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ABCDEF s.VGHIJKL
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l – lâchen
lâchen – laden
laden – Lahrein
lahs – lampartisch
lampe – lanclëbic
lanclîbe – lancwat
lancwiric – lant|âht|acker
lantâhte – lantgemeine
lantgenôʒ – lantleite
lantliut – lantreister
lantrihtære – lantsidel
lantsidel – lanttwingære
lanturliuge – lantwîn
lantwîp – larrûn
larventier – lasterkleit
lasterkôsen – lasterwunde
lastkarre – Latrisëte
latrôn – læʒic (?)
læʒlich – lëbendic
lëbendigen – lebezelte
lëbezuht – 3lecken
lëcken – lëder|gerwe
lëderhosære – lëdic|sagunge
lëdic|vrî – lëgerhort
lëgerhuobe – lêhengëlt
lêhenguot – lêhensrëhten
lêhensteidinc – leidebërnde
1leiden – leienphrüende
leienrëht – leissup
leist – leiterboum
leiteren – leitstap
leitstërne – lemmelîn
lemnisse – lenderieren
lenderl – lenke
lenken – lêrchenmunt
lêre – lërnkint
lërnknabe – lësemeister
lësen – lettener
letter – levîte
lëwe – lëwinne
leyô – lîch
lîch – lîchphenninc
lîchreste – 1liden
2liden – lîdunge
lie – liegære
liegærinne – liehticheit
liehtkerze – liehtvaʒ
liehtvlüʒʒic – liepsuochende
liep|swinderinne – lîhenisse
lîhkouf – lîhtsüeʒe
lîhtunge – 2lîm (?)
limbel – lindelîche
1linden – lînhose
linie – lînsoc
linster – lîpgedinge
lîpgedingede – lippenlappen
lippe|swër – listen
lîsten – 2lit
lit- – litze
litze – liut-
liutærinne – liutsælde
liutsælic – löbelach
lobelich – loc
loch – lodewërc
lœdingære – lônærinne
lônbære – lônen

   lërze - lësestoc    


lërze stF. lürze

MWB 3,3 1081,57;

lërzen swV. ‘lahmen’, hier subst.: du [Minne] senftest allen smertzen. / du slichtest aller kruͤmen lertzen Minneb 1336. – wohl hierher (zur Form des endungslosen Infinitivs vgl. Ehrismann, Minneb. S. 297f. sowie Anm.z.St.): ich weiz: min hertz an [d.i. âne ] freuden lertz / mus ymmer und auch hinken Minneb 2378

MWB 3,3 1081,58; Bearbeiterin: Wemhöner

lërzic Adj. ‘mangelhaft, unzureichend’ (anders Glr.z.St.: ‘linkisch, ungelenk’), hier subst.: ey truter geselle zarter [d.i. die Minne] , / an eren die gehertzig [La. an eren niht die lertzig (vgl. Anm.z.St.)] / bis gein mir barmhertzig! Minneb 2619

MWB 3,3 1082,1; Bearbeiterin: Wemhöner

lës stN. (?) ‘festgelegte Zeit für die Traubenlese’ (vgl. lëseinunge ): wer es, das einer leszen wolt vszwendig des leszes [l. leszens?] , den sol der hern knecht zu drien maln heiszen abgen; dete er das nit, so mochte er in pfenden vor V ß heller WeistPfalz 237 (Mitte 14. Jh.?)

MWB 3,3 1082,6; Bearbeiterin: Wemhöner

lës- lëse-

MWB 3,3 1082,12;

lësære stM. auch loͤser ( VitasPatr 261,8 ). 1 ‘Leser, Vorleser’ , in monast. Kontext spez. zur Übers. von mlat. lector (zur Sache vgl. LThK 6,806f.; s.a. 1lëczenære ; lësærinne )
2 jmd., der zum Sammeln von Feld- und Waldfrüchten bestellt ist
   1 ‘Leser, Vorleser’, in monast. Kontext spez. zur Übers. von mlat. lector (zur Sache vgl. LThK 6,806f.; s.a. 1lëczenære ; lësærinne ): lectores: lesere vel psalmistæ SummHeinr 2:8,181; GlHvB (GE) 203; her tet ûf di hende und gap ime den brif. dô gap man den brif deme lesêre HvFritzlHl 163,20. 163,21; lector: leser VocOpt 36.054; danach sprichet der leser: jube domine benedicere Lucid 84,18; daz kaines murmilunge oder stimme niwan ainigis des lesers da [während der Tischlesung] werde gihorit BrZw 38; des bit ich den lesere, / swen her kumt in diz mere [die Frauenschelte] , / daz her mit schonen witzen – / ob dar vrouwen bi sitzen – / [...] ober var den lumen [diesen Abschnitt überspringe] HeslApk 3711; MarlbRh 122,18; Albert 1206. – häufig in Apostrophen: leser dises buoches, vernim HvFreibTr 2644; leser, ich wil dir sagen mê. / dir tuot vil lîhte daz venjen wê MarGr 18 821. 791; heb an, leser, unde sprich Daniel 3388    2 jmd., der zum Sammeln von Feld- und Waldfrüchten bestellt ist: ein iglich man, der recht in den wald hat, der mag einen leser wol haben in dem wald WeistGr 6,99 (a. 1294/1365); vnser meder, hoͥwer, sniter, leser vnd gemeinlich alles dc gesinde, dc vnser kloster vnd vnserē convent an hoͥret UrkCorp (WMU) 194,33

