Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lûter Adj. (412 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| herre, dine brúte und begegene in mit den lylien der lutern kúscheit alle ir tage. Enpfach, herre, dine brúte und begegen | |
| mensche getroͤstet were nach sinem eigenen willen.» Gottes wille ist luter, únser wille ist sere gemenget mit dem vleische. Alle, die | |
| werde nit gebunden von allen minen súnden und das ich luter werde vunden, und gib mir, herre, denne din selbes lichamen, | |
| úch bas gelingen? Ich wil úch selber minnen. Die nit lutere megde sint, die soͤllent dise hochgezit besitzen und besehen und | |
| lieben herren</KAP> <VERS>Were alle die welt min/ und were si luter guldin,/ und solte ich hie nach wúnsche eweklich sin/ die | |
| keyserin were.» Do sprach si: «Do ich dich in dem luteren willen vant, das du dich von allen vergenglichen dingen woltest | |
| oͮch din stetú juncfroͮwe sin; also sere lustet mich eins lutern herzen, das sich dur die waren gottes minne hat geloͤset von | |
| kúschekeit, ich bevilh úch min magetlich kleit, das es iemer luter und reine si, wand min lieber brútgoͮm Jhesus_Christus, der ist | |
| under die bůsse untz in die jungesten stunden, das si luter werden vunden. Die súndere uf dem ertrich die muͤssent sich | |
| was, also weis er, das wir pflegen. So moͤgen wir luter mit im wesen. Dirre gottes barmherzekeit und sines sunes heliger | |
| allen tugenden untz in ein helig ende. Alle, die mit luterm herzen allú ding lassent dur gottes liebin, die sint alle | |
| und bit, das er mich ane schult behalte in sinen [lutern] hulden untz in ein helig ende, wenne du, vil liebú | |
| unde ich der deheine %/ûz genomen hân./ des ist vil lûter vor valsche ir der lîp,/ smal wol ze mâze, vil | |
| luft unde fiur. Darnach ob disen elementen gat ein gar luter gegni an, der sibin sternen, die da heiʒint planeten. die | |
| als iunge huonre unde lemberin fleisch unde edil druben unde lutern virnen win. unde sol man sich huoten vor unkiuscheit mit | |
| maget rein./ Der safir ist gefar / recht sam der luter himel klar, / der liechten glanz gibt sunder spar, / | |
| im vil bœsen danc./ Der brunne der was küele, $s lûter unde guot./ Gunther sich dô neicte $s nider zuo der | |
| stân./ Der treit ûf sînem houbte $s einen helm glanz,/ lûter und herte, $s starc unde ganz./ ouch lohent im die | |
| under sînen ecken $s lît manic ritter tôt./ ez ist lûter unde stæte, $s hêrlîch und guot./ ich wæne sô rîche | |
| alz her von deme menschen geyt, wante he geyt itswane luter von deme menschen vnde wert trobe vnde wert darna dicke. | |
| an ungebanten strâzen/ soltu tunkel fürte lâzen:/ die sîhte und lûter sîn,/ dâ solte al balde rîten în./ du solt dich | |
| tag erschein./ der knappe huob sich dan al_ein/ zeime furte lûter wol getân./ dâ was anderhalp der plân/ mit eime gezelt | |
| lieht:/ diu wârn von armer koste nieht;/ sehs glas lanc lûter wolgetân,/ dar inne balsem der wol bran./ dô si kômen | |
| sprach/ "swaz hie mit rede gein iu geschach,/ diu ist lûter unde minneclîch,/ und niht mit stæter trüebe rîch./ ich ger | |
| ez im dô getohte/ übersaz erz, swie er mohte./ sol lûter herze sich niht schemen,/ daz muoz der tôt dervon ê | |
