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ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   înborn - in|d-    


înborn Part.-Adj. îngeborn

MWB 2 1880,14;

în born swV. ‘(in etw.) hineinbohren’ niden an der wende / bi des bettes ende / begund der knab in boren / mit schufeln und mit schoren [Hauen] DreiFrauen 334; sid ich dir nu anders nit getuͦn mag, so wil ich dinen lip doch mit disem negber [ nabegêr, ‘Bohrer’ ] pingen und ze dem mund in boren, daz dir als we muͦss geschehen, als gross din lust mit fleisch essen ist gewesen Seuse 61,16

MWB 2 1880,15; Bearbeiterin: Baumgarte

inbot stN. auch ingebot. ‘Gebot, Auftrag, Weisung’ ‘mandatum’ heizzet ‘inbot’. daz me den heimlichen truten unde den sunterfriunten inbiutet PsWindb 118,4(Randgl.); daz ih behuote inbot diniu [interl. zu ut custodiam mandata tua ] ebd. 118,60. 118,63; dô sageten si ir daz inbot [die ausgeschickten Männer teilen Crescentia mit, dass sie durch ihren Ehemann (Kaiser) beauftragt sind, sie zu töten] Kchr 11854; ‘vbir vierzic tâge so wirt verwandelt Ninnive.’ daz gotis îngebot wart geseit dem kunige Spec 62,18

MWB 2 1880,23; Bearbeiterin: Baumgarte

în brëchen stV. 1 intr. ‘gewaltsam eindringen’
1.1 in einen Raum oder als Raum Gedachtes
1.2 in etw. Festes
2 tr. ‘etw. gewaltsam (in etw. Festes) hineinbrechen’
   1 intr. ‘gewaltsam eindringen’    1.1 in einen Raum oder als Raum Gedachtes: der bischof sich do wante / zu dem volke unde sach, / wie die schar zur tur inbrach, / die nicht gutes meinte Pass III 59,4; dâ brach er zuo den türen în Tr 13529; RvEWchr 4792; Kreuzf 2947. 2942; we dem kloster, da disú zwei [ inwendig frevel geselschaft und uswendig schedlich frúntschaft ] in gebrechent! Seuse 382,19 (= 463,27 ). daz her bî Posenow înbrach / und durchreit den strich sô vort / bis an dî stat zu Frankenvort / mit roube und mit brande NvJer 26435    1.2 in etw. Festes: an der selben bekorunge [Versuchung] / des obzes nam der junge [Adam] / den angel [...] der brach im durch den hals in / biz her worgete dor an HeslApk 5766    2 tr. ‘etw. gewaltsam (in etw. Festes) hineinbrechen’ ist aber, daz ein man sinken wil eine grube, di da heizet ein heimelichkeit [stilles Örtchen] , di muz he inbrechen oder inslan dri vuze von sime nakebure [Nachbarn] StRFreiberg 31,17

MWB 2 1880,34; Bearbeiterin: Baumgarte

în brëhen swV. wohl hierher und nicht zu în brëchen ‘nach innen leuchten’ der selben vernúnftiges lieht ist us brechende und nút in brechende als daz ful holtz, daz dez nahtes schinet etwaz [durch Bioluminiszenz eines Pilzmyzels schwach schimmernd] Seuse 157,1

MWB 2 1880,55; Bearbeiterin: Baumgarte

în brîden stV. ‘hineinweben’ der samît als ein rôse bran / in einem rôten glaste, / dar ûz dem hôhen gaste / was sîn wâpencleit gesniten. / ein wunder was dar în gebriten, / daz diu sŷrêne heizet KvWTroj 3738; dâ wâren strîfen în gebriten / ûz grüener sîden vingers breit ebd. 2948

