l – lâchen lâchen – laden laden – Lahrein lahs – lampartisch lampe – lanclëbic lanclîbe – lancwat lancwiric – lant|âht|acker lantâhte – lantgemeine lantgenôʒ – lantleite lantliut – lantreister lantrihtære – lantsidel lantsidel – lanttwingære lanturliuge – lantwîn lantwîp – larrûn larventier – lasterkleit lasterkôsen – lasterwunde lastkarre – Latrisëte latrôn – læʒic (?) læʒlich – lëbendic lëbendigen – lebezelte lëbezuht – 3lecken lëcken – lëder|gerwe lëderhosære – lëdic|sagunge lëdic|vrî – lëgerhort lëgerhuobe – lêhengëlt lêhenguot – lêhensrëhten lêhensteidinc – leidebërnde 1leiden – leienphrüende leienrëht – leissup leist – leiterboum leiteren – leitstap leitstërne – lemmelîn lemnisse – lenderieren lenderl – lenke lenken – lêrchenmunt lêre – lërnkint lërnknabe – lësemeister lësen – lettener letter – levîte lëwe – lëwinne leyô – lîch lîch – lîchphenninc lîchreste – 1liden 2liden – lîdunge lie – liegære liegærinne – liehticheit liehtkerze – liehtvaʒ liehtvlüʒʒic – liepsuochende liep|swinderinne – lîhenisse lîhkouf – lîhtsüeʒe lîhtunge – 2lîm (?) limbel – lindelîche 1linden – lînhose linie – lînsoc linster – lîpgedinge lîpgedingede – lippenlappen lippe|swër – listen lîsten – 2lit lit- – litze litze – liut- liutærinne – liutsælde liutsælic – löbelach lobelich – loc loch – lodewërc lœdingære – lônærinne lônbære – lônen
|
lëger
stN.
auch stM.
(z.B.
HagenChr (G)
744
)
auch lager
(
HeslApk
21583
),
leggir
(
NvJer
16048
),
legder
(
NüP
113,
stM.);
zu ahd. legar stN. (vgl. AWB 5,719f.).
1
‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’
1.1 allg. 1.2 als Liebeslager 1.3 als Totenlager (vgl.
5
) 2
‘Krankenlager’ , metonymisch ‘Krankheit’
3
‘Feldlager, Heerlager; Belagerung’
4 Ruhe- bzw. Rückzugsort des Wildes 5
‘Grabstätte, Grab’
6
‘Warenlager’
7 Art und Weise, in der etw. liegt, ‘Lage’
8 rechtssprachl. ‘herrschaftliches Herbergsrecht’
DRW 8,285 mit Belegen ab 1343
1
‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’
1.1
allg.:
dâ begunde der tôre ahten, / wâ er die naht gelæge, / daz leger dûhtin
wæge / vor der kemenâten tür UvTürhTr
2592;
daz leger was ir hôhen art / gelîche ninder dâ bewart
Parz
501,9;
si begunden ruowe pflegen / und slâfes alle enwette. / ir
leger unde ir bette / wâren bluomen unde gras KvWTroj
16484;
bildl.:
des himels einhürne, / der [...]
suochte, keiserlichiu maget, / in diner schoz vil senftez leger
KvWGS
261
(vgl. 4);
Parz
444,26.
–
lëgers phlëgen
‘(zur Ruhe, im Bett) liegen’
eine mait nam er an sich, /
[...] bî der [er] vil
nâch alle nacht / nakt in eime bette lac. / des legirs der Brûhavin pflac /
mit der magit [...] / volliclîch ein ganziz jâr /
alsô îdoch, [...], / daz er sî nî intblûmete
NvJer
19063.
–
an/ in todes lëgere
‘auf dem Sterbebett’ (vgl.
1.3
):
des künec Meljanzes vater, / in tôdes leger für sich
bater / die fürsten sînes landes Parz
344,22;
an tôdes legere ebd.
345,15
1.2
als Liebeslager:
daz âne Marken nie kein man / an mînen arm kæme / noch
daz nie man genæme / sîn leger an mîner sîten Tr
15629.
16982;
kein man in sînem lebene / envant nie wünneclicher leger / dan Engelhart
der minnen jeger / und Engeltrût dâ funden KvWEngelh
3257;
KvWTroj
16500;
bildl.:
die wollust wil da lyen / legir in suntlicher gir
Daniel
5571
1.3
als Totenlager (vgl.
5
):
di czwên kayser nomen / den werden pâbest zwischen sich / und furten in
gar lobleich, / dô dez tôten leger waz AlexiusC
311
2
‘Krankenlager’, metonymisch ‘Krankheit’
zeimal quam mit grozer kraft / ein suche uf in also scharf, / die in zu
herteme legere warf, / in dem er unkreftec lac Pass III
52,28;
sin twancsal was groz / von des legers ungehabe ebd.
61,69.
307,29;
in swelhem siehtuom der mensch zwir erniuset, der nestirbet in
dem leger niht Barth
135,25.
wellestû versuochen, ob der sieche genesen müge oder des
legers sterbe ebd.