MWB 3,3 1082,13; Bearbeiterin: Wemhöner

lësærinne stF. ‘Vorleserin’, hier der Schriftlesung in einem Kloster (zur Sache vgl. LThK 6,806f.; s.a. lësære ): do di leserin an hueb, do kom unser herre und unser frauwe und Maria Magdalena und hueb an der nidersten an in dem rehten kor und ging uf und umb AdelhLangm 23,18

MWB 3,3 1082,40; Bearbeiterin: Wemhöner

leschærinne stF. hier übertr. ‘Tilgerin (der Sünden)’ Maria, helf, daz ich gebuͤze / [...]. / suͤne, suͤne, suͤnerinne, gotes zorn durch dine guͤte. / lesche, lesche, lescherinne, miner sundigen lust gib sulch gemuͤte, / helf, daz ich dir zuͦ dienste werde Meissner 16:1,8

MWB 3,3 1082,46; Bearbeiterin: Wemhöner

leschen swV. frmhd. lesken; auch löschen ( Tauler ; KLD:Kzl 16: 18,5 ), losschen ( MinneR 481 760 ); Prät. häufig laschte, auch las(s)t, losst (z.B. WhvÖst 5000; KvHelmsd 2456; vgl. Weinhold, Alem. Gr. § 190). Kausativum zu → lëschen stV. , ‘etw. (aus)löschen’ (s.a. erleschen ) 1 eigentl.
1.1 Brennendes, Feuer, Lichtquellen
1.2 Glühendes (Kohle, Metall u.ä.)
1.3 ‘etw. (Speisen) mit etw. ablöschen’
2 übertr.
2.1 ‘etw. (Durst, Schmerz) löschen, stillen’
2.2 ‘etw. (Strahlendes, Glänzendes) eintrüben, verdunkeln’
2.3 ‘etw. auslöschen, zunichtemachen’
2.4 ‘etw. (Schuld, Sünden) tilgen’
2.5 ‘etw. (Krankmachendes) beseitigen, (Begierden) abtöten’
2.6 ‘(Tränen) trocknen’
   1 eigentl.    1.1 Brennendes, Feuer, Lichtquellen: der kalk von wazzer enzünt wirt, daz doch ander feur lescht BdN 443,25; mîn kint [...] sal [...] den rouchinden flahs nicht leschin [ linum fumigans non extinguet ] EvBeh Mt 12,20; damite [Wasser] ir ane verdriezen / mich sult gar begiezen / und leschet disen heizen brant Pass III 149,35; Laban laskte daz liht VMos 25,17; diu lieht diu laschte ir vrouwe Îsôt Tr 12594; NibB 654,1; Pass III 214,74; alle nacht det sie die kerczen leschen Lanc 468,5. 428,33. – mit Ersparung des Obj.: di stat ist von holcze gebuwit und enpurnet dicke, und wen das dy wechter des turmes seen, so slon si an dy tabele, das irschillit wite, so kumen di lute unde helfin leschin MarcoPolo 45,20; du [Gott] wermis vnde kulis, / du fuhtes vnde dirres, / [...] / du enzundis vnde lisches Litan 157. – bildl.: lesche mich mit trostes wasser, mynne! Minneb 1576. 2030; swa / lieb leschet lust, ez brinnet allez gar Frl 7:40,12; leschâ lesch, verschamtiu welt! dîn laster riuchet dort / ûz dîner heime RvZw 253,1; BdN 483,1; mit Akk.d.P. (offen zu 2.1): geleschet nâch der hitze / wart dâ maneger [mit gutem Wein] , daz sîn witze / niht gein Salomône wac Wh 448,11. – phras. (vgl. für weitere Belege TPMA 7,42ff.; s.a. Friedrich, PhrasWB, S. 268): maniges wenet eime anderen sin hus loͤschen und verburnet das sin Tauler 287,25. 261,1; wer leschen wil und daz in nit enbrennet, / [...] / daz sol niemanne wunder han, ob es im missevellet RvZw 306,10    1.2 Glühendes (Kohle, Metall u.ä.): ein burne under im entspranc / und leschte gar daz isen Pass I/II (HSW) 29287; heiz in trinken daz wazzer da di smide ir zangen inne leschen SalArz 75,48. – bildl.: vrauwen sal er sprechen wol / und salen losschen der schanden kol / mit intreden, woe er hoirt / das man ir lobis tempel stoirt MinneR 481 760; das Jhesus diser helle gluͦt / lasst [La. losst ] und brach mit sinem bluͦt KvHelmsd 2456; wie leschet man des zornes glut? Frl 7:36,5; Gregôrius, bâbes, geistlîcher vater, [...] / Lambarten glüet in ketzerheit, war umbe leschestû des niht, / sint daz man der dîner schâf sô vil in ketzervuore siht? WernhSpr (Z) 35,4    1.3 ‘etw. (Speisen) mit etw. ablöschen’ mache dy [Zutaten] wirstunt [viermal] glundink uf kolyn, unde als ofte lessche se in wyne Albrant 3,2; galmensteyn de nun stunt [neunmal] myt wyne geleschet sy OvBaierl 155,3    2 übertr.    