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ABCDEF s.VGHIJKL
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d – dalmut
dam – dancsagen
dancwillen – dannen von
dannen vür – dæren
dâ(r)/ da(r) enbinnen – dâ(r)/ da(r) obe
darre – dast
dâte – deckeschûr
deckevël – dëhsen
dëhsîsen – denclîche
dencliute – derpkuoche
derpteic – diadrogant
dîâken – diehter
diehterîde – dienestbære
dienestbærecheit – dienestman|erbe
dienestmanguot – 2diep
diep- – diernkint
diernlach – dilde
dille – dincphliht
dincphlihte – dingelîn, dingel
1dingen – dirhalp
dirre – distelîn
distelsâme – diupe (?)
diupguot, diubsguot (?) – dôfheit
dôgen, dougen – donerec
donergebirge – dorferlêhen
dorfgebûwære – dorfschaft
dorfsmit – dorneht
dorneht – dörperdiet
dörperecheit – dôʒen
drabeknëht – drangen
drangest – drî
drîancasîne – drîgesæʒe
drîgevar – dringen
drî|nisse – drittelhof
drittestunt – drîzëhen
drîzëhenære – druc
drûch – drüʒʒelstôʒ
du, dû – dumme
dumpfe – duns
dünsel – durchbittern
durchbitzen – durchdœnen
durchdrengen – durchgerne
durchgesiht – durchgründen
durchgrunthaftec – durchkifen
durchkiusche – durchlësen
durchlestern – durchlûʒen
durchmâlen – 1durchrecken
2durchrecken – durchsaffen
durchsagen – durchschrecken
durchschrenzen – durchslac
durchslahen – durchsprëchen
durchspreiten – durchswingen
durchtân – durchverwen
durchvieren, durchwieren – durchvrô
durchvrœnen – durchweichen
durchweidec – durchziln
durchzimbern – dûrliche
durlinc – durstebërnde
durstec – düʒʒec

   dannan(t) - dâ(r)/ da(r) ane    


dannan(t) Adv. dannen

MWB 1 1191,12;