MWB 2 1880,61; Bearbeiterin: Baumgarte

în bringen V. 1 ‘hereinbringen’
2 ‘einbringen, einnehmen’ (von Geld und Besitz)
2.1 ‘(zusätzlichen Besitz) einbringen’ (auch in die Erbmasse s. DRW 2,1370 s.v. einbringen 5; WMU 2,924 s.v. înbringen B2)
2.2 ‘(Geld/  Abgaben) einziehen, einnehmen’ (s.a. DRW 2,1369f. s.v. einbringen 4; WMU 2,924 s.v. înbringen B1)
   1 ‘hereinbringen’ si brâhten wider în zer tür / daz si mit zuht ê truogen für Parz 240,21; sus brâhtens in heinlîchen în / wider durch ir hâltürlîn Tr 9497. – übertr.: nû sol ich abir brengin în / ein teil der schichte, dî dâ sîn / in andrin landin geschên NvJer 15363; dar umbe sol der mensche vlîziclîchen behüeten sîniu ougen, daz sie iht înbringen, daz der sêle schedelich sî Eckh 2:138,5 u.ö.; und die do rechte one mittel inbringent den heiligen geist in einer hohen wisen, daz ist wore abgescheidenheit und lidikeit und innikeit und einikeit Tauler 91,30. 250,14    2 ‘einbringen, einnehmen’ (von Geld und Besitz)    2.1 ‘(zusätzlichen Besitz) einbringen’ (auch in die Erbmasse s. DRW 2,1370 s.v. einbringen 5; WMU 2,924 s.v. înbringen B2): er riet und bat flîziclich, / daz der kunic solt dem rîch / disiu lant in bringen Ottok 13763. 19038. 19806; als er datz Âche hiet gesworn, / swaz dem rîche wær verlorn, / daz sold er in bringen; / er hiet gelobt an allen dingen / daz rîche bezzern unde mêrn ebd. 12835    2.2 ‘(Geld/  Abgaben) einziehen, einnehmen’ (s.a. DRW 2,1369f. s.v. einbringen 4; WMU 2,924 s.v. înbringen B1): er sol auch elliu iar mit den stiurmaistern sweren die stiur getriwlich besorgen und einzebringen alz verr es an im stat ungevarlich StRAugsb 251,14; wann mein paid vorgenant toͤchter geistlich sint vnd sich selb nicht besorgen mogen, wil ich vnd mein erben die sorg fur sev tragen vnd in die guͤllt inpringen ân all ir mue vnd nach vnsern trewn UrkEnns 6,469 (a. 1344)

MWB 2 1881,3; Bearbeiterin: Baumgarte

inbrinnende Part.-Adj. ‘heftig brennend, leidenschaftlich entbrannt’ (mit intensivierendem → in-; vgl. enbrinnen ): entliuhte uns, liehtebernder tac, / inbrinnend minne, balsmen smac, / blüejender hac, / inbrünstgiu herzen hitze LobGesMar 15,2

MWB 2 1881,34; Bearbeiterin: Baumgarte

în brocken swV. etw. (Brot) in Stückchen in eine Flüssigkeit hinein geben ‘einbrocken’ intero: înbrockin VocAbstr 377

MWB 2 1881,39; Bearbeiterin: Baumgarte

înbruch stM. ‘Zusammenbruch, Einbruch’ mugint ir geischlich zuht nit genzlich fúr bringen, so ahtend doch, daz nit ablasses [Nachlassen] noh sweres inbruches under úch geschehe Seuse 382,4. 463,14. – unklar, ob hierher oder ‘Nachinnendringen, Nachinnenrichten’ (vgl. în brëchen , înbrüchic ) oder ‘Einziehen’ (vgl. Glr.z.St.): so sich ein gelassenr mensch fuͤgen wil zuͦ der warheit, so sol er sich flizzen, daz er nem einen inbruch der sinnen, wan got ist ein geist Seuse 168,30. 359,3

MWB 2 1881,42; Bearbeiterin: Baumgarte

înbrüchic Adj. ‘nach innen gerichtet’ do kom dú selb jubilierend gnade her wider und ward im neiswi in beliplicher wise, [...], dik in dem bad ald ob tische ward im dú selb gnade; aber daz geschah in inbrúchiger wise, nút in usbrúchiger wise Seuse 175,26

MWB 2 1881,52; Bearbeiterin: Baumgarte

inbrünste Adj. inbrünstic

MWB 2 1881,58;