2.1 ‘etw. (Durst, Schmerz) löschen, stillen’ wazzer mit wein oder mit ezzeich gemischt lescht den durst mêr wan eitel wazzer BdN 353,8. 432,24 u.ö.; der [nachts Durstige] sal den durst nicht leschin mit kaldem wazzer SalArz 19,46. 13,48 u.ö.; das er den turst geloͤschen mochte Tauler 137,2; daz si lesche iren durst / mit der gevangen bluot Ottok 4996; Rennewart sprach: ‘heiz uns ein brot / mit einer supperie [Brühe] netzen / [...] / Kyburg, liebiu swester min, / leshe unsers hungers pin!’ Rennew 19056. – bildl.: swer under sînen henden / het alsô wæhe sache, / [...] / der lesche sînes herzen durst / an liebe zuo den zîten KvWTroj 16576; ein blic, ein inneclîch gesiht / ûz herzeliebes ougen, / der leschet âne lougen / hundert tûsent smerzen / des lîbes unde des herzen Tr 12350    2.2 ‘etw. (Strahlendes, Glänzendes) eintrüben, verdunkeln’ Volkêr unde Hagene [...] / die lascten ime strîte vil maneges helmes schîn / mit vliezendem bluote NibB 201,2; diu morgenlîche sunne / sîner werltwunne, / [...] / dô viel sîn gæher âbent an, / [...] / und laschte im sînen morgen Tr 318; mir sagent manige daz er [Karfunkelstein] / des vinstern nahtes lieht ber / und daz er alters eine / lesche ander gesteine / swâ er bî in lît HartmKlage (G) 1506; bildl.: daz tumbe herze mîn / laschte den gewæren schîn / der gotes lêre RvEBarl 13850. – übergehend zu ‘jmdn./etw. mit seinem Glanz überstrahlen (und damit verdunkeln)’ daz gestirne fuͤr sich bran / die naht in schoͤnem glast, / des tages lieht es last / nach der aventuͤr sage WhvÖst 5000; ir [der Sonne] liehtes liehter überlast / leschet alles liehtes glast RvEBarl 9362; Parz 167,19    2.3 ‘etw. auslöschen, zunichtemachen’ nît löschet fride und wecket zorn KLD: Kzl 16: 20,3; er [Neid] leschet kunst unde sin Tr 36; dem wîbe enmac ir minne / nieman ûz ertwingen / [...] / man leschet minne wol dermite ebd. 17921; sie bunden uf den rucke / sine hende als einen dieb, / ez were im leit oder lieb, / sie leschten gar sine guft Pass I/II (HSW) 24639; lesche den zorn, kucke den vride, / daz ist der tugent under schide Erz III 36,275; daz der mensche sinen vliz / an sine buze kere / und sinen got mit ere, / daz her den willen leschet, / die sunden abe weschet HeslApk 7063. – refl.: nû kum, tôt, ez ist niht ze fruo; / wan swenne ich gedenke dar an / swaz ich freuden ie gewan, / die leschent sich begarwe HartmKlage (G) 295    2.4 ‘etw. (Schuld, Sünden) tilgen’ sív [ caritas ] léskit unte bedémpfet multitudinem peccatorum Will 69,26; si bette unde vaste, / ir sunde si dô laste, / ir venie wâren manicvalt Kchr 15477; der die guldinen bihte da begat, / [...] / der mach wol lesken sine sunde Hochz 685; Mechth 5: 3,10; Freid 39,6; diu milte löschet missetât KLD: Kzl 16: 18,5; Macer Reimvorr. 19; boese rede lesche mit reiner Erz III 36,185    2.5 ‘etw. (Krankmachendes) beseitigen, (Begierden) abtöten’ crocus lésket ôuh dáz brínnente fîeber Will 69,25; gerstenwazzer [...] leschet die hitz in dem menschen BdN 413,18; eppe [Sellerie] ist heiz vnde trucken [...] vnde leschet di uerstopfunge des milces SalArz 11,53. 15,12 u.ö.; latich [...] leschet die hurgelust ebd. 10,56; ich [...] leske ane mir des fleiskes girde PrRoth 36    2.6 ‘(Tränen) trocknen’ die trehen si dô laste; / dô het er si doch gesehen. / er sprach: ‘waz ist dir beschehen?’ Niemand 145

