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ABCDEF s.VGHIJKL
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d – dalmut
dam – dancsagen
dancwillen – dannen von
dannen vür – dæren
dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe
darre – dast
dâte – deckeschûr
deckevël – dëhsen
dëhsîsen – denclîche
dencliute – derpkuoche
derpteic – diadrogant
dîâken – diehter
diehterîde – dienestbære
dienestbærecheit – dienestman|erbe
      dienestbærecheit stF.
      dienestbærelîche Adv.
      dienestbietære stM.
      dienestbote swM.
      dienestdanc stM.
      dienestgëlt stN.
      dienestgesinde stN.
      dienestguot stN.
      dienesthaft Adj.
      dienesthaftec Adj.
      dienesthafteclich Adj.
      dienesthërre swM.
      dienesthulde (?) stF.
      dienesthuobe stF.
      dienesthuon stN.
      dienestkæse stM.
      dienestkint stN.
      dienestknabe swM.
      dienestknëht stM.
      dienestlant stN.
      dienestlich Adj., Adv.
      dienestliute stM. (Pl.)
      dienestmaget stF.
      dienestman stM.
      dienestman|erbe stN.
dienestmanguot – 2diep
diep- – diernkint
diernlach – dilde
dille – dincphliht
dincphlihte – dingelîn, dingel
1dingen – dirhalp
dirre – distelîn
distelsâme – diupe (?)
diupguot, diubsguot (?) – dôfheit
dôgen, dougen – donerec
donergebirge – dorferlêhen
dorfgebûwære – dorfschaft
dorfsmit – dorneht
dorneht – dörperdiet
dörperecheit – dôʒen
drabeknëht – drangen
drangest – drî
drîancasîne – drîgesæʒe
drîgevar – dringen
drî|nisse – drittelhof
drittestunt – drîzëhen
drîzëhenære – druc
drûch – drüʒʒelstôʒ
du, dû – dumme
dumpfe – duns
dünsel – durchbittern
durchbitzen – durchdœnen
durchdrengen – durchgerne
durchgesiht – durchgründen
durchgrunthaftec – durchkifen
durchkiusche – durchlësen
durchlestern – durchlûʒen
durchmâlen – 1durchrecken
2durchrecken – durchsaffen
durchsagen – durchschrecken
durchschrenzen – durchslac
durchslahen – durchsprëchen
durchspreiten – durchswingen
durchtân – durchverwen
durchvieren, durchwieren – durchvrô
durchvrœnen – durchweichen
durchweidec – durchziln
durchzimbern – dûrliche
durlinc – durstebërnde
durstec – düʒʒec

   dienestbærecheit - dienestman|erbe    


dienestbærecheit stF. 1 ‘Dienstbereitschaft’
2 ‘Abhängigkeit’
   1 ‘Dienstbereitschaft’ daz in [den Amtleuten] gepoten wirt, mit ganczer andacht und untertanichait und dinstperchait [...] jere ampt treulich zu folfuren StatTrient 114; in den kuͦmenden ist ein vormezzinheit des vrevelis, abir in den gesanten ist ein dînst der dînstbêrikeit [vgl. Io 4,34 u. 10,8] EvBeh 5    2 ‘Abhängigkeit’ dann solte sij an allen enden dienerynne han, / das qweme ir zu uneren und grosser dinstberkeit / me dan zu frijheit odir zu ir wirdickeit Pilgerf 1774

MWB 1 1281,61; Bearbeiter: Diehl

dienestbærelîche Adv. ‘dienstbereit, hilfreich’ stille stuͦnt der Jordan, / [...] / und umbegab den werden Crist / dienstberlich inder frist WernhMl 6768

MWB 1 1282,7; Bearbeiter: Diehl

dienestbietære stM. ‘jmd., der seinen dienest anbietet’ ein ieslîch wîp enpfienge haz / von ir dienstbietære, / op dir ungelônet wære Parz 767,27

