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ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   ier - iewâ    


ier Prät. ern V.

MWB 2 1853,34;

ierdisch Adj. irdisch

MWB 2 1853,35;

ieren Adv. iergen

MWB 2 1853,36;

iergen Adv. auch i(e)rgen(t), iere(n); ierichgen ( UrkCorp (WMU) 83,28 ), irigin ( PrLpz 292,13 ). zum Ausdruck von Unbestimmtheit, Allgemeinheit (s.a. iener , zur Verwendung und Position im System der Indef.-Pron. vgl. Paul, Dt. Gr. III § 131) 1 lokal ‘irgendwo’
2 direktional ‘irgendwohin’
3 temporal ‘irgendwann’ (oder zu 4.2 ?)
4 modal
4.1 ‘irgendwie’
4.2 ‘irgend, überhaupt’
   1 lokal ‘irgendwo’ sâhet ír îergen mînen uuíne? Will 48,6; der beste win, als man wil, / der in dem lande irgent ist, / der wehset da zu aller frist HvNstGZ 1871; der zweier [ wîp und pfaffen ] zuht ist grœzer dâ [in Rom] , / dan ich iergen wizze anderswâ Freid 154,1; PrMd (J) 345,19; Eckh 2:179,6    2 direktional ‘irgendwohin’ so sie aber iergen varent, so fuͦrent si daz obiz mit in Lucid 24,9; ir solt sie uß uwerm huß thun tragen irgent an ein unwerde stat Lanc 541,7. 564,23; StatDtOrd 107,6; MarcoPolo 17,30    3 temporal ‘irgendwann’ (oder zu 4.2 ?): sô ez iergen nâhet dem tage, / sô getar ich niendert vrâgen: ist ez tac? MF: Reinm 6b: 4,1    4 modal    4.1 ‘irgendwie’ wir sollen alle dru unser heubte by einander halten und gebarn als wir yrgent umb ruͮnen Lanc 296,28; han ich uch irgent erzúrnt, das sagent mir! ebd. 485,4; und sol ouch vil eben warnemen an ime selber ob er iergent an einigen dingen klebe Tauler 25,3; Ägidius 1671. – mit nachgestelltem ane ‘irgendworan’ dat wir [...] alle diese vuͦrworde ce einicher zijt iergen ane verbrechgin UrkCorp (WMU) 76,22; dat wir inde si diese vuͦrworde [...] halden truͦweliche jnde insuͦlen vͦns des niet volgen noch bestain dat wir si iergen ane brechgen UrkCorp 76,9    4.2 ‘irgend, überhaupt’ waz immer irgen gutes geschicht, / daz kumpt von gote Brun 6501; ob irgent ein ritter daruber [über die Brücke] fure Lanc 220,31; sahent ir unser gesellen iergent keynen? ebd. 425,10. 299,31; diz selbe [Bescheidenheit bezüglich der Kleidung] si ouch larte / waz iergen zu ir karte / der werltlichen frouwen Elis 2022; NvJer 1078; UrkCorp (WMU) 2564,27

MWB 2 1853,37; Bearbeiter: Richter

iersch Adj. irdisch

MWB 2 1854,11;

iertes Adv. irres

MWB 2 1854,12;

ierwolieren swV. Bedeutung unklar, wohl ‘losstürmen’ als Ableitung zu → iruele (vgl. Rosenqvist 1,120f. und Anm. zu Ottok 5625): an die füeterær [die, die das Tierfutter herbeischaffen] man sach / ierwoliern die Valben Ottok 6794