danne, denne Adv., Konj. auch dan(n), den(n); ten(n)e ÄPhys , MemMori . Die a-Formen sind häufiger. 1 Adv.
1.1 zur Angabe einer Abfolge
1.1.1 zeitlich ‘dann, darauf, alsbald’
1.1.2 anreihend ‘danach, ferner; außerdem’ , oft in Kochrezepten und med. Texten
1.2 zur Angabe eines Zeitpunkts
1.2.1 der einem andern folgt ‘dann, danach; darauf’
1.2.2 in der Vergangenheit ‘damals’
1.3 auf Voraussetzungen und Umstände hinweisend, die meist in Konditionalsätzen ausgedrückt sind ‘dann, in diesem Falle, alsdann; deshalb’
1.4 intensivierend
1.4.1 in Ausrufesätzen ‘nun, dann, denn’
1.4.2 neben relativen, modalen, temporalen usw. Nebensatzeinleitungen oder Nebensätzen mit Spitzenstellung des Verbs, meist mit korrelativem im Nachsatz ‘nun, alsdann, sodann’
1.4.3 in Fragesätzen ‘nun, aber, denn’
1.4.4 in exzipierenden Sätzen mit dem Verb im Konjunktiv und in Zweitstellung ‘außer wenn, wenn nicht, es sei denn (dass)’
1.4.4.1 mit Negation ne, en
1.4.4.2 ohne Negation ne, en
1.4.4.3 gleichwertig mit wan ‘nur’
1.5 noch danne : ‘zu der Zeit noch, damals noch’ (s.a. dannoch )
2 Konj.
2.1 temporal ‘sobald, sooft’
2.2 vergleichend ‘als, wie’
2.2.1 nach Positiv, meist nach gerne im Sinne von ‘lieber’
2.2.2 nach Komparativ
2.2.2.1 Satzglieder verbindend
2.2.2.2 Sätze verbindend
2.2.3 nach Superlativ
2.2.4 ê danne ‘eher, früher als’
2.2.5 nach ander(s)
2.2.6 nach nieman, nie, niemer, niergen; niht, kein
   1 Adv.    1.1 zur Angabe einer Abfolge    1.1.1 zeitlich ‘dann, darauf, alsbald’ wir choden daz den selben verwâzzenen [Joseph] dei wilden tier vrâzzen. / sô wirdet denne wol skîn waz ime die troume frume sîn Gen 1795; so die dorn auf gent, die machent dann den samen boͤz und ertrenchent in PrOberalt 51,8    1.1.2 anreihend ‘danach, ferner; außerdem’, oft in Kochrezepten und med. Texten: nim denne ein rein smaltz oder spec BvgSp 1 u.ö.; Barth 133,24. 137,16 u.ö.; SalArz 29,42 u.ö. den oberhimel sage er mir / und dan den kristallîn KLD:Kzl 2: 10,10; MNat 3,25    1.2 zur Angabe eines Zeitpunkts    1.2.1 der einem andern folgt ‘dann, danach; darauf’ ích dîn ęcclesia, ích dér nú bín quasi despecta, [...] dáz ích dánne post ascensionem tuam uvérde honorabilis Will 130,13; VatGeb 68; so si dannen uuͦren / er bat si danne [sogleich] widere / ze sinen herbergen cheren VMos 17,2; hiute baz und aber danne über morgen wê MF:Mor 21: 3,7; die nû vil lîhte mîn enbernt, / die windent danne ir hende MF:Reinm 45: 3,4; Tr 12229. 13808; KLD:Kzl 16:14,8. – in Korrelation mit swenne, swanne: swenn diser lip ent nem, daz wir dann diu genade besitzen diu nimmer ent genimmet PrOberalt 27,16. 110,2; Hochz 823; swanne ich si sich so rechte wolgitân, / vil lieben wân ich danne hân SM:Had 54: 4,2    1.2.2 in der Vergangenheit ‘damals’ danne hiz div arche propiciatorium VMos 81,4    1.3 auf Voraussetzungen und Umstände hinweisend, die meist in Konditionalsätzen ausgedrückt sind ‘dann, in diesem Falle, alsdann; deshalb’ ube Benjamin mit uns fuore er [Joseph] wesse denne daz wir newâren spehâre Gen 2223; Spec 152,7; MarldA 224; ne ware Seth niht geboren / wer stilte denne den gotes zorn VMos 11,26; Roth 3678; alsi he daz gitan heit, so sal umi dan di sculteizi vride banne zu sineme liebi unde zu sinemi gute Mühlh 163,14 u.ö.    1.4 intensivierend    1.4.1 in Ausrufesätzen ‘nun, dann, denn’ nû sehet, wie er ime denne hête gelônet! Gen 1911; wie gereit wir got danne vinden! Wahrh 120; Tannh 9,56; SM:Had 37:2,4. 51:2,10; ô wol mich danne langer naht! MF:Reinm 7: 17; ôwê danne schoenes wîbes! ebd. 50: 5,5; Wh 147,7; wâfen, herre, wâfen! / sold ich dan iemer slâfen! Iw 3512; diu sunne, diu von Îrlant gât, / diu manic herze ervröuwet hât, / â, diu hât danne ein ende! Tr 10163    1.4.2 neben relativen, modalen, temporalen usw. Nebensatzeinleitungen oder Nebensätzen mit Spitzenstellung des Verbs, meist mit korrelativem im Nachsatz ‘nun, alsdann, sodann’ da danne iwer schaz ist da ze himele, da ist oͮch iwer herze Spec 68,7; alse ir gesizzit danne, / so redet al daz û geualle Rol 1274; Spec 108,3; Herb 1286; sô er iz [Jagdbeute] denne hine heim brâhte, mislicher muose er gedahte Gen 1079. 1404; so ich denn ersten, so sich ich euch aver PrOberalt 96,40; ÄPhys 11,5; JPhys 2,8; Spec 126,26. 14,5; swenne denne der tôt kumet, sô müget ir in [den rechten Glauben] dester minner verliesen PrBerth 2:19,31; swanne ich sî danne gerne wolde schouwen, / ach, sô gêt si dort zuo andern vrouwen MF:Mor 22: 3,7; swer in [den Frauen] danne unstæte giht, / des volgære enbin ich niht Iw 1885; Lucid 106,11; swaz ime danne muge zer vröiden komen, / daz mîn êre sî, daz sprich MF:Reinm 28: 3,6; KLD:UvL 20:7,4; Gen 443; Brun 10437; ob si dan niht fröide birt / mir vil sældelôsen man, / sô verdirbe ich an dem lîbe KLD:GvN 18: 2,6; JPhys 1,9; SuTheol 299. ê danne ‘ehe, bevor’ ê ich in denne sâhe cholen, / michel lieber ist mir daz ich iemer diene dir Gen 2403; e danne gelege der zorn, / hette maniger den lip verlorn Herb 10019. 5208; daz hei, ê denn ez ab gemæt werd, so ist iz gruͤn und schoͤn PrOberalt 68,33. 13,29; Konr 10,85; MF:Reinm 67:4,6; Wig 5153. vnde variz dan alder werlde liet [l. leit ] , / so rumde ich sichirliche / mit samt der [l. dir ] die riche Roth 2282; enist dan nieman der in [den Brunnen] wer, / so ist iuwer êre verlorn Iw 1842; ist danne als ir habt geseit, / sône chan daz niemen understân KvHeimUrst 1562; Mechth 5:23,165; Mühlh 148,10 u.ö.    1.4.3 in Fragesätzen ‘nun, aber, denn’ dû solt sîn alles wesen hêrre, waz bedarftû denne mêre? Gen 215; waz denne, / sint uns die hârslihtære entriten? Wh 322,20. 398,2; owê, waz wil si danne mîn? MF:Reinm 36a: 2,5; wer ist er dann? Lanc 48,34; war sol ich arme denne? Rol 8707; wa mechte mir danne baz gesîn? SM:Had 35: 2,6; bin ich da vnde er hie, / wie solde ich danne genesen? Herb 867    1.4.4 in exzipierenden Sätzen mit dem Verb im Konjunktiv und in Zweitstellung ‘außer wenn, wenn nicht, es sei denn (dass)’    1.4.4.1 mit Negation ne, en: er zôch sîn swert vile scarf / und nehâte got denne scierôre gesprochen, er hête den sun durch den hals gestochen Gen 933; Lucid 62,6; ich enwolde danne liegen, ich hân iu leides vil getân NibB 1791,4. 