MWB 1 1282,10; Bearbeiter: Diehl

dienestbote swM. ‘Diener’ (in untergeordneter Funktion): dy warin dine cremer, si brachten dinem volke dinstbotin [ mancipia ] Cranc Ez 27,14; stirbet ouch der gemîtter [gemieteter] dînstbot, ê er sîn lôn vordînt StRZwick 116; [wer] dowider tete vnd begriffen wurde von irn dienstboten [Polizeidienern] DRW 2,884 (Prag/CJMunBohem.; a. 1347); vort so en sal man gheine deinstboden [Handwerksgesellen] die bruderschaff leynen, he en have geseissen up sijne eygene koist druͦ jair UrkKöln(St) 1:71,23 (a. 1355)

MWB 1 1282,13; Bearbeiter: Diehl

dienestdanc stM. ‘Dank für geleisteten dienest dô des ûzern hers gast / innen wart daz im gebrast / dienstdankes von dem meister sîn Parz 388,13

MWB 1 1282,24; Bearbeiter: Diehl

dienestgëlt stN. ‘Lohn für geleisteten dienest och wil diu edele fürstîn / sô verre ziwerm gebote sîn / daz ir diu niemen dienen lât, / swie vil si dienstgeltes hât Parz 327,4

MWB 1 1282,27; Bearbeiter: Diehl

dienestgesinde stN. ‘Dienstboten’ dasz sye uns dester paß mit unseren dienstgesinde nutzen 2DWB 6:1004,71 (a. 1346)

MWB 1 1282,31; Bearbeiter: Diehl

dienestguot stN. ‘gegen dienest verliehenes Land’ dienstlude, die wanent uf deme guͦde der voigdie, van deme dienstguͦde sint si sculdich zuͦ diene dem apte UrkMoselQ 97,25 (a. 1291). 97,17; were ader der anfall [das Erbe] dinstgut, das sullen sie vorkouffen UrkPreuss 3,87 (a. 1349 kopial); DRW 2,895 (ArchSchweizG.; a. 1344)

MWB 1 1282,34; Bearbeiter: Diehl

dienesthaft Adj. ‘jmdm. zu dienest verpflichtet, untertan’ (oft präd.): daz ich im an allen dingen getrewe vnd diensthaft si vnd vndertenich sei als ein man sinem rehten herren UrkCorp (WMU) 2125,23. 3424AB,32; die vierd chraft ist an der ee, daz si an ein ander diensthaft suͤllen sein, vnd ir ainez dem andern helffen mit allen dingen RechtssA E1,33; es ist schamliche dat / das der tugenthaffte man / so gar soll wesen undertan / mit diensthafften sachen: / wir sullen in ledig machen HvNstAp 9769; KvWHvK 415; AvaLJ 15,2; [der,] dem winde, mer und elliu craft / bibenende sint dienesthaft Tr 2410; Wernh D 2073; got der würket die geburt aleine, mêr: die engel hânt ein diensthaft [dienendes] werk hie zuo. allez, daz dar zuo würket, daz ist ein diensthaft werk Eckh 2:236,5. – hierher wohl auch (Verschreibung?): [das Gut] ist ir erbe worden vnd des riches eygen, vnd dinstschaft von allererst dem keiser KlKsr 2,119. – ‘dienstbereit’ ein zwelf jâr alter jungelinc / stille, zühtic, dienesthaft RvZw 200,2; si in fürbaz wæren / wider al meniclich / diensthaft unde helfelich Ottok 35139. – in der Wendung ~ muot: mich dunket guot / daz ir vil dienesthaften muot / traget iuwerm gaste Iw 4768. 7468

MWB 1 1282,41; Bearbeiter: Diehl

dienesthaftec Adj. ‘jmdm. zu dienest verpflichtet’ [diejenigen, die] hetten gud liegen in dem Rinkgauw vnd nit da inwonten, das dinsthafftig gud wer, das sol vnserm hern dienen als dinsthafftig gut nach der satzung WeistGr 4,575 (a. 1324); niman lute noch gut sal zwifeltig dinsthaftig machen KlKsr 2,119. – ‘dienstbereit’ also vil als wir kúsch sin mit aller luterkeit, diemuͤtig mit aller undertenikeit, diensthaftig mit aller helikeit, unschuldig von aller bosheit Mechth 6: 32,13; dâ got geborn sal werden in der sêle, dô muz her ime di stat selber bereiten, und di krêatûre hât wol ein diensthaftig werg dâ zu HvFritzlHl 17,18

