Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
  Ansicht: Standard Gliederung    |     Zusatzinformationen   Links      |     Portion: Artikel pro Seite

l – lâchen
lâchen – laden
laden – Lahrein
lahs – lampartisch
lampe – lanclëbic
lanclîbe – lancwat
lancwiric – lant|âht|acker
lantâhte – lantgemeine
lantgenôʒ – lantleite
lantliut – lantreister
lantrihtære – lantsidel
lantsidel – lanttwingære
lanturliuge – lantwîn
lantwîp – larrûn
larventier – lasterkleit
lasterkôsen – lasterwunde
lastkarre – Latrisëte
latrôn – læʒic (?)
læʒlich – lëbendic
lëbendigen – lebezelte
lëbezuht – 3lecken
lëcken – lëder|gerwe
lëderhosære – lëdic|sagunge
lëdic|vrî – lëgerhort
lëgerhuobe – lêhengëlt
lêhenguot – lêhensrëhten
lêhensteidinc – leidebërnde
1leiden – leienphrüende
leienrëht – leissup
leist – leiterboum
leiteren – leitstap
leitstërne – lemmelîn
lemnisse – lenderieren
lenderl – lenke
lenken – lêrchenmunt
lêre – lërnkint
lërnknabe – lësemeister
lësen – lettener
letter – levîte
lëwe – lëwinne
leyô – lîch
lîch – lîchphenninc
lîchreste – 1liden
2liden – lîdunge
lie – liegære
liegærinne – liehticheit
liehtkerze – liehtvaʒ
liehtvlüʒʒic – liepsuochende
liep|swinderinne – lîhenisse
lîhkouf – lîhtsüeʒe
lîhtunge – 2lîm (?)
limbel – lindelîche
1linden – lînhose
linie – lînsoc
linster – lîpgedinge
lîpgedingede – lippenlappen
lippe|swër – listen
lîsten – 2lit
lit- – litze
litze – liut-
liutærinne – liutsælde
liutsælic – löbelach
lobelich – loc
loch – lodewërc
lœdingære – lônærinne
lônbære – lônen

