i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen în ünden – în vleischen învleischunge – înwander inwaner – în wischen în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
îngedrücketheit
stF.
‘Einprägung, Abbild’ (vgl.
îndrückunge
):
ein meister sprichet, daz alle die nidersten krefte der sêle, als verre sie hânt berüeret zît oder stat, als vil hânt sie verlorn ir juncvröuweclîche reinicheit und enmügen niemer sô gar ûzgezogen werden noch sô gar gebiutelt werden, daz sie iemer komen mügen in die obersten krefte; in wirt aber wol gegeben ein glîchez bilde einer îngedrücketheit Eckh
1:275,12
MWB 2 1891,36; Bearbeiterin: Baumgarte
îngegeisticheit
stF.
Bed. unklar; wohl ‘Zustand des von außen nicht zugänglichen Geistseins Gottes’
aber diu îngegeistikeit gotes daz ist diu verborgenheit, nâch der hangende ist der geist, der disem ouch entsinket, wan diu tougenlîche stilheit der einekeit diu ist verborgen in einer stillen tiefe, alsô daz al crêatûre niemer ze grunde gegründet ir iht Überschall (Pf)
520,32
MWB 2 1891,45; Bearbeiterin: Baumgarte
ingegen-
→
engegen
-
MWB 2 1891,53;
ingehiuse
stN.
1
‘Beherbergter, Mieter’ (vgl.
inman
) 2
‘das Innere eines Hauses, Innenraum’
1
‘Beherbergter, Mieter’ (vgl.
inman
):
es mùgen auch dez wirtes chnecht oder sein ingehaùz, daz man sind und die ze iren tagen chomen sind, guͦt ziug sein OberBairLdr
180
2
‘das Innere eines Hauses, Innenraum’
ob dan etslicher zunge giht: / ‘er ist in ingehuse [
in penetrabilibus Mt 24,26] dort’, / des glaubent niht als vm ein wort EvStPaul
1279
MWB 2 1891,54; Bearbeiterin: Baumgarte
în geisten
swV.
‘(durch den Hl. Geist) eingeben’
dô sach man [...] pilgerîn / zu Prûzinlande varen în, / als in daz got îngeiste / mit genâdin volleiste NvJer
22758;
in dekeiner andern wis ist si [die Seele Christi] sinem libe ingegeistet denne die sele den andern menschen ingegeistet [
inspirata
] si von anegenge ThvASu
52,27.
198,18
MWB 2 1891,62; Bearbeiterin: Baumgarte
îngeistunge
stF.
‘Eingebung, Einhauchung’
und also dicke also der mensche herinloget mit dem liehte der redelicheit und hie zuͦ gotte keret, also dicke wurt ein vereinunge do und ein núwe ingeistunge des heilgen geistes in eime iegelichen oͮgenblicke Tauler
92,30
MWB 2 1892,5; Bearbeiterin: Baumgarte
îngelæʒe
stSubst.
‘Einflüsterung’ (vgl. Anm.z.St. und
înlâʒunge
und
înbildunge
):
da sprich in des boͤsen geistes ingeleze also: herre, als dicke diser boͤser geist [...] sogetan ungeneme gedenke in mich sendent wider minen willen, [...]
Seuse
311,23
MWB 2 1892,11; Bearbeiterin: Baumgarte
îngen
V.
→
în gân
MWB 2 1892,16;
îngêndic
Adj.
‘beginnend’ (von Jahren und Monaten; vgl.
în gân
2):
avn [
âne, außer] alain daz ingendig jar PrWack
35,74;
diz geschach [...] an deme zinstage vor ingaendigen maigen UrkCorp
2406,14
MWB 2 1892,17; Bearbeiterin: Baumgarte
îngenomenheit
stF.
‘Zustand der Selbstvergessenheit des Geistes beim Streben nach Einigung mit Gott’
in der ingenomenheit kunt der geist neiswi in sin selbes vergessenheit und verlornheit Seuse
182,29
u.ö. (s.a. Anm. und Glr.z.St.);
wie es do gat in der ingenummenheit, do were besser von zuͦ bevindende denne zuͦ sprechende Tauler
316,24
MWB 2 1892,22; Bearbeiterin: Baumgarte
ingeræte
stN.