MWB 2 1854,13; Bearbeiter: Richter

iesâ Adv., Konj. auch iesô ( Elis , Seuse 71,22, Virg 481,4 ), isâ ( UvZLanz 6485 ), iesân ( LBarl 8921 ). 1 Adv. ‘sofort, sogleich’
2 Konj. ‘sobald’
   1 Adv. ‘sofort, sogleich’ etlich mensch mohte gotes lichnamen also wirdichlichen enphahen, daz er die sele iesa mit im in daz himelrich fvͤrt PrBerthKl 6,117; stirbet der selbe man der ez [Lehen] von dem herren hat ane lehenserben, so ist dem herren daz gut iesa ledik StRAugsb 157,36; dar zuo swuor er ir einen eit, / daz er isâ wider kæme UvZLanz 6485; der kunic dankete in ieso Elis 413; SchwSp 222b; RvEAlex 17724; AvaLJ 44,1. – mit zehant: ‘wie wol mir denne geschæhe,’ / gedaht er iesa zehant StrKD 70,9; dâvon sîn siechtuom verswant / und wart gesunt iesâ zehant LvRegFr 4741. iezuo gegenübergestellt: si triben die tobenden ünde / wîlent ûf und wîlent nider, / iezuo dar und iesâ wider Tr 2432. – gelegentlich wohl auch als abgeschwächtes Füllwort: sô kumt er gegangen tougenlîche / unde rüert daz tor so lîse iesâ [: ] SM: Had 51: 1,8; swaz von der werlte landen / was guoter ritterschefte iesâ, / die quâmen zuo einander dâ KvWTurn 1011; Virg 481,4    2 Konj. ‘sobald’ und iesâ dô diz was getân, / daz diz ir aller wille wart, / dô wart ir kumberlîchiu vart / gesenftet an der stunde Tr 2458. 9306; ieso er zuͦ im selber kom, do huͦb er uf heiserlich ze schriene Seuse 71,22. wan iesâ sô der sûre hagen / in alsô süezem grunde / gewurzet zeiner stunde Tr 17886

MWB 2 1854,18; Bearbeiter: Luxner

ieslich, islich Indef.-Pron., Pron.-Adj. auch mit angehängtem -t ( ysliht EvStPaul 576 ). Zum Verhältnis zu iege(s)lich und iete(s)lich siehe Fobbe, Indefpron., S. 180-182 u. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 335. ‘jegliche(r/  s), jede(r/  s)’ (s.a. iegelich und ieteslich ) 1 pron.
1.1 allg.
1.2 mit vorangest. ein
1.3 mit besunder/ sunder/ sunderlich die distributive Sicht verstärkend
1.4 selten im Pl.
1.5 mit partit. Gen.
2 attr.
2.1 allg.
2.2 mit vorangest. ein
2.3 mit besunder die distributive Sicht verstärkend
   1 pron.    1.1 allg.: ieslîchen nâch den vriunden hôrte man dô klagen NibB 2134,2; nim neilekin. vnde muschaten. cinemin. mastic. islichs achte scrupulos SalArz 42,46. 2,21; Parz 120,28; EvStPaul 9022; LvRegFr 2003    1.2 mit vorangest. ein: vor unsers herren geburt do mocht man nicht wizzen, welhen willen, welhi girde ein islicher zu siner chunfte het PrOberalt 23,21. 63,18; upeklichen redet ein ieslicher ze næstem sinem PsM 11,3    1.3 mit besunder/ sunder/ sunderlich die distributive Sicht verstärkend: ieslîcher reit besunder / aleine suochen ritterschaft HvFreibTr 2044; Wig 8543; ieslîcher im sunder neic Parz 7,15; die hende er sunderlichen yn / yslicheme vf zu stunt geleide / vnd heilte sie von allem leide EvStPaul 6396; yslicher hat sunder craft / vnd sunderlichen eigentschaft ebd. 5448; LvRegFr 1327    1.4 selten im Pl.: als man iuch gestern sitzen sach, / ieslîche haben die selben want Wh 311,13    1.5 mit partit. Gen.: die boten schieden dannen, / ir ieslîcher fuor unde vant / die herren, ze den er was gesant Eracl 1813; inre tagen zwelven, der tage al ieslîch, / sah man bî dem degene die maget lobelîch NibB 305,1; der selben mägde ieslîch / truoc ein kerzen, diu vaste bran Wig 7298; PrOberalt 46,29; Ottok 9915    2 attr.    2.1 allg.: eine kunst si dô gewan, / daz si ieslîchem tôtem man / hiez helm ze houbte binden Wh 111,18; Parz 173,22; des hâr was swarz alsam ein kol, / ieslîch loc bewunden wol / mit sîden und mit golde Wig 2228; bilsen bleter gestossen unde mit polenta [Getreidebrei] gekneten ist guͦt vor iesliche swulst, als ein plaster druf geleit Macer 57,4; SalArz 6,22; StrAmis 235; BdN 346,3    2.2 mit vorangest. ein: güetlîch sol ein ieslîch wîp / gerne tuon: deswâr daz wîbet wol KLD: UvL 51: 2,1; ein ieslîch armer rîter Wh 72,4; ein ieslîcher man NibB 338,2; ein ieslich man PsM 63,10; ein ieslich bischolf unde ein ieslich briestir Spec 84,1; KvWHvK 744; BdN 33,12    2.3 mit besunder die distributive Sicht verstärkend: schaw, wie iesleich gesläht der visch sein besunder lant hât und sein gegent BdN 244,8; über ieslich sache besunder Ottok 26794