   lëger - lêhenbuoch    


lëger stN. auch stM. (z.B. HagenChr (G) 744 ) auch lager ( HeslApk 21583 ), leggir ( NvJer 16048 ), legder ( NüP 113, stM.); zu ahd. legar stN. (vgl. AWB 5,719f.). 1 ‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’
1.1 allg.
1.2 als Liebeslager
1.3 als Totenlager (vgl. 5 )
2 ‘Krankenlager’ , metonymisch ‘Krankheit’
3 ‘Feldlager, Heerlager; Belagerung’
4 Ruhe- bzw. Rückzugsort des Wildes
5 ‘Grabstätte, Grab’
6 ‘Warenlager’
7 Art und Weise, in der etw. liegt, ‘Lage’
8 rechtssprachl. ‘herrschaftliches Herbergsrecht’ DRW 8,285 mit Belegen ab 1343
   1 ‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’    1.1 allg.: dâ begunde der tôre ahten, / wâ er die naht gelæge, / daz leger dûhtin wæge / vor der kemenâten tür UvTürhTr 2592; daz leger was ir hôhen art / gelîche ninder dâ bewart Parz 501,9; si begunden ruowe pflegen / und slâfes alle enwette. / ir leger unde ir bette / wâren bluomen unde gras KvWTroj 16484; bildl.: des himels einhürne, / der [...] suochte, keiserlichiu maget, / in diner schoz vil senftez leger KvWGS 261 (vgl. 4); Parz 444,26. lëgers phlëgen ‘(zur Ruhe, im Bett) liegen’ eine mait nam er an sich, / [...] bî der [er] vil nâch alle nacht / nakt in eime bette lac. / des legirs der Brûhavin pflac / mit der magit [...] / volliclîch ein ganziz jâr / alsô îdoch, [...], / daz er sî nî intblûmete NvJer 19063. an/  in todes lëgere ‘auf dem Sterbebett’ (vgl. 1.3 ): des künec Meljanzes vater, / in tôdes leger für sich bater / die fürsten sînes landes Parz 344,22; an tôdes legere ebd. 345,15    1.2 als Liebeslager: daz âne Marken nie kein man / an mînen arm kæme / noch daz nie man genæme / sîn leger an mîner sîten Tr 15629. 16982; kein man in sînem lebene / envant nie wünneclicher leger / dan Engelhart der minnen jeger / und Engeltrût dâ funden KvWEngelh 3257; KvWTroj 16500; bildl.: die wollust wil da lyen / legir in suntlicher gir Daniel 5571    1.3 als Totenlager (vgl. 5 ): di czwên kayser nomen / den werden pâbest zwischen sich / und furten in gar lobleich, / dô dez tôten leger waz AlexiusC 311    2 ‘Krankenlager’, metonymisch ‘Krankheit’ zeimal quam mit grozer kraft / ein suche uf in also scharf, / die in zu herteme legere warf, / in dem er unkreftec lac Pass III 52,28; sin twancsal was groz / von des legers ungehabe ebd. 61,69. 307,29; in swelhem siehtuom der mensch zwir erniuset, der nestirbet in dem leger niht Barth 135,25. wellestû versuochen, ob der sieche genesen müge oder des legers sterbe ebd. 135,30. 150,14    3 ‘Feldlager, Heerlager; Belagerung’ sus quam hie myt here her weder / al den Ryn zo dale her neder, / bys dat hie zo Duͦtze quam; / synen leger hie zo Duytze nam HagenChr (G) 744; wir keren hinnen. / was sol lenger leger hie? / ich gesach so feste burc nie Herb 2641. 4132; nu wart dâ manic gezelt / vor Akers geslagen uf die velt, / al umme wîten gar geströut. / die stat sich lutzel des fröut, / ir mohte nu niht mêr spîse kumen. / [...] / alsô daz leger dâ geschach Kreuzf 3762. 1553; zu jungist dô dî Rûzin / der arbeit und der kost sô grôz / und des leggirs dâ vordrôz NvJer 16048. 16065; Rennew 728. 6227; Wh 169,19. 458,2; TürlArabel *A 10,27 u.ö.    4 Ruhe- bzw. Rückzugsort des Wildes: den hirz treip er von sînem leger; / der hirz der vlôch Boner 56,26; dô begonde kêren / der künic und der neve sîn / ze walde, dâ vil manic swîn / het sîne weide und ouch sîn leger KvWPart 331; ich kam [...] / in einen wunneclichen walt, / dâ manic tier snel unde balt / het inne wonung unde leger KvWTroj 18821; NibB 933,3; StrDan 3646; von Fabelwesen: da was ir [ trachen ] ketten nit lenger, und sie gingen all vier wiedder ligen uff ir leger Lanc 570,3    5 ‘Grabstätte, Grab’ Joseph obe dir [Jakob] gestêt sô dir diu sêle ûz gêt, / dîn ougen er lûchet sô er dîn mêr nebrûchet, / wider heim dich fuoret, mit der erde dich betrôret / dâ dû dir selbe leger gruobe [vgl. Gn 46,3f.] Gen 2527; GenM 101,22    6 ‘Warenlager’ ez sol auch nieman kainen wein verkaufen, den er hie gekauft hat, er lege in vor ein auf seinen legder NüP 113    7 Art und Weise, in der etw. liegt, ‘Lage’ calcidonius ein stein / von dem edelen werke schein / des dritten vullemundes [Fundamentes] ; / in die tufe des grundes / gewan her ein vastes lager HeslApk 21583    8 rechtssprachl. ‘herrschaftliches Herbergsrecht’ → DRW 8,285 mit Belegen ab 1343

MWB 3,3 986,14; Bearbeiter: Hansen

lëgerære stM. ‘Nichtstuer, Faulenzer’ (vgl. verligen ): der fawle legerere, / der sich mestet als ain swein, / so er zu turnay solte sein HvNstAp 12051; er ist ain lugnere [La. legrere ] . / zu gemach stet sein synn ebd. 12794

MWB 3,3 987,29; Bearbeiter: Hansen

lëgeren, lëgern swV. part. auch gelagiert ( Lanc 183,35 ). 1 ‘sich (an einem Ort) zur Ruhe legen, setzen’ (mit Refl.-Pron.)
2 ‘ein Feldlager (zum Angriff, zur Belagerung) aufschlagen’ (überw. mit Refl.-Pron., auch intr.)
3 ‘etw. (sein Heer) lagern lassen, ein Feldlager (zum Angriff, zur Belagerung) aufschlagen lassen’ (tr.)
   1 ‘sich (an einem Ort) zur Ruhe legen, setzen’ (mit Refl.-Pron.): er tet als die armen tunt, / die nicht vil herberge han: / do er quam darin [in den Tempel] gegan, / er legerte sich unde bleib Pass I/II (HSW) 31687; Joseph unde sin gesinde / sich legerten da in den schaten / und waren vro, daz sie haten / da vunden ein so gut gemach ebd. 2675; ‘ein dieb, ein dieb ist alhie’. / hiemite grozlich erschrac, / swaz da indert ummelac / unde sich gelegert hette Pass III 397,61; von Tieren: der steinbocke art, / [...], / wi si zu berge stegeren [steigen] / und in ire hol sich legeren Hiob 14404. – rechtssprachl. ‘Aufenthalt nehmen’ (vgl. DRW 8,290): daz der herzogen ametman offe decheynes heren frigengrafschaft oder gode sich legeren czo rechtem sal DRW 8,290 (Bauer,WaldeckWB.; a. 1321)    2 ‘ein Feldlager (zum Angriff, zur Belagerung) aufschlagen’ (überw. mit Refl.-Pron., auch intr.): dô sî irspêtin, / daz dî heidin hêtin / sich an daz brûch gelegirt dâ NvJer 7051; dar sich ouch legerte uf den sant / grâve Flôrenzius von Hollant Kreuzf 1207; dô riet im der markîs / [...], / daz er vor Akers legerte sich ebd. 515. 1245; LivlChr 3634; Pass I/II (HSW) 29510; intr.: dô vernam / der meister, daz die heiden stoltz / gelegert hatten in ein holtz LivlChr 4480; sie [...] legerten off das felt da der strit solt syn Lanc 260,15. 235,36. 183,35. sich ûf jmdn. ~ ‘jmdn. militärisch bedrängen, belagern’ wir schuln [...] deme vorgnanten marcgreven, swenne her uf den bischof von Merseburch czigen wolde eder sich uf in leigern, volgen und helfen mit hunderd mannen gewapent MGHConst 6,1:235,23 (a. 1327); gesche abir daz unser vorgnanter herre [...] sich anderswo leigerte eder czuge denne uf den bischof ebd. 6,1:235,26 (a. 1327)    3 ‘etw. (sein Heer) lagern lassen, ein Feldlager (zum Angriff, zur Belagerung) aufschlagen lassen’ (tr.): er legirt vor dy pork sin her, / daz si se gwunnen mit hunger Dalimil (B) 24,21

