l – lâchen lâchen – laden laden – Lahrein lahs – lampartisch lampe – lanclëbic lanclîbe – lancwat lancwiric – lant|âht|acker lantâhte – lantgemeine lantgenôʒ – lantleite lantliut – lantreister lantrihtære – lantsidel lantsidel – lanttwingære lanturliuge – lantwîn lantwîp – larrûn larventier – lasterkleit lasterkôsen – lasterwunde lastkarre – Latrisëte latrôn – læʒic (?) læʒlich – lëbendic lëbendigen – lebezelte lëbezuht – 3lecken lëcken – lëder|gerwe lëderhosære – lëdic|sagunge lëdic|vrî – lëgerhort lëgerhuobe – lêhengëlt lêhenguot – lêhensrëhten lêhensteidinc – leidebërnde 1leiden – leienphrüende leienrëht – leissup leist – leiterboum leiteren – leitstap leitstërne – lemmelîn lemnisse – lenderieren lenderl – lenke lenken – lêrchenmunt lêre – lërnkint lërnknabe – lësemeister lësen – lettener letter – levîte lëwe – lëwinne leyô – lîch lîch – lîchphenninc lîchreste – 1liden 2liden – lîdunge lie – liegære liegærinne – liehticheit liehtkerze – liehtvaʒ liehtvlüʒʒic – liepsuochende liep|swinderinne – lîhenisse lîhkouf – lîhtsüeʒe lîhtunge – 2lîm (?) limbel – lindelîche 1linden – lînhose linie – lînsoc linster – lîpgedinge lîpgedingede – lippenlappen lippe|swër – listen lîsten – 2lit lit- – litze litze – liut- liutærinne – liutsælde liutsælic – löbelach lobelich – loc loch – lodewërc lœdingære – lônærinne lônbære – lônen
|
lërze
stF.
→
lürze
MWB 3,3 1081,57;
lërzen
swV.
‘lahmen’, hier subst.:
du [Minne] senftest allen smertzen.
/ du slichtest aller kruͤmen lertzen Minneb
1336.
– wohl hierher (zur Form des endungslosen Infinitivs vgl. Ehrismann, Minneb.
S. 297f. sowie Anm.z.St.):
ich weiz: min hertz an [d.i.
âne
] freuden lertz / mus ymmer und auch hinken
Minneb
2378
MWB 3,3 1081,58; Bearbeiterin: Wemhöner
lërzic
Adj.
‘mangelhaft, unzureichend’ (anders Glr.z.St.: ‘linkisch, ungelenk’),
hier subst.:
ey truter geselle zarter [d.i. die Minne] , / an
eren die gehertzig [La. an eren niht die lertzig (vgl.
Anm.z.St.)] / bis gein mir barmhertzig! Minneb
2619
MWB 3,3 1082,1; Bearbeiterin: Wemhöner
lës
stN. (?)
‘festgelegte Zeit für die Traubenlese’ (vgl.
lëseinunge
):
wer es, das einer leszen wolt vszwendig des leszes [l.
leszens?] , den sol der hern knecht zu drien maln
heiszen abgen; dete er das nit, so mochte er in pfenden vor V ß heller
WeistPfalz
237
(Mitte 14. Jh.?)
MWB 3,3 1082,6; Bearbeiterin: Wemhöner
lës-
→
lëse-
MWB 3,3 1082,12;
lësære
stM.
auch loͤser (
VitasPatr
261,8
).
1
‘Leser, Vorleser’ , in monast. Kontext spez. zur Übers. von mlat.
lector (zur Sache vgl. LThK 6,806f.; s.a.
1lëczenære
;
lësærinne
) 2 jmd., der zum Sammeln von Feld- und Waldfrüchten bestellt ist
1
‘Leser, Vorleser’, in monast. Kontext spez. zur Übers. von mlat.
lector (zur Sache vgl. LThK 6,806f.; s.a.
1lëczenære
;
lësærinne
):
lectores: lesere vel psalmistæ SummHeinr
2:8,181;
GlHvB (GE)
203;
her tet ûf di hende und gap ime den brif. dô gap man den brif deme lesêre
HvFritzlHl
163,20.
163,21;
lector: leser VocOpt
36.054;
danach sprichet der leser: jube domine benedicere
Lucid
84,18;
daz kaines murmilunge oder stimme niwan ainigis des lesers da
[während der Tischlesung] werde gihorit
BrZw
38;
des bit ich den lesere, / swen her kumt in diz
mere [die Frauenschelte] , / daz her mit schonen witzen
– / ob dar vrouwen bi sitzen – / [...] ober var den
lumen [diesen Abschnitt überspringe]
HeslApk
3711;
MarlbRh
122,18;
Albert
1206.
– häufig in Apostrophen:
leser dises buoches, vernim HvFreibTr
2644;
leser, ich wil dir sagen mê. / dir tuot vil lîhte daz venjen wê
MarGr 18
821.