MWB 1 1283,1; Bearbeiter: Diehl

dienesthafteclich Adj. ‘dienstbereit’ dv solt dinen fliz darwert kerin, daz immer dine wort an dime grvze svze sin [...] vnde din dvn tienestheftekliche SalHaus 46,1

MWB 1 1283,14; Bearbeiter: Diehl

dienesthërre swM. ‘Ministeriale, Dienstmann von höherer gesellschaftl. Stellung’ (vgl. DRW 2,897): diu milte wirdet künigen leben, / herzogen, grâven, vrîen und dienestherren SM:JvR 1: 14,8; her Otte vnd her Reimprecht [von Liechtenvels] , di dinstherren sint in Osteriche UrkCorp (WMU) 3150,6; die dienstherrn und andere herren und ritter und chnappen StiftStBernh 161 (a. 1312); Mechth 4:14,44

MWB 1 1283,18; Bearbeiter: Diehl

dienesthulde (?) stF. ‘Treuepflicht’ (homagium des Dienstmannes): undir desen allen got hete / im eine irwelit und irkorn, / der hat her dinstholde gesworn, / di ist uns bezeichent bi Hester Brun 2036; vgl. dinstes holde ebd. 185

MWB 1 1283,27; Bearbeiter: Diehl

dienesthuobe stF. ‘dienst- und zinspflichtige Hufe (landwirtschaftl. Grundeinheit von regional unterschiedl. Größe)’ sunt alii xv mansi dinstehuͦue quorum quilibet solvit iii denari in medio maio et duas iuvenes gallinas UrkMittelrhein 2,363 (um 1250). 2,427 (a. 1220)

MWB 1 1283,32; Bearbeiter: Diehl

dienesthuon stN. ‘Huhn als Abgabe an den Grundherren’ daz si alle iar dienen svͦlen vnserm gotishaus [...] zwai diensthvͦener UrkSalzb 1,858 (a. 1308)

MWB 1 1283,38; Bearbeiter: Diehl

dienestkæse stM. ‘Käse als Abgabe an den Grundherren’ darvmb [...] sullen die holden dem vor genannten gotshaws alle jar dienen an Sand Michelstag dreissig phenning vnd zwen dienstkaͤs von baiden lehen UrkEnns 5,83 (a. 1312); vnde geltent [...] anderhalp hvndert dienst kæse UrbBayÄ 1502,a

MWB 1 1283,42; Bearbeiter: Diehl

dienestkint stN. ‘Kind eines Ministerialen, Dienstmannes’ in des riches recht stet gesc[hriben] von den dinstkinden: man sal den kinden ir iar meren, daz sie ir lehen icht verlisen KlKsr 3,10

MWB 1 1283,49; Bearbeiter: Diehl

dienestknabe swM. ‘Diener, Page’ wir sîn sine [Gottes] dienestknaben Kröllwitz 3535; [deine Söhne] werden dinstknaben [ eunuchi ] in deme pallas des konigis von Babylonien Cranc Jes 39,7

MWB 1 1283,53; Bearbeiter: Diehl

dienestknëht stM. ‘Lohndiener, Tagelöhner’ daz ich niht wirdig mag gesin, / daz ich ein sun me heize din. / des du [d.i. tuo ] mich bi dir wesen rehte / als ander dine dienestknehte [ mercennarii ] EvStPaul 8869; in drin jaren, di do sin als eins dynstknechtis jar Cranc Jes 16,14; ez suln ot dinestknechte / sweren wol mit rechte Secret 1205; [Christus] ist der getruwe dinistkenet TundN 375; Eckh 3:100,13

MWB 1 1283,57; Bearbeiter: Diehl

dienestlant stN. ‘mit dienest belastetes Landstück’ iz auch, dat [...] nuͦtz gevordet werde uf dienstlant, so ensal der void die lude uf deme dienstlande niet storen noch penden UrkMoselQ 97,22 (a. 1291). 97,18