Gerätschaft, die der Aufrechterhaltung eines Haushalts dient, ‘Hausrat’ ( vgl. 2HRG, 2,824f.):
ir schuzzeln unde ir pannen, / ir hevene unde ir kannen, / waz di kuchene ummen hert / hat zu ingerede wert, / daz wusch die frouwe reine / alles alters eine Elis
7424;
meister Cunrat aber sprach / zu der frouwen lobelich, / daz si vil wol bedechte sich / [...] / waz si nu, di vil gute, / mit al ir ingerede, / waz si di frouwe hede, / nutzes wolde machen ebd.
8993
(vgl.
gerâde
stF.);
mit deme dritteil allis ingeretis von tischen, von benkin und von anderm ingerethe DRW
6,220
(Goerlitz, Breslau; a. 1332)
MWB 2 1892,29; Bearbeiterin: Baumgarte
ingeriusche
stN.
‘Eingeweide’
das ist der sacz uber das fleisch [...] hett aber ir kainer gemain mit dem andern, der soll das taylen an dem nagel und soll es auf sein selbs panck verkauffen an lemmer und an kicz und an ingerewsch, daz dovon kumpt UrkEichst
2,153
(a. 1319)
MWB 2 1892,42; Bearbeiterin: Baumgarte
ingesîde
stN.
→
ingesinde
MWB 2 1892,48;
ingesigel
stN.
‘Siegel’ (vgl.
gesigel
, insigel,
sigel
; vgl. DRW 6,276-281; WMU 2,939-941)
1
‘Siegelabdruck; angehängtes Siegel’
2 Gerät zum Formen des Siegelabdrucks, Hohlform ‘Siegelstempel, Petschaft; Siegelring’
3 in unterschiedlichen übertr. Bed. 3.1
‘Abdruck, Zeichen, Mal, Spur’
3.2
‘Beglaubigungsmittel, Garantie, Sicherheit’
3.3
‘Vorbild, Muster’
3.4
‘Verschluss, Versiegelung’
4
‘versiegelter Behälter’ (?) (oder zu 1 ‘Siegel’ ? (aus Silber))
1
‘Siegelabdruck; angehängtes Siegel’
swaz er [Alexander] brieve sande / gen Asîâ in den gewalt, / dar an wolde der degen balt / daz ingesigel von Persîâ [was er erobert hat] / senden, gein Eurôpâ / sîn [ererbtes] erbinsigel RvEAlex
18413;
Wig
9617;
der valsche torechte gief [Dummkopf] / sloz an den leidigen brief / sin ingesigele MarLegPass
23,127.
– übertr.:
du [Maria] bist ein warez ingesigel, / darin nach menschlicher art / diu gotheit gedrücket wart / und an sich nam ir zeichen KvWGS
490.
–
‘Metallsiegel, Bulle’
daruß nam sie einen brieff mit eim ingesiegel das guldin was Lanc
491,29
2
Gerät zum Formen des Siegelabdrucks, Hohlform ‘Siegelstempel, Petschaft; Siegelring’
drücket man ein ingesigel an ein grüene wahs oder an ein rôt oder in ein tuoch, daz ist alles ein bilde Eckh
2:136,3.
3:46,5;
alsam daz wahs [Akk.] ein ingesigel [Nom.] / formieret nâch dem bilde sîn, / swenn ez gedrücket wirt dar în KvWTroj
6386;
zû hant nam er von Nieflant / daz ingesigel [Siegelring] zû sîner hant. / daz hatte meister Anne / [...] / mêr dan drî jâr getragen LivlChr
4400.
4384.
9771;
Hester
638;
lunulæ: insigile, ingisigile sunt in modum lunæ factæ SummHeinr
2:36,111.
1:331,231.
–
heimelich ~
‘Sekretsiegel, Rücksiegel’
dez gebe wir disen brief zu urkunde versigelt mit unsem heymelichen insigele, wenne wir daz groze insigel verlorn haben MGHConst
5:316b,16
(a. 1316);
der kunic sin vingerlin do nam, / dar umme was mit buchstaben / sin heimelich ingesigel irgraben Hester
616.
–
die selbe kamere [
matrix, Gebärmutter] hat inner halb siben jngesigele. die sint ergraben alse ein múnzisen nach des menschen bilde Lucid
62,4.
– übertr.:
sins bildes ingesigel / got druckt in einen kloß. / sus menschen art sich zunte Mügeln
345,3
3
in unterschiedlichen übertr. Bed.