135,30.
150,14
3
‘Feldlager, Heerlager; Belagerung’
sus quam hie myt here her weder / al den Ryn zo dale her neder, / bys dat hie
zo Duͦtze quam; / synen leger hie zo Duytze nam HagenChr (G)
744;
wir keren hinnen. / was sol lenger leger hie? / ich gesach so
feste burc nie Herb
2641.
4132;
nu wart dâ manic gezelt / vor Akers geslagen uf die velt, /
al umme wîten gar geströut. / die stat sich lutzel des fröut, / ir mohte nu niht mêr
spîse kumen. / [...] / alsô daz leger dâ geschach
Kreuzf
3762.
1553;
zu jungist dô dî Rûzin / der arbeit und der kost sô grôz /
und des leggirs dâ vordrôz NvJer
16048.
16065;
Rennew
728.
6227;
Wh
169,19.
458,2;
TürlArabel
*A 10,27
u.ö.
4
Ruhe- bzw. Rückzugsort des Wildes:
den hirz treip er von sînem leger; / der hirz der vlôch Boner
56,26;
dô begonde kêren / der künic und der neve sîn / ze walde, dâ vil manic swîn /
het sîne weide und ouch sîn leger KvWPart
331;
ich kam [...] / in einen
wunneclichen walt, / dâ manic tier snel unde balt / het inne wonung unde leger
KvWTroj
18821;
NibB
933,3;
StrDan
3646;
von Fabelwesen:
da was ir
[
trachen
] ketten nit lenger, und sie gingen all
vier wiedder ligen uff ir leger Lanc
570,3
5
‘Grabstätte, Grab’
Joseph obe dir [Jakob] gestêt sô
dir diu sêle ûz gêt, / dîn ougen er lûchet sô er dîn mêr nebrûchet, / wider heim
dich fuoret, mit der erde dich betrôret / dâ dû dir selbe leger
gruobe [vgl. Gn 46,3f.]
Gen
2527;
GenM
101,22
6
‘Warenlager’
ez sol auch nieman kainen wein verkaufen, den er hie gekauft hat, er lege in
vor ein auf seinen legder NüP
113
7
Art und Weise, in der etw. liegt, ‘Lage’
calcidonius ein stein / von dem edelen werke schein / des
dritten vullemundes [Fundamentes] ; / in die tufe des
grundes / gewan her ein vastes lager HeslApk
21583
8
rechtssprachl. ‘herrschaftliches Herbergsrecht’
→ DRW 8,285 mit Belegen ab 1343
MWB 3,3 986,14; Bearbeiter: Hansen
lëgerære
stM.
‘Nichtstuer, Faulenzer’ (vgl.
verligen
):
der fawle legerere, / der sich mestet als ain swein, / so er
zu turnay solte sein HvNstAp
12051;
er ist ain lugnere [La.
legrere
] . / zu gemach stet sein synn ebd.
12794
MWB 3,3 987,29; Bearbeiter: Hansen
lëgeren, lëgern
swV.
part. auch gelagiert
(
Lanc
183,35
).
1
‘sich (an einem Ort) zur Ruhe legen, setzen’ (mit Refl.-Pron.) 2
‘ein Feldlager (zum Angriff, zur Belagerung) aufschlagen’ (überw. mit Refl.-Pron., auch intr.) 3
‘etw. (sein Heer) lagern lassen, ein Feldlager (zum Angriff, zur
Belagerung) aufschlagen lassen’ (tr.)
1
‘sich (an einem Ort) zur Ruhe legen, setzen’ (mit
Refl.-Pron.):
er tet als die armen tunt, / die nicht vil herberge han: /
do er quam darin [in den Tempel] gegan, / er legerte sich
unde bleib Pass I/II (HSW)
31687;
Joseph unde sin gesinde / sich legerten da in den schaten /
und waren vro, daz sie haten / da vunden ein so gut gemach ebd.
2675;
‘ein dieb, ein dieb ist alhie’. / hiemite grozlich erschrac, / swaz da indert
ummelac / unde sich gelegert hette Pass III
397,61;
von Tieren:
der steinbocke art, / [...], / wi si
zu berge stegeren [steigen] / und in ire hol sich legeren
Hiob
14404.
– rechtssprachl. ‘Aufenthalt nehmen’ (vgl. DRW
8,290):
daz der herzogen ametman offe decheynes heren frigengrafschaft oder gode
sich legeren czo rechtem sal DRW
8,290
(Bauer,WaldeckWB.; a.
1321)
2
‘ein Feldlager (zum Angriff, zur Belagerung) aufschlagen’
(überw. mit Refl.-Pron., auch intr.):
dô sî irspêtin, / daz dî heidin hêtin / sich an daz brûch
gelegirt dâ NvJer
7051;
dar sich ouch legerte uf den sant / grâve Flôrenzius von
Hollant Kreuzf
1207;
dô riet im der markîs / [...], / daz
er vor Akers legerte sich ebd.