MWB 3,3 987,34; Bearbeiter: Hansen

lëgerhaft Adj. ‘bettlägerig, krank’ (vgl. lëger 2): er gedachte in sinem muͦt / daz di frouwe [...] nu mit den siechen / muste werden legerhaft, / daz si von ir geselleschaft / enphienge sameliche not Elis 8081; ein suche dich alda bestet, / der du werdest legerhaft Vät 35183. 6064

MWB 3,3 988,11; Bearbeiter: Hansen

lëgerhort stM. ‘angehäufter Schatz’ unserm herren sint lieber reiniu wort / in heizer riuwe mit süezer andâht / denne aller der werlde legerhort / mit grôzen untriuwen zesamen brâht Renner 2463; tegelich luoder und legerhort / sint [heutzutage leider] werder vil denne wîsiu wort ebd. 10063. 17732 u.ö.

MWB 3,3 988,17; Bearbeiter: Hansen

lëgerhuobe F. ‘brachliegende → huobe ’ (vgl. DRW 8,289 und AWB 5,720): absa: legerhuoba Gl 4:28,12; absa: legerhuopa ebd. 4:128,15. 3:380,45

MWB 3,3 988,24; Bearbeiter: Hansen

lëgerküssen stN. ‘Ruhekissen’ (hier bildl.): du [Seele] bist min senftest legerkússin, min minneklichest bette, min heimlichestú ruͦwe Mechth 1: 19,2

MWB 3,3 988,27; Bearbeiter: Hansen

lëgerobeʒ stN. wohl ‘lagerfähiges Obst’ (vgl. frnhd. legerobst FWB 9,639 s.v. legern 4 und DWB 6,70f. s.v. Lagerobst): wiltu manchirleyge obis han vf eyme boume als legir obis, vru, suze odir suwir byn [binnen] czwen iarn odir drin Pelzb 120,31

MWB 3,3 988,31; Bearbeiter: Hansen

lëgerstat stF. 1 ‘Feldlager, Heerlager’
2 ‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’
3 Ruhe- bzw. Rückzugsort von Tieren (vgl. lëger 4 )
4 ‘Grabstätte, Grab’
5 ‘Stelle, (geographische) Lage’
   1 ‘Feldlager, Heerlager’ die ungetruwe heidenschaft / samte ein her groz genuc, / daz sin legerstat ufsluc / zu Colne an dem Rine, / dem lande ein teil zu pine, / daz si roubeten nach ir ger Pass III 571,84; do karte Judas hin wider / an die legerstete sider / zu dem roube des er vil nam / unde sin her, daz mit im quam Macc 2438; dô ez an den âbent gienc / zû hant die legirstat bevienc / daz grôze her der cristenheit LivlChr 4252 u.ö.; er begunde zogen / an sîn legerstat, / dâ er gewartet hât / strîtes ûf dem plân Ottok 71020. 64730 u.ö.; NvJer 19704; Rennew 31224    2 ‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’ ir legerstat was reine / [...]. / ûf blôzez strô diu reine meit / hât ein haerîn tuoch geleit / und ein kleinez küsselîn, / dar ûf ir ruowe solde sîn WvRh 13626; diu legerstat gnuoc smæhe was. / er lac dâ unwerdeclîche / der werde künec von himelrîche, / ein höu bedaht sîn rippe LvRegSyon 3099; bildl.: diu zunge ist slipferic, wenne si hât / ein gar fiuhte leger stat Renner 8522. – als Liebeslager: er wær gerne gelegen / mit der vrouwen an der legerstat. / [...] / ‘eiâ, reine vrouwe mîn, / [...]. / in die kemenâte / sul wir beide slâfen gân’ Heidin IV 1319    3 Ruhe- bzw. Rückzugsort von Tieren (vgl. lëger 4): etleich sprechent, wenn diu [Eidechsen-] muoter über diu kindel köm, sô frez si si alleu unz an ainz, [...], und daz setzet sich an der muoter legerstat [vgl. Vorlage: qui se ipsius matris cunibus (verstanden als cubitus?) imponit ] BdN 274,22    4 ‘Grabstätte, Grab’ du wirst ce Tungern niht begraben: / ze Mastriehte ist dein legerstat; / wande dein hertze lange hat / gegert, daz dein gebæine da belibe Serv 1257; hintz dem gotshous ze Altenburch, do er sein leger stat erwelt het UrkCorp (WMU) N602,4; UrkAltenb 96 (a. 1300)    5 ‘Stelle, (geographische) Lage’ sie anckerten [...] / zv Troyge in dem lande. / der kvnic Peleus erkande / lant vnd leger stat Herb 1259; Sardis zu dute dutet: / ‘vruchtlicher schonheit eben’; / der name wart ir gegeben / durch die gute legerstat HeslApk 4299