791;
heb an, leser, unde sprich Daniel
3388
2
jmd., der zum Sammeln von Feld- und Waldfrüchten bestellt ist:
ein iglich man, der recht in den wald hat, der mag einen leser wol haben in
dem wald WeistGr
6,99
(a. 1294/1365);
vnser meder, hoͥwer, sniter, leser vnd gemeinlich alles dc gesinde, dc vnser
kloster vnd vnserē convent an hoͥret UrkCorp (WMU)
194,33
MWB 3,3 1082,13; Bearbeiterin: Wemhöner
lësærinne
stF.
‘Vorleserin’, hier der Schriftlesung in einem Kloster (zur Sache vgl. LThK
6,806f.; s.a.
lësære
):
do di leserin an hueb, do kom unser herre und unser frauwe und Maria Magdalena
und hueb an der nidersten an in dem rehten kor und ging uf und umb
AdelhLangm
23,18
MWB 3,3 1082,40; Bearbeiterin: Wemhöner
leschærinne
stF.
hier übertr. ‘Tilgerin (der Sünden)’
Maria, helf, daz ich gebuͤze / [...]. / suͤne, suͤne,
suͤnerinne, gotes zorn durch dine guͤte. / lesche, lesche, lescherinne, miner
sundigen lust gib sulch gemuͤte, / helf, daz ich dir zuͦ dienste werde
Meissner
16:1,8
MWB 3,3 1082,46; Bearbeiterin: Wemhöner
leschen
swV.
frmhd. lesken; auch löschen (
Tauler ;
KLD:Kzl
16: 18,5
), losschen (
MinneR 481
760
); Prät. häufig laschte, auch las(s)t, losst
(z.B.
WhvÖst
5000;
KvHelmsd
2456;
vgl. Weinhold, Alem. Gr. § 190).
Kausativum zu →
lëschen
stV.
, ‘etw. (aus)löschen’ (s.a.
erleschen
)
1 eigentl. 1.1 Brennendes, Feuer, Lichtquellen 1.2 Glühendes (Kohle, Metall u.ä.) 1.3
‘etw. (Speisen) mit etw. ablöschen’
2 übertr. 2.1
‘etw. (Durst, Schmerz) löschen, stillen’
2.2
‘etw. (Strahlendes, Glänzendes) eintrüben, verdunkeln’
2.3
‘etw. auslöschen, zunichtemachen’
2.4
‘etw. (Schuld, Sünden) tilgen’
2.5
‘etw. (Krankmachendes) beseitigen, (Begierden) abtöten’
2.6
‘(Tränen) trocknen’
1
eigentl.
1.1
Brennendes, Feuer, Lichtquellen:
der kalk von wazzer enzünt wirt, daz doch ander feur
lescht BdN
443,25;
mîn kint [...] sal [...]
den rouchinden flahs nicht leschin [
linum fumigans non
extinguet
]
EvBeh
Mt 12,20;
damite [Wasser] ir ane verdriezen / mich sult
gar begiezen / und leschet disen heizen brant Pass III
149,35;
Laban laskte daz liht VMos
25,17;
diu lieht diu laschte ir vrouwe Îsôt Tr
12594;
NibB
654,1;
Pass III
214,74;
alle nacht det sie die kerczen leschen
Lanc
468,5.
428,33.
– mit Ersparung des Obj.:
di stat ist von holcze gebuwit und enpurnet dicke, und wen das dy
wechter des turmes seen, so slon si an dy tabele, das irschillit wite, so
kumen di lute unde helfin leschin MarcoPolo
45,20;
du [Gott] wermis vnde kulis,
/ du fuhtes vnde dirres, / [...] / du enzundis vnde
lisches Litan
157.
– bildl.:
lesche mich mit trostes wasser, mynne!
Minneb
1576.
2030;
swa / lieb leschet lust, ez brinnet allez gar Frl
7:40,12;
leschâ lesch, verschamtiu welt! dîn laster riuchet dort / ûz dîner
heime RvZw
253,1;
BdN
483,1;
mit Akk.d.P. (offen zu 2.1):
geleschet nâch der hitze / wart dâ
maneger [mit gutem Wein] , daz sîn witze / niht
gein Salomône wac Wh
448,11.
– phras. (vgl. für weitere Belege TPMA 7,42ff.; s.a. Friedrich,
PhrasWB, S. 268):
maniges wenet eime anderen sin hus loͤschen und
verburnet das sin Tauler
287,25.
261,1;
wer leschen wil und daz in nit enbrennet, /
[...] / daz sol niemanne wunder han, ob es im
missevellet RvZw
306,10
1.2
Glühendes (Kohle, Metall u.ä.):
ein burne under im entspranc / und leschte gar daz isen
Pass I/II (HSW)
29287;
heiz in trinken daz wazzer da di smide ir zangen inne
leschen SalArz
75,48.