947,4. 2354,4 u.ö.; sin komen danne drâte, / sô koments al ze spâte Tr 6987; Herb 11925; PrOberalt 42,31; ichn trûwe iu den lîp niht bewarn, / ezn sî dan iuwer wille Iw 1497. 1279 u.ö.; Herb 5714; Mühlh 117,22 u.ö.    1.4.4.2 ohne Negation ne, en: ir keret danne hinnen in zit, / ir hat uwern lip vurlorn Herb 5317. 773. 1786 u.ö.; ich möhte mînen dienst hân behalten [unterlassen] / baz, mich trôste danne ir rôter munt SM:JvW 5: 3,10; ir solt dheynen schaden weynen [...], es were dann das uch ein frunt dot were Lanc 37,5. 62,16 u.ö.; dir werre denne anders iht, / ich sihe wol, dû bist niht / erlamt an den füezen Ottok 4729. 6269 u.ö.    1.4.4.3 gleichwertig mit wan ‘nur’ dann printzel ließ er pey dem mere HvNstAp 4995. 2665. 4533    1.5 noch danne: – ‘zu der Zeit noch, damals noch’ (s.a. dannoch ): noch dan was sie [die Königstochter] ime [Rother] vremide Roth 1921; noh dan was er ein lutzil kint SAlex 204 (vgl. dan noh was er ein lutzil kint 2504 ); noch denne was im unbekant, / wie er selbe was genant UvZLanz 31. 2192. – ‘außerdem’ noch danne sint sehz hochzit der abint man vasten sol MNat 9,6. – ‘dennoch’ noch danne kvnde siner vnsite / Pirrus niht vergezzen, / daz der helt vermezzen, / Ayax, also er mordet lac Herb 16861; so ir alles daz getuͦnt daz ir vermuͦgent, so súllent ir úch noch danne halten fúr unnútze knehte Tauler 66,12    2 Konj.    2.1 temporal ‘sobald, sooft’ den ez [das Tier] áber dúrstet so gat hez zieinemo uuazzere heizzét Eufratés ÄPhys 9,5; tene so diu tier uerro unde naho tie stimma gehorrint so samenont siu sih unde uolgen imo turih di suzzi des stanhes ebd. 2,6. 1,11. 8,7    2.2 vergleichend ‘als, wie’    2.2.1 nach Positiv, meist nach gerne im Sinne von ‘lieber’: deme gebot man iz bi der widen / daz her gerne dar gienge / dan man in hienge Roth 1576; KvWTroj 15195; HvNstAp 3346. 15541; ich mac des schamen harte mich, / daz ich wîbes bilde hân, / denn ob ich als ein man getân / und als ein vrecher knappe sî KvWTroj 16690; ez schullen gepornn werdenn / new leẅte auf die erdenn. / der wïrt so vil auf der erde / dann chorns werde Märt 27352    2.2.2 nach Komparativ    2.2.2.1 Satzglieder verbindend: daz nieman anders niht enjach, / ezn [das Hündchen Petitcreiu] wære wîzer danne snê, / zen lanken grüener danne clê, / ein sîte rôter danne grân, / diu ander gelwer dan safrân Tr 15828; bézzer sínt dîne spúnne. dánne der uuîn Will 65,1. 69,24. 92,3 u.ö.; Gen 870; SM:WvT 4:1,3; gnâde ist bezzer danne reht Iw 172; daz reht stât crumber danne ein sichel KvWLd 2,49. – zahlreich belegt in komparativen Phraseologismen, qualitativen wie lieber danne der lîp, wîzer danne der (ein) snê/ein swan, bezzer danne guot, baz danne wol und quantitativen wie mêre danne genuoc/vil. dehain laster ist wirser denne der nit Spec 35,35; rœter denne ein rôse / ist ir munt süez unde heiz KLD:UvL 47: 6,1; SM:Ta 1:9,3; er ist vil tœrscher danne wîs RvEBarl 9620; sîn leben und sîn geverte / was herter danne herte ebd. 15804; swerzer danne ein kol SM:Ta 3: 3,9; me nacht den tag Herb 9121. er [Nachtrabe] minnet die finstere mere denne daz lieth JPhys 21,4; Spec 7,14; ich getrûw im helfe baz dan ir Iw 5286; nu vert ez hie wirs danne dort Tr 8836; sô muotin aber diu Minne mê, / diu tet im wirs danne wê: / si tet im mê ze leide / dan Triuwe und Êre beide ebd. 11770; sie waren gereit in den strit / michels schierre den da bevor Herb 6665; mir ist vil unsanfter nu dan ê MF:Reinm 29: 1,3. 30:2,3; SM:St 4:2,10 u.ö. mer denne sechs tusent mán Rol 4285; niht minner danne hundert Tr 18820. 19460; in dunchit da bezzir ein tac, / tenne hier tusinc MemMori 106; ich zôch mir einen valken mêre danne ein jâr MF:Kürenb 2:6,1; ÄJud 110; wæger ist ein schade dan zwêne Eckh 5: 47,13. 5:405,6    2.2.2.2 Sätze verbindend: mêr vindet der wol suochen kan, / denne der suochens sich bewigt / und durh trâcheit stille ligt Wh 446,17; LobSal 198; sie sint vil baz verlorn, / denne wir verlorn sin Herb 15149; Spec 18,25. 54,8; do vlizzet sich diu maget / baz ir wæte, / danne si e hæte Hochz 258; du hest mich hoher erhabin denne ich si Lucid 146,5; NibB 828,2; Tr 7821    2.2.3 nach Superlativ: er ist der aller wisiste haiden / danne ich ie horte gesagen Rol 2889; wann er die koniginn von Engellant allerliebst hett dann ander koniginne Lanc 19,29; Volmar 518    2.2.4 ê danne ‘eher, früher als’ ouch gibet got den heiligen geist ê dan die gâben des heiligen geistes Eckh 5: 118,12. 5:275,5    2.2.5 nach ander(s): nemt ander trœster danne mîn SM:UvS 5: 1,4; Tr 4962; dâ ist wol ein werk anders dan daz ander Eckh 5: 210,13; die [Planeten] gant anders danne ander sternen MNat 2,12; Spec 82,4; UvZLanz 6167. sprach in [den Frauen] anders ieman danne wol MF:Reinm 13: 1,3. 45:1,5; Iw 192; si daz buozten anders denne si scolten Gen 2740; Tr 139; ob mirz ze Curnewâle / iht anders danne wol ergê ebd. 5801. 6163    2.2.6 nach nieman, nie, niemer, niergen; niht, kein: daz pallium, daz nieman tragen sol denne die erzbischofe Lucid 91,11. 102,4; ob ir zen Hiunen hêtet niemen danne mîn NibB 1256,2; ez enist nieman baz gemeit dan der dâ stât in der grœsten abegescheidenheit Eckh 5: 431,8; wir ensollen anders nymans mit uns furen dann unsern suͦne und einen knecht Lanc 5,10 u.ö. wan si niene minten denne den almehtigen got Konr 19,95; daz er tuot, ist verrer von sînem herzen und enrüeret daz herze niemer dan durch daz, dar umbe und durch daz er ez tuot Eckh 5: 52,6; daz inner werk nimet und schepfet allez sîn wesen niergen dan von und in gotes herzen ebd. 5: 41,2. 5:429,4. daz da niht widerstunt / den tot oder totwunt Herb 6724; sô dich aber niht trœsten enmac dan got Eckh 5: 29,17; Herb 11838; ir hant mir nicht gelaßen dann die bloßen hant Lanc 56,26