3.1
‘Abdruck, Zeichen, Mal, Spur’
der sorgen wârez ingesigel / was im gedrücket in den muot KvWPart
1308;
diu minne ir ingesigel streich / der klâren under ougen ebd.
17384;
er pegraiff ainen türrigel, / da mit slug er ingesigel / auff den ungeerten man HvNstAp
19479;
dâ irme wangen wart der slac, / daz mâl sie hâte immer mê, / man sachz an irme wangen stê / als eins ingesigels druc EbvErf
3719
3.2
‘Beglaubigungsmittel, Garantie, Sicherheit’
ab er das centrum roubet nu in zornes flut, / so ist gesatzt in wandelunge gotes mut, / in bruch sin wort; das ist ein fremdes hören. / was hilfet dann sin ingesigel, / das er uß sines herzen milde †riffte / und goß es in der meide tigel, / bi dem er himel, mer und erde stifte? Mügeln
32,7;
die ere ist des glückes erz, / der selikeit das hochste ingesigel ebd.
55,12;
wan dú helige diemuͤtige gehorsami ist aller tugenden ein ingesigel Mechth
6: 19,14;
Frl
2:17,12
3.3
‘Vorbild, Muster’
do shuͦf er [Gott] in deme himele / nah sineme ingesigele / einen engel der hiz Lucifer / den zehenten chôr [Engelschor] den hete er VMos
4,14;
barmunge ist alsô gehiurt [ehrenhaft geworden] , / daz si dir got hât ze ingesigel gestempfet [als Muster vorgegeben]
Boppe
1:17,10
3.4
‘Verschluss, Versiegelung’
in das grab man in [Jesus] do leit, / dar uf ainen stain, gross und breit. / da wart vil ingesigel an / durch grosse sicherhait getan, / umb das dar nieman kæme / und in von dannan næme WernhMl
11643
4
‘versiegelter Behälter’ (?) (oder zu 1 ‘Siegel’ ? (aus Silber)):
zwei ingesegele silberin / da was der brief gemachet in, / uf daz er lange werte also Vät
38871
MWB 2 1892,49; Bearbeiterin: Baumgarte
ingesigelde
stN.
‘Siegel’ (vgl.
ingesigel
):
daz diz stete blibe, des gebin wir disin brief bestetiget mit vnsirin ingesigildin, Rudolfes vnd Anselmis, der rittere von Drachinvels UrkCorp (WMU)
883A,18.
903,33
MWB 2 1893,57; Bearbeiterin: Baumgarte
ingesinde
stswM.
F.
WolfdB
80,1.
jmd., der zum Haus eines Herren gehört (vgl.
ingesinde
stN.;
gesinde
):
im [dem hl. Thomas am Hof des engl. Königs] was zu rechte wol bekant / wie er solte mazen / sin tun und sin lazen / bi luten und alleine, / des wart er in gemeine / ein lieblich ingesinde Pass III
53,19;
ich bin des milten lantgrâven ingesinde Walth
35,7;
ein minneclichiu meit, / diu ist ingesinde bî miner tohter hie WolfdB
80,1
allen [
zuͦkominden gesten] zimlic ehre werde irbotin alrmaiste den ingisinden dis gloͮbin [
domesticis fidei
] vnde bilgirin BrZw
53;
Parz
7,20.
7,3;
Tr
3395;
SAlex
4625.
– übertr.:
alsus wart er [der hl. Franziskus] der werlde gast / und des himels ingesinde LvRegFr
4004;
LvRegSyon
3598;
sist gar ein reine sælic wîp, / des wunsches ingesinde KLD: HvM
5:2,6;
diu sælde het zuo im gesworn / zeim stæten ingesinde. / siu huote sîn von kinde UvZLanz
1583.
– oft Kämpfer oder
dienestman
im Gefolge eines Herren:
ze liebem ingesinde / wart Lanzelet [von Artus] enphangen. / nu ez alsus ist ergangen, / daz ein alse vorder man / durch sîne wirde gewan / stuol zer tavelrunde UvZLanz
5414;
dô was dâ mite verrâten der Kriemhilde man. / urloup nam dô Hagene, dô gie er vrœlîche dan. / des küniges ingesinde was allez wol gemuot. / ich wæne immer recke deheiner mêr getuot / sô grôzer meinræte, sô dâ von im ergie NibB
906,1;
dô schuof er dâ zehande / für die Etzelen man / fünf hundert guoter helde sân / der sînen ingesinden Bit
9701.