515.
1245;
LivlChr
3634;
Pass I/II (HSW)
29510;
intr.:
dô vernam / der meister, daz die heiden stoltz / gelegert hatten in ein holtz
LivlChr
4480;
sie [...] legerten off das felt da
der strit solt syn Lanc
260,15.
235,36.
183,35.
–
sich ûf jmdn. ~
‘jmdn. militärisch bedrängen, belagern’
wir schuln [...] deme vorgnanten marcgreven,
swenne her uf den bischof von Merseburch czigen wolde eder sich uf in leigern,
volgen und helfen mit hunderd mannen gewapent MGHConst
6,1:235,23
(a. 1327);
gesche abir daz unser vorgnanter herre [...] sich
anderswo leigerte eder czuge denne uf den bischof ebd.
6,1:235,26
(a. 1327)
3
‘etw. (sein Heer) lagern lassen, ein Feldlager (zum Angriff, zur
Belagerung) aufschlagen lassen’ (tr.):
er legirt vor dy pork sin her, / daz si se gwunnen mit hunger Dalimil
(B)
24,21
MWB 3,3 987,34; Bearbeiter: Hansen
lëgerhaft
Adj.
‘bettlägerig, krank’ (vgl.
lëger
2):
er gedachte in sinem muͦt / daz di frouwe [...] nu
mit den siechen / muste werden legerhaft, / daz si von ir geselleschaft / enphienge
sameliche not Elis
8081;
ein suche dich alda bestet, / der du werdest legerhaft
Vät
35183.
6064
MWB 3,3 988,11; Bearbeiter: Hansen
lëgerhort
stM.
‘angehäufter Schatz’
unserm herren sint lieber reiniu wort / in heizer riuwe mit süezer andâht /
denne aller der werlde legerhort / mit grôzen untriuwen zesamen brâht
Renner
2463;
tegelich luoder und legerhort / sint [heutzutage
leider] werder vil denne wîsiu wort ebd.
10063.
17732
u.ö.
MWB 3,3 988,17; Bearbeiter: Hansen
lëgerhuobe
F.
‘brachliegende →
huobe
’ (vgl. DRW 8,289 und AWB 5,720):
absa: legerhuoba Gl
4:28,12;
absa: legerhuopa ebd.
4:128,15.
3:380,45
MWB 3,3 988,24; Bearbeiter: Hansen
lëgerküssen
stN.
‘Ruhekissen’ (hier bildl.):
du [Seele] bist min senftest
legerkússin, min minneklichest bette, min heimlichestú ruͦwe Mechth
1: 19,2
MWB 3,3 988,27; Bearbeiter: Hansen
lëgerobeʒ
stN.
wohl ‘lagerfähiges Obst’ (vgl. frnhd. legerobst FWB 9,639 s.v.
legern
4 und DWB 6,70f. s.v. Lagerobst):
wiltu manchirleyge obis han vf eyme boume als legir obis, vru,
suze odir suwir byn [binnen] czwen iarn odir drin
Pelzb
120,31
MWB 3,3 988,31; Bearbeiter: Hansen
lëgerstat
stF.
1
‘Feldlager, Heerlager’
2
‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’
3 Ruhe- bzw. Rückzugsort von Tieren (vgl.
lëger
4 ) 4
‘Grabstätte, Grab’
5
‘Stelle, (geographische) Lage’
1
‘Feldlager, Heerlager’
die ungetruwe heidenschaft / samte ein her groz genuc, / daz sin legerstat
ufsluc / zu Colne an dem Rine, / dem lande ein teil zu pine, / daz si roubeten nach
ir ger Pass III
571,84;
do karte Judas hin wider / an die legerstete sider / zu dem roube des er vil
nam / unde sin her, daz mit im quam Macc
2438;
dô ez an den âbent gienc / zû hant die legirstat bevienc / daz grôze her der
cristenheit LivlChr
4252
u.ö.;
er begunde zogen / an sîn legerstat, / dâ er gewartet hât /
strîtes ûf dem plân Ottok
71020.
64730
u.ö.;
NvJer
19704;
Rennew
31224
2
‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’
ir legerstat was reine / [...]. / ûf blôzez strô diu
reine meit / hât ein haerîn tuoch geleit / und ein kleinez küsselîn, / dar ûf ir
ruowe solde sîn WvRh
13626;
diu legerstat gnuoc smæhe was. / er lac dâ unwerdeclîche / der werde künec von
himelrîche, / ein höu bedaht sîn rippe LvRegSyon
3099;
bildl.:
diu zunge ist slipferic, wenne si hât / ein gar fiuhte leger stat
Renner
8522.