MWB 1 1191,13; Bearbeiter: Gärtner

dannen, danne Adv. auch dannan(t), dane, dan; häufig verdeutlichend mit von. 1 ‘(von da) fort, weg’
1.1 in Verbindung mit Verben
1.2 in paarigen Ausdrücken
1.3 im Ausruf wol dan! ‘los!, vorwärts!’ (s.a. wol )
2 ‘von da (aus, her)’
2.1 den Ausgangs- bzw. Bezugspunkt bezeichnend; demonstrativ und relativ
2.2 die Herkunft bezeichnend, dannen … her :
3 temporal
3.1 ‘von da an, seitdem’
3.2 ‘danach, dann’
4 kausal ‘daher, deshalb’
5 wie Pron.-Adv. dar, dâ mit Präp. gebraucht, meist für eine Präp.-Erg. stehend (von 2 nicht immer scharf zu trennen); demonstrativ ‘davon, damit, daraus’ usw., relativ ‘wovon, womit, woraus’ usw.
6 in Zusammensetzungen mit Präp. (analog zu dar, dâ mit Präp.) als Pron.-Adv. für eine Präp.-Gruppe (meist Präp.-Erg.) stehend; demonstrativ und relativ
   1 ‘(von da) fort, weg’    1.1 in Verbindung mit Verben: si giengen balde dannen NibB 2325,4; Tr 10590; sus stuont er ûf und wolde dan Greg 3585; sî [...] stal sich von im dan Iw 100; der wirt den sînen daz gebôt, / si solten dannen kêren Parz 35,13; der ritter dannen schiet Walth 90,3; dô truoc man si von dannen NibB 1070,2; mîn lîp der schiet von danne sâ: / daz herze mîn beleib aldâ, / daz wolde mit mir danne niht. / daz was ein wunderlîch geschiht, / daz man den lîp von danne treip / und daz mîn herze aldâ beleip UvLFrd 7,29-8,4; diu ross si wolden dannen ziehen an gemach NibB 76,1; die schrift darf niemen danne schaben Parz 470,28. dan ûz ‘von dort weg’ niemer dan vz zuͦ kvmenne, bitz daz silber [...] gar vergolten werde UrkCorp (WMU) 1311,20. ~ brechen ‘abbrechen, abreißen’ swa er [ der furt ] bekv́mbert ist mit phelen alder mit zv̓nen [...], dc si dc dannen brechen sv́ln UrkCorp (WMU) 311,27; das vnser [...] ebtissin Elsebete ir hútteli ze Zúrich [...] ze koufenne gab [...] der stat vnd dien burgern von Zúrich, dannen ze brechenne ebd. 3049,37. dan hinnen scheiden, verhüllend für ‘sterben’ daz sie an deme dage begen gehuͤknissehern Heinriches mines wirtes des sele got haben muze, der alse dan hinnen schiͤt UrkCorp 319,18    1.2 in paarigen Ausdrücken: wider unde dan ‘hin und her’ man sach die helde wenden wider unde dan / des veldes allenthalben NibB 788,2; dô suocht’ er nâch den vergen wider unde dan ebd. 1533,1; manigen ende si ez mâzen beidiu wider und dan [überlegten es hin und her] , / welhe ir herre möhte zeinem wîbe nemen, / diu im ze frouwen töhte NibC 332,2. dar unde dan(nen): wie rehter dar unde dan / entwîchet unde kêret! Parz 21,16; den estrîch er [mit Mehl] besæte, / ob ieman bî getræte / dem bette dar oder dan [auf das Bett zu oder davon weg] , / daz man in spurte ab oder an Tr 15149; maneger hin ze Rôme vert, / der roup dar und dannen zert [der auf dem Weg nach und von Rom nur vom Raub lebt, vgl. Anm.z.St.] UvLFrd 150,1    1.3 im Ausruf wol dan! ‘los!, vorwärts!’ (s.a. wol ): nû wol dan, welt ir die wârheit schowen, / gên wir zuo des meien hôhgezîte! Walth 46,21; wol dane in den strit, / alle die mit mir hie sit Herb 7539; nû wol dan, / rîter unde vrouwen! Wig 5675; wol dan, wir sulen nâch jagen / dem tôren HvFreibTr 5646    2 ‘von da (aus, her)’    2.1 den Ausgangs- bzw. Bezugspunkt bezeichnend; demonstrativ und relativ: dannin [von Rom] santir drî heilige man, / ci predigene den Vrankan Anno 32,5; dô fuor er dar, dannen in sîn vater sande Walth 16,3; daz man [...] ime ze helfe kæme / von dannen und von Karke Tr 18827; vnze an die Nuwenstat vnd dannan vnze an Brúckelin UrkCorp (WMU) 3055,37; ein hôher stein gewahsen stât. / [...] dannen wâren zwênzic raste / ze Babilônje niht ze grôze Flore(S) 3336. ~ ûf, ûz: vnd dannan v̂f [von dort hinauf] vntz an dc ober grebeli vnd dannan v̂f die richte vntz an dc gvͦt von Vlmitz UrkCorp (WMU) 1783,5; [der Sultan] vrlvget dannan vz [von dort aus] vffen die cristenheit ebd. 93,2; aker, wisan, wingartun mit der hofstat [...], div in den hof ze Munsterlingen horent vnd die man dannan v́s buwet ebd. 970B,45. 776,17    2.2 die Herkunft bezeichnend, dannen … her: bî den gebûren lieze ich sî [die unhöfische Kunst] wol sîn, / dannen ist si her bekomen Walth 65,32    3 temporal    3.1 ‘von da an, seitdem’ danen uber zwei jâr gesach der chunig vile hêr / einen troum swâren, den saget er den hêrren Gen 1993; Wernh 1115; ir swestir wart si gevech von danne GenM 57,14; des nahisten sunnentages da nah vire [feiern] wir den urstente tach, unde erwohset uns dannen diu luna ettewenne unze an vicesimam primam WindbKal 93; vnze ze dien nehesten oͤstern vnd dannan drv́ iâr UrkCorp (WMU) 188,29. dannen hin: des wart den schuldehaften drin / mit gotis vluͦche dannen hin / iemer durh al der welte lebin / ir gediender vluͦh gegebin RvEWchr 376. 10181; vnd das selbe guͦt sol dannan hin min eigen sin UrkCorp (WMU) 1423,26. 2313,21; hinnant zuͤ wihennahten, die nuͦ kumet, vnd dannant hine uber zehen iar ebd. 1780,11. ~ vür: und in dem tempil dannen fúr / werin zallin ziten / huͦter von dén Leviten RvEWchr 31644    3.2 ‘danach, dann’ du stimmi sprach dannin / zi demo kuninclichen manni LobSal 31    4 kausal ‘daher, deshalb’ dannan sprichit sanctus Iacobus mines trehtenes bote alsus Alkuin 24; dannin ist her [der Mensch] nâ dim engele allermeist Anno 2,11; dannen hête si gesiechet zewâre / zwaier minner denne drîzec jâre Kchr 733. von ~ , ~ von: von dannen ist der engel bewegelîch, / von dannen ist der menniske tôtlîch Kchr 3265; von danne, hêrre, volget mir Tr 1620. 9358. 4229; daz was dannan von, wan der mennesge hat genvog an deme gvotin willin PrWack 3,95; und dannan von so enwissent sú nút von dem daz in in ist Tauler 43,14. – relativ ‘woher, weshalb’ dannen er in dem evangelio sprah, daz ouh an einem anderem salmen gescriben stet: ‘ego dixi, dii estis et filii excelsi omnes’ PsWindb 94,3(Randgl.)    5 wie Pron.-Adv. dar, dâ mit Präp. gebraucht, meist für eine Präp.-Erg. stehend (von 2 nicht immer scharf zu trennen); demonstrativ ‘davon, damit, daraus’ usw., relativ ‘wovon, womit, woraus’ usw. vile michele wunne, / so nehein fleiszlich man / dannen gesagen chan VMos 3,17; die geburt unt den segen / den uns diu maget brâhte [...] : / sagen unde singen / muozen wir iemer dannen Wernh 4139; diu arme witwe, dannen wir nu haben geseit PrStPaul 85,7; Matheus ewangeliste / der screip iz uon Christe / und uon der muͦter div in truch: / dannen screib er zeichen gnuͦch Wernh D 86. wir möchtin dur in widerbracht werden in das ewige vatterlant von dennen wir ouch komen sint PrWack 67,7; swa dissis fuͦris ein ganster ist, dannen so cuͦmet dicke ein michil vuͦr PrLpz 77,6; sî [ diu gesihte der liehten gotheit ] ist ein kecprunne, / danne diu genâde entspringet Tund 2015; er hiez in dar varn dannen er was geborn Gen 957; er si ein gâst oder dannen [ von der stat ] geborn UrkCorp (WMU) 1653,12; Cham was Noe sun [...], dannen [von welchem] waren burtich die Egiptii PsWindb 104,23(Randgl); in die stat, dannan er was bürtich PrSchw 2,143. dô wurdin uns die sunde ioch natûrlich, dannan erlôste uns got TrudHL 45,34; unser lant ist die himelische Jherusalem danne wir vorstozzen wurden PrLpz 91,25; VMos 4,27. [der Fluch] werde im also daz gewæte, dannen er bedechet wirt, unde also diu gurtile, dannen allezane er gegurtet wirt PsWindb 108,18; so sol si han dis guͦt vnde dannan getvͦn, swas si wil UrkCorp (WMU) 773,33. Cêsarem, / dannin noch hiude kuninge heizzint keisere Anno 18,10. der roub was sô grôzlîch, / daz sî alle danne wurden rîch JJud 1724. daz lant zu Marroch, / dannen ich kuͤnc heize Rennew 28659    6 in Zusammensetzungen mit Präp. (analog zu dar, dâ mit Präp.) als Pron.-Adv. für eine Präp.-Gruppe (meist Präp.-Erg.) stehend; demonstrativ und relativ: ~ abe: dv bist ein beslozin porte, / dan abe der wissage sagin horte Litan 202; Rol 1813; ein bilide [...], / dan abe ih û gesagit hân SAlex 6150; der disch de da bereide is, / dan ave sprichet Jhesus Crist Lilie 68,16; dv bist uze der wurzele Iesse / ein gerte uz gesprungen [...] dan abe uns di frowede quam allir gnaden Litan 213. 1306; Lilie 57,6; und die lidelicheit die sol alwegen dem menschen wider sin, und sinen willen dannan ab keren mit gantzer kraft Tauler 163,7. ~ ûz: vnd sol da mitte der kamerer frv̓men gekoͮfet lampwolle [...] vnd dannan vs machen gewant UrkCorp (WMU) 1741,28; das der mensche kere ze mole sich in die wunderlichen werk [...], und dannan us wirt geborn ein uͤbunge, die heisset jubilacio Tauler 159,34. ~ von: vnd gilt drisseg schillinge vnd sol man dennen von [davon] geben cehen schilling ierlich dem samenv̓ng von Ebersegge UrkCorp (WMU) 895,28

MWB 1 1194,38; Bearbeiter: Tao

danne nâch Pron.-Adv. dannen Adv. und nâch Präp.