MWB 1 1284,1; Bearbeiter: Diehl

dienestlich Adj., Adv. adv. auch -lichen. in lit. Texten oft nicht klar zu scheiden zwischen verpflichtendem ‘durch dienest gebunden’ und freiwilligem ‘dienstbereit’ 1 in Lehnswesen und Grundherrschaft
2 gegenüber Gott
3 im Bereich der Minne
4 in Knechtschaft und ähnlichen Dienstverhältnissen
   1 in Lehnswesen und Grundherrschaft: bist aber dû hôher denne ich bin, / sô trag ich dir dienstlîchen sin, / und allez mîn geslehte Wh 331,10; daz ich dir des willen dîn / gerne wil gehôrsam sîn / mit dienstlîchem gelimphe RvEBarl 709; manigerhande armekeit, / die er dienstlîche leit ebd. 5954; fúr sinen herren stuͦnt er sa / und tet im dienestlichen schin / dienest nach dem sitten sin RvEWh 4619; zwiu sold ich [Brunhild] verkiesen sô maniges ritters lîp, / der uns mit dem degene [Siegfried] dienstlîch ist undertân? NibB 823,3; daz ích im getriwe vnd dienstlich sein sol UrkCorp (WMU) 1976,46    2 gegenüber Gott: im suln gewalteclîche / alle zungen sîn bereit / dienstlîcher stætekeit / und allez künne ie mêre / durch sînes gewaltes êre RvEBarl 2674    3 im Bereich der Minne: ouch ist mîn dienstlich triuwe / durch dich allein nu allen vrouwen wilde SM:Tu 2: 3,6    4 in Knechtschaft und ähnlichen Dienstverhältnissen: daz nemmet diu geschrift allez den alten menschen, den irdischen menschen, den ûzern menschen, den vîentlîchen menschen, einen dienstlîchen menschen Eckh 5: 109,17

MWB 1 1284,6; Bearbeiter: Diehl

dienestliute stM. (Pl.) neben dienestman(ne) Pl. zu dienestman. ‘Gruppe von Leuten, die in einem rechtl. Abhängigkeitsverhältnis stehen’ (vgl. LexMA 3,1066f., sehr differenziert DRW 2,906-918): 1 ‘Dienstleute, Ministerialen’
2 ‘Bedienstete, Diener’
   1 ‘Dienstleute, Ministerialen’ dez gotzhause dynstleuͦt, amptleuͦt, muͤntzer, smide, [...] unn alle di, di gehoren in ains bischof von Wirtzburg camer unn hof WüP 104,7; ministeriales quod vulgo dicitur dinstlude UrkWorms 2:83,25 (a. 1317); ir dienestliute si verlân / mit helfe dâ begunden KvWSchwanr 170 u.ö.; der keiser [...] gab in ritters namen, vn macht sie dinstlute des riches KlKsr 3,1. – bezogen auf kirchl. Institutionen: do daz nuwe gestifte / alsus was berichtet / mit den gotis dienist luͦten [Ordensleuten] Ägidius 843; diz ist die regele der brûdere von deme thûschen hûse sente Marîen dienestlûte StatDtOrd 27,2. – relig.: Saule, war umb æchtest du mein? war umb hoͤr ich [Gott] tæglich von minen dienstluͤten, den christen, so getaniu dinch von dir? PrOberalt 142,3; ir heiligen des herren werdet genant dienstlivte gotes vnsers PsM Per 16,6    2 ‘Bedienstete, Diener’ do quomen dynest lute [ ministri ] czu den bischoͤfen EvBerl 43,33

MWB 1 1284,32; Bearbeiter: Diehl

dienestmaget stF. ‘Dienstmagd’ frauwe bin ich [...] und meisterynn. / aber mich duncket daz ir mich vor eine dinstmagt / halden wollet Pilgerf 1453; wie mac daz bestên, daz du vrî bist unde doch ein maget bist und heldest dich alse ein dinstmaget HvFritzlHl 85,8; ez ist auch gemeinlich geboten daz man [...] alle dinstmegde dingen sol vf Lihtmesse und niht vf sant Kylians tage StRRotenb 507; ez ensol auch dekain dienstmagt ze hohzeiten raien noch tantzen an der burgerein raien oder tantz NüP 150; Yolande 5950