– bildl.:
vrauwen sal er sprechen wol / und salen losschen der
schanden kol / mit intreden, woe er hoirt / das man ir lobis tempel stoirt
MinneR 481
760;
das Jhesus diser helle gluͦt / lasst [La.
losst
] und brach mit sinem bluͦt
KvHelmsd
2456;
wie leschet man des zornes glut? Frl
7:36,5;
Gregôrius, bâbes, geistlîcher vater, [...] /
Lambarten glüet in ketzerheit, war umbe leschestû des niht, / sint daz man
der dîner schâf sô vil in ketzervuore siht? WernhSpr (Z)
35,4
1.3
‘etw. (Speisen) mit etw. ablöschen’
mache dy [Zutaten] wirstunt
[viermal] glundink uf kolyn, unde als ofte lessche
se in wyne Albrant
3,2;
galmensteyn de nun stunt
[neunmal] myt wyne geleschet sy
OvBaierl
155,3
2
übertr.
2.1
‘etw. (Durst, Schmerz) löschen, stillen’
wazzer mit wein oder mit ezzeich gemischt lescht den
durst mêr wan eitel wazzer BdN
353,8.
432,24
u.ö.;
der [nachts Durstige] sal den
durst nicht leschin mit kaldem wazzer SalArz
19,46.
13,48
u.ö.;
das er den turst geloͤschen mochte Tauler
137,2;
daz si lesche iren durst / mit der gevangen bluot
Ottok
4996;
Rennewart sprach: ‘heiz uns ein brot / mit einer
supperie [Brühe] netzen /
[...] / Kyburg, liebiu swester min, / leshe unsers
hungers pin!’ Rennew
19056.
– bildl.:
swer under sînen henden / het alsô wæhe sache, /
[...] / der lesche sînes herzen durst / an
liebe zuo den zîten KvWTroj
16576;
ein blic, ein inneclîch gesiht / ûz herzeliebes
ougen, / der leschet âne lougen / hundert tûsent smerzen / des lîbes unde
des herzen Tr
12350
2.2
‘etw. (Strahlendes, Glänzendes) eintrüben, verdunkeln’
Volkêr unde Hagene [...] / die
lascten ime strîte vil maneges helmes schîn / mit vliezendem bluote
NibB
201,2;
diu morgenlîche sunne / sîner werltwunne, /
[...] / dô viel sîn gæher âbent an, /
[...] / und laschte im sînen morgen
Tr
318;
mir sagent manige daz er [Karfunkelstein] / des
vinstern nahtes lieht ber / und daz er alters eine / lesche ander gesteine / swâ
er bî in lît HartmKlage (G)
1506;
bildl.:
daz tumbe herze mîn / laschte den gewæren schîn / der
gotes lêre RvEBarl
13850.
– übergehend zu ‘jmdn./etw. mit seinem Glanz überstrahlen (und
damit verdunkeln)’
daz gestirne fuͤr sich bran / die naht in schoͤnem
glast, / des tages lieht es last / nach der aventuͤr sage
WhvÖst
5000;
ir [der Sonne] liehtes
liehter überlast / leschet alles liehtes glast RvEBarl
9362;
Parz
167,19
2.3
‘etw. auslöschen, zunichtemachen’
nît löschet fride und wecket zorn KLD: Kzl
16: 20,3;
er [Neid] leschet kunst unde sin
Tr
36;
dem wîbe enmac ir minne / nieman ûz ertwingen /
[...] / man leschet minne wol dermite ebd.
17921;
sie bunden uf den rucke / sine hende als einen dieb, /
ez were im leit oder lieb, / sie leschten gar sine guft Pass I/II
(HSW)
24639;
lesche den zorn, kucke den vride, / daz ist der tugent
under schide Erz III
36,275;
daz der mensche sinen vliz / an sine buze kere / und
sinen got mit ere, / daz her den willen leschet, / die sunden abe weschet
HeslApk
7063.
– refl.:
nû kum, tôt, ez ist niht ze fruo; / wan swenne ich gedenke dar an /
swaz ich freuden ie gewan, / die leschent sich begarwe HartmKlage
(G)
295
2.4
‘etw. (Schuld, Sünden) tilgen’
sív [
caritas
]
léskit unte bedémpfet multitudinem peccatorum Will
69,26;
si bette unde vaste, / ir sunde si dô laste, / ir venie
wâren manicvalt Kchr
15477;
der die guldinen bihte da begat, /
[...] / der mach wol lesken sine sunde
Hochz
685;
Mechth
5: 3,10;
Freid
39,6;
diu milte löschet missetât KLD: Kzl
16: 18,5;
Macer
Reimvorr. 19;
boese rede lesche mit reiner Erz III
36,185
2.5
‘etw. (Krankmachendes) beseitigen, (Begierden) abtöten’
crocus lésket ôuh dáz brínnente fîeber
Will
69,25;
gerstenwazzer [...] leschet die
hitz in dem menschen BdN
413,18;
eppe [Sellerie] ist heiz vnde
trucken [...] vnde leschet di uerstopfunge des milces
SalArz
11,53.
15,12
u.ö.;
latich [...] leschet die
hurgelust ebd.