MWB 3,3 1082,52; Bearbeiterin: Wemhöner

lëschen stV. (IV) auch löschen; s.a. erlëschen . ‘erlöschen’ 1 eigentl. von Brennendem, Feuer, Lichtquellen ‘aufhören zu brennen, zu leuchten’
2 übertr.
2.1 ‘nachlassen, (ver)schwinden; aufhören’
2.2 ‘sterben’ (?)
   1 eigentl. von Brennendem, Feuer, Lichtquellen ‘aufhören zu brennen, zu leuchten’ daz fiur in ze tôd verbrant / und lasch an der selben zît EnikWchr 22933; sîn [des Feuers] hitze und sîn liehter schîn / von wazzer gar erstirbet, / ez lischet und verdirbet RvEBarl 9534; owê! sô lischet daz liehtvaz ebd. 3620; als palde lâschen die chercen von dem grôzen tunst Barth 156,8; subst.: eyn vuͦr daz brant aen lesschen MinneR 496 7. – im Vergleich: in ir dienst wart dar brâht / mit golde gezieret manec harnasch, / dar gegen der sunnen schîn niht lasch, / von tiuren steinen rîchen UvEtzAlex 12888. – bildl.: nime ich viur von einer stat und lege ez an ein ander, sô ist ez doch geteilet, al ez viur ist: diz mac brinnen und daz mac leschen, oder diz mac leschen und daz mac brinnen; und her umbe enist ez weder ein noch êwic Eckh 2:436,6; so het uns der minnecliche got gegeben grosse helffe und trost und het uns sinen eingebornen sun gesant, [...] das wir lassent loͤschen unser vinster lieht in sinem waren wesenlichen lieht Tauler 49,33    2 übertr.    2.1 ‘nachlassen, (ver)schwinden; aufhören’ im erlasch diu kraft unt der muͦt StrKarl (S) 11855; sô lischet im sîn jâmers nôt Parz 175,15; ich sprach frowe Minne [...] / do ist din muot betrochen / mit dorheit also wite / daz men mit eime schite / dich solte wol zertroeschen / ia minne wiltu loeschen MinneR 210 268. – von Geräuschen: dô lasch ouch anderhalp der schal Parz 182,2    2.2 ‘sterben’ (?): die tierlein erherttent [im Winter] als die stein in dem ertrich unnd in den hölern der perge, von grossem froste leschent si in der feüchte HvHürnh 40,4

MWB 3,3 1084,45; Bearbeiterin: Wemhöner

lëschlich Adj. ‘vergänglich’ ir fraude doch zvͦ aller frist / vnstede, wankelmvͦdig ist, / mit gallen vndermischit. / ir fravde gar verlischit / von drvrekeit, von zorne, / fro hvde, drvrig morne; / ir fraude ist gar leschlich, / dar in sa hat gemischit sich hvnger, kvmmer vnde not PrHess 38,155

MWB 3,3 1085,15; Bearbeiterin: Wemhöner

leschtroc stM. ‘Löschtrog’ zum Ablöschen des heißen Eisens beim Schmieden: alueolus: loͤschtrog VocOpt 14.027

MWB 3,3 1085,21; Bearbeiterin: Wemhöner

lese F. ein (bes. von Frauen getragener) Überwurf (vgl. ahd. lesa AWB 5,850): supparum, supparium camisia vel lesa, furhendi SummHeinr 2:478,334 u.ö.

MWB 3,3 1085,24; Bearbeiterin: Wemhöner

lësegarbe F. eine Ernteabgabe an Geistliche (vgl. zur Sache SchweizId 2,413; s.a. garbe ): der kuster lât werden dem sigristen in dem Hofe [Chorherrenstift St. Leodegar im Hof] die lësgarben, die ein jeglicher ussmann und burger zue Luceren, der guet in dem Môse hat, von alter gewonheit gën soll SchweizId 2,413 (Gfrd; a. 1324); dis lësgarbin soll man gën, so man snydet, von allen gueteren, die in der parrochie ligend ebd. 2,413 (Gfrd; a. 1324)

MWB 3,3 1085,28; Bearbeiterin: Wemhöner

lës|einunge swF. Strafzahlung bei Verstoß gegen die festgelegte Erntezeit (vgl. DRW 8,1234; s.a. lës ; einunge 2.5): vmb die leszeinongen in dem herpst do wiszt dy gemeinde, das die ir sy, vnd wer es, das einer leszen wolt vszwendig des leszes, den sol der hern knecht zu drien maln heiszen abgen; dete er das nit, so mochte er in pfenden vor V ß heller WeistPfalz 237 (Mitte 14. Jh.?)