inbrünstic Adj. ‘heftig brennend, stark entflammt’ (zu brünstec mit intensivierendem (?) → in- ): daz ein inbrúnstigú vakel enbrunnen sie in dinem herzen Seuse 384,15. 466,16; luͦg oͮch, wie die hohen seraphin und die minnrichen selen des selben kores [Engelschores] ein inbrúnstiges ufflammen hein ane underlaz in mich [die Ewige Weisheit] ebd. 243,13. – übertr. ‘stark verlangend, leidenschaftlich’ si rûften ‘crucifige’/ nicht eines, sunder zwir, / wan inbrunstic was ir gir / und erhitzt ûf Christi tôt JvFrst 7416; daz miner tochter mund so rott / von mine [l. minne ] ie so inbrünstig ward, / des litt erschlagen menig ritter zartt GTroj 23559; ir [des Paares] frœlîch lust was ûf den haft [Verbindung, Festhalten] / der minne kon [ kone swstF., stM. ‘Ehepartner’] inbrünstic Reinfr 11143; meist bezogen auf religiösen Eifer oder die myst. Liebe zu Gott: vil süezer trôst und genâde geschach, / dô des heiligen geistes güete / inbrünstic si machte mit sîner glüete Renner 13212; ei wel inbrunstec minne, / da sich erzouget inne / zu gesichte ieso gereit / godes gegenwurtekeit! Elis 5337. 5140; ich jage ze dir mit hitzigem inbrúnstigem ernste, als der hirze zuͦ dem lebenden brunnen Seuse 216,16 u.ö.; wohl hierher (vgl. Pfeiffer Anm.z.St.): entliuhte uns, liehtebernder tac, / inbrinnend minne, balsmen smac, / blüejender hac, / inbrünstgiu [Hs. inbrv́nstîv ] herzen hitze LobGesMar 15,4

MWB 2 1881,59; Bearbeiterin: Baumgarte

inbrünsticlîche Adv. ‘heftig brennend, leidenschaftlich’ des hat ein furic minne / ir herze unde aller ir sinne / inbrunstecliche enzundet Elis 979; daz dú minnevackel ze allen ziten inbrúnstklich uf schlahe in allem minem gebette [Gebet] Seuse 314,3; so inbrunstklich glenzende ebd. 241,11. 317,16. 395,27

MWB 2 1882,24; Bearbeiterin: Baumgarte

inbrünstlîche Adv. ‘heftig brennend, leidenschaftlich’ welch sêlic mensche hât nu den sin, / der sich ze gote und in got senke / und inbrünstlich an in gedenke? Renner 22536; ker wider, daz wir dich an gesehen: der vatter mit sime gewalte, [...], der heilige geist, daz er dich inbrúnstlich wider enzúnde als ie von erst Seuse 436,2. 549,1

MWB 2 1882,30; Bearbeiterin: Baumgarte

în bücken, -bucken swV. ‘eindrücken’ ein nase mitten gebuͤcket in Physiogn 227

MWB 2 1882,37; Bearbeiterin: Baumgarte

în buosemen swV. Lehnübers. zu lat. insinuare, hier ‘(Wissen/  Gewissheit) eingeben’ du der dem mennisken wihslichen in buosmest. zewizzene tuost die gewizzene daz er iht uerlazze [interl. zu qui homini prudentes insinuas scientiam ne derelinquat ] PsWindb 93,Oratio

MWB 2 1882,39; Bearbeiterin: Baumgarte

înburc|heit stF. ‘Rückzug in die innere Burg, in die Sicherheit einer inneren Eingeschlossenheit ’ (FWB 8,68 ‘tiefe, religiöse Einkehr’, Glr.z.St. ‘Seelengrund’): ein gelassenr mensch, so sich der in inburgheit sezzet mit ingefuͤrten sinnen Seuse 169,28

MWB 2 1882,45; Bearbeiterin: Baumgarte

inbûwe swM. ‘Einwohner’ an der vart / wurdin sî aldort gewar / toplin [würfeln] in der bûvin [La. inbuwin ] schar / einen knabin, der was risch, / kreftic, schône unde vrisch NvJer 7316

MWB 2 1882,50; Bearbeiterin: Baumgarte

in bûʒen Adv. enbûʒen

MWB 2 1882,54;

inc- s.a. enk-, enz-

MWB 2 1882,55;

incarnation stF. ‘Menschwerdung, Geburt (Christi)’ im Datum, vgl. WMU 3,2581.

MWB 2 1882,56; Bearbeiterin: Baumgarte

in|ch- enk-

MWB 2 1882,58;

în conformieren swV. ‘hineinformen, hineinbilden in eine Wesensform’ (vgl. Rosenqvist 1,121; vgl. în bilden , în formen , în formieren ): in diseme werdent die menschen geruͤret mit der wunden minne; sunder die andern sint inconformieret und ingenummen in die gevangene minne Tauler 316,23

MWB 2 1882,59; Bearbeiterin: Baumgarte

in|d- s.a. end-, ent-

MWB 2 1883,1;