i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen în ünden – în vleischen învleischunge – înwander inwaner – în wischen în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
innewendic
Adj., Präp. , -wendige
Adv.
häufig in-; auch inde- (
Tauler
94,29;
Herb
14218.
15628
).
‘innen, innerhalb, inwendig’
1 Adj. 1.1 attr. 1.2 präd. 2 Adv., lokal 3 Präp. 3.1 lokal 3.1.1 mit Gen 3.1.2 mit Dat. (und adnominalem Gen.) 3.2 temporal 3.2.1 mit Gen 3.2.2 mit Dat.
1
Adj.
1.1
attr.:
daz in dem slâf oft die inwendigen kreft der sêl wachent BdN
8,34
u.ö.;
du bist ein spiegel der inwendigen anschowunge Mechth
5: 7,4
u.ö.
– im Ggs. zu ûʒwendic:
er [Leinsamen] waicht und senftigt die inwendigen geswern und die auzwendigen BdN
422,28;
wan du beroͮbest mine lieben swester der innewendigen gottes suͤssekeit und der uswendigen minnesamekeit Mechth
5: 11,23;
Eckh
5: 276,8.
– in den Wendungen ~
armuote (vgl. Hernández, Eigentum, S. 119-126) und ~
mensche bei Eckh :
ez ist noch ein ander armuot, ein inwendigiu armuot, von der ist daz wort unsers herren zu verstânne, sô er sprichet: ‘sælic sint die armen des geistes’ Eckh
2:487,3;
aber diu ûzerkeit der bilde ensint den geüebeten menschen niht ûzerlich, wan alliu dinc sint den inwendigen menschen ein inwendigiu götlîchiu wîse ebd.
5: 277,2
u.ö.
1.2
präd.:
daz dritt [Teil der Frucht] , daz inwendig ist BdN
318,10.
–
als vil grœzer der durst ist, als vil mêr und inwendiger und gegenwertiger und stæter ist daz bilde des trankes Eckh
5: 206,6
2
Adv., lokal:
die wile wir daz bilde [Statue] han hie / indewendic in vnsen graben [innerhalb der Stadtbefestigung] , / so wollen wir daz ver war haben, / daz vnser stat niet missege Herb
15628;
der hals ist auz kruspelischem flaisch gemacht aller maist inwendich BdN
19,1
u.ö.;
ynnewendich in deme lyue [Leib]
OvBaierl
121,1;
das man rehte wenen mag, das si innewendig haben des heligen geistes vluͦt Mechth
5: 11,14
u.ö.
– im Ggs. zu ûʒwendic:
ez [das Metall Zinn] scheint inwendich schôn, aber auzwendig wirt ez leiht gemailigt BdN
480,8;
die jungen lerte er vil swigen, da von wurden si uswendig gezogen und inwendig wise Mechth
5: 24,49
u.ö.;
Eckh
5: 248,11
u.ö.
– in der Wendung von inwendic
‘von innen’
daz benimt des pluots lauf von inwendig auz dem leib BdN
408,31;
swaz eigenlich gewortet mac werden, daz muoz von innen her ûz komen und sich bewegen von innerer forme und niht von ûzen her în komen, mêr: von inwendic sol ez her ûz komen Eckh
1:66,5
3
Präp.
3.1
lokal
3.1.1
mit Gen:
is he abir nicht inwendic landis Mühlh
132,17;
wann alliu andreu vierfüezigeu tier habent ir gallen inwendig des leibes BdN
123,1.
289,34;
sie hielt irn orden wol von sprechen innewendig des closters und ußerhalb Lanc
112,22;
da werte sich myn herre Gawan so sere und so lang biß das alles syn volck innwendig der porten [innerhalb der Befestigungsanlagen] was ebd.
237,37;
bildl.:
do sprach die husvrowe inwendig des lichamen [Körpers] , die sele: ‘du bist nút warhaftig.’ Mechth
7: 7,36;
3.1.2
mit Dat. (und adnominalem Gen.):
fure ich yczunt hinweg, ich keme dar nicht innwendig dem frieden Lanc
321,10;
er hett gut innwendig Brytanien ebd.