10526;
dar quam die riese Asprian / vnde Widolt [...] der helt Grimme / der riesin ingesinde Roth
5021
MWB 2 1893,62; Bearbeiterin: Baumgarte
ingesinde
stN.
auch ingeside (z.B.
Rol
6451
).
Gesamtheit aller Personen, die einem Hausstand zugeordnet und dem Hausherren unterstellt sind (vgl.
gesinde
, s.a.
hûs
):
– für die ‘Dienerschaft, Bedienstete’
sô di frowe scône / Candacis ze mûse ginc, / sô stunden dâr an einen rinc / tûsint jungelinge / von irn ingesinde, / di plâgen hubischeite vile / mit allir slahte seitspile, / unde funf hundrit junchêren, / di mit allen êren / des hobis wol plâgen / unde wazzer gâben / und di dâ ware nâmen / der geste, di dâ quâmen SAlex
6036.
5930;
heim reit er [Hector] froliche. / von wibe vnd von kinde, / von dem in gesinde / wart er baz, was sol es me, / enphangen danne er wer e Herb
7166;
zehant begunde im an der frist / sîn werdez ingesinde sagen, / daz im sîn truhsæze erslagen / wære KvWHvK
169;
von Dürgen fürste Herman, / etslîch dîn ingesinde ich maz, / daz ûzgesinde hieze baz Parz
297,17;
von taverne ingesinde Wh
44,12;
AvaLJ
197,2;
NibB
558,4;
Tr
3232;
–
do waren di zwelf herren, di mit gote waren, / jungern di sinen, daz heilige ingesinde AvaLJ
56,2;
stæteʒ ~
:
daz die milten alsô früege sterbent, / die nâch prîse werbent, / daz geschiht dâvon, / daz ir alze kûme / got in himels rûme / wil enbern ze stætem ingesinde KvWLd
31,120;
ir [Tristan und Isoldes] stætez ingesinde / daz was diu grüene linde, / der schate und diu sunne, / diu riviere unde der brunne, / bluomen, gras, loup unde bluot, / daz in den ougen sanfte tuot. / ir dienest was der vogele schal Tr
16881.
– für die ‘(kämpfenden) Gefolgsleute’
mit schilde bevangen / ist zingesinde mir benant / manec rîter wert erkant Parz
768,21;
er furt ain ingesinde / das uns hilfft von diser nott HvNstAp
3476;
NibB
1621,2.
– für das ‘Gefolge’ von adeligen Männern und Frauen:
si [Erec, Gawain, Lanzelet und Iwein] kâmen dar mit rîcheit, / wol geriten und gekleit, / als ez ir êren wol gezam; / ir geverte daz was âne scham. / si vuorten ingesindes vil. / busûnen unde seitspil / vor in ûf der strâze hal Wig
9578;
dô daz ingesinde [
mâgen unde man
] den willen sîn ersach, / daz er warp nâch êren, dô liezen si in gân NibB
2036,2.
1610,1
u.ö.;
von Damen:
wiltu niht eigen sîn, / sô muostu [Kriemhild] dich scheiden mit den vrouwen dîn / von mînem [Brunhildes] ingesinde, dâ wir zem münster gân NibB
830,3.
1379,3.
785,3;
edel ~
:
ir edel ingesinde vrou Kriemhilt zuo z^$’ir gewan, / zwô und drîzec meide unt fünf hundert man NibB
700,2;
dô sach man mit den künegen hin ze hove gân / ir edeln ingesindes tûsent küener man, / dar über sehzec recken, die wâren mit in komen. / die het in sînem lande der küene Hagen genomen ebd.
1806,2
u.ö.
– in verschiedenen bildl. Verwendungen für Gefolgsleute und Diener:
wie der himelische chvnich im hivte erwelte vz sinem ingesinde der oberisten fuͤrsten einen, sant Gabrielem den erczengel Konr
8,4;
wan er so gar suͦze ist, da uon ist er so unvirdrozinlich allime himilschin ingesinde PrGeorg (Sch)
28,130.
5,235;
do sprachent vil geswinde / des túvels ingesinde, / [...], / das Ihesus schuldig wær dar an WernhMl
4876.