MWB 3,3 988,37; Bearbeiter: Hansen

lëgerstetel stN. Dimin. zu lëgerstat . ‘Ruhelager, Ruhestätte, Bett’ als uns Lucas schrîbet dort / von der geburt Jesu: / der mochte nindert komen zû / in ein legerstetel dô / weder in diversorio [ et non erat ei locus in diversorio (Ferber 29,27f.), vgl. Lc 2,7] JvFrst 1455

MWB 3,3 989,14; Bearbeiter: Hansen

lëgerströuwe stNF. Streu für ein Ruhelager bzw. das Ruhelager selbst: allez legerstrowe sin wantelote du in un chrefte siner [interl. zu uniuersum stratum eius uersasti in infirmitate eius ] PsWindb 40,4; ob ih gehuctich was din uf legerstrowe minere [interl. zu si memor fui tui super stratum meum ] ebd. 62,7

MWB 3,3 989,20; Bearbeiter: Hansen

lëgersuht stF. ‘ans Bett fesselnde Krankheit’ (vgl. lëger 2; vgl. auch SchweizId 7,280 s.v. Lëgersucht): ich wolte, da ich auß raitt, / das ich mich hette gelaytt / in ain starcke leger sucht! HvNstAp 7783

MWB 3,3 989,27; Bearbeiter: Hansen

legge stF. 1lecke

MWB 3,3 989,32;

legie swF. ‘Legion’ wilt du in dem wane sin, / daz ich moge iht den uater min / gebitten, daz er sende nu / mir her me dan zwolf legyen zu / vom hymel so der engel sin? [ plus quam duodecim legiones angelorum Mt 26,53] EvStPaul 1802; vgl. daneben lat. flektierendes legiô, leyô F.: sehs tûsent und sehshundert / und sehs und sehzec [...]. / daz ist ein legio nâch zal WvRh 7803; zwelf legiones ebd. 8970; ein leyo HvFritzlHl 203,17. der name min / ist legio [ Legio nomen mihi est Mc 5,9] EvStPaul 3034 u.ö.; EvBerl 112,4

MWB 3,3 989,33; Bearbeiter: Hansen

legiô F. legie

MWB 3,3 989,44;

lêgiste swM. ‘Kenner des römischen Rechts, Rechtsgelehrter’ (vgl. DRW 8,875; aus mlat. legista MLLM 1,779): dar nâch las er von lêgibus / und daz kint wart alsus / in dem selben liste / ein edel lêgiste Greg 1196; er besande ze Paris / alle die meister wîs / unde in des landes kreizen, / die legisten sint geheizen Ottok 33147; Vienne hat legisten vil Tannh 5,59; NvJer 13690 ( vgl. legista: gelert in weltlichem recht VocOpt 37.018 )

MWB 3,3 989,45; Bearbeiter: Hansen

legunge stF. ‘das Legen’ positio: seezung [l. seczung ] , legung GlAnzfKdVz 4:234,146