MWB 1 1197,9;

dannen hin Adv. dannen und hin

MWB 1 1197,11;

danne(n)kêre stF. dankêre

MWB 1 1197,12;

dannenreise stF. ‘Abreise’ do bereiten si sich uff ain dannenraise JTit(Sch) 1148,4 (vgl. do bereitens sich von danne der reise JTit 1148,4 )

MWB 1 1197,13; Bearbeiter: Tao

dannenscheide stF. ‘das Fortgehen, Abschied’ der hoch geborne da niht enlie, / er enshiede von dannen. / den wiben und den mannen / wart herzelichen leide / umme sin dannen sheide Rennew 9476

MWB 1 1197,16; Bearbeiter: Tao

dannenscheiden stN. scheiden stV.

MWB 1 1197,21;

dannenscheit stM. wie dannenscheide stF.: nach einem dannen sheide / der gedang was irm herzen bi Rennew 19538

MWB 1 1197,22; Bearbeiter: Tao

dannenthalben Adv. ‘fort, weg’ daz sin [Johannes’] geist begriffen [entrückt] were / denthalben HeslApk 1539

MWB 1 1197,25; Bearbeiter: Tao

dannen ûf Pron.-Adv. dannen Adv. und ûf Präp.

MWB 1 1197,28;

dannen ûz, dan ûz Pron.-Adv. dannen Adv. und ûʒ Präp.

MWB 1 1197,29;

dannenvart stF. auch dan(e)-vart. ‘das Fortgehen, Wegreisen, Abreise, Abmarsch’ si gâben ir mite ir ammen daz si der daneverte deste min mahte erlangen Gen 1022; Anfortasen bat dô sêre [...] / Feirefîz der danverte Parz 820,7; im was leit diu dannenvart Wh 452,18; diu [Aglye] kummer lait / von siner dannen verte WhvÖst 2867. 18685; e seiner danneverte Serv 985; UvTürhTr 2422; Rennew 21477. – umschreibend für dannen varn, rîten: sin lip nymmer daz verbirt, / ern tuͦ mit dir die dannen vart Rennew 21193; GrRud Ab 5; het er durch sînen frechen muot / die dannenvart niht genomen BFrau 587; si riten eine danvart / daz nieman von dem here sach / ob in liep oder leit geschach Bit 7942

MWB 1 1197,31; Bearbeiter: Tao

dannen von Pron.-Adv. dannen Adv. und von Präp.

MWB 1 1197,46;

dannen vür Pron.-Adv. dannen Adv. und vür Präp.

MWB 1 1197,48;

dannenwanc stM. ‘das Fortgehen, Weichen’ deheines dannenwankes / wart dô gedâht under in: / sî zôch her und er hin, / beide engegen dem swerte Flore 7188

MWB 1 1197,50; Bearbeiter: Tao

dannenwërt Adv. auch dannewart. ‘von da weg (aus), fort’ ein fürste Razalîc dâ hiez. / [...] der huop sich immer dannewart / durh tjostieren für die stat Parz 41,14; sô nam er im sîn pfert / unde hûb sich dannenwert NvJer 20849; den bogen unt daz swert, / daz truoc allez Hagene von im [Siegfried] dannewert NibB 980,2; sie gienc iesâ dannewart UvEtzWh 5148

MWB 1 1197,54; Bearbeiter: Tao

dannoch, dennoch Adv. 1 ‘zu der Zeit noch’
2 ‘auch da noch, sogar dann noch, dessen ungeachtet’
3 ‘noch außerdem, noch dazu’
4 ‘noch’ mit Komp.
   1 ‘zu der Zeit noch’ dannoch was ein zunga in allem manchunne Gen 780; Prünhilt ir gesten dannoch vil wæge was NibB 812,2; itzvnt begunde / nahen die stunde, / daz der fride sich solde enden. / do gesahen sie in allen enden / dannoch in dem fride / turme, zinnen, berfride Herb 6193; Grêgôrius, dô er ritter wart, / dannoch hete er [der Abt] im niht enbart / umbe sîn tavel und umbe sîn golt Greg 1650; ez was dennoch sô spæte / daz ninder huon dâ kræte Parz 194,5; dem wirte was des gastes nôt / dennoch unbekennet, / diu im sider wart benennet Wh 133,9; des liez der keiser Julius / vri unde ledic [...], / der dannoch was gevangen doch Macc 12667    2 ‘auch da noch, sogar dann noch, dessen ungeachtet’ er [der Engel] dwang ime [Jakob] die huf, daz march swizte dar ûz [...]. / dannoch habete er den engel sô vaste daz er sich von ime nieht erlôsen mahte Gen 1530; des frovte sich Iacob. / do ne was Iacob / dennoh niht ane not VMos 27,25; swie tœtlîch der strît wær, dennoch keiner liez, / er mahte stolz sîn wâpenlîch gewæte Loheng 4749; di im halt nit gedint haben von kintheit auf, den gibt er dennoch sein minne AdelhLangm 48,28    3 ‘noch außerdem, noch dazu’ zwên und einer, daz sint drî, / dannoch seite si mir dâ bî, / daz mîn dûme ein vinger sî Walth 95,15; wis alse ein sne / waz hie pfellor von salamander. / dannoch vant man ander / pfellor, die waren den vngelich TürlArabel *A 184,20; dannoch lere ich dich ein andirz zu deme houbit wewen SalArz 31,12    4 ‘noch’ mit Komp.: er dienôte ime dannoch mêre Gen 1383; des was wol vierzec tûsent oder dannoch baz NibB 181,3; [Christus,] der den ubeln tot niht enlîe / so uaste richsen als e. / dennoh brahter uns sælden me: / das ist das ewige leben Wernh D 4318; dannoch bâten sî mich mêre / künden den, die werdeclicher minne gern SM:UvS 3: 2,1

MWB 1 1197,62; Bearbeiter: Plate

dansen swV. ‘jmdn. zerren’ er [Jesus Christus] wart an sinú wæglú [= wænglú ] zart / och vil geschlagen uf der vart, / gezogen und gedanset, / vil múrdeklich gehanset / mit spotte, laster, schmachait, / des er do vil von inen lait / und mænig úbele getat WernhMl 8847

MWB 1 1198,37; Bearbeiter: Tao

dansunge stF. ‘böse Rede’ dû solt der lôshait dînu ougen virsagen unde der dansunge die zungen TrudHL 134,16

MWB 1 1198,43; Bearbeiter: Tao

danvart stF. dannenvart

MWB 1 1198,46;