MWB 3,3 1085,38; Bearbeiterin: Wemhöner

lësekorn stN. unklar; nach der Ernte aufgelesenes Korn (vgl. Zingerle, UrbSonnenb., Glr. s.v. chorn)?: datz ist der gelt weingelt des goteshaus datz Suͦnenpurch auf Aldein, datze Pintzan [...]. des ersten auf Aldein geit ze cins 60 phunt und 30 schill. datze Pintzan von aechern 14 mutt [ein Hohlmaß] snitchorn und 14 mutt leschorn UrbSonnenb 93

MWB 3,3 1085,46; Bearbeiterin: Wemhöner

lëselich Adj. ‘(gut) lesbar, deutlich’ so bit ich, herre, daz ir lat / mich legen under aines sarkes stain, / daz dar uf werde gehawen rain / mit der urkuͤnde buͦchstaben / leselich und wol erhaben WhvÖst 5272. – halbprädikativ: uf der lantzen flog ain ar, / des richait uͤberhoͤhet gar, / swaz ie man fuͦrte da: / buͦchstaben guldin in der cla / an ainem brief er fuͦrt; / swa den der wint beruͦrt, / da ward er leslich bekant WhvÖst 14697; er sach bi sich in den sant / mit ordelichen buchstaben / dise wort wol uz gegraben, / die er sus leselichen [auf diese Weise lesbar geworden] las Vät 35669

MWB 3,3 1085,53; Bearbeiterin: Wemhöner

lëselôn N. Entlohnung für das Weinlesen, ‘Leselohn’ (s.a. lëserlôn ): die wingarten sulen sie [die neuen Eigentümer] uns buwen ane unsern schaden mit rehtem buwe [...] biz an das lesen, da sulen wir daz leselon unde daz tragelon ab dem wingarten halbes gen unde sie halbes UrkEssl 196 (a. 1313)

MWB 3,3 1086,1; Bearbeiterin: Wemhöner

lesemânôt stM. ‘Dezember’ (vgl. losmânôt ): der lesemânde [Kapitelüberschrift] HvFritzlHl 12,1

MWB 3,3 1086,8; Bearbeiterin: Wemhöner

lësemeister stM. auch les-. 1 Inhaber des Lehramts in einem Kloster, zu mlat. lector (zur Sache vgl. LThK 6,806f.; s.a. lëcze 2 , lësære )
2 Aufseher bei der Weinlese (vgl. mit weiteren späteren Belegen DRW 8,1234)
   1 Inhaber des Lehramts in einem Kloster, zu mlat. lector (zur Sache vgl. LThK 6,806f.; s.a. lëcze 2, lësære ): hi lerit brudir Johan Franke der lesemeister wi got ruwite an sinen werkin du he si geschuf Parad 4,19. 4,32. 6,38 u.ö.; dar umme tet unser herre Jêsus Kristus alse ein getrûwe lesemeister: dô her von dirre werlde scheiden solde, dô lêrte her uns siben leccien an dem krûze HvFritzlHl 117,15. 63,23. 100,17; Bussard 95; die grossen pfaffen und die lesmeister die tispitierent [disputieren] weder bekentnisse merre und edeler si Tauler 196,28; MvHeilGr 1550; PrAlbLesem 234; NüP 167; MinneR 439 600. – bildl.: in der sele closter sol Got únser herre prior sin, beschaidenhait subprior, [...], minne dú regel, warhait der lesmaister PrGeorg 339,16. – in Zeugenlisten: und geschach der koͧf in der Minre Bruͦder hus in irme capitelhuse, vor biderben lúten: vor deme lesemeister, vor bruͦder Volmar der da gardian was, vor bruͦder Albrehte UrkFreiburg 2:143,11 (a. 1292). 1:171,26 (a. 1264); bruder Berhtolt, der lesmaister [ lector (970A,24)] UrkCorp (WMU) 970B,12    2 Aufseher bei der Weinlese (vgl. mit weiteren späteren Belegen DRW 8,1234): so sollen auch die lehner dem leßmaister, wer der ist, für alle mal zwelf schilling phening geben und iedlichs lehen zwai junge hiener und ain metzen habern WeistÖ 8:898,12 (a. 1340, kopial)