MWB 3,3 989,54; Bearbeiter: Hansen

lêhen stN. bes. md. auch kontrahiert lên, leen, lein (z.B. Kreuzf 1883, MinneR 496 130, Mühlh 131,18 u.ö. ), vereinzelt lêne stF. ( SSp 28,16, vgl. DRW 8,909f.). ‘das Verliehene, Geliehene’ 1 vom Lehnsgeber (Lehnsherren) an den Lehnsnehmer (Lehnsmann) gegen manschaft verliehenes Gut oder (Nutzungs-)Recht, insbesondere Grundbesitz bzw. -herrschaft, Natural- oder Geldeinkünfte, ein Amt o.ä., ‘Lehen’ (zur Sache vgl. 2 HRG 3,717ff.; LexMA 5,1807ff.); daneben (vorwiegend in der Rechts- und Urkundensprache) auch allgemeiner von anderen Leiheformen wie bäuerlichen Pacht- und Mietverhältnissen, von städtischen Berechtigungen u.ä. (vgl. auch DRW 8,880ff. mit zahlreichen weiteren Belegen)
1.1 allg.
1.2 im Ggs. zu freiem Eigentum (vgl. eigen )
1.3 göttliches (nicht auf Übertragung beruhendes) Lehen (vgl. 3 und goteslêhen )
1.4 metonymisch ‘Belehnung, Verleihung (hier eines Rechts)’ (vgl. DRW 8,892)
1.5 bildl. (vgl. 3 )
2 ‘Vorrecht, Privileg, Erlaubnis’ (offen zu 1 )
3 ‘(Leih-)Gabe’
4 ‘Darlehen, Kredit’ (vgl. lêhenære 1.2 und anelêhen ; vgl. auch DRW 8,891f. mit frnhd. Belegen)
5 ein Grundstück bestimmter Größe (vgl. DRW 8,890f. mit weiteren Belegen)
6 ein Längenmaß (vgl. DRW 8,893 mit weiteren Belegen)
   1 vom Lehnsgeber (Lehnsherren) an den Lehnsnehmer (Lehnsmann) gegen → manschaft verliehenes Gut oder (Nutzungs-)Recht, insbesondere Grundbesitz bzw. -herrschaft, Natural- oder Geldeinkünfte, ein Amt o.ä., ‘Lehen’ (zur Sache vgl. 2HRG 3,717ff.; LexMA 5,1807ff.); daneben (vorwiegend in der Rechts- und Urkundensprache) auch allgemeiner von anderen Leiheformen wie bäuerlichen Pacht- und Mietverhältnissen, von städtischen Berechtigungen u.ä. (vgl. auch DRW 8,880ff. mit zahlreichen weiteren Belegen)    1.1 allg.: swaz grozzer lehen als chunichriche, furstentuͦm, grafschaft, herschaft und die anders grozze lehen seint dem riche ledich werdent, die sullen wir bede [König Friedrich und König Ludwig] mit ein ander leihen und einer an den andern nicht MGHConst 6,1:73,14 (a. 1325); als er ze künege was erkorn, / dô wart im hulde sâ gesworn: / die herren vür in giengen, / ir lêhen sie enphiengen, / ir lant, ir landes geniez RvEBarl 14768; ich hab von dem keiser niht, / weder huobe noch daz lêhen, / dar umbe ich in iht welle vlêhen / oder im dienst erzeigen. / ich bin doch niemans eigen UvEtzAlex 4173. 3862; swelh gvͦt dem man ane manschaft gelihen wirt, daz heizet nit rehte lehen SchwSp 203b; swa man iergeliches zins von git, daz ist nvͥt reht lehen ebd. 179a; du treist krône von mînem vanen, / des lêhens muoz ich dich hiute manen Wh 353,10; ie wirdiger ist der nam, / der diu lêhen lîhet, dester minner scham / der hât, swer im die hende rect Loheng 6505; nu wil ich das ir das gut wiedder nement das ir von mir zu lehen hant, on manschafft zu thun Lanc 109,26; des moht in [den alten Römern] nieman widerstân, / swer von Rôm niht wolt lêhen hân [und also sein eigen verlieren] EnikWchr 82; sînen handen wart gebogen / manic hôherborner lîp / den sîn schuldehafter kîp / gap lêhen vil ze solde, / von silber stein von golde, / von landen grôziu lêhen Reinfr 16541; und hann ich denselben zehent verlihen dem vorgenanten manne, der inn gechauft hat, ze rechtem lechen im und seiner hausfrawen UrkPölt 157 (a. 1286); bona censualia, [volkssprachlich genannt:] leen RegErzbKöln 3(1),59 (a. 1221 kopial); bona nostra quod uulgariter dicitur lên UrkAugsbBt 1,141 (a. 1277); WhvÖst 6166; SpdtL 115,2 u.ö.; StrDan 646; RvEGer 207; RvEAlex 13317; EnikLB 715,8. 727,4; AvaA 6,4; Walth 28,31; UvZLanz 8378; Parz 6,6. 347,3. – bezogen auf Personen: es sol oͧch enkain burger den andern ald der in der stat sitzende ist koͧfen ze aigen oder ze lehen uͥber sinen willen, er koͧf danne ain guͦt, da er ine hoͤrre StRZürich (B) 111,14; ist daz ein herre von einem gotes huse livte ze lehen hat SchwSp 41a u.ö.; hierher wohl auch: ez sol ouch nieman den andren vor gerihte versprechen, ern si danne sin mag oder sin eigen oder sin lehen oder sin gedingter chneht StRAugsb 74,14    1.2 im Ggs. zu freiem Eigentum (vgl. eigen ): ez sol ein ieglich man / genzlich mîne hulde hân. / waz ir lêhen was biz her, / ze rehtem eigen ich sie des wer UvEtzAlex 17105; ob guot dâ ist, ez sî eigen oder varndez guot oder ander guot âne lêhen SpdtL 97,15; ich han beyde eygen vnde len Athis Ac 38; JTit 5718,3; WüP 14,6; Rol 329 u.ö.; Spec 95,10 u.