dâ(r) Adv., Konj. ahd. thâr (AWB 2,166ff.); die alte, volle Form auf -r seit dem 12. Jh. (außer in Zss. mit Präp.) selten, meist ; der Vokal â auch gekürzt und abgeschwächt zu -e-, -i-; seit Ende des 13. Jh.s (in Zss. mit Präp./Adv. auch früher, vgl. WMU 1, Art. zu dâ inne, dô inne; dâ mite, dô mite und dâ selben, dô selben) erscheint auch als (zur Vermischung der beiden Wörter vgl. 2 5Mhd. Gr. § S 173.1 mit Lit.). – verstärkt mit al, z.B. VAlex 1267; Parz 14,10. 89,6. 123,25; Walth 94,14; Mühlh 168,18; GvJudenb 1887. 1 Adv.
1.1 demonstrativ
1.1.1 lokal ‘da, dort; hier’
1.1.1.1 allein stehend; auf Vorangehendes oder situativ Gegebenes hinweisend
1.1.1.2 in Verbindung mit einer Präp.-Gruppe oder einem Adv. im selben Satz
1.1.1.3 attributiv zu einem Subst.
1.1.1.4 in der Verbindung ~ sîn/wesen
1.1.2 temporal ‘da, dann, in diesem Augenblick’
1.1.3 als Korrelat, auf Räumliches und Nichträumliches hinweisend (s.a. unter 1.2.1 und WMU 1,332, Art. unter B 1.2 mit weiteren Belegen) ‘dort; da, dann’
1.1.4 abgeblasst zur Partikel
1.1.4.1 am Satzanfang eine Antwort, Erläuterung einleitend
1.1.4.2 die Relativa in ihrer Funktion verstärkend (vgl. 2 5 Mhd. Gr. §§ S 115 u. 121)
1.2 relativ ‘wo’
1.2.1 mit Bezugswort im übergeordneten Satz, der dem Rel.-Satz vorausgeht oder folgt
1.2.1.1 auf eine Präp./Subst.-Gruppe bezogen:
1.2.1.2 auf ein Adv. bezogen
1.2.2 ohne Bezugswort im übergeordneten Satz (das Adv. und Relativum fallen in eines zusammen): ‘dort, wo; dorthin, wo’
2 Konj. (vom relativen Gebrauch nicht immer scharf zu trennen)
2.1 temporal ‘als; nachdem’
2.2 konditional ‘wenn’
2.3 konzessiv: ‘obwohl’
   1 Adv.    1.1 demonstrativ    1.1.1 lokal ‘da, dort; hier’    1.1.1.1 allein stehend; auf Vorangehendes oder situativ Gegebenes hinweisend: do chert er gegen einem mose. / da wold er sih chuͦlen Eilh R,1677; dâ [in dem Wald von Breziljân ] wârn die wege manecvalt Iw 264; ze Œsterrîch lernde ich singen unde sagen, / dâ wil ich mich alrêrst beklagen Walth 32,15; in die stat giengens iesa. / da was des tages marchet da, / und was da liute genuͦc StrKD 126,118. – in Verbindungen dâ und hie(r)/her u.ä.: dû [Frau Minne] twingest hie, nû twinge och dâ Walth 55,28; nu bin ich [Isolde] hie und bin ouch dâ / und enbin doch weder dâ noch hie Tr 18534; sin [Tybalds] tot was sins [Malefers] hertzen ger. / er suͦhte in da und aber her Rennew 26852    1.1.1.2 in Verbindung mit einer Präp.-Gruppe oder einem Adv. im selben Satz: vil schilde hôrt’ man hellen dâ ze dem bürgetor / von stichen und von stœzen NibB 797,1; ichn hôrte dâ ze hove sagen / von iu dehein daz mære / daz iuwer iht wære Iw 4272. 7807; der wirt [...] behabte den gast bî im dâ / unz an den sibenden tac ebd. 6844; in jenem sale wîten dâ hân ich in gesehen / bî den sînen helden NibB 78,2. 1857,2; in dem kerkere / da lac si ane swere Martina 114,66. – besonders vor ze, bî usw. mit nachfolgendem Eigennamen: dar zo Ache warin sie over nacht / vnz an den andrin tach Roth 5044; ein lugelicher got [...], / der stuͦnt ze der zeite / datze Rome oͮf einer sevle Wernh A 3729; PrStPaul 23,24. 24,5; duͦ worhter dâ bî Rîne / sedilhove sîne Anno 30,9; dâ mit giengen degene dâ ûz Îslant, / die Prünhilde recken NibB 418,1; dô sprach dâ von Spîre ein alter bischof / zuo der schœnen Uoten ebd. 1508,2. – vor Lokaladv., auch als Zusammensetzung auffassbar: dâ ûzen bî der wende, [...], dâ stêt ein banc Parz 438,10; ir meister si gesan da uze in demo staden gan FriedbChrist 24,3; sit si in himel da oben / volleclichen geeret sint Martina 94,58. – vgl. auch dâheime , dâhër , dâhin usw.    1.1.1.3 attributiv zu einem Subst.: do hiez abir ain andir [Sohn] Dan, / dem gab er [Jakob] disin fluch da: / fiat Dan coluber in via [Gn 49,17] LAntichr 39; hauz, auz dem der ganch in die vorgenanten chappel da get UrkCorp 1282,40    1.1.1.4 in der Verbindung ~ sîn/wesen ‘da, anwesend sein’ inner des starb des kuͤniges sun. do michil jamer ober im was, do warn ouch jene zwene truͤgenere da, von den ich ê sagete PrLpz 349,12; ez ist zemerken, daz got in allen dingen ist, niht alse ein teile der wesunge oder als ein zuoval, sunder er ist da alse ein wirkendes in dem er wirket ThvASu 234,21; vil schiere dô was dâ [war zur Stelle] / mit sînen wîzen handen, der si umbeslôz NibB 1685,2; (subst.:) durch ir aller dasein Hawich 4357. – ‘da sein, vorhanden sein’ diu umminne unde diu vintscaft diu ist da, [...] si rament iwer zallen citen paidiu der eren unde der sele, von danne muͦzt ir iuch ir wern Konr(Sch) 165,36; neware div demvot vollegliche nieht mit der magetheit an sancte Marivn, got neware nie zvo ire chomin. wan disiv aber beidiv da warin, vone div chom er dare PrWack 5,45; PrLpz 388,38; unde also möhte man niht verstan die ablazunge der sünden, ez enwere denne da die ingiezunge der gnaden ThvASu 334,29    1.1.2 temporal ‘da, dann, in diesem Augenblick’ der propheta [Jona] [...] trat in ein schif und wolde uber mere varn zu einer stat die hiez Tharsis. al da huͦb sich ein groz stuͦrmbeter PrLpz 97,42; ich quam gejaget / gar unverzaget, / [...], / da waren al mine phat verhaget Frl 5:43,18. – in Verbindung mit ze stunt ( ‘zu dem Zeitpunkt; sofort’), ze stat/stete, zu hant ( ‘sofort’): man zalte si [Krieger] dâ zestunt / mê dan an hundrit tûsunt SAlex 1051; si heten dâ ze stunt / ritter funfzich tusunt En 1193; swaz der haiden er erraichte / an sinem umbe swaifte: / di fulten da zestunde Rol 6236; her reit dâ ze stunt / zû deme here dannen En 6800. a wie sêre ers dâ ze stede engalt VAlex 532; daz geweren rou sî dâ ze stat, / dô er sî urloubes bat / daz er turnieren müese varn Iw 2919. sî sprach, wold iemen strîten, / daz er dâ zehant strite, / wand sîs niht langer enbite Iw 5747; so indarph he nicht da zu hant zu demi dingi antwerti, inis he [falls er] nicht biclagit, [...] noch inis umi nicht vurgibotin Mühlh 168,21    1.1.3 als Korrelat, auf Räumliches und Nichträumliches hinweisend (s.a. unter 1.2.1 und WMU 1,332, Art. unter B 1.2 mit weiteren