MWB 2 1854,47; Bearbeiter: Richter

iesô Adv. iesâ

MWB 2 1855,32;

ieswër (?) Indef.-Pron. ‘wer auch immer; jede(r), der/  die’ (s.a. iegewër ): iswer [von den Verdammten] den andirin [bei den in den Himmel Aufgenommenen] do erkennit, der reckit ime di hende / unde sprichit: ‘ hilf mir, frunt herre!’ do wirt manic bedilære JGerichtH 9,4

MWB 2 1855,33; Bearbeiter: Richter

ietelich Indef.-Pron., Pron.-Adj. ieteslich

MWB 2 1855,39;

ietemêr Adv., Konj ihtmêr

MWB 2 1855,40;

ieteslich, ietelich Indef.-Pron., Pron.-Adj. auch it(es/  s)lich, yetschlich ( Lanc 165,11 ). ‘jegliche(r/  s), jede(r/  s)’ (s.a. iegelich und ieslich , vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 330, 334, 337-339, zur Verwendung und Position im System der Indef.-Pron. § P 282) 1 pron.
1.1 allg.
1.2 mit vorangest. ein
1.3 mit partit. Gen.
1.4 mit besunder die distributive Sicht verstärkend
1.5 einem Subjekt im Pl. nachgestellt
2 attr.
   1 pron.:    1.1 allg.: sô kêr^$’ ietslîcher, swar er gerne var NibB 931,2; nu la mich verstan, / wie ietsliches si getan StrKD 6,178 u.ö.; LvRegFr 1870; er sach dort zwo figuren, / [...] / als ain klaines rosselein / wol gemachet und fein / yetliches hette vier pain HvNstAp 8273    1.2 mit vorangest. ein: eim itlich wirt lon gegeben / noch [nach] verschulde maze eben VisioPhil 643. 429. 647    1.3 mit partit. Gen.: der vrouwen ietslîche die fuort^$’ ein bischof NibB 658,2 u.ö.; si wârn einander alsô holt, / daz sich ir iteslîch umbe solt / vürs andern willen hæte geben LvRegFr 1626. 1922; ouch der bischofe ietslîcher dar / zwelfe sanden ûz ir schar Kreuzf 6123; ir itsliche SalArz 5,46; StrKD 6,179    1.4 mit besunder die distributive Sicht verstärkend: ir ietslîch besunder NibB 743,2    1.5 einem Subjekt im Pl. nachgestellt: hie schreibent die drey grafen yetlicher seinen brieff HvNstAp 1997/a    2 attr.: yetschlichs grab was mit eim steyn bedackt Lanc 165,11; gegen yetlicher zynnen da kein heubt off stack stunt auch ein grab ebd. 165,14; auff yetlichem sawmer [Saumtier] ain twergk HvNstAp 7200; KvMSph 43,23; NibB 1124,3. – mit vorangest. ein: ein ietslich sinnick man StrKD 3,I 201; Kreuzf 2434; SalArz 34,16. 34,20. – nach best. Artikel: der itsliche mensche besveret di sele. ander burden besverent den lip SalArz 34,19. – mit besunder die distributive Sicht verstärkend: ietslich her besunder dô / sîne werc het Kreuzf 2853; HvNstAp 1088