ö.    1.3 göttliches (nicht auf Übertragung beruhendes) Lehen (vgl. 3 und goteslêhen ): man hât ûch alsô funden ie, / wie ir mit werlîcher hant / welt wern lûte unde lant, / die niht enerben: sie sîn ein lên / û von gote Kreuzf 1883; des sol dú jung swester min / nach Magdalum gehaissen sin / Marie Magdalene, / sit ir von gottes lene / dú burg von uns beiden / ze tail ist us geschaiden SHort 6810; Fontânâgrîs, ein künic rîch / ze Tenemark gewalteclîch / von gotes lêhen unde gunst Reinfr 5805 (vgl. beide ir herschaft und ir ampt / enpfingen die engel allesampt / in maniger wuͤnneclichen schar / von Jhesus hant zu lehen dar HvNstGZ 4826 )    1.4 metonymisch ‘Belehnung, Verleihung (hier eines Rechts)’ (vgl. DRW 8,892): disem unserm gepot und gesetz und disem lehen geb wier unser vesteu westetikait czu einer ewigen geczeuchnusse StRBrünn 376    1.5 bildl. (vgl. 3): gip mir [Teufel] von dîner sêl ein lêhen EnikWchr 22371; er kuste ir rôten munt, ir klâren wangen. / daz was der minne lêhen KLD: WvB 3:3,11; daz sî mir dicke strîteclîche hât verseit, / daz ist ein lêhen kûme als ein hant sô breit. / möht ich daz selbe lêhen ir verdienen an, / sô geswüere ich wol daz niemer mêre man / mit mînem willen herbergt ûf daz selbe guot KLD: KvN 2,2; mit willen gibe ich niemer ûf diu lêhen / diu ich ze fröiden von ir hân. / ich wil si iemer gerne flêhen, / die wîle ich lebe, ûf lieben wân KLD: Rub 2:7,9; KvWLd 17,29; KLD:BvH 17: 1,4. – vom Austeilen von Schlägen: man lêch dâ [im Kampf] strengiu lêhen / ân aller slahte bürgen KvWTurn 1078; sô starker slege lêhen / het er hiut hie verliuhen, / daz man in billich schiuhen / sol an ritterlîcher tât Reinfr 2308    2 ‘Vorrecht, Privileg, Erlaubnis’ (offen zu 1): gip mir hiut ein lêhen / und lâz mich Achillem sehen, / wie sîn lîp sî gestalt, / ob er sî junc oder alt EnikWchr 16249. 16477. 26343; swelh ritter dâ her in gêt, / die wîl unz dirre tac stêt, / der miete den meister mîn, / ode er sol dâ ûze sîn: / daz lêhen hân ich im verlân StrAmis 695. 575; muͦter min, wer gab iu das ze lehen, / daz ich uͥch miner wete iht solde flehen? Neidh (S) 1,348 C113:5,1; ez was sîn reht lêhen dâ, / swer tjostierte ûf dem plân, / daz er daz ors solte hân / jenes der dâ læge Parz 544,4; di ê zu ir herren / uorderoten lehen, / daz si Roͮlanten sluͦgen / unt daz houbit fur in truͦgen, / di wurden alle swifte [ruhig, kleinlaut] Rol 4002; er enphie daz lehen / daz er Roͮlanten sluͦge ebd. 5496. 3555. 4023; StrKarl (S) 4878. – wohl spez. ‘das Recht den Pfennig zu verlangen, Recht auf Lohn’ (vgl. Anm.z.St.; oder zu 1?): het ich ein lehen von den fursten, / nach ir gabe liez ich mich selden dursten Jüngl 25    3 ‘(Leih-)Gabe’ minnet ivr veind. vnd wol tvet vnd gebte [La. leyhet in ] daz lehen [ mutuum date Lc 6,35] EvAug 142,7. 142,4; der kunic Beln sin len / selber hatte vor geleit [vgl. rex posuit cibos ante Bel Dn 14,13] Daniel 7956. – insbesondere Gottes ~ i.S.v. ‘Gabe von Gottes Gnade, (Leih-)Gabe Gottes’ lîb unde guot daz ist von got / ein lên KLD: DdS 3,2; alle dink zergenclich gent mit valle. / di sint ein lehen siner milten hende JTit 153,3; in grôzer dêmût êrter die / armen, willic gar gemût / und teilten sîn verlihen gût / nâch der lêre gebote, / daz er zu lêne het von gote Kreuzf 1082; swer groze lehen von gote hat an richeit unde an gewalt unde ouch an hohen eren Meissner 17:5,4; dû [...] hâst ez allez in dir, als ez der vater hât in im; dû enhâst ez von gote ze lêhene niht, wan got ist dîn eigen Eckh 2:383,8 (vgl. ere [ihr] komen yst myr nit swer, wan ich den lyp zu lehen han Alph 369 ). – i.S.v. ‘Bestimmung, Schicksal’ herre, wan ist daz mîn lêhen, / daz mir niemer leit geschiht? MF: Joh 1:3,7. – in der Wendung von gotes ~ wohl ‘so Gott will, nach Gottes Willen’ ich hân vereischet, die der wenke hânt gepflegen, / daz sî der kumber wider ûf die erbornen vriunt gewande: / daz sol von gotes lêhen dicke noch geschehen SM:UvS 29: 1,8 (= Walth 30,36 ); vgl. auch Beleg UrkCorp 1047,4 unter → goteslêhen    4 ‘Darlehen, Kredit’ (vgl. lêhenære 1.2 und anelêhen ; vgl. auch DRW 8,891f. mit frnhd. Belegen): ez si dorf, stat oder lant, / ez wirt unselick zehant / kumt ein wucherere dar / der die leute alle gar / mit lehen mack bereiten [ausstatten] Erz III 177,5    5 ein Grundstück bestimmter Größe (vgl. DRW 8,890f. mit weiteren Belegen): wier [...] veriehen an diesem brief, daz wir [...] dem havs datz Herzzogenburch haben gegeben [...] ein hofstat, eines halben lechns, ze rechtem aigen, di Albrecht der Mvlner emoln von vns hat gehabt ze rechtm purchrecht UrkHerzogenb 17 (a. 1292)    6 ein Längenmaß (vgl. DRW 8,893 mit weiteren Belegen): brenget er abir sinen stollen an die stat, das er treuget anderhalbes lehens tiff adir czu dem minsten czehen lochter [Klafter] , so heisset is von rechte ein erbhaftig stolle BgRIglauD 20