20,15.
–
dien Ungirn sint gesezzin / inwendig ir klûse tor RvEWchr
2554;
das niemanne tohte / der sie [die Festung] besizzen moͤhte / inwendic ainer mile zil RvEWh
10885
3.2
temporal
3.2.1
mit Gen:
geschê aber daz, daz er ez niht enlernete innewendich des andern halben iâres StatDtOrd
61,26.
– satzeinleitend in der Wendung innewendic dës
‘inzwischen, währenddessen’ (s.a. in dës
→
in
2.1, innen dës
→
innen
2.1.3 und inner dës
→
inner
3.2):
der konig saß also und wart sere dencken und lang. innewendig des kam ein gewapent ritter jensitt off das waßer ryten Lanc
170,28.
341,30.
353,9
3.2.2
mit Dat.:
die es [das Korn] verkoufent ze hant oder inwendig einem manode UrkFreiburg
1:235,10
(a. 1319).
innwendig den vierczehen nachten waren die mere fur den konig komen Lanc
147,26.
395,4
MWB 2 1926,58; Bearbeiterin: Baumgarte
innewendicheit
stF.
auch in- und inde-.
‘das Innere’, in myst. Texten übergehend zu ‘innere Haltung’
dc herre moẏses aines tages siniu schâf nam. vnd fuͦrt diu in die wuͤsti. vnd do er si dar brâhte. do fuͦrter si vnd traip si in die inwendechait der wuͤsti PrSchw (St)
2,60;
do waz im in siner inwendekeit, wie neiswas in sin sele sprechi also: hab guͦten muͦt Seuse
48,20
u.ö.;
der ander mensche heizet der inner mensche, daz ist des menschen innerkeit. [...] und diu inwendicheit enkêret sich niht ze den fünf sinnen, wan als verre als si ein wîser und ein leiter ist der fünf sinne Eckh
5: 420,2.
5: 256,2
u.ö.;
daz der heilige geist kummet von inbofen [d.i. enbobene
] in den menschen und beruͤret dez menschen indewendekeit und machet eine grosse bewegunge do, also das rehte des menschen indewendekeit wurt umbegekert und in im zuͦmole verwandelt Tauler
38,6.
61,4
u.ö.;
waz in in vellet von bôsen gedanken, daz daz zuhant zu nichte werde und daz iz nit inrure des gemutes innewendikeit HvFritzlHl
250,19;
HvNördlBrf
41,20
MWB 2 1928,5; Bearbeiterin: Baumgarte
innewendiclîche
Adv.
auch in-; auch -lîchen.
‘innen, im Inneren, innerlich’
owê der verlust / unde des grôzen smerzen! / swaz dem menschen ob dem herzen / innewendiclich lît, / daz sach man allez zuo der zît Ottok
21948;
daz in diser vorhte wert / der gotelîchen strâfe swert, / daz sînes herzen ougen / inwendiclîchen tougen / mit stæten sâhen an HvBer
8415;
wa nu, daz ir inwendklich ze tusent malen sprachent in gegenwúrtikeit der gnade: ‘bist du bereit vesteklich ze stenne in gelassenheit?’ Seuse
246,6;
Brun
1476;
RvBib
75,18;
Tauler
387,34
MWB 2 1928,27; Bearbeiterin: Baumgarte
inne wërden, innen wërden
V.
auch in- (
WolfdD
1996,1
) und innan (
PrWack
3,24
).