Belegen) ‘dort; da, dann’: swâ …, dâ: ‘wo auch immer …, (da)’ swâ sô bî den frouwen durch ir höfscheit / kurzewîle pflâgen die riter vil gemeit, / dâ sah man ie vil gerne den helt von Niderlant NibB 131,3; in die arme und in diu bein / und swâ er ungewâfent schein, / dâ gap er im vil manegen slac Iw 6779; ‘wenn ..., dann’ swa zwene man geborn sint zvͦ einer totleibe, da sol der elteste daz swert vor vz nemen daz ander tæilent si geliche SchwSp 16b. swar …, dâ: ‘wohin auch immer …, (da)’ swar ich kêre, dâ müeze mich doch got bewarn! Walth 113,30. swenn …, dâ ‘wenn …, dann’ dô sprach der ritter guot [zu den Neugierigen] : / swenne ich si [die Botschaft] sage dem künige, dâ hœret si zehant NibB 768,3. sô …, dâ ‘wenn …, dann’ der vürste rîtet tegelich / durch baneken. sô er baneket sich, / dâ süln wir in gewinnen. / er mac dâ niht entrinnen RvEAlex 20357. – auf einen uneingeleiteten Konditionalsatz (mit Anfangsstellung des Verbs) bezogen: wære daz, daz vnser gotshous fvrbaz iemen dar vmb anspræch, da sol er [...] vnsers gotshouses gewer sin UrkCorp (WMU) 1583,44. 2892,32    1.1.4 abgeblasst zur Partikel    1.1.4.1 am Satzanfang eine Antwort, Erläuterung einleitend: des antwurt’ ir Hagene ûzer Burgonden lant. / er sprach: dâ het ir, vrouwe, betrüebet uns den muot NibB 473,1; dâ sult ir zuo z’ir gân ebd. 547,1; ‘sich, wie weinestû sus’ / ‘dâ sluoc mich Grêgôrius’ Greg 1300; diu frouwe bôt ir lougen [...], daz sie unschuldic wære. / ern geloubte niht ir mære. / iedoch sprach si mit forhten siten / ‘dâ kom ein tôr her zuo geriten: [...]’ Parz 133,16. 50,1; dîn schœner lîp war ist der komen? / sun, dâ hâstû mirn genomen Tr 3974    1.1.4.2 die Relativa in ihrer Funktion verstärkend (vgl. 2 5Mhd. Gr. §§ S 115 u. 121): – nach relativ gebrauchtem Pers.-Pron.: nû gêt zvͦ ir iuncvroͮwen, ir dâ [die ihr] nie mit girde gekusten TrudHL 11,5. 11,19; lebendigez brot, du der chome von himele LambGeb 98,1; ir der furhtet [ qui timetis ] den herren, lobet in PsWindb 21,24. – nach relativ gebrauchtem Dem.-Pron.: got, du geschuofe allez daz ter ist [alles, was ist] ; / ane dih nist nieweht VEzzo 67; daz ime al daz wâre undertân daz ter [welches] ime scolte dienen Gen 1850; Iw 7392; dir armin vant her genug, / die dir selide niht hattin Anno 36,7; in den buͦchen, die der heizzent cantica canticorum JPhys 2,44; [ diu vrouwe,] diu dâ Helena was genant WälGa 823; (Dem.-Pron. als Bezugswort und Relativum zugleich:) salic die der [diejenigen, die da] barmherze sint! Vateruns 123; ich enbinz niht der dâ triegen kan Parz 476,24    1.2 relativ ‘wo’    1.2.1 mit Bezugswort im übergeordneten Satz, der dem Rel.-Satz vorausgeht oder folgt    1.2.1.1 auf eine Präp./Subst.-Gruppe bezogen: ir tôten truogen sî hin / ze münster, dâ manz ambet tete / mit vollem almuosen und mit gebete Iw 1409; einen garzûn si sande / hin ze Gâwân, dâ der saz Parz 360,11; ich bin komen an die stat, / dâ got menschlîchen trat Walth 15,5; die herlichen munze [der Seele] , da [in die] er iuch nach im selbem hat geprachet unde geschafen Konr(Sch) 171,20    1.2.1.2 auf ein Adv. bezogen: (dem.), (rel.) oder umgekehrt: nu stuont dâ, dâ der brunne vlôz, / ein öleboum Tr 14607. 17734; under der linden / an der heide, / dâ unser zweier bette was, / dâ mugent ir vinden / schône beide / gebrochen bluomen unde gras Walth 39,14. dar (dem.), (rel.) oder umgekehrt: Artûs poten [...] kômen dar dâ Gâwân / [...] streit Parz 688,6; er ist vil wîse, swer sich sô wol versinnet, / daz er dient, dâ man sîn dienst wol enpfât, / und sich dar lât, dâ man sîn genâde hât MF:Mor 15: 1,7; dâ nieman stæte vinden mac / dar was mir gâch MF:Hartm 5:3,7. hin, dâ …: ich [...] reit zehant / hin, dâ ich mîn niftel vant UvLFrd 19,21; gâ hin dâ vröide sî KLD:Scharfenb 2:3,5; ich [...] trage ez hin wider, dâ ichz dâ nan [= nam ] MF:Reinm 10: 3,8    1.2.2 ohne Bezugswort im übergeordneten Satz (das Adv. und Relativum fallen in eines zusammen): ‘dort, wo; dorthin, wo’ unz daz in zeinen stunden / slâfende vunden / drî vrouwen dâ er lac Iw 3363; sô lise ich bluomen, dâ rîfe nû lît Walth 39,10. si liefen, dâ si funden gesatelt manec marc NibB 34,1; des andern âbendes gienc sî dan / dâ sî ir vrouwen eine vant Iw 2201; er fuorte in dâ er vant sîn wîp Parz 20,24; daz iu lône unser trehtîn, / und helfet mir, dâ liute sîn! Tr 7606. 7614; der truhsæze [...] kêrte dâ diu maget reit Wig 3964    2 Konj. (vom relativen Gebrauch nicht immer scharf zu trennen)    2.1 temporal ‘als; nachdem’ herre, sie warn uf der vart / da wir von in shieden dan Rennew 4359; das half ime daz her genas, / Turnus der helt lussam, / das her in das schiff quam, / da her Pallam irsluc, / das in das schiff dannen truc En  (FSch) 7743; wir suln hôren, [...] wî iz [Kreuz] funden wurde, dâ di ungetriwen juden den hêren hort begraben heten und verborgen PrStPaul 104,12; vnd da wir die vorgenanten schideluͤte, alsus ir beider ansprache gehorten, do sazsen wir dar vͤber UrkCorp (WMU) 2930,10. – in der Datierung: diser priͤf ist gegeben, da uon Christes gewuͤrt sint gewesen tausent jar [...] UrkCorp (WMU) 2598,17. – auf eine Zeitangabe im übergeordneten Satz bezogen: der wirt der hiez dô sideln vil manegen küenen man, / ze einen sunewenden, dâ sîn sun wol riters namen gewan NibB 31,4; diu hôhzît was gevallen an einen pfinxtac, / dâ der künec Etzel bî Kriemhilde lac ebd. 1365,2; an dem eirsten tage, da howemandin craft an ging UrkCorp (WMU) 1653,36    2.2 konditional ‘wenn’ da si [die Steingeiß] ûf den bergen gêt unt die lûte in deme tale gesihet, so bechennet si wole, ob si iagire sint JPhys 14,4; sie [die Bösen] retten von der stêten, / sam sie noch hûte têten, / dâr noch ein solchez mêre / von einer kunegîn wêre EbvErf 1333; swelch burger den andern ertvellic machet oder [...] da ein burger den anderen vahet [...], die hant vnser hulde niht UrkCorp (WMU) 372,4    2.3 konzessiv: ‘obwohl’ swer [...] dienet einem bœsen man, dâ ez ân lôn belîbet, / im wirt wol afterriuwe kunt, ob erz die lenge trîbet MF:Sperv 1:6,6