| tuon ich widerkêre./ //Doch vernemt durch iwer güete,/ wie ein lûter gemüete/ fremder valsch gefrumte trüebe./ ob ich iu fürbaz üebe/ | |
| tuon iu kunt/ wâ von ê sprach mîn munt/ daz lûtr gemüete trüebe wart./ gunêrt sî diu strîtes vart,/ die ze | |
| daz ir prîs bestüende alsô/ bewart vor valscher trüeben jehe./ lûter virrec als ein valkensehe/ was balsemmæzec stæte an ir./ daz | |
| crêatiure bewart:/ gedanc ist vinster âne schîn./ diu gotheit kan lûter sîn,/ si glestet durch der vinster want,/ und hât den | |
| jugent an witze vart:/ wil dennez alter tumpheit üeben/ unde lûter site trüeben,/ dâ von wirt daz wîze sal/ unt diu | |
| si schiere an prîse laz./ man sol sis underscheiden baz./ lûter minne ich prîse/ unt alle die sint wîse,/ ez sî | |
| ___er gienc zer kemenâten în./ der was ir estrîches schîn/ lûter, hæle, als ein glas,/ dâ Lît_marveile was,/ daz bette von | |
| funden./ an den selben stunden/ hiez si balde springen,/ ein lûter wazzer bringen:/ ir gespil wol gevar/ brâht ir daz snellîche | |
| treit mîn bruoder sinne,/ er weiz unser zweier minne/ sô lûter âne truopheit,/ pfligt er triwe, ez wirt im leit./ sol | |
| drumbe freuden jach,/ dâ stuont ein trûren nâhe bî./ die lûtern truopheite vrî,/ ieweder des andern herze truoc:/ ir vremde was | |
| al daz selbe ouch dâ geschach:/ er schein in süeze lûter clâr./ dâ streich manc ritter wol sîn hâr,/ dar ûf | |
| sie, ’genaden vol,/ ere unde lob zimt dir wol,/ du luterez genaden vaz.’/ unse vrouwe do gesaz/ vor in in dem | |
| laz./ Sie sint geticht und sagen holt./ Ir hertz ist lauter als ein golt,/ Ir gemute daz ist veste./ Die nature | |
| bra,/ So minner kunste wizzet da./ Gra augen lieht betalle,/ Lauter als ein kristalle,/ Mezzig an irm getene./ Die besten man, | |
| die vinger kurtze vil,/ Die spilent gern daz wurfel spil./ An lautern nageln rodehaft,/ Eben do ist der tugende kraft./ Kurtze sint | |
| gewiſ deſ himelricheſ: $t Ie beʒʒer gewiʒʒen hie nidenen ie lvter ſæld dort obenan, ie lvter gewiʒʒen hie nidenen ie groʒʒer | |
| beʒʒer gewiʒʒen hie nidenen ie lvter ſæld dort obenan, ie lvter gewiʒʒen hie nidenen ie groʒʒer ſælde, ie groʒʒer froͤde dort | |
| im ʒe vrævden ewichlichen. Daʒ dritte, daʒ der menſch ein lvter herʒe habe vor allem vnfride, daʒ er vereinet ſi mit | |
| sih als diu swîn ûz dem sol/ unt trûbent den liuteren brunnen./ des in die läien nicht geantwurten chunnen,/ des sulen | |
| ieht suarzes darane, daz prennet daz fiur ůz unte wirt luter./ Der ander slahte iechant, der haizet cytrinus, der dolt nieth | |
| ofter anesihet, so er ie baz sihet unte werdent imo luter dar abe./ Saphirus, der ist lazůr var unte ist dem | |
| was da wole nůtze,/ mit sconem antlutze,/ sin herce was liuter unt gâr:/ er fur uon scar hin ce$/ scâr,/ al | |
| engel kunne,/ hiute sculen wir frolichen uaren,/ hiute werden wir liutere wester parn;/ hiute ist unser froude tác,/ want sich sin frouwen mac/ | |
| toufe gehiezen,/ wi war si daz allez liezen!/ si waren lutter unt raine/ ane rost unt ane mailen,/ sam diu heiligen | |
| ime dout./ Iedoch si wir reckin./ Widir unsin trethin./ Beide lutir un̄ licht./ Her in leciz uns under wege nit./ In | |
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