10,56;
ich [...] leske ane mir des fleiskes girde
PrRoth
36
2.6
‘(Tränen) trocknen’
die trehen si dô laste; / dô het er si doch gesehen. / er sprach: ‘waz ist
dir beschehen?’ Niemand
145
MWB 3,3 1082,52; Bearbeiterin: Wemhöner
lëschen
stV. (IV)
auch löschen; s.a.
erlëschen
.
‘erlöschen’
1 eigentl. von Brennendem, Feuer, Lichtquellen ‘aufhören zu brennen, zu
leuchten’
2 übertr. 2.1
‘nachlassen, (ver)schwinden; aufhören’
2.2
‘sterben’ (?)
1
eigentl. von Brennendem, Feuer, Lichtquellen ‘aufhören zu brennen, zu
leuchten’
daz fiur in ze tôd verbrant / und lasch an der selben zît
EnikWchr
22933;
sîn [des Feuers] hitze und sîn
liehter schîn / von wazzer gar erstirbet, / ez lischet und verdirbet
RvEBarl
9534;
owê! sô lischet daz liehtvaz ebd.
3620;
als palde lâschen die chercen von dem grôzen tunst
Barth
156,8;
subst.:
eyn vuͦr daz brant aen lesschen MinneR 496
7.
– im Vergleich:
in ir dienst wart dar brâht / mit golde gezieret manec harnasch, / dar
gegen der sunnen schîn niht lasch, / von tiuren steinen rîchen
UvEtzAlex
12888.
– bildl.:
nime ich viur von einer stat und lege ez an ein ander, sô ist ez doch
geteilet, al ez viur ist: diz mac brinnen und daz mac leschen, oder diz mac
leschen und daz mac brinnen; und her umbe enist ez weder ein noch êwic
Eckh
2:436,6;
so het uns der minnecliche got gegeben grosse helffe und
trost und het uns sinen eingebornen sun gesant, [...]
das wir lassent loͤschen unser vinster lieht in sinem waren wesenlichen lieht
Tauler
49,33
2
übertr.
2.1
‘nachlassen, (ver)schwinden; aufhören’
im erlasch diu kraft unt der muͦt StrKarl (S)
11855;
sô lischet im sîn jâmers nôt Parz
175,15;
ich sprach frowe Minne [...] / do ist din muot
betrochen / mit dorheit also wite / daz men mit eime schite / dich solte wol
zertroeschen / ia minne wiltu loeschen MinneR 210
268.
– von Geräuschen:
dô lasch ouch anderhalp der schal Parz
182,2
2.2
‘sterben’ (?):
die tierlein erherttent [im
Winter] als die stein in dem ertrich unnd in den hölern der
perge, von grossem froste leschent si in der feüchte HvHürnh
40,4
MWB 3,3 1084,45; Bearbeiterin: Wemhöner
lëschlich
Adj.
‘vergänglich’
ir fraude doch zvͦ aller frist / vnstede, wankelmvͦdig ist, / mit gallen
vndermischit. / ir fravde gar verlischit / von drvrekeit, von zorne, / fro hvde,
drvrig morne; / ir fraude ist gar leschlich, / dar in sa hat gemischit sich hvnger,
kvmmer vnde not PrHess
38,155
MWB 3,3 1085,15; Bearbeiterin: Wemhöner
leschtroc
stM.
‘Löschtrog’ zum Ablöschen des heißen Eisens beim Schmieden:
alueolus: loͤschtrog VocOpt
14.027
MWB 3,3 1085,21; Bearbeiterin: Wemhöner
lese
F.
ein (bes. von Frauen getragener) Überwurf (vgl. ahd. lesa AWB
5,850):
supparum, supparium camisia vel lesa, furhendi SummHeinr
2:478,334
u.ö.
MWB 3,3 1085,24; Bearbeiterin: Wemhöner
lësegarbe
F.
eine Ernteabgabe an Geistliche (vgl. zur Sache SchweizId 2,413; s.a.
garbe
):
der kuster lât werden dem sigristen in dem Hofe [Chorherrenstift
St. Leodegar im Hof] die lësgarben, die ein jeglicher ussmann und
burger zue Luceren, der guet in dem Môse hat, von alter gewonheit gën soll
SchweizId
2,413
(Gfrd; a. 1324);
dis lësgarbin soll man gën, so man snydet, von allen gueteren, die in der
parrochie ligend ebd.
2,413
(Gfrd; a. 1324)
MWB 3,3 1085,28; Bearbeiterin: Wemhöner
lës|einunge
swF.
Strafzahlung bei Verstoß gegen die festgelegte Erntezeit (vgl. DRW 8,1234; s.a.
lës
;
einunge
2.5):
vmb die leszeinongen in dem herpst do wiszt dy gemeinde, das die ir sy, vnd
wer es, das einer leszen wolt vszwendig des leszes, den sol der hern knecht zu drien
maln heiszen abgen; dete er das nit, so mochte er in pfenden vor V ß heller
WeistPfalz
237
(Mitte 14. Jh.?)