– als Liebeslager:
er wær gerne gelegen / mit der vrouwen an der legerstat. /
[...] / ‘eiâ, reine vrouwe mîn, /
[...]. / in die kemenâte / sul wir beide slâfen
gân’ Heidin IV
1319
3
Ruhe- bzw. Rückzugsort von Tieren (vgl.
lëger
4):
etleich sprechent, wenn diu
[Eidechsen-] muoter über diu kindel köm, sô frez si si
alleu unz an ainz, [...], und daz setzet sich an der muoter
legerstat [vgl. Vorlage: qui se ipsius matris cunibus
(verstanden als cubitus?) imponit
]
BdN
274,22
4
‘Grabstätte, Grab’
du wirst ce Tungern niht begraben: / ze Mastriehte ist dein legerstat; / wande
dein hertze lange hat / gegert, daz dein gebæine da belibe Serv
1257;
hintz dem gotshous ze Altenburch, do er sein leger stat erwelt het
UrkCorp (WMU)
N602,4;
UrkAltenb
96
(a. 1300)
5
‘Stelle, (geographische) Lage’
sie anckerten [...] / zv Troyge in
dem lande. / der kvnic Peleus erkande / lant vnd leger stat Herb
1259;
Sardis zu dute dutet: / ‘vruchtlicher schonheit eben’; / der
name wart ir gegeben / durch die gute legerstat HeslApk
4299
MWB 3,3 988,37; Bearbeiter: Hansen
lëgerstetel
stN.
Dimin. zu
lëgerstat
.
‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’
als uns Lucas schrîbet dort / von der geburt Jesu: / der
mochte nindert komen zû / in ein legerstetel dô / weder in
diversorio [
et non erat ei locus in diversorio
(Ferber 29,27f.), vgl. Lc 2,7]
JvFrst
1455
MWB 3,3 989,14; Bearbeiter: Hansen
lëgerströuwe
stNF.
Streu für ein Ruhelager bzw. das Ruhelager selbst:
allez legerstrowe sin wantelote du in un chrefte siner [interl.
zu uniuersum stratum eius uersasti in infirmitate eius
]
PsWindb
40,4;
ob ih gehuctich was din uf legerstrowe minere [interl. zu si
memor fui tui super stratum meum
]
ebd.
62,7
MWB 3,3 989,20; Bearbeiter: Hansen
lëgersuht
stF.
‘ans Bett fesselnde Krankheit’ (vgl.
lëger
2; vgl. auch SchweizId 7,280 s.v.
Lëgersucht):
ich wolte, da ich auß raitt, / das ich mich hette gelaytt /
in ain starcke leger sucht! HvNstAp
7783
MWB 3,3 989,27; Bearbeiter: Hansen
legge
stF.
→
1lecke
MWB 3,3 989,32;
legie
swF.
‘Legion’
wilt du in dem wane sin, / daz ich moge iht den uater min /
gebitten, daz er sende nu / mir her me dan zwolf legyen zu / vom hymel so der engel
sin? [
plus quam duodecim legiones angelorum Mt
26,53]
EvStPaul
1802;
vgl. daneben lat. flektierendes legiô, leyô F.:
sehs tûsent und sehshundert / und sehs und sehzec
[...]. / daz ist ein legio nâch zal WvRh
7803;
zwelf legiones ebd.
8970;
ein leyo HvFritzlHl
203,17.
–
der name min / ist legio [
Legio nomen mihi
est Mc 5,9]
EvStPaul
3034
u.ö.;
EvBerl
112,4
MWB 3,3 989,33; Bearbeiter: Hansen
legiô
F.
→
legie
MWB 3,3 989,44;
lêgiste
swM.
‘Kenner des römischen Rechts, Rechtsgelehrter’ (vgl. DRW 8,875; aus mlat.
legista MLLM 1,779):
dar nâch las er von lêgibus / und daz kint wart alsus / in dem selben liste /
ein edel lêgiste Greg
1196;
er besande ze Paris / alle die meister wîs / unde in des
landes kreizen, / die legisten sint geheizen Ottok
33147;
Vienne hat legisten vil Tannh
5,59;
NvJer
13690
(
vgl.
legista: gelert in weltlichem recht VocOpt
37.018
)
MWB 3,3 989,45; Bearbeiter: Hansen
legunge
stF.
‘das Legen’
positio: seezung [l. seczung
] , legung
GlAnzfKdVz
4:234,146
MWB 3,3 989,54; Bearbeiter: Hansen
lêhen
stN.
bes. md. auch kontrahiert lên, leen, lein
(z.B.
Kreuzf
1883,
MinneR 496
130,
Mühlh
131,18
u.ö.
), vereinzelt lêne stF.
(
SSp
28,16,
vgl. DRW 8,909f.).
