d – dalmut dam – dancsagen dancwillen – dannen von dannen vür – dæren dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe darre – dast dâte – deckeschûr deckevël – dëhsen dëhsîsen – denclîche dencliute – derpkuoche derpteic – diadrogant dîâken – diehter diehterîde – dienestbære dienestbærecheit – dienestman|erbe dienestmanguot – 2diep diep- – diernkint diernlach – dilde dille – dincphliht dincphlihte – dingelîn, dingel 1dingen – dirhalp dirre – distelîn distelsâme – diupe (?) diupguot, diubsguot (?) – dôfheit dôgen, dougen – donerec donergebirge – dorferlêhen dorfgebûwære – dorfschaft dorfsmit – dorneht dorneht – dörperdiet dörperecheit – dôʒen drabeknëht – drangen drangest – drî drîancasîne – drîgesæʒe drîgevar – dringen drî|nisse – drittelhof drittestunt – drîzëhen drîzëhenære – druc drûch – drüʒʒelstôʒ du, dû – dumme dumpfe – duns dünsel – durchbittern durchbitzen – durchdœnen durchdrengen – durchgerne durchgesiht – durchgründen durchgrunthaftec – durchkifen durchkiusche – durchlësen durchlestern – durchlûʒen durchmâlen – 1durchrecken 2durchrecken – durchsaffen durchsagen – durchschrecken durchschrenzen – durchslac durchslahen – durchsprëchen durchspreiten – durchswingen durchtân – durchverwen durchvieren, durchwieren – durchvrô durchvrœnen – durchweichen durchweidec – durchziln durchzimbern – dûrliche durlinc – durstebërnde durstec – düʒʒec
|
drîʒec
Num.
‘dreißig’
drizzec der waren / di sich fur Genelunen gaben
Rol
8863;
mit drîzec sîner man NibB
1476,2;
der walt was wol vierczig engelscher milen lang und wol
drißiger breyt Lanc
348,30.
–
die drîzec er ze tôde vil werlîche sluoc NibB
191,1.
– im Zusammenhang mit Rechtsgeschäften, Fristen u.ä. (vgl. ausführlich DRW
2,1098f.):
swelich mvͤlner mer nimt dann daz driͤzzigk teil
UrkCorp (WMU)
475A,5;
ez sol oͧch einhein vierundzweinzig [Mitglied des
24er-Rates] sin, der under drizig iaren si StRFreiburg
675;
auch schul wir aller iärchlichen dri drisik [subst. Seelmesse,
vgl. drîʒigeste
] mit sele messen, siner sele ze trost,
wegen [begehen]
UrkKastl
346
(a. 1310).
– zur Bildung weiterer Num.:
drîzech tûsint helede Kchr
259;
siben unde drisec pheffers korn Macer
38,19;
daz grâve Ritschart fürbaz / über hundert ritter
drîzec [130] vie UvZLanz
3209;
do zwei hundert iar vnd driv vnd driͤzech iar ergangen
waren Konr
10,4.
– Lit.: Meyer/Suntrup, Zahlenbed., Sp. 692ff.
MWB 1 1379,17; Bearbeiter: Diehl
drîʒecjærec
Adj.
‘dreißigjährig’
so ist sîn drîzzechjærich leit mit liebe hin
SM:UvS
15: 1,5
MWB 1 1379,38; Bearbeiter: Diehl
drîʒecvalte
Adv.
‘dreißigfach’
dîn êre wirt sus drîzecvalt / vast an mir rezeiget Parz
213,4;
und di anderen vîlen in eine gûte erde und gâbin vrucht, etlich hundirtvalt,
etlich sechzikvalt, etlich drîzecvalt EvBeh
Mt 13,8
MWB 1 1379,40; Bearbeiter: Diehl
drîʒecvaltec
Adv.
‘dreißigfach’
vnd etlicher viel in div guten erden. vnd gab vfgentiv fruht.
vnd wahsentiv. vnd ainre braht drizzichvaltich. vnd ainre sehzichvaltich. vnd ainre
hvndertvaltik [Mt 13,8]
EvAug
83,27
MWB 1 1379,45; Bearbeiter: Diehl
drîzëhen
Num.
neutr. driuzëhen, kontrahiert auch drîzên.
