta, sô | |
| lang, sam ain vorscher spricht. die sperken sint mêr hitziger nâtûr denn all ander vogel, und dar umb enzündent si daz | |
| den airn, wan ez ist gar ain vergezzen vogel von nâtûr, und dar umb legt er seineu air in der warmen | |
| izt eisen und verdäut daz, wan er ist gar haizer nâtûr. er hazzet diu pfärd von nâtûr und laidigt si wâ | |
| er ist gar haizer nâtûr. er hazzet diu pfärd von nâtûr und laidigt si wâ er mag, und dar umb fürhtent | |
| der prust in ains schiltes weis. daz hât im diu nâtûr gegeben zuo ainem schirm seins grôzen leibes, wan er ist | |
| sam ain mitelmæziger esel. Plinius spricht, daz der strauz von nâtûr kal werd und plôz; aber er hât ain sô dick | |
| mügent, sô pringent die jungen ain kraut, daz ist von nâtûr in bekant, und salbent der alten augen dâ mit, sô | |
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