MWB 3,3 1085,38; Bearbeiterin: Wemhöner
lësekorn
stN.
unklar; nach der Ernte aufgelesenes Korn (vgl. Zingerle, UrbSonnenb., Glr. s.v.
chorn)?:
datz ist der gelt weingelt des goteshaus datz Suͦnenpurch auf Aldein, datze
Pintzan [...]. des ersten auf Aldein geit ze cins 60 phunt
und 30 schill. datze Pintzan von aechern 14 mutt [ein
Hohlmaß] snitchorn und 14 mutt leschorn UrbSonnenb
93
MWB 3,3 1085,46; Bearbeiterin: Wemhöner
lëselich
Adj.
‘(gut) lesbar, deutlich’
so bit ich, herre, daz ir lat / mich legen under aines sarkes
stain, / daz dar uf werde gehawen rain / mit der urkuͤnde buͦchstaben / leselich und
wol erhaben WhvÖst
5272.
– halbprädikativ:
uf der lantzen flog ain ar, / des richait uͤberhoͤhet gar, /
swaz ie man fuͦrte da: / buͦchstaben guldin in der cla / an ainem brief er fuͦrt; /
swa den der wint beruͦrt, / da ward er leslich bekant WhvÖst
14697;
er sach bi sich in den sant / mit ordelichen buchstaben /
dise wort wol uz gegraben, / die er sus leselichen [auf diese Weise
lesbar geworden] las Vät
35669
MWB 3,3 1085,53; Bearbeiterin: Wemhöner
lëselôn
N.
Entlohnung für das Weinlesen, ‘Leselohn’ (s.a.
lëserlôn
):
die wingarten sulen sie [die neuen Eigentümer] uns
buwen ane unsern schaden mit rehtem buwe [...] biz an das
lesen, da sulen wir daz leselon unde daz tragelon ab dem wingarten halbes gen unde
sie halbes UrkEssl
196
(a. 1313)
MWB 3,3 1086,1; Bearbeiterin: Wemhöner
lesemânôt
stM.
‘Dezember’ (vgl.
losmânôt
):
der lesemânde [Kapitelüberschrift]
HvFritzlHl
12,1
MWB 3,3 1086,8; Bearbeiterin: Wemhöner
lësemeister
stM.
auch les-.
1 Inhaber des Lehramts in einem Kloster, zu mlat. lector (zur Sache vgl.
LThK 6,806f.; s.a.
lëcze
2 ,
lësære
) 2 Aufseher bei der Weinlese (vgl. mit weiteren späteren Belegen DRW 8,1234)
1
Inhaber des Lehramts in einem Kloster, zu mlat. lector (zur Sache vgl.
LThK 6,806f.; s.a.
lëcze
2,
lësære
):
hi lerit brudir Johan Franke der lesemeister wi got ruwite an
sinen werkin du he si geschuf Parad
4,19.
4,32.
6,38
u.ö.;
dar umme tet unser herre Jêsus Kristus alse ein getrûwe lesemeister: dô her
von dirre werlde scheiden solde, dô lêrte her uns siben leccien an dem krûze
HvFritzlHl
117,15.
63,23.
100,17;
Bussard
95;
die grossen pfaffen und die lesmeister die tispitierent
[disputieren] weder bekentnisse merre und edeler si
Tauler
196,28;
MvHeilGr
1550;
PrAlbLesem
234;
NüP
167;
MinneR 439
600.
– bildl.:
in der sele closter sol Got únser herre prior sin, beschaidenhait
subprior, [...], minne dú regel, warhait der
lesmaister PrGeorg
339,16.
– in Zeugenlisten:
und geschach der koͧf in der Minre Bruͦder hus in irme capitelhuse, vor
biderben lúten: vor deme lesemeister, vor bruͦder Volmar der da gardian was,
vor bruͦder Albrehte UrkFreiburg
2:143,11
(a. 1292).
1:171,26
(a. 1264);
bruder Berhtolt, der lesmaister [
lector (970A,24)]
UrkCorp (WMU)
970B,12
2
Aufseher bei der Weinlese (vgl. mit weiteren späteren Belegen DRW 8,1234):
so sollen auch die lehner dem leßmaister, wer der ist, für alle mal zwelf
schilling phening geben und iedlichs lehen zwai junge hiener und ain metzen habern
WeistÖ
8:898,12
(a. 1340, kopial)
MWB 3,3 1086,10; Bearbeiterin: Wemhöner
lësen
stV. (V)
Prät. auch mit gramm. Wechsel (vgl. 2
5Mhd. Gr. § M 75 u. M
80): 3. Pl. Prät. lâren (z.B.
HvBurg
5602;
Kchr
242
), Part.Prät. geleren [irneren:] (
SüklV
656
); 3. Pl. Prät. auch losen (
StRechAachen
411,11
); zu weiteren Formen vgl. differenziert WMU 2,1126f.