1
‘jmdn./etw. wahrnehmen, bemerken, spüren, erfahren’ (mit Gen.) 2
‘Macht über etw. bekommen’ (vgl.
inne haben
)
1
‘jmdn./etw. wahrnehmen, bemerken, spüren, erfahren’ (mit Gen.):
dô si des fûris wurden innen SAlex
2405;
der wart Rîchardes innen KvWTurn
955;
daz wir sîn worden inne / sîner argen sinne Ottok
89455;
diu herzeclage, / [...], / diun sî niwan von minnen: / des wirde ich hier an innen, / daz ich ime sô gerne wære bî Tr
1064;
wellen wir hie nit abelassen, so werden wir gottes inne Mechth
7: 61,10;
daz dû den menschen ûf erden / der himelischen hêrschaft / alsô læst inne werden LvRegSyon
4217;
NibA
1474,1;
Roth
5162;
Iw
3888.
7035.
– mit präp. Erg.:
an swemer des innin wirt Litan
686;
dô des an im innen wart / diu süeze KvWHerzm
138;
wirt er ir bî im innen Iw
7054;
von Cundrîen man och innen wart / Parzivâls namn und sîner art Parz
325,17.
– mit dës und korrelierendem Nebensatz:
werde man des innen, / daz ich in habe betrogen Eracl
882.
– mit abh. Nebensatz:
der pabis wart san innen / daz die ware minne / mit ime gebuwet habete Ägidius
1383;
do wart er innin uf dem wege / das in ir muͦt stuͦnt gein Sodoma RvEWchr
4725;
so wirstu inne, geloube mir, / daz got ist verre hoer dir Hiob
13171;
Herb
3664;
HvNstAp
14226
2
‘Macht über etw. bekommen’ (vgl.
inne haben
):
do úm die stat in wart, do in lies er zuͦ hŏbet man / den hertzogen Gerwart WolfdD
1996,1;
was inen ouch guͦtz von irs amptz wegen yemer ynwirdt, das sond sy all vier glych mitainander tailen
2DWB
7:1134,57
MWB 2 1928,39; Bearbeiterin: Baumgarte
inne wësen
V.
→
inne sîn
MWB 2 1929,6;
inne wonen
swV.
→
in wonen
MWB 2 1929,7;
inne würken
swV.
‘im Inneren wirken’
aber zuo dem libe Christi in der verwandelunge waz nidergande die clarheit von der gotheit unde von siner sele niht übermitz [vermittels] wise der wielichi innebelibende unde inne würkende den lip selber [
non per modum qualitatis immanentis et afficientis ipsum corpus
] , sunder mer übermitz wise der lidunge unde fürgande, alse so der luft erlühtet wirt von der sunnen ThvASu
130,19
MWB 2 1929,8; Bearbeiterin: Baumgarte
innic
Adj. , innige
Adv.
1
‘aus dem Innersten kommend, im Innersten angesiedelt’
2
‘innig, andächtig’
3 verschiedene Zugehörigkeitsverhältnisse ausdrückend (zu lat. familiaris , ‘zur familia gehörig’ , vgl. LexMA 4,254-256, 2 HRG 1,1496-1497), ‘jmdm./etw. zugehörig’
3.1 eine Person zu einer Gemeinschaft, subst. 3.2 Besitz zu einer Person 3.3 eine Eigenschaft zu etw.
1
‘aus dem Innersten kommend, im Innersten angesiedelt’
von dem usgedrukten [herausgebildeten] bild uss sinem innigosten abgrúnde Seuse
181,16;
mit einer inniger begerunge Tauler
279,7.
319,4;
der munt der menschen sprichet von dem, daz ime innic ist Eckh (Pf)
424,28.
– subst. Superlativ:
daz lebet eigenlîche in sîme innegesten der sêlen Eckh (Pf)
135,32
(vgl.
innersten Eckh
1:66,6
mit Anm.)
2
‘innig, andächtig’
die bicht sol ouch sin innich als daz gebet PrLpz (L)
33,40.
57,39;
der stein [
pirophilus
] gotes lichnam dütet; / wer innig den drückt an der sele herze / und in mit glouben trütet, / den mag gesterben nicht des todes smerze Mügeln
335,10;
NvJer
18863;
Pass III
433,50
3
verschiedene Zugehörigkeitsverhältnisse ausdrückend (zu lat. familiaris, ‘zur familia gehörig’, vgl. LexMA 4,254-256, 2HRG 1,1496-1497), ‘jmdm./etw. zugehörig’
3.1
eine Person zu einer Gemeinschaft, subst.:
unser lieber inniger der apte und der convent des closters ze Wiltzburch MGHConst
8:371,38
(a. 1347);
so haben wir angesehen und bedacht unserr lieben innigen den abbte und convente dez chlosters ze Halspruͤnn ebd.