MWB 3,3 1086,10; Bearbeiterin: Wemhöner

lësen stV. (V) Prät. auch mit gramm. Wechsel (vgl. 2 5Mhd. Gr. § M 75 u. M 80): 3. Pl. Prät. lâren (z.B. HvBurg 5602; Kchr 242 ), Part.Prät. geleren [irneren:] ( SüklV 656 ); 3. Pl. Prät. auch losen ( StRechAachen 411,11 ); zu weiteren Formen vgl. differenziert WMU 2,1126f. 1 ‘etw. sammeln, auflesen’ mit fakultativer präp. Erg. ( abe, von, ûʒ )
1.1 allg.
1.2 ‘etw. pflücken, ernten, (Wein) lesen’
2 ‘etw. (einen Acker/  Weinberg) abernten’
3 ‘ordnen, sortieren’
3.1 absol.
3.2 ‘jmdn./etw. (von etw./jmdm.) scheiden, trennen’
4 ‘etw./jmdn. auswählen’
4.1 allg.
4.2 übertr. etw. zuo sich/  ze hërzen/  in sîn hërze ~ ‘sich etw. vergegenwärtigen, zu Herzen nehmen’
5 ‘(etw.) lesen, vorlesen’ mit fakultativer präp. Erg. mit ane, in, von, ûʒ (zur Etymologie vgl. Kluge, S. 571)
5.1 absol.
5.2 mit Akk.d.S.
5.3 mit abh. Satz
5.4 mit Präp.-Obj. mit von oder Obj.-Satz
5.5 subst. ‘Lektüre’
5.6 formelhaft in Verbindung mit dem Verb hœren v.a. in Prologen und Urkundentexten (vgl. mit weiteren Belegen WMU 2,1126)
5.7 phras. ‘Wer nicht versteht, was er liest, der verliert oft viel Zeit’ (vgl. TPMA 7,383)
6 ‘etw. (durch Lesen) lernen’
7 ‘etw. (durch Vorlesen) lehren’
8 ‘etw. sagen, berichten, verkünden’
   1 ‘etw. sammeln, auflesen’ mit fakultativer präp. Erg. (abe, von, ûʒ)    1.1 allg.: dô vür si was gevallen / der apfel und er wart gelesen KvWTroj 1535; der do las / das holcz an dem feiertag HvBurg 5794; so daz snit [Ernte] chuͤmet, so les man daz unchraut und bint daz ze brennen PrOberalt 45,14; RvEWchr 13763. 11207; HeslApk 2976; hieze got den engel varn an einen boum und hieze in dar abe rûpen lesen, der engel wære dar zuo bereit, daz er die rûpen læse Eckh 1:200,12; die gesunden brûdere mugen [...] obez unde crût von dem velde lesen [ colligere ] unde nutzen StatDtOrd 115,29; EvAug 14,8; uz guten kriutern sol man lesen die bösen Frl 5:78,19; daz stuppe vz den augen lesen Herb 29. – vom Versammeln der Jagdhunde: hie mite lâsens ir hunde wider / und liezen sich die naht dâ nider Tr 17315. – bildl.: dennan werdent si [Juden] uerlorn. wante si tumbin die helewa [Spreu] lasen. unt uerlurn daz chorn JPhys 17,25; ich wene, im [dem gelücke ] si der vederen zal / uz sinen vetchen vil gelesen, / swenn ez die höhe fliegen wil, / daz ez muz vallen hin zu tal Frl 14:27,15. 5:118G,6. 3:29,11    1.2 ‘etw. pflücken, ernten, (Wein) lesen’ di gespilen, die Iblis hâte, / mit den siu gienc bluomen lesen UvZLanz 9154; mirrun alsô vil sô man dâ lesen wil, / crocus unt ringele Gen 246; Tr 4646; SM:HvS 1: 13,4; KLD:Kzl 14: 2,2; doch læse ich samfter [lieber] süeze birn Parz 80,1; swer den coriander liset dez morgens, e di sunne uf ge Macer 30,11; die ir aigen chraut laren, / ir rueben oder har [Flachs] HvBurg 5602; diz was der zit do man den win / do las und do solte lesin RvEWchr 19136. 931; wen der wyn gelesin ist, so sal man yn alczuhant vs druckin Pelzb 135,28. 135,16 u.ö.; Ottok 30755. – mit Ersparung des Obj.: die bluomen dringent durch daz gras. / wie schône ein wise getouwet was, / dâ mir mîn geselle zeinem kranze las! Neidh SL 21:2,5; daz ieman lese ane laube [Erlaubnis] , ez si vor der eynuͦnge oder dar nach, [...] der gibt im [dem Grundherrn] zu bezzerunge die alte buzze WüP 106a,2. 106b,3. 106e,3. – subst. ‘Weinlese, -ernte’ ob dy bere nicht me moge czu nemen, so wisse, das di czit des lesins ane stet Pelzb 135,26; noch dem lesin der bere ebd. 131,28. 119,19 u.ö.; daz si mir nah meinen erben niht anders sint gebunden ze geben von dem vorgenanten aigen danne einen emmer weins in dem lesen, daz do haizzet holtzwein UrkEnns 4,456 (a. 1304); UrkCorp (WMU) 2345,27    2 ‘etw. (einen Acker/  Weinberg) abernten’ auch hand dieselben herren hiezu recht iren vortag ze lesende iren wingarten WeistBa 214 (a. 1343). – subst.: vnd ob auch daz goteshavͦs chain schaden an seinem lesen des selben wæingartens hevͦr nimt von Wernhars schulden UrkCorp (WMU) 1456,38. – Part.  