‘dreizehn’
si wonte in manigem sêre driuzehen jâr NibB
1142,2;
igliches drizehen korn SalArz
95,44.
– subst. (vgl. drîzëhener):
swaz er sie zelte und uberlas, / so vant er drizene ie da Pass III
203,11;
vnd die svln alle dreizehen avz Regenspurch nimmer choͤmen
UrkCorp (WMU)
1944,1.
– zur Bildung weiterer Num.:
der groͤste tak hat dreizehen stunde und ain halb
KvMSph
53,7;
nach Cristi geburte drucehin huͦndert jar dar noch in
dem sibin und drizigesten jare WüP
9,20
MWB 1 1379,50; Bearbeiter: Diehl
drîzëhenære
stM.
‘Mitglied eines dreizehnköpfigen (Rats-)gremiums’
daz sullent si niht tuon, ez sîn denne der drîzehner drî dâ bî StRMeran
417
MWB 1 1379,61; Bearbeiter: Diehl
drîzëhende
Num.
neutr. driuzehende.
Ordinalzahl zu drîzëhen
‘dreizehnte’
an dem drizehenten tage so nemach sich niemen wol gehaben
AvaJG
15,1;
unz an daz driuzehende jâr NibB
1390,4;
des dreizehenden mâls betrüebet si diu pœsen kranken augen
BdN
60,4.
– Ersparung des Bezugsworts:
daz dreizehend ist, daz [...]
BdN
40,34.
– phras. in Zeitangaben ohne weiteren Zusatz: der ~ âbent
‘Abend des 5. Januar’, der ~ tac
‘6. Januar’
tuͦschin hie inde eght dage na druͦzindeme dage
UrkCorp (WMU)
78,44;
UrkVHun
1,70
(a. 1286).
– zur Bildung weiterer Num.:
do von christ gebuͤrt warn tausent iar, zwaihundert vnd sechsvndahtzk
iar vnsers riches an dem dreizehentistem iar UrkCorp (WMU)
787,5
MWB 1 1380,1; Bearbeiter: Diehl
drîzëhendehalp
Num.
‘zwölfeinhalb’
in dem jare von gottes gebúrte drizehendhalp hundert jar bis
dar nach fúnfzehen jaren Mechth
Vorbericht 33;
vmb zwai hvndert march lotiges silbers minder drîzehendhalber march
UrkCorp (WMU)
3545,32
MWB 1 1380,16; Bearbeiter: Diehl
drîzëhenjærec
Adj.
‘dreizehnjährig’
wâ gehôrte ie muoter barn / daz ein drîzehenjæric knabe / sô griulich swîn
gevellet habe / als der junge süeze kneht? KvWPart
397
MWB 1 1380,21; Bearbeiter: Diehl
drîʒegeste
Num.
Ordinalzahl zu drîʒec
‘dreißigste’
1 adj. 2 subst. swM. (vgl. ausführlich DRW 2,1100ff.; HRG 1,785f.) 2.1 der 30. Tag nach der Beerdigung, an dem die letzte Seelmesse gehalten wurde, Ende der Trauerzeit (nach Dtn 34,8) 2.2 Stichtag im Erbrecht (Ende der Nachlassruhe, Tag der Testamentseröffnung)
1
adj.:
an dem næchsten jare nach dem drizzigistem jar
PrOberalt
30,13;
als er sînem vater hie / den drîzigesten tac begie / mit
gehügede, daz er starp / und an dem lîbe verdarp RvEBarl
14470;
Wig
11352.