8:377,20
(a. 1347)
3.2
Besitz zu einer Person:
sit daz vro Adeleid, [...], iren innegen widemen [Morgengabe/ Witwengut] besezen hat zehen iar [...] daz si den geruͦwecliche besitzen vnd niezen sol vnz an iren tot UrkCorp (WMU)
N507,13
3.3
eine Eigenschaft zu etw.:
ein ander werk ist noch inniger dem steine, daz ist neigunge niderwert [dass er niederfällt, wenn die Umstände entspr. sind]
Eckh
5: 39,4
MWB 2 1929,17; Bearbeiterin: Baumgarte
innicheit
stF.
auch innekeit, innenkeit.
‘Innigkeit, Andächtigkeit, Andacht’
der erste boge der crone wirt gewiret und erlúhtet mit edelme gesteine aller der heligen innikeitte Mechth
7: 1,19;
ich meine reine demut / uz des herzen innekeit Daniel
4899;
so wir mit innenkeit beten HlReg
66,20;
der mensche sol sich in allen gâben lernen selber ûz im tragen und niht eigens behalten noch nihtes ensuochen, weder nutz noch lust noch innicheit Eckh
5: 281,4;
ir innekeit ist so rechte groz Brun
2884.
8460;
Eckh (Pf)
481,1.
–
‘Gekehrtsein nach innen’ (vgl. ûʒerkeit):
die innekeit hete im [Bernhardus] verschoben / die uzerkeit also gar, / daz er zu kore ein ganzez iar / gienc mit den brudern sin / und pruwete nie wie der schin / durch die venstere in schein Pass III
400,42.
–
‘Zurückgezogenheit’
wanne di zit ein ende nam / ir kindebettes innekeit, / daz si dan nach gewonheit / solde nach den vierzic dagen / ir kindelin zu kirchen dragen Elis
2215
MWB 2 1929,49; Bearbeiter: Hansen
inniclich
Adj. , -lîche
Adv.
auch innech- und innenc(h)-; adv. auch -lichen.
1 vereinzelt ‘innewohnend, innen, im Inneren’
1.1 attr. 1.2 adv. 2
‘tief empfunden, von ganzem Herzen, innig’
2.1 attr. 2.2 meist adv.
1
vereinzelt ‘innewohnend, innen, im Inneren’
1.1
attr.:
[Gott Vater,] daz wende uns durch den dinen Christ, / der innechlicher ewechait / unde einer waren gotehait / in des hailigen gaistes ainunge / ze rehter ebenhellunge / mit dir ist ein nomen BenGeb
89
1.2
adv.:
ir und auch uwer gesinde / sult uch verbergen inneclich / in der burge so heimlich, / daz man ir keins sehe hie vor Minneb
3711
2
‘tief empfunden, von ganzem Herzen, innig’
2.1
attr.:
niemen ist sô tumber, / [...] / er enmuge die rehten wârheit / unt mîn vil inneclîchez leit / wol schouwen unde chiesen Wernh
3208;
man beget dise misse mit innechlichim spile, mit innechlicher froͮde, mit ezzinni, mit trinchin, mit wirtsefte Spec
82,5;
er [der Hl. Geist] gibit daz innechliche gebêt ebd.
79,30;
wie sant Peter mit innenchlichen zæhern ze hulden chom PrOberalt
88,36;
sprich diz gebet mit inneclicheme hercen VatGeb
73;
wir hœren von ir schœne jehen, / sin gesæhe nie kein lebende man / mit inneclîchen ougen an, / ern minnete dâ nâch iemer mê / wîp und tugende baz dan ê Tr
638.