MWB 3,3 989,56; Bearbeiter: Hansen

lêhenambet stN. (Recht zur) Vergabe von neuen Bergwerkslehen (vgl. DRW 8,896 und lêhenschaft 3): das ist auch hin czu dem Czukmantel getailt, das der urbarer von des lehen amptes wegen mit czu einem czwai undrisik tail recht hat BgRIglau 328,4

MWB 3,3 992,31; Bearbeiter: Hansen

lêhenære stM. auch lêner, lechner. 1 jmd., der ein lêhen vergibt
1.1 ‘Lehnsgeber, Lehnsherr’
1.2 ‘Geldverleiher, Pfandleiher’
1.3 jmd., von dem man sich etw. ausgeborgt hat
1.4 Amtsperson, die Bergwerkslehen vergibt (vgl. lêhenschaft 3 )
2 jmd., der ein lêhen empfangen hat
2.1 Zinspflichtiger, der ein lêhen bebaut
2.2 ‘Entleiher’
2.3 Mitglied der Lehnergemeinde von Weinzierl bei Krems (vgl. DRW 8,916)
2.4 als Bestandteil von Personennamen
   1 jmd., der ein lêhen vergibt    1.1 ‘Lehnsgeber, Lehnsherr’ hat er ez [das Leibgedinge] in nuͦtz vnd in gewer her pracht vnd ist der lechner tod [La. ist der tot der ez im gelihen hat ] er muͦz ez selb sibende erzeugen SchwSpK 1:86 (Kt)    1.2 ‘Geldverleiher, Pfandleiher’ ez heten zwên entnomen guot, / als noch vil maniger tuot, / von einem lêhenære; / man giht, der ein im schuldic wære / funfzic phenninge Ottok 57581; ez sol auch [im Pfandleihgeschäft] chain ander lechner [als Juden] da niht sein DRW 8,916 (BeitrRGTirol; vor 1330). – ‘Wucherer’ das alle seckelsnyder [...] und lehenere [...] dise stat und disen burgban rumen sullent UrkStraßb 4,2:24,11 (vor 1311). – bildl.: diu werlt ist ein müelîch lêhnære; swer des ir iht hat, den lât si nimmer geruowen DvASchr 314,7; welt ir [Spieler] des alles abe sten, / instæter buzze besten, / so wirt der lehnære [gemeint: der Teufel, dem ihr eure Seele versetzt habt] gewert, / daz er phandes von iv nicht gert: / man hæizzet in indie helle varen / vnt hinnen fvr bewaren, / daz er iv icht leihe, / ivres geltes sich verzæihe Warnung 1369    1.3 jmd., von dem man sich etw. ausgeborgt hat: als der zeinem spile ein vremedez kleit entnimt, dâ inne er zeiner kurzen vrist erschîne und ez dem lêhnære wider gebe swenne erz wider voder DvASchr 333,3    1.4 Amtsperson, die Bergwerkslehen vergibt (vgl. lêhenschaft 3): do ich zu dem lener gienc / und den selben ganc enphienc Erz III 56,67    2 jmd., der ein lêhen empfangen hat    2.1 Zinspflichtiger, der ein lêhen bebaut: is schol auch ein ieslich mayer vnd ein yslich huͦbêr vnd lechnêr in vnser taidinch vuͦr vnsern amptmann ze Ebelsperch dreystund in dem iar chomen UrkEnns 5,303 (a. 1321); were oͮch, das die fronere, oder die lehenere, oder die stettere an einander vͥt [(irgend)etwas] hettint ze sprechende von dirre berge wegen UrkFreiburgGr 13,337 (a. 1343)    2.2 ‘Entleiher’ nimpt der lechner awer sein guet datz [bei, von] den juden StRWien 135    2.3 Mitglied der Lehnergemeinde von Weinzierl bei Krems (vgl. DRW 8,916): es sollen auch die lehner nach der maisten menig rath ainen ambtman under inen erwelen, und sol der unser lehen besitzen WeistÖ 8:899,22 (a. 1340). 8:898,36    2.4 als Bestandteil von Personennamen: svaz daz ist, daz der Lauterbrunner hat ze lehen von vns vnd der Orter vnd di Oder vnd di Achperger vnd di Huͤber vnd di Mavzel vnd die Lehner UrkCorp (WMU) 626,33; Vlrich der lehner ebd. 300,33