Prät. gelësen ‘abgeerntet’ so sol der vorgenante acker lidig sin, swiͤ man en vindet, gelesen oder vngelesen UrkCorp (WMU) 639,5    3 ‘ordnen, sortieren’    3.1 absol.: und die des [Stickerei] niene kunden, / die lâsen, dise wunden, / disiu blou, disiu dahs, / disiu hachelte vlahs Iw 6202; ein hemde kleine, / daz was wol gezieret, / gelesen vnde geriddiret [gefältelt] gebleichet vnde geblichen, / ermel gestrichen Herb 618    3.2 ‘jmdn./etw. (von etw./jmdm.) scheiden, trennen’ so werde wir gescheiden, / die lieben von den leiden, / als do man agaleize [sorgfältig] / leset den schonen weize / von dem melmigen raten [ein Unkraut] HeslApk 20194; do er die gesicht vernam, / do bat er unsern herren got, / ob ez gewesen were ein spot, / daz er ez von im wolde lesen Pass III 309,39; alle sin gemuͦte / begonde er von der werlte lesen. / was dem vleische ie wol gewesen, / so was im nu wirs danne we Vät 8101. – mit Refl.-Pron.: muge wir niht wonen bi dir na, / so si wir aber anderswa, / wir wollen ie in der wuste wesen, / durch got uns von den luten lesen Vät 24976    4 ‘etw./jmdn. auswählen’    4.1 allg.: dû solt eintwederz lesen: / nim dise frouwen minniclich / und lâ mir daz kunicrîch, / oder lâ die frouwen mir / und hab daz kunicrîche dir Ottok 90478; Tristan hiez ûz dem hove lesen / [...] / zweinzec ritter gewære Tr 8584. – in Verbindung mit dem Verb nëmen: der phalzgrâf mit sîner kraft / an sich nam unde las, / swaz sô im gelegen was, / daz dem rîche zuo gehôrt Ottok 95; ieglicher nam an sich und las, / swaz er moht betwingen ebd. 1074; ûz Elsâzen und ûz Franken / die starken, niht die kranken / an sich er las unde nam ebd. 32718; Will 99,11    4.2 übertr. etw. zuo sich/  ze hërzen/  in sîn hërze ~ ‘sich etw. vergegenwärtigen, zu Herzen nehmen’ gedench der stat da du pist gewesen, / so magstu wol zu dier lesen / was du da hast pegangen HvBurg 1014; Anna die muͤje ze herzen las / das si umberhaft solte sin. / das tet si gar mit jamir schin, / wand si vil sere weinde RvEWchr 21786; David in sin herze las / des wissagen lere / wisliche ebd. 23834    5 ‘(etw.) lesen, vorlesen’ mit fakultativer präp. Erg. mit ane, in, von, ûʒ (zur Etymologie vgl. Kluge, S. 571)    5.1 absol.: er kund wol lesen, sin frau hett yn lang thun leren Lanc 165,29; darnach kam der pfaff zu dem großen sarck der mitten in dem kirchoff stunt, und begund zu lesen. da er ein wile gelase, er begund herczlich zu weinen ebd. 169,16    5.2 mit Akk.d.S.: suuer diz buͦch gerne lesen wil, / der gewinnet wistuͦmes uil Lucid 1,15; dar nach lesen wir dri leczen vz dem ewangelio ebd. 109,10. 96,13; Alexander den brîf gelas VAlex 1071; die wile er den brief las Herb 1039. 1103; ê dan man wele, sô sal man die regelen lesen unde die gesetzede unde eine messe StatDtOrd 92,11; Mechth 3: 17,25; so nam er ain buͦch und laz / in francos ie eteswas RvEWh 3926. – häufig in Quellenberufungen: ich sagez iu, als ichz hân gelesen Eracl 148; Helena gar schone was, / als ich ez an dem buche las Herb 2490. 2782. 12942 u.ö.; daz ander teil [des Schildes] , als ich ez las, / erschein durliuhtic wîz hermîn KvWTurn 404    5.3 mit abh. Satz: man liset oͮch, daz an disem tage ein brvnne ze Rome erspranch Spec 21,14. 55,11; wir lesen an der heiligen schrift daz er gechuͤndet wart der werlt PrOberalt 12,27. 159,20; wir lesen in der scrifte, / daz er dih werliche lerte Litan 703; in der schrift man lesende ist, daz er vil groͤzer wunder tæte JTit 368,2; Eckh 5: 56,17. – und mit Korrelat im übergeordneten Satz: an der heiligin schrift lesin wir daz, daz der heilige geist den zwelfbotin zewir gegebin wart Spec 76,20    5.4 mit Präp.