– zur Bildung weiterer Num.:
nach Cristi geburte drucehin huͦndert jar dar noch
in dem sibin und drizigesten jare an dem donrestage vor Viti aller nehist
WüP
9,21
2
subst. swM. (vgl. ausführlich DRW 2,1100ff.; HRG 1,785f.):
2.1
der 30. Tag nach der Beerdigung, an dem die letzte Seelmesse gehalten wurde,
Ende der Trauerzeit (nach Dtn 34,8):
den drisegisten begat men dar vnbe, swaz der mensche
getan habe in den drizic dagen iegelichen manodes, daz dez got uergesse
Lucid
125,12;
vnd schol auch fon dem pharendem guet vnser piuild, vnser sibent, vnser
dreizgist, vnser iartag da uon pegen UrkCorp (WMU)
N514,7;
umb ein wîp diu kint treget nâch ir mannes tôde, unde si
berhaft ist unz der begrebte oder ze dem drîzigesten SpdtL
115,11
2.2
Stichtag im Erbrecht (Ende der Nachlassruhe, Tag der
Testamentseröffnung):
ez sî wîp oder man diu âne erben sterbent, swaz diu hinder
in lânt guotes, [...], daz sol man antwurten dem herren
der des landes herre ist, ob er ez eischet; daz sol man tuon nâch dem
drîzigesten SpdtL
109,15
u.ö.
MWB 1 1380,25; Bearbeiter: Diehl
drô
stF.
→
drouwe
MWB 1 1380,52;
drôbære
Adj.
‘bedrohlich, Drohungen enthaltend’
ir [...] / und begundet mir für bringen / manic
botschaft drôbære Ottok
70836
MWB 1 1380,53; Bearbeiter: Diehl
drôgeschirre
stN.
‘drohend gezeigte Waffen?’ (vgl. kampfgeschirre,
strîtgeschirre):
waz werbet ir, vil tumme, / mit iwerm dro geshirre? / ich
wæn, ir varet irre Rennew
10491
MWB 1 1380,56; Bearbeiter: Diehl
drôlich
Adj., Adv.
auch drouwelich.
‘drohend, bedrohlich’
bit in nû güetlîche; / lâ drôlîche rede sîn
RvEBarl
8583
u.ö.;
der oͮch den andern beschiltet old troͮlichv́ wort old
v́bermvͤtigv́ sprichet UrkCorp (WMU)
26AB,35;
der juden dröuwelîchiu wort, / daz erschrahte im den muot WvRh
9557.
– adv.:
gên Nachore kêrter dô, / drôlîche sprach er alsô
RvEBarl
9016
MWB 1 1380,60; Bearbeiter: Diehl
dromedâr
Subst.
auch dromedarius (lat.), dromedârie.
‘Dromedar’
von dem dromedar. dromedarius ist ain tier, daz ist kämels
geslechtes [...]. iedoch ist ez klainer und sneller vil
dann ain kämel. dâ von haizt ez kriechisch dromedarius, daz haizt ze däutsch ain
laufer BdN
134,6;
olbenden und dromendarîs / dâ beliben, geladen in manegen wîs
Wh
91,1;
panthier und trumidarius HvNstAp
10149;
vil sneller dromedârjen guot / gap im der degen hôchgemuot
RvEAlex
13465
MWB 1 1381,4; Bearbeiter: Diehl
dronisya
Subst.
→
2dionysia
MWB 1 1381,14;
droschel
stF.
auch troschel, trostel.
‘Drossel’
des morgens, do der tag auf drang, / dy lerche und di
droschel sang / und di liebe nachtigail HvNstAp
4273;
tröschel, lerch und diu zîse / dœnent hügellîcher wîse
SM:Tu
4: 1,8;
wan hœrt vogelsanges widergelt: / ûz dem loube singent
wittewal, / tröschel hôh ûf waldes wilde, / lerch ob dem gevilde, / in den ouwen
dœnent nahtegal SM:KvL
19: 1,10;
einer trostel glîch PleierTand
431.
– Lit.: Suolahti, Vogelnamen, S. 51-54
MWB 1 1381,15; Bearbeiter: Diehl
droschelîn
stN.
Dimin. zu droschel:
di vogellein sungen vaste: / amselen und droschelein, /
puchvincken und lerchen HvNstAp
13145
MWB 1 1381,25; Bearbeiter: Diehl
dröurede
stF.
‘Drohrede’
manic drôred, diu getân / wart vor dem von Nurenberc
Ottok
14854;
frowe, lât iu ringe wegen / sîn dröurede der er pfligt PleierMel
8013;
dem keisere wuchs ein michel leit / von sinen worten vnde ein zorn /
[...] / der dreurede waz genuoc PassI/II
360,88
MWB 1 1381,28; Bearbeiter: Diehl
dröuwære
stM.