MWB 2 1855,41; Bearbeiter: Richter

ietmitten Adv. iemitten

MWB 2 1856,12;

ietswëder Indef.-Pron., Pron.-Adj. ietwëder

MWB 2 1856,13;

ietwëder Indef.-Pron., Pron.-Adj. auch it-, et- ( SalArz 81,57 ), ietwer ( PrOberalt 79,3 ), ytwiedder u.ä. ( Lanc 11,17 u.ö.), ietsweder Parz 517,22(La.) ), ietwederer ( Tr 2636 u.ö.; Lanc 355,34 ). 1 ‘jede(r/  s) von beiden, beide’ (s.a. iegewëder u. iewëder , vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 340-344, zur Verwendung und Position im System der Indef.-Pron. § P 282)
1.1 pron.
1.2 attr.
2 ‘keines von beiden’
3 ‘jede(r/  s) von mehreren’
   1 ‘jede(r/  s) von beiden, beide’ (s.a. iegewëder u. iewëder , vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 340-344, zur Verwendung und Position im System der Indef.-Pron. § P 282)    1.1 pron.: ietweder dô des andern mit nîde hüeten began NibB 182,4; vnde salbe ez im mit uioln ole. vnde mit honige. nim itweders gelich SalArz 81,15; wie vil ietweder wære / der gevangen unde der erslagen Ottok 58756; PrOberalt 45,13; Iw 6944. – mit partit. Gen.: mache ein puluer uon mernuscheln. uon hirzes horn. der itweders nim sechs dragmas SalArz 64,46; der rihter sol zwêne boten senden ze ir ietwederm die dâ vehten sullen SSpAug 175,6; ir ietweders ellen NibB 187,2; Herb 645; Tr 9474; KvMSph 12,25    1.2 attr.: dâ vant er drî strâzen: / die zwô begund er lâzen / ze ietwederre sîten, / die miteln begund er rîten UvZLanz 1375; im [Malcreatiure] stuont ouch ietweder [La. îetsweder ] zan / als einem eber wilde Parz 517,22; an ietwederm beine / zwêne schuohe von borten guot Wig 10534; Himmelr 5,16; Iw 1710. – attr. oder pron. mit nachgestelltem Gen.: an der selben menig zaiget er [Christus] ietweder sein natur, die menschlich und auch diu goͤtlich PrOberalt 135,23. 142,38    2 ‘keines von beiden’ bezzer sî toben danne winnen [rasen] . / unt ist doch îtwederz guot Priesterl 177; der mir mit zwäin dingen ubel tuot, / die besme [Rute] ich lîchter vertrûge / denne der mich mit chnuteln sluoge, / unt tuot mir doch ir îtwederz wol ebd. 181    3 ‘jede(r/  s) von mehreren’ ez liefen kreiierende hie / behender garzûne gnuoc, / der ietweder truoc / driu sper ode zwei Iw 7108; sîn vater [...], / sîn muoter und die schœne Isôt; / ietwederz im die wirde erbôt HvFreibTr 478; ob ietweder [von den drei Fürsten] hernâ / des kunigs tôt klagte? Ottok 95313. 44628; Sigeher 14,8; Tr 2208; RvBib 61,17

MWB 2 1856,14; Bearbeiter: Richter

ietwëderent Adv., Präp. (?) ‘auf beiden Seiten’ (s.a. iewëderent ): sin arme waren also in den banden ietwedrent an der kelen ufwert gespennet Seuse 40,8; die [ spizzigen stefte an der Geißel] waren scharpf als ein grifel, und giengen die zwen spiz ietwedrent fúr den riemen ebd. 43,7. – hier Präp. (?): ze Rosserugge ein juchart matten ietwerunt der werde halbú UrkCorp 3047,24

MWB 2 1856,54; Bearbeiter: Richter

ietwëderenthalp Adv. ‘auf beiden Seiten, beiderseits’, i.w.S. ‘überall’ (s.a. iewëderenthalp ): und [er] gie do ietwedrenthalb umb und umb vor den heiligen [in der Kapelle] und nam xxx disciplinen [d.h. er geißelte sich selbst] Seuse 42,21