MWB 1 1198,47; Bearbeiter: Tao

dâ(r)/ da(r) abe Pron.-Adv., auch drab(e). Zu Gebrauch und Bedeutung vgl. → abe Präp. mit weiteren Belegen. 1 demonstrativ
1.1 lokal ‘davon (weg), herab, herunter; hinunter’
1.2 übertr. ‘davon, dadurch, deshalb’
2 relativ, lokal und übertr. ‘wovon, wodurch, worüber’
   1 demonstrativ    1.1 lokal ‘davon (weg), herab, herunter; hinunter’ die bôsen er drabe [von der Burg herab] stiez VAlex 521; daz hûs was im sô nâhen / daz si dar abe sâhen / den gast gewâfent rîten Wig 1969; er rebeizte drab [vom Pferd] Parz 540,25; manege storje er komen sach / ûf den hof und wider drab Wh 130,13; sîn houbet neict er mit gelust / in grôzer andâht gein dem grabe, / mit riuwen siht er darabe LvRegFr 4880    1.2 übertr. ‘davon, dadurch, deshalb’ einen vullemunt er do worchte / den eren in so kurzen tagen, / daz man dar immer mach abe sagen GrRud γ 41; daz cruͦt gepulvert unde in di nasen getan, da nuset man abe Macer 43,9; auch weiz ich, daz dar abe [durch die Niederlage] / sie vurlurn ir habe Herb 3653; ouch sult ir im mêren / an dem guote sîne hab. / und erkomet niht darab Ottok 15900. – partitiv: er ist och gut dem, der daz starche viber hat, ob er dar abe [von dem Wein] trinchet PrüllS 1,5    2 relativ, lokal und übertr. ‘wovon, wodurch, worüber’ ir schif wurden gefuret / aber an die alden habe, / da sie gefaren waren abe Herb 16145; diu brucke dâ über ein wazzer gie / dar abe die liute dort unde hie / der poestât al gemeine treip, / daz ir vil lützel dâ beleip UvLFrd 173,18; der bitteriste strît, / dâ ich noch ie abe hôrte gesagen VAlex 921; daz ich min lieb uirlorn habe, / da mir dit leit ist kuͦmin abe Athis A 64; dannoch vmbe nvne / geschach da dehein svne / noch der rede dehein teil, / da in abe queme heil Herb 7950; ir hôchvart si bewærten / und ir rîcheit dâmit / nâch dem tæterischen sit, / darab [wovor] uns tiutschen eiset [graut] Ottok 7988

MWB 1 1202,14; Bearbeiter: Gärtner

dâ(r)/ da(r) ane Adv. auch dran(e). Distanzstellung v.a. in Satzanfangsposition, dort gehäuft die Form da. Pron.-Adv., steht im Satz anstelle eines präp. Ausdrucks mit ane und kann in alle Bezugsverhältnisse eintreten, die die Präp. ane ausdrückt (vgl. 1.1) 1 demonstrativ ‘daran, darauf, dadurch’
1.1 wiederaufnehmend
1.1.1 einzelne Ausdrücke
1.1.1.1 in Kontaktstellung
1.1.1.2 in Distanzstellung
1.1.2 den Inhalt des vorher Gesagten wiederaufnehmend
1.1.2.1 in Kontaktstellung
1.1.2.2 in Distanzstellung
1.2 vorausweisend
1.2.1 in Kontaktstellung
1.2.2 in Distanzstellung
2 relativ ‘woran’
   1 demonstrativ ‘daran, darauf, dadurch’    1.1 wiederaufnehmend    1.1.1 einzelne Ausdrücke    1.1.1.1 in Kontaktstellung: – lokal: so saltu di vrucht abe nemen mit gewarsamekeit, das keyn bruch doran si Pelzb 132,25; enkein wunde was sô grôz, / der daz obez drane bant, / siu enheilte zehant UvZLanz 3959; Tr 13285; Rol 3329; do er daz buͦch ersuͦchte, do vant er aller erest dar ane vmbe den hoͮbetsweren in dise wis Capsula 8; div heilige sele, div in den goͮten werchen lebet unde darane vunden wirt Spec 146,32. – direktional: do chomen si zeineme steine / dar gi Moyses alterseine / mit der gerte er dar ane sluͦc VMos 48,13. 5,9 u.ö.; ein opfer sie bereite / von grozzer ziereite. / als man daz fur dar ane stach, / [...] sie enkvnden ez nie / er quicken noch enzvnden Herb 15812. – kausal/instrumental: ein obiz er ir bot, / dar an enphiench si den tot Hochz 971; koͮfet aber ein andere dv́ hofstat, der ist nv́t bvrger daran [dadurch] UrkCorp (WMU) 1797,32    1.1.1.2 in Distanzstellung: daz was berihtet alsô wol / als ein bette beste sol, / [...] dâ hiez sî in sitzen an Iw 1216    1.1.2 den Inhalt des vorher Gesagten wiederaufnehmend    1.1.2.1 in Kontaktstellung: – kausal/instrumental: swer im mit rede bî stât, / daz er schaden drane gevât: / daz ziuh ich ûf die sælde mîn UvZLanz 1656; hilf, hilf, guot wîp, lâ besehen, / ob du brechen maht / sorgen bant, mîn vröide hinket dran MF:Wolfr 9: 3,3. – auf die Funktion des Wiederaufnehmens beschränkt ‘in Bezug darauf’ swaz so si im [Christus] taten, daz er [Pilatus] darane sculde nehate AvaLJ 145,4; ich dien ûf den gedingen, / daz ich durch dich belîbe vrô. / mag mir daran gelingen, / sô stêt mîn gemüete hô SM:Tu 6: 7,3; daz die magit schone / schire zo dische quame / dar ane ne sumpmete sie nicht Roth 1818; Iw 2523    1.1.2.2 in Distanzstellung: fröide sol man durch sie minnen, / wan dâ lît vil êren an KLD:UvL 7: 1,8; swen iuwer zunge unêret, / dâ ist daz herze schuldec an Iw 197    1.2 vorausweisend    1.2.1 in Kontaktstellung: – korrelierend mit dem folgenden Satz: ich enzwiuele dar ane nit, / du bist deme kaisere uil liep Rol 1762; ich gedâhte ê niuwan dar an, / ob ich vunde disen man, / wie sælec ich danne wære Iw 5977. – korrelierend mit einem daʒ-Satz: Agomemnon dar ane streit, / daz Vlixes daz bilde hete Herb 16697; daz gebot ervulten wole die zwelfpoten darane, daz si got inneclichen minneten Spec 123,25. 117,15; Rol 4034; Iw 1798. 4814    1.2.2 in Distanzstellung: ichn hân dâ keinen zwîvel an, / gewan ie wîp durch lieben man / tôtlîchen herzesmerzen, / dern wære ouch in ir herzen Tr 1719    2 relativ ‘woran’ sîne vüeze und sîniu bein, / dar an sîn schœne almeistic schein, / diu stuonden sô ze prîse wol, / als manz an manne prîsen sol Tr 3342; ich riete unde tæte, / swes sô ich mich versæhe, / dar an iu wol geschæhe ebd. 14882 u.ö.; der grunt, dar ane daz liget Eckh 5: 199,2; UrkCorp (WMU) 248,25

MWB 1 1202,50; Bearbeiterin: Baumgarte