–
vrivnt inneclicher [interl. zu amicus intimus
]
PsM
H 54,3
2.2
meist adv.:
si wart vil inneclîchen frô Wernh
647;
im was innechliche leit / daz er iz so lange vriste Eilh
R,1764;
die zît hân ich vertriben hin, / daz ich michs innenclîche schamen UvZLanz
317;
mich riuwet inneclîchen disiu hovevart NibB
443,2;
er [Etzel] enbiutet iu [Kriemhild] inneclîchen minne âne leit ebd.
1232,1;
er [der Hl. Geist] gibet den sin unde die gnade, daz sich der man siner sundin inneclich beclagin mach Spec
79,30;
innenclîchen sêre / beiz si mich in mînen munt, / dô ich si kuste zuo einer stunt MF: Reinm
67: 2,3.
– übergehend zu ‘andächtig’
do huͦb her innicliche / sin ougen uͦf ze Criste Ägidius
1638;
die [Maria] svl wir fil innecliche bitten Konr
18,45;
Spec
95,2;
PrOberalt
69,22;
nu schuͤln wir vil innenchlichen merchen waz disiu wort betuͤten ebd.
117,37.
– zum Verstärkenden übergehend ‘heftig, zutiefst’
ein frouwe schœne von der stimme / sêre und inneclîche erschrac KvWLd
15,24
MWB 2 1930,5; Bearbeiterin: Baumgarte
innigen
swV.
‘jmdn. in sich aufnehmen’
sant Paulus sprichet: ‘întuot iu’, inniget iu ‘Kristum’ [vgl. Rm 13,14] . in dem, daz sich der mensche entuot, sô întuot er Kristum, got, sælicheit und heilicheit Eckh
1:414,1.
– passivisch:
kint, soltu in got geinniget und verwandelt werden, so muͦstu an dir selber verwerden Tauler
314,7;
Eckh
1:237,10
MWB 2 1930,49; Bearbeiterin: Baumgarte
innunge
stF.
1 Vereinigung von Personen, besonders Handwerkern, ‘Vereinigung, Innung, Zunft’ (vgl. DRW 6,262ff. für weitere Belege und spez. Verwendungen) 2
‘Haus, Wohnstätte’
3
‘Innehabung, Besitz’
1
Vereinigung von Personen, besonders Handwerkern, ‘Vereinigung, Innung, Zunft’ (vgl. DRW 6,262ff. für weitere Belege und spez. Verwendungen):
die beckere haben eine innunge hi in der stat zu Vriberc StRFreiberg
241,12;
die vleischower haben ouch eine innunge zu Vriberc in der stat ebd.
245,9
u.ö.;
wanne die kouflute odir andere hantwerckislute czu ir innunge gehe wollen StRMühlh
97
u.ö.
2
‘Haus, Wohnstätte’
an im ergînc di bezzerunge / in des richtêrs innunge / (ich mein Pilati râthûs) JvFrst
7368;
nû het sîn [Kaiphas’] hûs manich gemach, / ditz ouch alsô geschach, / daz Pilatus hir under / het einen gemach besunder / in der selben innunge ebd.
5869.
4894;
unser gelt, das wir in ewer innung haben verloren StRBrünn
174.
– übertr.:
er begunde warten / wî menschlich erlôsunge / in des garten innunge [
in horto (Ferber 59,2)] / geschêhe JvFrst
3398;
si hat mit erlicher craft / des himels innunge Pass I/II (HSW)
28403;
hie von quam da vil manic man, / der mit demuͦte gewan / bi im die innunge / zuͦ siner saldunge [zu seinem Heil]
Vät
6659
3
‘Innehabung, Besitz’
derselb schol das selb phant in seyner innunge und gewalt halden SchöffIglau
83;
des selben gastes gut ist nichtes nicht in meyner ynnunge ebd.