MWB 3,3 992,37; Bearbeiter: Hansen

lêhenbære Adj. auch lienbar. 1 ‘einer Belehnung fähig’ (vgl. DRW 8,899f. mit weiteren Belegen; zur Sache vgl. HRG 2,1710f.)
2 ‘belehnt’ (nicht immer sicher von 1 zu unterscheiden)
   1 ‘einer Belehnung fähig’ (vgl. DRW 8,899f. mit weiteren Belegen; zur Sache vgl. HRG 2,1710f.): ein kint daz drizehen iar alt ist vnde sechs wochen. daz ist lehenber SchwSp 186b u.ö.; wir [...] bestetigen unde bevesten unsern [...] burgern von Spire, daz sie lehenbere mogent sin unde urteil sprechen mogent mit den rittern allenthalben UrkSpeyer 232,24 (a. 1315); UrkCorp (WMU) N218,32    2 ‘belehnt’ (nicht immer sicher von 1 zu unterscheiden): lehenschaft des riches daz ist als vil als ein stetikeit der truwe, davon der lehenbare man daz riche alleweg buwen sal KlKsr 3,8; alle lienbar man die ir lehen entfaint von eyme abt von Prume WeistGr 2,521 (a. 1298) u.ö.

MWB 3,3 993,24; Bearbeiter: Hansen

lêhenbæric Adj. ‘belehnt’ (vgl. lêhenbære 2 und DRW 8,900): dat alle lienbarich manen, die da gesessen seindt in der aptien von Prume, noch neman insullen noch inmogen keine muntleude entfain WeistGr 2,520 (a. 1298)

MWB 3,3 993,39; Bearbeiter: Hansen

lêhenbærlîche Adv. ‘auf Art und Weise eines Lehens, als Lehen’ nyman sal des riches gut lehenberlich besitzen, dan des riches dinstman KlKsr 3,8

MWB 3,3 993,44; Bearbeiter: Hansen

lêhenbrief stM. ‘Lehnsbrief’ (vgl. DRW 8,904f., dort als Erstbeleg genannter Beleg UrkHeilbr 537,3 v. J. 1285 aber wohl Fälschung des 15. Jhs., vgl. ebd. 536,15; zur Sache vgl. 2HRG 3,745ff.): wy ez denn der abbt [...] dem andern, der da chauft hat, von hant süll leihen mit andern neuen lehenbriefen WeistÖ 17:265,17 (a. 1350 kopial)

MWB 3,3 993,48; Bearbeiter: Hansen

lêhenbuoch stN. 1 ‘Lehnrechtsbuch’ (vgl. DRW 8,906; vgl. zur Sache 2 HRG 3,737ff.; vgl. auch lêhenrëhtbuoch )
2 ‘Lehnregister, Lehnbuch’ s. DRW 8,906 mit Belegen ab 1330; zur Sache vgl. 2 HRG 3,713f.
   1 ‘Lehnrechtsbuch’ (vgl. DRW 8,906; vgl. zur Sache 2HRG 3,737ff.; vgl. auch lêhenrëhtbuoch ): als daz lehenbvͦch hie vor seit SchwSp 219a. 103a    2 ‘Lehnregister, Lehnbuch’ s. DRW 8,906 mit Belegen ab 1330; zur Sache vgl. 2HRG 3,713f.

MWB 3,3 993,55; Bearbeiter: Hansen