‘Drohender’
wer ieman zu Meinze [...] der dem andirn drawit vm
sin gud, ist daz der dem getrauwit wirt dem burgermester
[...] sagit den dreuwer, die sulint nach dem dreuwer
senden daz er fon ime reht neme MainzFriedgI
108;
dreuwer unde burnner unde ouch ander schedeliche lute UrkSchles
27,170
(a. 1347);
WälGa
Vorr. 414
MWB 1 1381,34; Bearbeiter: Diehl
drouwe, drô
stF.
(vgl. 2
5Mhd. Gr. § L 41), auch dröuwe stM. (
Kchr, Enik, Mügeln ).
‘Drohen, Drohung’
dîne drôwe forcht ich nicht PrMd(J)
342,36;
ist daz ein man einem burger dreut ze brennen
[...], man beziuge in danne der dro selbe dritte, so
sol in der vogt behalten StRAugsb
93,21;
der drô si manige tâten KvHeimUrst
493;
EnikWchr
26442;
dô hiez er dem gesinde / mit drô gebieten an den lîp
RvEBarl
883;
nu merket sunder dro HistAE
4587;
manchen druckest du [Welt] in die dro, / in die
sorge und in die reͧwe gar ErzIII
41,220;
Mügeln
274,12.
– oft in paarigen Ausdrücken:
als er vernomen habete, / des chuniges zorn unt sînen drô, /
sie wurden harte unfrô Kchr
10984;
Iw
2001;
dô hîz er uber lant gebieten / mit trô joch mit miete
VAlex
606;
mit drowe vnde mit minnen Roth
769;
mit geschelde vnd mit dreuwe Herb
7067;
dur dreuwe vnd durch bete ebd.
2860;
in half sin drowe noch sin klage ebd.
18139;
hiute vlêhen, morgen drô Wh
222,2;
dur vorhte lieze ich noch dur drô SM:UvS
27: 4,4.
– phras. meist zum Wert von Drohungen (vgl. TPMA 2,304-311):
der setzet reht der drô vuoz / den man nâch drô vürhten muoz. / swer zallen
zîten drôn wil, / den sol man vürhten niht ze vil WälGa
13383;
lat die drawe und tuͤt diu werg! Rennew
8463;
durch tröwe sol nieman enlon / daz der man doch gernne tütt
GTroj
18274;
Freid
123,23
MWB 1 1381,42; Bearbeiter: Diehl
drouwe|gebiete
stNF.
‘drohender Befehl’ (vgl. Johansson, NvJer., S. 218f.):
in nîman kunde / irweichin von der sunde / mit bete noch mit mîte / noch mit
drouwegebîte NvJer
6880
MWB 1 1382,6; Bearbeiter: Diehl
drouwelich
Adj., Adv.
→
drôlich
MWB 1 1382,10;
drouwen, dröuwen
swV.
auch drôn, dröun, st. Prät. nach dem Muster von
houwen
ReinFu .
‘drohen’
1 ohne Obj. 2 mit Dat. ‘jmdm. drohen’
2.1 mit Dat. und präp. Erg. ‘jmdm. im Hinblick auf etw.
drohen’
2.2 mit Dat. und Akk. ‘jmdm. etw. androhen’
2.3 mit Dat. und Inf. mit ze 3 andere Konstr. 3.1 mit Akk. und Inf. 3.2 mit Nebensatz 4 subst. ‘Drohen, Drohung’
5 phras. meist zum geringen Wert von Drohungen (vgl. TPMA 2,304-311)
1
ohne Obj.:
únser herre gelobet und troͤwet und git und tuͦt PrGeorg
56,16;
jglicher wolt drauwen, / das jne icht der ander gewert Krone
15471;
[ihr seht eure Freunde] drônde umbe iuch gân
Iw
1242;
[du] hast mich erfúllet mit troͤwende, mit
erschrecken Tauler
217,17
2
mit Dat. ‘jmdm. drohen’
vil harte si im drouten. / si baten in swigen
AvaLJ
64,2;
dem andern sol hie nieman dreun / noch mit scharphen worten
steun KvHeimUrst
499;
ir muget mir harte vil gedreun: / ir müezet mich bestân / ode
die juncvrouwen lân Iw
5264;
swer mag us nu getrówen? / wir sont ús all frowen
SHort
1919;
der bot [...] reit hinweg dem
truchseßen trauwende Lanc
326,19;
Ihesus ist im gedroet [
comminatus est ei
Iesus
] sprechend. dv stvmmer swick EvAug
77,25.