1
‘etw. sammeln, auflesen’ mit fakultativer präp. Erg. ( abe, von,
ûʒ ) 1.1 allg. 1.2
‘etw. pflücken, ernten, (Wein) lesen’
2
‘etw. (einen Acker/ Weinberg) abernten’
3
‘ordnen, sortieren’
3.1 absol. 3.2
‘jmdn./etw. (von etw./jmdm.) scheiden, trennen’
4
‘etw./jmdn. auswählen’
4.1 allg. 4.2 übertr. etw. zuo sich/ ze hërzen/ in sîn hërze ~
‘sich etw. vergegenwärtigen, zu Herzen nehmen’
5
‘(etw.) lesen, vorlesen’ mit fakultativer präp. Erg. mit ane, in, von,
ûʒ (zur Etymologie vgl. Kluge, S. 571) 5.1 absol. 5.2 mit Akk.d.S. 5.3 mit abh. Satz 5.4 mit Präp.-Obj. mit von oder Obj.-Satz 5.5 subst. ‘Lektüre’
5.6 formelhaft in Verbindung mit dem Verb hœren v.a. in Prologen und Urkundentexten (vgl. mit weiteren Belegen WMU 2,1126) 5.7 phras. ‘Wer nicht versteht, was er liest, der verliert oft viel Zeit’ (vgl. TPMA 7,383) 6
‘etw. (durch Lesen) lernen’
7
‘etw. (durch Vorlesen) lehren’
8
‘etw. sagen, berichten, verkünden’
1
‘etw. sammeln, auflesen’ mit fakultativer präp. Erg. (abe, von,
ûʒ)
1.1
allg.:
dô vür si was gevallen / der apfel und er wart gelesen
KvWTroj
1535;
der do las / das holcz an dem feiertag
HvBurg
5794;
so daz snit [Ernte] chuͤmet, so
les man daz unchraut und bint daz ze brennen PrOberalt
45,14;
RvEWchr
13763.
11207;
HeslApk
2976;
hieze got den engel varn an einen boum und hieze in dar abe rûpen lesen,
der engel wære dar zuo bereit, daz er die rûpen læse Eckh
1:200,12;
die gesunden brûdere mugen [...]
obez unde crût von dem velde lesen
[
colligere
] unde nutzen
StatDtOrd
115,29;
EvAug
14,8;
uz guten kriutern sol man lesen die bösen Frl
5:78,19;
daz stuppe vz den augen lesen Herb
29.
– vom Versammeln der Jagdhunde:
hie mite lâsens ir hunde wider / und liezen sich die
naht dâ nider Tr
17315.
– bildl.:
dennan werdent si
[Juden] uerlorn. wante si tumbin die
helewa [Spreu] lasen. unt uerlurn daz chorn
JPhys
17,25;
ich wene, im [dem gelücke
] si
der vederen zal / uz sinen vetchen vil gelesen, / swenn ez die höhe fliegen
wil, / daz ez muz vallen hin zu tal Frl
14:27,15.
5:118G,6.
3:29,11
1.2
‘etw. pflücken, ernten, (Wein) lesen’
di gespilen, die Iblis hâte, / mit den siu gienc bluomen
lesen UvZLanz
9154;
mirrun alsô vil sô man dâ lesen wil, / crocus unt ringele
Gen
246;
Tr
4646;
SM:HvS
1: 13,4;
KLD:Kzl
14: 2,2;
doch læse ich samfter [lieber]
süeze birn Parz
80,1;
swer den coriander liset dez morgens, e di sunne uf ge
Macer
30,11;
die ir aigen chraut laren, / ir rueben oder
har [Flachs]
HvBurg
5602;
diz was der zit do man den win / do las und do solte
lesin RvEWchr
19136.
931;
wen der wyn gelesin ist, so sal man yn alczuhant vs
druckin Pelzb
135,28.
135,16
u.ö.;
Ottok
30755.
– mit Ersparung des Obj.:
die bluomen dringent durch daz gras. / wie schône ein wise getouwet
was, / dâ mir mîn geselle zeinem kranze las! Neidh
SL 21:2,5;
daz ieman lese ane
laube [Erlaubnis] , ez si vor der eynuͦnge oder
dar nach, [...] der gibt im [dem
Grundherrn] zu bezzerunge die alte buzze WüP
106a,2.
106b,3.
106e,3.
– subst. ‘Weinlese, -ernte’
ob dy bere nicht me moge czu nemen, so wisse, das di
czit des lesins ane stet Pelzb
135,26;
noch dem lesin der bere ebd.
131,28.
119,19
u.ö.;
daz si mir nah meinen erben niht anders sint gebunden ze geben von dem
vorgenanten aigen danne einen emmer weins in dem lesen, daz do haizzet
holtzwein UrkEnns
4,456
(a. 1304);
UrkCorp (WMU)
2345,27
2
‘etw. (einen Acker/ Weinberg) abernten’
auch hand dieselben herren hiezu recht iren vortag ze lesende iren wingarten
WeistBa
214
(a. 1343).