MWB 1 1284,56; Bearbeiter: Diehl

dienestman stM. im Pl. auch dienestliute; selten lat. flektiert, z.B. dienstmannorum eorum UrkSteierm 1,188 (a. 1140). ‘in einem rechtl. Abhängigkeitsverhältnis Stehender’ (vgl. LexMA 3,1066f., sehr differenziert DRW 2,906-918) 1 ‘Dienstmann, Ministeriale’ (vgl. ausführlich zu den Positionen in der gesellschaftl. Hierarchie WMU 1,376-378)
1.1 weltl.
1.2 relig.
1.3 übertr. auf ein Minneverhältnis
2 ‘persönliche Dienste Leistender’
   1 ‘Dienstmann, Ministeriale’ (vgl. ausführlich zu den Positionen in der gesellschaftl. Hierarchie WMU 1,376-378)    1.1 weltl.: er were fri oder dinist man Rol 8906; BrEng 2; starker helde bereitet wol / funfzehen kyele fol, / fursten, frigen, dinstman Herb 1231 u.ö.; ir lêhen si enpfiengen / von dem künege wol gezogen, / fürsten, grâven, herzogen, / vrîen unde dienestman UvZLanz 8381; Wig 8713; alle dienstman die heizent eigen an der schrift; dâ von mugen si niht eigener liute gehaben SpdtL 134,17. 220,5; unser hern dienstman und burger vom rate ufm sal gebieten, setzen und machen WüP 63,2; StRAugsb 135,8; des wolt man in ermanen / mit sîns selbs dienstmanen Ottok 37133. – sprichw.: man sprichet und ist och war: ‘des kaisers dienste man ist groͤsser denne ein grâf’ PrGeorg 43,9    1.2 relig.: ouch wolde got sineme dienist man / siner arbeite lonan, / sime turen knechte Ägidius 1571; herre sancte Columban / hilf dinen armen dienistman, / einen offin sundere Litan 807; des tiuvels valscher dienstman RvEBarl 11382. – häufig in der Verbindung gotes ~ : die gotisdienist man Ägidius 1562; do uachten di waren gotes dinist man, / soz guten knechten wol gezam Rol 4101 u.ö.; dâ kêrte sich vil wênic an / der reine gotes dienstman RvEBarl 504 u.ö.; Vät 17769 u.ö.    1.3 übertr. auf ein Minneverhältnis: in den dingen ich ir dienstman / und ir eigen was dô, / dô ich sî dur triuwe und dur guot an sach MF:Mor 9: 2,1; diu süezze minne süezzen solt / ir dienestmanne gît SM:WvT 4: 1,2; wie kumt es das din fröwe hat / irn zwifelichen argwan / geleit an iren dienstman MinneR 66 68    2 ‘persönliche Dienste Leistender’ hêrre, gebietet über mich. / swaz ir gebietet, daz bin ich: / iuwer jeger und iuwer dienestman Tr 3375; sag ir, ich sî ir dienstman, / dienstlîcher dienste undertân Parz 199,11; ich wil / allen wîben wesen holt / [...] / ich wil ir aller dienestman / und ir kempfe immer wesen Wig 9676. – ‘Diener’ er ahtôte sich smâher de̜n anderen dô er ze sînen iungeren sprach: ich pin iwer dienistman TrudHL 92,12; von vnsirme herre hore di wort, di der guter dinistman [ servus bonus ] horite BrHoh 64; do hiez si doch die dinestman daz sie vuͦlten sechs steineimere PrLpz 155,10. – ‘Bediensteter’ wer er aber purger, grubenmeister, dienstman, arzman, wie oder was stands er wer UrkÖsterrErbl 172,39 (a. 1336); mit dem worte dinstman saltu vornemen alle ambtlute, voyte, houbtlute, richter, scheppfin, burgermeister, ratlute, schriber, schulmeister, statknechte, zcolner, butel DRW 2,916 (SspGl./WSB.; 14. Jh.)

MWB 1 1285,3; Bearbeiter: Diehl

dienestman|erbe stN. ‘Dienstmannserbe’ illa bona paterna [...] que non sunt de recto feudo sed dinstmansherb vocitantur DRW 2,918 (Niederaltaich/NotizBlÖst.; a. 1270)

MWB 1 1285,60; Bearbeiter: Diehl