Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
mort m_n (456 Belege) BMZ Lexer Findeb.
| unde sol man in radebraechen, daz ist reht. <E>Gesiht ein mort, schuldiget man ieman daran, dem sol man fuͤrgebieten, und sol | |
| swerte.</E> <E>Ist daz ein man einen totslack tut oder ein mort tut und darumbe $t von der stat wil, swer mit | |
| der sol des chaine galtnuͤsse haben.<kongge>[III.]</E> <a>86</a> <E>Umb daz grozze mort, daz Laurenci der Eglinger kaufft und gefruͤmt hat, daz er | |
| sol in darnach radbrechen, und wan si umb daz selbe mort entrunnen sint, habent gesworen riche und arme zen heiligen, daz | |
| und immer uz der stat sin. Swer ouch ein soelich mort tut, uͤber den sol man rihten in dem selben rehten | |
| gerihtet wirt den sol man henchen. Uber swen umbe daz mort gerihtet wirt den sol man radebraechen. Uber swen umbe die | |
| man uber in rihten mit dem rade als umbe daz mort. Wirt aber er an der hantgetat niht begriefen, mak man | |
| sibende, so sol man uber in rihten als umbe daz mort mit dem rade. Art. XL. Swaz chint tun diu zir | |
| frowe gevangen wirt diu swanger ist, daz si umbe daz mort oder umbe die diupheit oder umbe swelher hande schulde daz | |
| in danne bewisen mit sinen eide daz ez daz gemeine mort habe geslagen. Art. LIX. Swaere in der aehte oder in | |
| gehoeret chain gezivͤch daruͤber ane umbe notnufft und umbe daz mort. Ist daz man hintz einem man chlagt daz im an | |
| gůt, da got vor sy, ez wêr mit raub, mit mort, mit brand, mit vancknuͤzz, mit ůfhabung, mit beschatzung, $t mit | |
| daz gemuͤte,/ des die werlt gezieret were,/ ob man den mort verbere./ die werlt ist vreude genant;/ so ist vreude^. vur | |
| chan vroͤlich sin/ und chumt sumelichen als ein win./ der mordez unt roubez pfleget/ und ninder so behůt liget/ <zuo+1>5</zuo+1>noch ninder | |
| umbilde./ <zuo+1>40</zuo+1>er ist got also wilde,/ er beginge samfter einen mort,/ denne er hort daz gotes wort./ des sele mach niht | |
| zu der helle versalt/ hin in des tievels gwalt.#.’/ Diu ^+mort schreip der tievel an,/ do er den menschen gwan,/ zeeiner | |
| mich bitest?#.’ si sprach: #.,nein.#.’/ er sprach: #.,daz wære ein mort und mein,/ wære ich dir niht des bereit./ ich wil | |
| daz ir behielt iwern hort/ und wandet niht so grozzen mort./ daz spriche ich niht darumbe:/ ^+herre, ich bin ein tumbe./ | |
| sich zeschamen,/ daz er vor schanden niht gesiht/ den grozzen mort, der da geschiht:/ daz lip und sele wirt erslagen/ ane | |
| solden/ und die næhsten, ob si wolden,/ daz die den mort an in begant,/ des in die verristen erlant/ ––dise ungefůge | |
| ^+grifent denne an den hort––,/ die wizen uf in grozen mort,/ die argen, boͤsen, richen pfaffen./ nu wil daz manger schaffen,/ | |
| stat,/ daz er wirt wirs danne e/ und tut ouch morde, mac er, me,/ denne er da vor getan habe./ sus | |
| hat er gar von im geleit/ daz eitter, daz da mort birt,/ da mit sin sele erslagen wirt,/ und ist rehte | |
| haben leider einen hort,/ den solt wir helen als ein mort./ die sunde, die wir han getan/ ––^+swie vil sin buzære | |
| darumbe hant,/ daz si die sunde begant,/ da der groͤzze(ste) mort an liget,/ des îemen in der werlde pfliget./ wer moͤhte | |