– subst.:
vnd ob auch daz goteshavͦs chain schaden an seinem lesen des selben
wæingartens hevͦr nimt von Wernhars schulden UrkCorp (WMU)
1456,38.
– Part. Prät. gelësen
‘abgeerntet’
so sol der vorgenante acker lidig sin, swiͤ man en vindet, gelesen oder
vngelesen UrkCorp (WMU)
639,5
3
‘ordnen, sortieren’
3.1
absol.:
und die des [Stickerei] niene
kunden, / die lâsen, dise wunden, / disiu blou, disiu dahs, / disiu hachelte
vlahs Iw
6202;
ein hemde kleine, / daz was wol gezieret, / gelesen vnde
geriddiret [gefältelt] gebleichet vnde geblichen,
/ ermel gestrichen Herb
618
3.2
‘jmdn./etw. (von etw./jmdm.) scheiden, trennen’
so werde wir gescheiden, / die lieben von den leiden, /
als do man agaleize [sorgfältig] / leset den schonen
weize / von dem melmigen raten [ein Unkraut]
HeslApk
20194;
do er die gesicht vernam, / do bat er unsern herren got, / ob ez gewesen
were ein spot, / daz er ez von im wolde lesen Pass III
309,39;
alle sin gemuͦte / begonde er von der werlte lesen. / was
dem vleische ie wol gewesen, / so was im nu wirs danne we Vät
8101.
– mit Refl.-Pron.:
muge wir niht wonen bi dir na, / so si wir aber
anderswa, / wir wollen ie in der wuste wesen, / durch got uns von den luten
lesen Vät
24976
4
‘etw./jmdn. auswählen’
4.1
allg.:
dû solt eintwederz lesen: / nim dise frouwen minniclich
/ und lâ mir daz kunicrîch, / oder lâ die frouwen mir / und hab daz kunicrîche
dir Ottok
90478;
Tristan hiez ûz dem hove lesen /
[...] / zweinzec ritter gewære Tr
8584.
– in Verbindung mit dem Verb nëmen:
der phalzgrâf mit sîner kraft / an sich nam unde las, /
swaz sô im gelegen was, / daz dem rîche zuo gehôrt Ottok
95;
ieglicher nam an sich und las, / swaz er moht
betwingen ebd.
1074;
ûz Elsâzen und ûz Franken / die starken, niht die
kranken / an sich er las unde nam ebd.
32718;
Will
99,11
4.2
übertr. etw. zuo sich/ ze hërzen/ in sîn hërze ~
‘sich etw. vergegenwärtigen, zu Herzen nehmen’
gedench der stat da du pist gewesen, / so magstu wol zu
dier lesen / was du da hast pegangen HvBurg
1014;
Anna die muͤje ze herzen las / das si umberhaft solte
sin. / das tet si gar mit jamir schin, / wand si vil sere weinde
RvEWchr
21786;
David in sin herze las / des wissagen lere / wisliche
ebd.
23834
5
‘(etw.) lesen, vorlesen’ mit fakultativer präp. Erg. mit ane, in, von,
ûʒ (zur Etymologie vgl. Kluge, S. 571)
5.1
absol.:
er kund wol lesen, sin frau hett yn lang thun leren
Lanc
165,29;
darnach kam der pfaff zu dem großen sarck der mitten in
dem kirchoff stunt, und begund zu lesen. da er ein wile gelase, er begund
herczlich zu weinen ebd.
169,16
5.2
mit Akk.d.S.:
suuer diz buͦch gerne lesen wil, / der gewinnet wistuͦmes
uil Lucid
1,15;
dar nach lesen wir dri leczen vz dem ewangelio ebd.
109,10.
96,13;
Alexander den brîf gelas VAlex
1071;
die wile er den brief las Herb
1039.
1103;
ê dan man wele, sô sal man die regelen lesen unde die
gesetzede unde eine messe StatDtOrd
92,11;
Mechth
3: 17,25;
so nam er ain buͦch und laz / in francos ie eteswas
RvEWh
3926.
– häufig in Quellenberufungen:
ich sagez iu, als ichz hân gelesen Eracl
148;
Helena gar schone was, / als ich ez an dem buche las
Herb
2490.
2782.
12942
u.ö.;
daz ander teil [des
Schildes] , als ich ez las, / erschein durliuhtic wîz
hermîn KvWTurn
404
5.3
mit abh. Satz:
man liset oͮch, daz an disem tage ein brvnne ze Rome
erspranch Spec
21,14.
55,11;
wir lesen an der heiligen schrift daz er gechuͤndet wart
der werlt PrOberalt
12,27.
159,20;
wir lesen in der scrifte, / daz er dih werliche lerte
Litan
703;
in der schrift man lesende ist, daz er vil groͤzer wunder tæte
JTit
368,2;
Eckh
5: 56,17.