‘das Verliehene, Geliehene’
1 vom Lehnsgeber (Lehnsherren) an den Lehnsnehmer (Lehnsmann) gegen
manschaft
verliehenes Gut oder (Nutzungs-)Recht,
insbesondere Grundbesitz bzw. -herrschaft, Natural- oder Geldeinkünfte, ein Amt
o.ä., ‘Lehen’ (zur Sache vgl. 2 HRG 3,717ff.; LexMA 5,1807ff.);
daneben (vorwiegend in der Rechts- und Urkundensprache) auch allgemeiner von anderen
Leiheformen wie bäuerlichen Pacht- und Mietverhältnissen, von städtischen
Berechtigungen u.ä. (vgl. auch DRW 8,880ff. mit zahlreichen weiteren Belegen) 1.1 allg. 1.2 im Ggs. zu freiem Eigentum (vgl.
eigen
) 1.3 göttliches (nicht auf Übertragung beruhendes) Lehen (vgl. 3 und
goteslêhen
) 1.4 metonymisch ‘Belehnung, Verleihung (hier eines Rechts)’ (vgl. DRW 8,892) 1.5 bildl. (vgl. 3 ) 2
‘Vorrecht, Privileg, Erlaubnis’ (offen zu 1 ) 3
‘(Leih-)Gabe’
4
‘Darlehen, Kredit’ (vgl.
lêhenære
1.2 und
anelêhen
; vgl. auch DRW 8,891f. mit frnhd. Belegen) 5 ein Grundstück bestimmter Größe (vgl. DRW 8,890f. mit weiteren Belegen) 6 ein Längenmaß (vgl. DRW 8,893 mit weiteren Belegen)
1
vom Lehnsgeber (Lehnsherren) an den Lehnsnehmer (Lehnsmann) gegen →
manschaft
verliehenes Gut oder (Nutzungs-)Recht,
insbesondere Grundbesitz bzw. -herrschaft, Natural- oder Geldeinkünfte, ein Amt
o.ä., ‘Lehen’ (zur Sache vgl. 2HRG 3,717ff.; LexMA 5,1807ff.);
daneben (vorwiegend in der Rechts- und Urkundensprache) auch allgemeiner von anderen
Leiheformen wie bäuerlichen Pacht- und Mietverhältnissen, von städtischen
Berechtigungen u.ä. (vgl. auch DRW 8,880ff. mit zahlreichen weiteren Belegen)
1.1
allg.:
swaz grozzer lehen als chunichriche, furstentuͦm, grafschaft, herschaft
und die anders grozze lehen seint dem riche ledich werdent, die sullen wir bede
[König Friedrich und König Ludwig] mit ein ander
leihen und einer an den andern nicht MGHConst
6,1:73,14
(a. 1325);
als er ze künege was erkorn, / dô wart im hulde sâ
gesworn: / die herren vür in giengen, / ir lêhen sie enphiengen, / ir lant, ir
landes geniez RvEBarl
14768;
ich hab von dem keiser niht, / weder huobe noch daz lêhen, / dar umbe ich
in iht welle vlêhen / oder im dienst erzeigen. / ich bin doch niemans eigen
UvEtzAlex
4173.
3862;
swelh gvͦt dem man ane manschaft gelihen wirt, daz heizet nit rehte lehen
SchwSp
203b;
swa man iergeliches zins von git, daz ist nvͥt reht lehen ebd.
179a;
du treist krône von mînem vanen, / des lêhens muoz ich
dich hiute manen Wh
353,10;
ie wirdiger ist der nam, / der diu lêhen lîhet, dester minner scham / der
hât, swer im die hende rect Loheng
6505;
nu wil ich das ir das gut wiedder nement das ir von mir
zu lehen hant, on manschafft zu thun Lanc
109,26;
des moht in [den alten Römern]
nieman widerstân, / swer von Rôm niht wolt lêhen hân [und also sein
eigen verlieren]
EnikWchr
82;
sînen handen wart gebogen / manic hôherborner lîp / den sîn schuldehafter
kîp / gap lêhen vil ze solde, / von silber stein von golde, / von landen grôziu
lêhen Reinfr
16541;
und hann ich denselben zehent verlihen dem vorgenanten manne, der inn
gechauft hat, ze rechtem lechen im und seiner hausfrawen UrkPölt
157
(a. 1286);
bona censualia, [volkssprachlich genannt:] leen
RegErzbKöln
3(1),59
(a. 1221 kopial);
bona nostra quod uulgariter dicitur lên UrkAugsbBt
1,141
(a. 1277);
WhvÖst
6166;
SpdtL
115,2
u.ö.;
StrDan
646;
RvEGer
207;
RvEAlex
13317;
EnikLB
715,8.
727,4;
AvaA
6,4;
Walth
28,31;
UvZLanz
8378;
Parz
6,6.
347,3.
– bezogen auf Personen:
es sol oͧch enkain burger den andern ald der in der stat sitzende ist
koͧfen ze aigen oder ze lehen uͥber sinen willen, er koͧf danne ain guͦt, da
er ine hoͤrre StRZürich (B)
111,14;
ist daz ein herre von einem gotes huse livte ze lehen hat
SchwSp
41a
u.ö.;
hierher wohl auch:
ez sol ouch nieman den andren vor gerihte
versprechen, ern si danne sin mag oder sin eigen oder sin lehen oder sin
gedingter chneht StRAugsb
74,14
1.2
im Ggs. zu freiem Eigentum (vgl.
eigen
):
ez sol ein ieglich man / genzlich mîne hulde hân. / waz ir lêhen was biz
her, / ze rehtem eigen ich sie des wer UvEtzAlex
17105;
ob guot dâ ist, ez sî eigen oder varndez guot oder ander
guot âne lêhen SpdtL
97,15;
ich han beyde eygen vnde len Athis
Ac 38;
JTit
5718,3;
WüP
14,6;
Rol
329
u.ö.;
Spec
95,10
u.ö.