8783;
mâz unde kiusche sint dîn ingesinde KLD: Kzl
16: 1,14
MWB 2 1894,31; Bearbeiterin: Baumgarte
ingesinden
swV.
‘jmdn. in seinen Hausstand, sein Gefolge aufnehmen’ (vgl.
ingesinde
stN., hier übertr.):
jâmer hât mich gingesindet. / von den sorgen / muoz ich verworren nû in stæter riuwen stricke worgen KLD: BvH
4: 2,9
MWB 2 1895,31; Bearbeiterin: Baumgarte
ingeslehte
stN.
→
2geslehte
MWB 2 1895,36;
îngesloʒʒenheit
stF.
‘Eingeschlossensein, substanzielle Zugehörigkeit/ Gleichheit’ (vgl.
în slieʒen
,
înslieʒunge
):
vernünfticheit ist daz oberste teil der sêle, dâ si hât ein mitesîn und ein îngeslozzenheit mit den engeln in engelischer natûre Eckh
2:317,8
(=
Parad
52,36
).
MWB 2 1895,37; Bearbeiterin: Baumgarte
ingesüeʒe
Subst.
eine Farnpflanze, ‘Engelsüß’ (vgl. Marzell 3,945; s.a.
engelsüeze
,
insüeʒe
):
polipodium: ingsuͤsse VocOpt
50.246
MWB 2 1895,43; Bearbeiterin: Baumgarte
ingetüeme
stN.
‘das, was innen ist’
1
‘Hausrat’
2
‘Eingeweide’
1
‘Hausrat’
du hast in diser werilde genuc. / uil michelen uͦb, / groz ingetvme, / scatzis gnvge, / di guldinen copfe / di silberinen nepfe / daz edele gesteine Glaub
2408;
ir karren, uf den si vuren ir ingetume und ir krankis gesinde MarcoPolo
17,7;
allen hûsrât vnde wâpen, di sî selbe bederben [benutzen] , schullen sî niht vorschozzen [versteuern] ; allerhande gesmîde vnde vrowen ingetüme schol man niht verschozzen UrkZeitz
35
(a. 1322);
UrkKölnSchr
1,238
(a. 1159/70);
lesistu selbe ein hus wirken, / daz in buwe [l. enbûwe
] nicht zu rume / noch zu groz zu dime in getume Elmend
A 944;
alles daz sy hat an ingetume, is sy an cleydirn, an bettegewande, an gesmyde, an slewirn, an gevesse, adir woran das wer AnzfKdVz
18,12;
Glaub
2408
2
‘Eingeweide’
ilia uiscera: ingetvͦme Gl
3:661,69
(BStK287);
oder dû schürfe einen hannen unde wirf daz ingetuome ouz Barth
146,34;
daz hoͮbet mit den fuͦzzen [des geschlachteten Lammes] / daz lât iw wesen suͦzze, / unde daz ingetuͦme / daz lât iw wesen suͦme [angenehm, caput cum pedibus eius et intestinis vorabitis Ex 12,9]
Exod
2499
MWB 2 1895,46; Bearbeiterin: Baumgarte
îngevelle
stN.
‘Eindringen, Einfall’
wan er hat mich erlöst auß der jaͤger gestelle [Nachstellung] , und von des scharffen wortes ingefelle [
quoniam ipse liberavit me de laqueo venantium et a verbo aspero Ps 90,3]
PsMb
32 (Glossar)
MWB 2 1896,6; Bearbeiterin: Baumgarte
îngevloʒʒenheit
stF.
‘Einfließen, Einfließung’
dú obrest richheit dez geistes in siner eigen forme lit dar an, daz er sunder gebrestlich swarheit sich uf swinget mit goͤtlicher kraft in sin liehtrichen vernúnftkeit, da er enpfindet himelsches trostes emzig ingeflossenheit Seuse
193,7
MWB 2 1896,11; Bearbeiterin: Baumgarte
ingewant
stN.
‘Eingeweide, Kutteln’
ingwant bletze [kleine Stücke; ‘Kuttelplätzchen’ (Anm.z.St.)] , term und magen / und ouch kragen zuo der gluot SM: Had
20: 2,4.
44: 2,1.
18: 1,12
MWB 2 1896,17; Bearbeiterin: Baumgarte |