| siner stat:/ also versagt got den heiligen,/ so si den mort meiligen/ ^+die sin hulde suchent in der frist,/ di wile | |
| gewinne./ ir untugent sint an in bernde,/ ir herce sint mordes gernde, $[*4-5*mort gernde$]/ si sint ungetriwes můtes,/ si gernt unrehtes gůtes,/ | |
| nemach genennen./ ich sundich menischo, ich bekenne/ manslath unde roubes,/ mordes unde zouberes,/ aller$/ slaten hures,/ werltliches rumes,/ maniger meineide./ ich | |
| siniu lant,/ guoten kouf umb allez dinc, er wendet roup, mort unde brant./ /Sin herze blüet alsam ein boum,/ der zallen | |
| ze tragen./ wer nicht geit, den hoͤrt man nicht.’/ grozz mort von dem geſchicht/ daz ein guͤt man im gedenkcht:/ ‘ſeint | |
| habent gutew jar,/ ſo phlegens wenich guter ding./ wie sew mort zu ein ander pring,/ dar auf trachtens nacht und tag./ | |
| quam,/ als ein junchvraw weſen ſol./ do waz ein chaiſſer mordez vol/ der wider chriſten gelauben waz,/ daz chain menſch vor | |
| gar./ daz pringt ſchoͤnew red dar./ ez wuͤrd ſelten ein mort getan,/ w#;ear hochvertigew red der van./ ez iſt offt ein | |
| zeucht er drin./ man liſt von ainem, der tet ein mort./ ſand Gregori daz verhort./ er hat daz m#;ear geſchriben hie:/ | |
| tag,/ ſo gewint der teuffel gewaltz vil,/ daz er prueft mort und ſpil/ mer dann an dez tagez zeit./ an den | |
| weſen mag./ daz haiſt auch ein preyz bejag/ der ſich mordez fleizzen phligt,/ daz er manigem an geſigt/ der im nie | |
| dw werlt auch der nach/ und in ſm#;eacht umb daz mort/ und ſatzt in an daz nider ort/ und ſatzt den | |
| im v#;ealt ein ort,/ weſt er dann auf diſen ein mort/ der ſein ye mit trewen phlag,/ er verſwig ſein nymmer | |
| man geit umb ſchelt wort,/ und iſt enem auch ein mort/ der mit ſchelten guͤt bejait/ und mit poſer ſchalchait/ und | |
| boͤſiw wærk und boͤſiw wort./ ain leihtes wib diu ſtiftet mort,/ daz ir man vergiuſſet ſin blůt,/ wann ſi tribet uͤbermůt/ | |
| weizz,/ daz iſt auch dez endez wort/ und dez anevangez mort./ ſo haut auch diuͤ mit nit macht,/ wie gar recht | |
| gůt./ daz geluͤck daz machet trag./ ob ain man dann mortz phlag,/ daz er luͤt in zorn ſclůg,/ dez moͤcht auch | |
| ſel an ſailt,/ daz wirt laider wienig beſůnnen./ ez wirt mort und nit geſpunnen,/ daz ſy an ain ander ſprechent/ und | |
| die mit hochvart lint gelich,/ die kriegent umb der helle mort./ wann ainer ſpricht ain uͤbel wort,/ ſo ſpricht der ander | |
| weſt er nit ain wort/ daz er liden ſolt den mort./ do het er ain gewonhait:/ wau er fuͤr ain kirchen | |
| macht den ſteler,/ ſwern, fluchen, boſew wort/ und vil ſuntleicher mort,/ daz man leib und ſel verleuſet./ wen man heht, der | |
| groz,/ wann man nu von lewten hort/ ſ#;eamleich miſſetat und mort/ als mans an den alten vant.’/ __Do verjach die fraw | |
| weybes,/ daz er peycht auf alle ort/ von dem czwivaltigen mort,/ wie er des herren chind erſtach/ und daz an der | |
| wie er dort verſtal das yſen’/ oder ‘er hat das mort getan’,/ wes man uͤber wort den man,/ in den worten | |
| alſo richt der tuͤfel dort./ wa denn hie geſchicht ain mort/ oder ain uͤbel, waz daz ſy,/ ſo ſtet ye die | |
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