1.3
göttliches (nicht auf Übertragung beruhendes) Lehen (vgl. 3 und
goteslêhen
):
man hât ûch alsô funden ie, / wie ir mit werlîcher hant /
welt wern lûte unde lant, / die niht enerben: sie sîn ein lên / û von gote
Kreuzf
1883;
des sol dú jung swester min / nach Magdalum gehaissen
sin / Marie Magdalene, / sit ir von gottes lene / dú burg von uns beiden / ze
tail ist us geschaiden SHort
6810;
Fontânâgrîs, ein künic rîch / ze Tenemark gewalteclîch / von gotes lêhen
unde gunst Reinfr
5805
(vgl.
beide ir herschaft und ir ampt / enpfingen die engel
allesampt / in maniger wuͤnneclichen schar / von Jhesus hant zu lehen dar
HvNstGZ
4826
)
1.4
metonymisch ‘Belehnung, Verleihung (hier eines Rechts)’ (vgl. DRW
8,892):
disem unserm gepot und gesetz und disem lehen geb wier unser vesteu
westetikait czu einer ewigen geczeuchnusse StRBrünn
376
1.5
bildl. (vgl. 3):
gip mir [Teufel] von dîner sêl
ein lêhen EnikWchr
22371;
er kuste ir rôten munt, ir klâren wangen. / daz was der minne lêhen
KLD: WvB
3:3,11;
daz sî mir dicke strîteclîche hât verseit, / daz ist ein lêhen kûme als
ein hant sô breit. / möht ich daz selbe lêhen ir verdienen an, / sô geswüere ich
wol daz niemer mêre man / mit mînem willen herbergt ûf daz selbe guot
KLD: KvN
2,2;
mit willen gibe ich niemer ûf diu lêhen / diu ich ze fröiden von ir hân. /
ich wil si iemer gerne flêhen, / die wîle ich lebe, ûf lieben wân KLD:
Rub
2:7,9;
KvWLd
17,29;
KLD:BvH
17: 1,4.
– vom Austeilen von Schlägen:
man lêch dâ [im Kampf] strengiu
lêhen / ân aller slahte bürgen KvWTurn
1078;
sô starker slege lêhen / het er hiut hie verliuhen, / daz man in billich
schiuhen / sol an ritterlîcher tât Reinfr
2308
2
‘Vorrecht, Privileg, Erlaubnis’ (offen zu 1):
gip mir hiut ein lêhen / und lâz mich Achillem sehen, / wie
sîn lîp sî gestalt, / ob er sî junc oder alt EnikWchr
16249.
16477.
26343;
swelh ritter dâ her in gêt, / die wîl unz dirre tac stêt, /
der miete den meister mîn, / ode er sol dâ ûze sîn: / daz lêhen hân ich im verlân
StrAmis
695.
575;
muͦter min, wer gab iu das ze lehen, / daz ich uͥch miner wete iht solde
flehen? Neidh (S)
1,348 C113:5,1;
ez was sîn reht lêhen dâ, / swer tjostierte ûf dem plân, /
daz er daz ors solte hân / jenes der dâ læge Parz
544,4;
di ê zu ir herren / uorderoten lehen, / daz si Roͮlanten
sluͦgen / unt daz houbit fur in truͦgen, / di wurden alle swifte [ruhig,
kleinlaut]
Rol
4002;
er enphie daz lehen / daz er Roͮlanten sluͦge ebd.
5496.
3555.
4023;
StrKarl (S)
4878.
– wohl spez. ‘das Recht den Pfennig zu verlangen, Recht auf Lohn’
(vgl. Anm.z.St.; oder zu 1?):
het ich ein lehen von den fursten, / nach ir gabe liez ich mich selden
dursten Jüngl
25
3
‘(Leih-)Gabe’
minnet ivr veind. vnd wol tvet vnd gebte [La.
leyhet in
] daz lehen [
mutuum
date Lc 6,35]
EvAug
142,7.
142,4;
der kunic Beln sin len / selber hatte vor
geleit [vgl. rex posuit cibos ante Bel Dn
14,13]
Daniel
7956.
– insbesondere Gottes ~ i.S.v. ‘Gabe von Gottes Gnade, (Leih-)Gabe
Gottes’
lîb unde guot daz ist von got / ein lên KLD: DdS
3,2;
alle dink zergenclich gent mit valle. / di sint ein lehen siner milten
hende JTit
153,3;
in grôzer dêmût êrter die / armen, willic gar gemût / und
teilten sîn verlihen gût / nâch der lêre gebote, / daz er zu lêne het von gote
Kreuzf
1082;
swer groze lehen von gote hat an richeit unde an gewalt unde ouch an hohen
eren Meissner
17:5,4;
dû [...] hâst ez allez in dir, als ez der vater
hât in im; dû enhâst ez von gote ze lêhene niht, wan got ist dîn eigen
Eckh
2:383,8
(vgl.
ere [ihr] komen yst myr nit swer, wan ich den
lyp zu lehen han Alph
369
).