– mit adv. Bestimmung:
uns dunket daz er uns dreu / mit sînem zornigen site
Iw
6694;
wart im mit scharpher drô gedreut, / wart er mit süezer
rede gevreut RvEBarl
13331
2.1
mit Dat. und präp. Erg. ‘jmdm. im Hinblick auf etw.
drohen’
– meist an:
nu sehint, ih drie ime aṇ / die ovgen
ReinFu
S1,626;
got kerte sich hine zuͦ deme wibe / er drôte ir
an deme libe VMos
9,2;
der dem andern dreut an sinen lip oder sin gut
StRAugsb
132,22;
Roth
3961;
daz ir mir dreuwet an daz leben Herb
8260;
RvEBarl
8009.
–
in:
uns trowent Rômære / in ir charchære
Kchr
7004;
wan er in allen hât gedrôt / in den êwigen tôt
Erinn
45.
–
ûf:
der dritte drôiwede ûf den dôit Yolande
3567.
–
zuo:
drowit uns zi der helli ellu du giscaft, / du dir ist
scarf undi darihaft SuTheol
211;
daz er dem dreuwete zvm libe Herb
13133;
ze dem cheiser si im dreuten KvHeimUrst
314;
Iw
5285
2.2
mit Dat. und Akk. ‘jmdm. etw. androhen’
du wistes wal, dat Moyses buͦch / al den vrowen
droud den vluͦch MarlbRh
95,14
2.3
mit Dat. und Inf. mit ze:
owî wie smâhe ime was, / daz man ime trôte ze slahen
VAlex
1073;
daz ein man einem burger dreut ze brennen in der stat
oder dervor StRAugsb
93,19;
Mühlh
172,3
3
andere Konstr.
3.1
mit Akk. und Inf.:
vil ubile daz gezam, / daz mih drowete zeslân / Darius
SAlex
1516
3.2
mit Nebensatz:
er dreute, er wolde in slahen nider
RvEBarl
15073;
ofte drot ir ir man, er wolte si ze tode slahen
Konr
12,24;
[daz] er im gedreuwet hat, er wolde im schaden an lybe unde an gute
UrkFreiberg
3:178,36
(14. Jh.).
–
Cherubin stunt uir di porte / er drote harte / daz da
niman inne chôme VMos
10,17
4
subst. ‘Drohen, Drohung’
daz er mit bete, noch mit gebote, / noch mit dröuwenne, von
gote / kunde erweichen sînen sin RvEBarl
8524;
KvHelmsd
2439;
swer die gezvge irreth mit trauwene oder mit ander sache UrkCorp (WMU)
903,32;
StatDtOrd
48,39
5
phras. meist zum geringen Wert von Drohungen (vgl. TPMA 2,304-311):
nû merket, swer ze vil gedrôt, / den fürhtet nieman umbe ein brôt Freid
123,24;
swer in sîme gerihte wil / âne werc drôn vil, / der rihtet niht ze wol dâ
mite, / [...] / der hât diu wort âne getât WälGa
13362.
13251.
13385;
gedrowen vil vnd reden ho, / daz zimt nuor weiben Krone
4568;
swelch man von dröuwen stirbet, / den sol nieman clagen Frl
5:83,1
MWB 1 1382,11; Bearbeiter: Diehl
drouweruof
stM.
‘Drohruf, Drohgeschrei’
und dô Diwanis drouwerûf / an den brûdrin nicht inschûf, / er richte zû mit
drouwe / al sîn sturmgezouwe NvJer
14865
MWB 1 1383,12; Bearbeiter: Diehl |