MWB 2 1856,62; Bearbeiter: Richter

ietwëderhalp Adv., Präp. auch ietwedert-, auch -halbe, -halben(t), -halber. ‘auf beiden Seiten, beiderseits’ (s.a. iewëderhalp ) 1 Adv.
2 Präp.
2.1 meist mit Gen.
2.2 vereinzelt mit Dat.
   1 Adv.: der turney was zesamen gar / komen. iedwederhalp zwô schar / wâren und deheine mêr UvLFrd 313,22; sô im [...] diu ôren chalt sint unde sich verwerfent itwederthalbent, an swelhem siechen dû disiu zeichen sihst, zwâre der ist veige [muss sterben] Barth 135,8; uns schribet der wise Salomon, / daz ir brust ietwedir halber / si gestalt also rebuckes kalber Brun 3578; UrkCorp (WMU) N571,25; Lanc 627,33; WhvÖst 2308. – ‘überall’ swenne ietwederhalben / in dem lande [Ungarn] werdent kuniglîn, / sô wirt allerêrste schîn, / waz dû hâst verlorn Ottok 40542    2 Präp.    2.1 meist mit Gen.: ietwederhalp sîn wart ein man / erhangen durch gerihte KvHeimUrst 754; ietwederhalben des [Koradin von Jerusalem] do rait / mit manigem punder hert / zwair kuͤnge gevert WhvÖst 7926; wande dv eigen ietwederthalb der marcsteine, di sint der vorgenanten clohstere UrkCorp (WMU) N195,24; RvEAlex 5453; Ottok 6918    2.2 vereinzelt mit Dat.: ietwederhalbe dem strich dri / wizze swannen swebten WhvÖst 312

MWB 2 1857,3; Bearbeiter: Richter

ietwëderlich Pron.-Adj. ‘beiderseitig, gegenseitig’ [es] beschiht etwenne in hitzzigem wallenden gebet, daz [...] ein als grosser brvͥnst vnd enzvndvnge wirt in dem libe mit ietwederlicher gemeiner beruͤrde geistlicher minne [zwischen dem Betenden und Gott] , daz dem menschen dvnken mag, daz er in im selben trag ein paradis geistliches geluͥstes RvBib 178,8. 178,16

MWB 2 1857,27; Bearbeiter: Richter

ietwëdersît Adv., Präp. ‘auf beiden Seiten, beiderseits’ (s.a. iewëdersît ) 1 Adv.
2 Präp. mit Dat.
   1 Adv.: daz swert itwedir sît / ist gescherfit NvJer 2498; Gotfrit den heiden fride sprach, / als sie des bâten, und dar nâch / ietwedersît man stête / den gelobeten fride hête Kreuzf 39. 7299; der krieg wart ietweder sit an dri man gelaschen [gelassen] UrkCorp (WMU) 1276A,36; Lanc 271,22    2 Präp. mit Dat.: fv́nf iucherte akers ligent in des dorfes banne von Otlinkon, vier vor der gassen nebent Johanse jm Steinhus ietweder sit ime zwͦ [zwei] UrkCorp (WMU) 2313,10

MWB 2 1857,35; Bearbeiter: Richter

ietwer Indef.-Pron., Pron.-Adj. ietwëder

MWB 2 1857,47;

ietwieder Indef.-Pron., Pron.-Adj. ietwëder

MWB 2 1857,48;

iewâ Adv. auch -wâr. zur Beschreibung lokaler Unbestimmtheit 1 ‘überall’ (vgl. iegewâ )
2 ‘irgendwo’
   1 ‘überall’ (vgl. iegewâ ): er [ Jacob ] nam alberîna [von Pappeln] staba, sneid in die rinte iewâ abe, / lie dar ane swarze vlecche, ettewâ wîzze plekchen [Gn 30,37] Gen 1400; sô mûz man wol uber in clagen iewâr, swâ man rechtes bekomen mac uber in SSp (W) 3:87,4    2 ‘irgendwo’ ein andir tier ist iewa in dem mere, heizzet Serra MillPhys 73,1

MWB 2 1857,49; Bearbeiter: Luxner