– i.S.v. ‘Bestimmung, Schicksal’
herre, wan ist daz mîn lêhen, / daz mir niemer leit geschiht? MF:
Joh
1:3,7.
– in der Wendung von gotes ~
wohl ‘so Gott will, nach
Gottes Willen’
ich hân vereischet, die der wenke hânt gepflegen, / daz sî
der kumber wider ûf die erbornen vriunt gewande: / daz sol von gotes lêhen dicke
noch geschehen SM:UvS
29: 1,8
(=
Walth
30,36
);
vgl. auch Beleg
UrkCorp
1047,4
unter →
goteslêhen
4
‘Darlehen, Kredit’ (vgl.
lêhenære
1.2 und
anelêhen
; vgl. auch DRW 8,891f. mit frnhd.
Belegen):
ez si dorf, stat oder lant, / ez wirt unselick zehant / kumt
ein wucherere dar / der die leute alle gar / mit lehen mack
bereiten [ausstatten]
Erz III
177,5
5
ein Grundstück bestimmter Größe (vgl. DRW 8,890f. mit weiteren Belegen):
wier [...] veriehen an diesem brief, daz wir
[...] dem havs datz Herzzogenburch haben gegeben
[...] ein hofstat, eines halben lechns, ze rechtem
aigen, di Albrecht der Mvlner emoln von vns hat gehabt ze rechtm purchrecht
UrkHerzogenb
17
(a. 1292)
6
ein Längenmaß (vgl. DRW 8,893 mit weiteren Belegen):
brenget er abir sinen stollen an die stat, das er treuget anderhalbes lehens
tiff adir czu dem minsten czehen lochter [Klafter] , so
heisset is von rechte ein erbhaftig stolle BgRIglauD
20
MWB 3,3 989,56; Bearbeiter: Hansen
lêhenambet
stN.
(Recht zur) Vergabe von neuen Bergwerkslehen (vgl. DRW 8,896 und
lêhenschaft
3):
das ist auch hin czu dem Czukmantel getailt, das der urbarer von des lehen
amptes wegen mit czu einem czwai undrisik tail recht hat BgRIglau
328,4
MWB 3,3 992,31; Bearbeiter: Hansen
lêhenære
stM.
auch lêner, lechner.
1 jmd., der ein lêhen vergibt 1.1
‘Lehnsgeber, Lehnsherr’
1.2
‘Geldverleiher, Pfandleiher’
1.3 jmd., von dem man sich etw. ausgeborgt hat 1.4 Amtsperson, die Bergwerkslehen vergibt (vgl.
lêhenschaft
3 ) 2 jmd., der ein lêhen empfangen hat 2.1 Zinspflichtiger, der ein lêhen bebaut 2.2
‘Entleiher’
2.3 Mitglied der Lehnergemeinde von Weinzierl bei Krems (vgl. DRW 8,916) 2.4 als Bestandteil von Personennamen
1
jmd., der ein lêhen vergibt
1.1
‘Lehnsgeber, Lehnsherr’
hat er ez [das Leibgedinge] in nuͦtz vnd in
gewer her pracht vnd ist der lechner tod [La. ist der tot der
ez im gelihen hat
] er muͦz ez selb sibende erzeugen
SchwSpK
1:86 (Kt)
1.2
‘Geldverleiher, Pfandleiher’
ez heten zwên entnomen guot, / als noch vil maniger
tuot, / von einem lêhenære; / man giht, der ein im schuldic wære / funfzic
phenninge Ottok
57581;
ez sol auch [im Pfandleihgeschäft] chain ander
lechner [als Juden] da niht sein DRW
8,916
(BeitrRGTirol; vor 1330).
–
‘Wucherer’
das alle seckelsnyder [...] und lehenere
[...] dise stat und disen burgban rumen sullent
UrkStraßb
4,2:24,11
(vor 1311).
– bildl.:
diu werlt ist ein müelîch lêhnære; swer des ir iht hat, den lât si
nimmer geruowen DvASchr
314,7;
welt ir [Spieler] des alles abe sten, /
instæter buzze besten, / so wirt der lehnære [gemeint: der
Teufel, dem ihr eure Seele versetzt habt] gewert, / daz er
phandes von iv nicht gert: / man hæizzet in indie helle varen / vnt hinnen
fvr bewaren, / daz er iv icht leihe, / ivres geltes sich verzæihe
Warnung
1369
1.3
jmd., von dem man sich etw. ausgeborgt hat:
als der zeinem spile ein vremedez kleit entnimt, dâ inne er zeiner kurzen
vrist erschîne und ez dem lêhnære wider gebe swenne erz wider voder
DvASchr
333,3
1.4
Amtsperson, die Bergwerkslehen vergibt (vgl.