110
MWB 2 1930,56; Bearbeiter: Hansen
inôre
stN.
das Innere des Ohres:
daz [die Arznei] trouphe in daz inôre, sô wirt im des sûsens buoz Barth
147,11
MWB 2 1931,18; Bearbeiter: Hansen
inp-
s.a. enb-, enp-
MWB 2 1931,21;
inpf-
s.a. entv-
MWB 2 1931,22;
inph-
s.a. enph-, entv-
MWB 2 1931,23;
în phlanzen
swV.
‘einpflanzen’
Demetricus spricht: anima est spiritus insertus athomis, das ist die sel ist ein geist, der in gephlanczt vnd geaint ist klainen dingen KvMSel
297;
[die Gnade ist auch zu verstehen] in einre andern wis: [...] ein ingephlantztes ding, daz gotlich ist ThvASu
218,10;
[Maria,] inphlanz der tugent blüte / dem herzen, das nach gnaden stafft Mügeln
126,11;
das in gepflanzete wort Tauler
344,9.
66,22
MWB 2 1931,24; Bearbeiterin: Baumgarte
în phüelen
swV.
‘in den Pfuhl tauchen, beschmutzen’
ir [die in Schande gefallene Meliur] hânt mit liehtem golde / den fûlen mist zerwüelet [wie ein Schwein mit goldenem Nasenring] . / der cirkel [Ring] ist enphüelet / von iu sô rehte vaste, / daz er von sîme glaste / muoz gescheiden iemer sîn KvWPart
8486
MWB 2 1931,33; Bearbeiterin: Baumgarte
în platzen
swV.
‘lärmend überfallen, einfallen’
von Littouwin sich machtin / reckin ûzgesundirt / wol vîrzig unde hundirt / unde quâmen durch bejac / an sente Michahêlis tac / gar ungewarnit îngeplatzt / zu Strazberc, daz nûwelîch besatzt / was dâ vor zu einre stat NvJer
21068
MWB 2 1931,40; Bearbeiterin: Baumgarte
în prëssen
swV.
‘eindrücken, eindringen’
inpressiones: inpressinde kraft, inslag VocAbstr (H)
I,26
MWB 2 1931,46; Bearbeiterin: Baumgarte
inqu-
s.a. enqu-
MWB 2 1931,49;
în quicken
swV.
‘neues Leben in jmdn. hinein geben’
do sprach daz kint [Jesus] : nu habe di craft, / ob du [Joseph] wilt, ganc da hin / und quicke in sin leben in Pass I/II (HSW)
4562
MWB 2 1931,50; Bearbeiterin: Baumgarte
în recken
swV.
‘hineinstrecken’
mîn uuîne ráchta sîne hánt ín ze mír ze / êinemo fénstre Will
79,1
MWB 2 1931,54; Bearbeiterin: Baumgarte
în rëgenen
swV.
‘hineinregnen’ (hier tr. mit Akk.d.P.), bildl.:
es solen [...] die wolcken der siben gab dez heiligen geistz in regnen in dein sel den gerechten [Christus]
HvNördlBrf
16,28
MWB 2 1931,56; Bearbeiterin: Baumgarte
în rëmen
swV.
Bed. und Herkunft unklar, wohl ‘an jmdm. für etw. Vergeltung üben, jmdn. bestrafen’ (vgl. Jänicke, ZfdA 14,559):
der mich sô beswæret hât [in dem er die Aufmerksamkeit der umworbenen Frau auf sich gezogen hat] / und mir für ir hulde stât, / er sol wizzen, kumt ez sô, daz ich imz in gereme, / dâ den vriunden sîn / wirt ir herze von gesêret Neidh
WL 23:2,8;
sin geilir lif wirt da gezemet [in der Hölle, wegen der Ausschweifungen] ; / id wirt on allet ingeremmet, / so dat ime bezer were, / dat in sin muͦder nie gebere Lilie
72,224;
daz si Partonopiere / sîn herze an fröuden hât erlemt, / daz habe ich ir wol în geremt / mit hôher kestigunge sît KvWPart
14754
MWB 2 1931,60; Bearbeiterin: Baumgarte |