-Obj. mit von oder Obj.-Satz: man list von gûten chnehten, / die wol getorsten vehten, / in Troiâre liede VAlex 1329; man list von ainer frawen, diu hiez Cleopatra BdN 272,9; swaz von ir lebenne ist gelesen RvEBarl 10648; Spec 99,3; Parz 455,13; man liset in den bîspruchen: dâ ist heil, dâ vil râtes ist StatDtOrd 96,25    5.5 subst. ‘Lektüre’ eines sites die vrouwe phlac, / swan sie an ir ruowe lac, / [...] / sô saz ein juncvrou unde las / vor ir bette schône lesen EbvErf 3505    5.6 formelhaft in Verbindung mit dem Verb hœren v.a. in Prologen und Urkundentexten (vgl. mit weiteren Belegen WMU 2,1126): got wolle, daz ich ticht also, / wo man min tichten hore lese, / daz ez den tugenden nutze wese Physiogn 27; ich scribes ane rim durch das, / das mans vorneme deste bas / unde das im zwivel si zustoret, / der is liset oder horet Macer Reimvorr. 54; diz mære ich sus getihtet hân, / swer ez hœre oder lese, / daz er sich bezzernde wese RvEBarl 16077; wir Manegolt von gotes gnaden bischof zuͦ Wirzeburg tuͦn kuͦnt allen den, die disen brief lesen oder horen lesen WüP 7a,3. 7a,3. 11,5; er mac mir lîhte lôn gegeben, / [...]. / des sult ir alle biten in, / die diz liet hœren oder lesen UvZLanz 9441    5.7 phras. ‘Wer nicht versteht, was er liest, der verliert oft viel Zeit’ (vgl. TPMA 7,383): swer niht vernimet daz er list, / der verliust dick lange vrist WälGa 1927    6 ‘etw. (durch Lesen) lernen’ si wânden des wol sicher wesen, / er hæt astronomie gelesen, / und wær ein hêrre in grôzer kunst Boner 99,46; kleine meister [ baccalaurii theologiae (Anm.z.St.)] lesent in der schuole, daz alliu wesen sîn geteilet in zehen wîse Eckh 1:147,3; swaz sô dîn swester Îsôt / von erzenîe hât gelesen, / des wirt dir nôt, wiltû genesen Tr 7073    7 ‘etw. (durch Vorlesen) lehren’ nû was ein bischof aldâ, / [...] / den hiez er erzebischof wesen / und die gotes lêre lesen RvEBarl 13556; ich hœr die wîsen meister lesen KLD: Kzl 16: 5,7. – subst.: er hœrt vil hôher meister lesen Boner 99,77. – hier metonymisch ‘Belesenheit, Gelehrtheit’ do was ein burgir undir des, / der hiez Anaximanes, / ein philosophus von grozem lesin, / des herren meistir gewesin PfzdHech 183,19; die sehenes blinden, / die hochsten meister sin gewesen / an kunst, an lesen Frl 6:12,3    8 ‘etw. sagen, berichten, verkünden’ ez ist wâr daz ich iu lise Helmbr 74; nû kom ouch geriten sân / der her, von dem ich ê las, / zuo dem der kunic geflohen was Ottok 81275; diu tier, diu ich ê las [erwähnte] , / diu giengen aber dar / geladen harte swâr ebd. 48968; Enforbius min meister was, / vor funfzic iaren er ez [das Unheil, das Paris über Troja bringen sollte] las Herb 2300; daz Cassandra hat gelesen, / daz mac nv wol war wesen ebd. 14061. 3534. – Subj. ist das Buch/  der Text: als uns sîn büechlîn hât gelesen AlexiusB 317; nu horet, wie uns daz buͦch las Dietr 2686; als unns das puͦch von im las ebd. 2273. 1927. – subst. daʒ ~ saget uns: als uns das lesen von im sait KvHelmsd 2050; also sagit uns daz lesin Ägidius 235

MWB 3,3 1086,39; Bearbeiterin: Wemhöner

lësephenninc stM. eine die → lësegarbe ablösende Geldabgabe: die lespfenninge ze Stans von dem guote ze Muoterswang SchweizId 5,1124 (L Propsteirodel.; 14. Jh.)

MWB 3,3 1089,42; Bearbeiterin: Wemhöner

lëser stM. lësære

MWB 3,3 1089,46;

lëserlôn stM. Entlohnung für das Weinlesen, ‘Leselohn’ (s.a. lëselôn ): daz daz aigen dem lehen jerlichs geben sol [...] halp leserloͤn und halp brot den lesern UrkEssl 348 (a. 1341)

MWB 3,3 1089,47; Bearbeiterin: Wemhöner

lësestoc stM. lesetuoch

MWB 3,3 1089,51;