lêhenschaft
3):
do ich zu dem lener gienc / und den selben ganc enphienc
Erz III
56,67
2
jmd., der ein lêhen empfangen hat
2.1
Zinspflichtiger, der ein lêhen bebaut:
is schol auch ein ieslich mayer vnd ein yslich huͦbêr vnd lechnêr in vnser
taidinch vuͦr vnsern amptmann ze Ebelsperch dreystund in dem iar chomen
UrkEnns
5,303
(a. 1321);
were oͮch, das die fronere, oder die lehenere, oder die stettere an
einander vͥt [(irgend)etwas] hettint ze sprechende
von dirre berge wegen UrkFreiburgGr
13,337
(a. 1343)
2.2
‘Entleiher’
nimpt der lechner awer sein guet datz [bei,
von] den juden StRWien
135
2.3
Mitglied der Lehnergemeinde von Weinzierl bei Krems (vgl. DRW 8,916):
es sollen auch die lehner nach der maisten menig rath ainen ambtman under
inen erwelen, und sol der unser lehen besitzen WeistÖ
8:899,22
(a. 1340).
8:898,36
2.4
als Bestandteil von Personennamen:
svaz daz ist, daz der Lauterbrunner hat ze lehen von vns vnd der Orter vnd
di Oder vnd di Achperger vnd di Huͤber vnd di Mavzel vnd die Lehner
UrkCorp (WMU)
626,33;
Vlrich der lehner ebd.
300,33
MWB 3,3 992,37; Bearbeiter: Hansen
lêhenbære
Adj.
auch lienbar.
1
‘einer Belehnung fähig’ (vgl. DRW 8,899f. mit weiteren Belegen; zur Sache vgl. HRG 2,1710f.) 2
‘belehnt’ (nicht immer sicher von 1 zu unterscheiden)
1
‘einer Belehnung fähig’ (vgl. DRW 8,899f. mit weiteren Belegen; zur Sache
vgl. HRG 2,1710f.):
ein kint daz drizehen iar alt ist vnde sechs wochen. daz ist lehenber
SchwSp
186b
u.ö.;
wir [...] bestetigen unde bevesten unsern
[...] burgern von Spire, daz sie lehenbere mogent sin
unde urteil sprechen mogent mit den rittern allenthalben UrkSpeyer
232,24
(a. 1315);
UrkCorp (WMU)
N218,32
2
‘belehnt’ (nicht immer sicher von 1 zu
unterscheiden):
lehenschaft des riches daz ist als vil als ein stetikeit der truwe, davon der
lehenbare man daz riche alleweg buwen sal KlKsr
3,8;
alle lienbar man die ir lehen entfaint von eyme abt von Prume
WeistGr
2,521
(a. 1298)
u.ö.
MWB 3,3 993,24; Bearbeiter: Hansen
lêhenbæric
Adj.
‘belehnt’ (vgl.
lêhenbære
2 und DRW 8,900):
dat alle lienbarich manen, die da gesessen seindt in der aptien von Prume,
noch neman insullen noch inmogen keine muntleude entfain WeistGr
2,520
(a. 1298)
MWB 3,3 993,39; Bearbeiter: Hansen
lêhenbærlîche
Adv.
‘auf Art und Weise eines Lehens, als Lehen’
nyman sal des riches gut lehenberlich besitzen, dan des riches dinstman
KlKsr
3,8
MWB 3,3 993,44; Bearbeiter: Hansen
lêhenbrief
stM.
‘Lehnsbrief’ (vgl. DRW 8,904f., dort als Erstbeleg genannter Beleg
UrkHeilbr
537,3
v. J. 1285 aber wohl Fälschung des 15. Jhs., vgl. ebd. 536,15; zur
Sache vgl. 2HRG 3,745ff.):
wy ez denn der abbt [...] dem andern, der da chauft
hat, von hant süll leihen mit andern neuen lehenbriefen WeistÖ
17:265,17
(a. 1350 kopial)
MWB 3,3 993,48; Bearbeiter: Hansen
lêhenbuoch
stN.
1
‘Lehnrechtsbuch’ (vgl. DRW 8,906; vgl. zur Sache 2 HRG 3,737ff.;
vgl. auch
lêhenrëhtbuoch
) 2
‘Lehnregister, Lehnbuch’ s. DRW 8,906 mit Belegen ab 1330; zur Sache vgl.
2 HRG 3,713f.
1
‘Lehnrechtsbuch’ (vgl. DRW 8,906; vgl. zur Sache 2HRG 3,737ff.;
vgl. auch
lêhenrëhtbuoch
):
als daz lehenbvͦch hie vor seit SchwSp
219a.
103a
2
‘Lehnregister, Lehnbuch’ s. DRW 8,906 mit Belegen ab 1330; zur Sache vgl.
2HRG 3,713f.
MWB 3,3 993,55; Bearbeiter: Hansen |