– und mit Korrelat im übergeordneten Satz:
an der heiligin schrift lesin wir daz, daz der
heilige geist den zwelfbotin zewir gegebin wart Spec
76,20
5.4
mit Präp.-Obj. mit von oder Obj.-Satz:
man list von gûten chnehten, / die wol getorsten vehten, /
in Troiâre liede VAlex
1329;
man list von ainer frawen, diu hiez Cleopatra
BdN
272,9;
swaz von ir lebenne ist gelesen RvEBarl
10648;
Spec
99,3;
Parz
455,13;
man liset in den bîspruchen: dâ ist heil, dâ vil râtes
ist StatDtOrd
96,25
5.5
subst. ‘Lektüre’
eines sites die vrouwe phlac, / swan sie an ir ruowe lac, /
[...] / sô saz ein juncvrou unde las / vor ir bette
schône lesen EbvErf
3505
5.6
formelhaft in Verbindung mit dem Verb hœren v.a. in Prologen und
Urkundentexten (vgl. mit weiteren Belegen WMU 2,1126):
got wolle, daz ich ticht also, / wo man min tichten hore
lese, / daz ez den tugenden nutze wese Physiogn
27;
ich scribes ane rim durch das, / das mans vorneme deste bas
/ unde das im zwivel si zustoret, / der is liset oder horet Macer
Reimvorr. 54;
diz mære ich sus getihtet hân, / swer ez hœre oder lese,
/ daz er sich bezzernde wese RvEBarl
16077;
wir Manegolt von gotes gnaden bischof zuͦ Wirzeburg tuͦn
kuͦnt allen den, die disen brief lesen oder horen lesen WüP
7a,3.
7a,3.
11,5;
er mac mir lîhte lôn gegeben, /
[...]. / des sult ir alle biten in, / die diz liet
hœren oder lesen UvZLanz
9441
5.7
phras. ‘Wer nicht versteht, was er liest, der verliert oft viel Zeit’
(vgl. TPMA 7,383):
swer niht vernimet daz er list, / der verliust dick lange vrist
WälGa
1927
6
‘etw. (durch Lesen) lernen’
si wânden des wol sicher wesen, / er hæt astronomie gelesen, / und wær ein
hêrre in grôzer kunst Boner
99,46;
kleine meister [
baccalaurii theologiae
(Anm.z.St.)] lesent in der schuole, daz alliu wesen sîn geteilet
in zehen wîse Eckh
1:147,3;
swaz sô dîn swester Îsôt / von erzenîe hât gelesen, / des
wirt dir nôt, wiltû genesen Tr
7073
7
‘etw. (durch Vorlesen) lehren’
nû was ein bischof aldâ, / [...] /
den hiez er erzebischof wesen / und die gotes lêre lesen RvEBarl
13556;
ich hœr die wîsen meister lesen KLD: Kzl
16: 5,7.
– subst.:
er hœrt vil hôher meister lesen Boner
99,77.
– hier metonymisch ‘Belesenheit, Gelehrtheit’
do was ein burgir undir des, / der hiez Anaximanes, / ein philosophus von
grozem lesin, / des herren meistir gewesin PfzdHech
183,19;
die sehenes blinden, / die hochsten meister sin gewesen / an kunst, an
lesen Frl
6:12,3
8
‘etw. sagen, berichten, verkünden’
ez ist wâr daz ich iu lise Helmbr
74;
nû kom ouch geriten sân / der her, von dem ich ê las, / zuo
dem der kunic geflohen was Ottok
81275;
diu tier, diu ich ê
las [erwähnte] , / diu giengen aber dar / geladen harte
swâr ebd.
48968;
Enforbius min meister was, / vor funfzic iaren er
ez [das Unheil, das Paris über Troja bringen sollte]
las Herb
2300;
daz Cassandra hat gelesen, / daz mac nv wol war wesen ebd.
14061.
3534.
– Subj. ist das Buch/ der Text:
als uns sîn büechlîn hât gelesen AlexiusB
317;
nu horet, wie uns daz buͦch las Dietr
2686;
als unns das puͦch von im las ebd.
2273.
1927.
– subst. daʒ ~ saget uns:
als uns das lesen von im sait KvHelmsd
2050;
also sagit uns daz lesin Ägidius
235
MWB 3,3 1086,39; Bearbeiterin: Wemhöner
lësephenninc
stM.
eine die →
lësegarbe
ablösende Geldabgabe:
die lespfenninge ze Stans von dem guote ze Muoterswang
SchweizId
5,1124
(L Propsteirodel.; 14. Jh.)
MWB 3,3 1089,42; Bearbeiterin: Wemhöner
lëser
stM.
→
lësære
MWB 3,3 1089,46;
lëserlôn
stM.
Entlohnung für das Weinlesen, ‘Leselohn’ (s.a.
lëselôn
):
daz daz aigen dem lehen jerlichs geben sol [...] halp
leserloͤn und halp brot den lesern UrkEssl
348
(a. 1341)
MWB 3,3 1089,47; Bearbeiterin: Wemhöner
lësestoc
stM.
→
lesetuoch
MWB 3,3 1089,51; |