Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
jâmerlich Adj. (289 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| er verlorn habite./ der vater weinete sîn kint,/ daz wâren jâmerlîche dinc;/ manic man sînen eidem,/ wande ime was vil leide;/ | |
| das lait noh we/ in nie beschach von Salome./ Herodes jamerlichen starb./ von bůsen wúrmen er verdarb,/ die in zetot vrassen./ | |
| gewesen ê/ mîniu jâr an disiu zît?/ ez ist ein jæmerlicher strît,/ der niht anders trôstes gît:/ wan danne an dem | |
| vor ir $s als ein tôt man/ Und sach si jæmerlîch an ûz der nôt./ des irbarmet ich si, wan ichz | |
| sich $s von mir, daz reine guot./ So warte ich jæmerlîchen dar/ unde stên verdâcht als ein ellender man,/ der nicht | |
| jungest rihten wilt,/ dar uns allen ist gezilt./ denkent, wie jæmerlîch er stê $s ze der selben stunt, der gottes zorn | |
| an mir senden hinnenvür./ Sô muoz ich die zît vertrîben/ jæmerlîch in sender nôt:/ bezzer wære mir ein tôt,/ danne ob | |
| uns den lieben sumer bringen./ //Genâde, frowe, ich muoz verderben/ jæmerlîche und unverscholt!/ Ist iu liep, daz ich muoz sterben/ (ich | |
| deſ tievelſ $t rate vz dem pærdiſe geviel in diſe æmerliche werlte. Daz klaget David: Circumdederunt me gemituſ mortiſ, doloreſ inferni | |
| weſten, daz der goteſ ſcalch an ir ettelicheme hete geſehen iamerliche ſunde. Do geſaz der goͮte man uor der chircture weinende | |
| ſî, daz wir gen, da wir toten ſehen unde die amerliche chlage unde div amerlichen dinc, div man beget, da man | |
| da wir toten ſehen unde die amerliche chlage unde div amerlichen dinc, div man beget, da man die tôten handelet. Da | |
| churz dirre lîb ſî unde wie ungewiſ er ſî, wie amerlich deſ menneſſcen ende ſî, deſ rîchen alſ wole ſo deſ | |
| under sich; $s so kapfen wir, die armen,/ wir sehen jaemerliche dar, $s so fült man in die malhen./ So kumt | |
| einen kreftigen ker, oder do enwurt nút usser uns. Wie jemerlichen ist das daz die grosse genade Gottes von uns verwarloset | |
| wære/ tôtwunt und in dem strîte erslagen:/ des wart ein jæmerlîchez clagen/ in dem hove und in dem lande./ swer sîne | |
| kam/ und aber ir vriundes war genam,/ si sach in jæmerlîchen an:/ ‘ach’ sprach si ‘sæliger man,/ wiest mir sô leide | |
| stete/ nie vuoz noch halben wanc getete,/ der lac dâ jæmerlîchen tôt./ iedoch in aller dirre nôt/ kâmen die sînen über | |
| und sît vrô!’/ //Tristan der arme der huop dô/ sô jæmerlîchez clagen an,/ daz Curvenal sîn vriunt began/ mit ime von | |
| sîn sælic wîp/ diu beidiu leiten an ir lîp/ sô jæmerlîche clagenôt,/ und wærer vor ir ougen tôt,/ daz in diu | |
| er die liute erkande;/ diz truogin grôzen jâmer an./ vil jæmerlîche er aber began/ ze gote clagen sîn ungemach;/ ze himel | |
| //Nu si ze lande kâmen,/ ze handen si nâmen/ den jæmerlîchen prîsant,/ der bî in dar was gesant./ diu stucke meine | |
| hân./ des houbetes wunden/ besâhens oben und unden/ ange unde jæmerlîche./ nu ersach diu sinnerîche,/ diu wîse küniginne/ die scharten dar | |
| im al den lîp ergienc/ und eine varwe gevienc/ sô jæmerlîcher hande,/ daz man in kûme erkande./ dar zuo gevie der | |
| în./ //Nu si sîn begunden nemen war/ und in sô jæmerlîche var/ und sô getânen sâhen,/ nu begundez in versmâhen,/ daz | |
| Tîre und von Sidône,/ der seneden Didône/ durch sene sô jæmerlîche ergie./ mit solhen mæren wârens ie/ unmüezic eteswenne./ //Sôs aber | |
| gewunnen abe./ si lieʒen slîfen gar ir habe/ und lebten jæmerlîche,/ die êdes wâren rîche./ //Vil strenge was des küneges lîp./ | |
| leid er grôʒe nôt./ des was er nâch verdorben/ und jæmerlîch erstorben,/ wan daʒ in dicke trôste/ diu vrowe, diu in | |
| unser ritter dan/ und kom für einer zellen tor./ zer Jæmerlîchen urbor/ sô nante man daʒ clôsterlîn:/ dâ muost er über | |
| walde dan./ do begegent in der guote man/ von der Jæmerlîchen urbor/ mit einer bâre, als er dâ vor/ nâch den | |
| nôt./ si was vil nâch vor leide tôt/ und von jæmerlîchem sêre./ man gesach si niemer mêre/ frô, sît Lanzelet_du_Lac/ ir | |
| burc, ûf der Erec/ und Wâlwein der geselle sîn/ dulten jæmerlîchen pîn,/ der sölhen helden niht gezam./ welt ir hœren wie | |
| du herre. ich ne mac niht ufgestên. mir iſt uil amerlichen we. do ſuhte er mit ſiner hende. daz gezelt $t | |
| im wirt ain swert durch dich/ Schnident und stechen,/ Dich jæmerlich zerbrechen.’/ __An ainem bůch Orosius/ (Cronica genant alsus)/ Schribet als | |
| lebens dô vergaz./ //Dâ ergienc ein schedelîch geschiht/ und ein jæmerlîchiu angesiht/ von den sînen die daz sâhen./ si wolten helfe | |
| schaden des er pflac,/ und an den vlüstebæren tac,/ wie jâmerlîch im der ergienc./ mit armen er dicke umbevienc/ den tôten, | |
| wâren undertân./ nû lern ich, des ich nie began,/ eins jæmerlîchen trôstes gern:/ des müeze mich dîn güete wern,/ daz sich | |
| ûz gein Munlêûne./ Ernalt, fîz cons de Narbôn,/ erhôrt den jæmerlîchen dôn/ den man in al den gazzen rief./ dennoch lac | |
| al der diet erwert,/ daz er ist ungevangen hin./ ouwê jæmerlîch gewin,/ den uns sîn zol hât lâzen/ von des rœmischen | |
| durh si dan gereit./ diz bekande herzen leit/ und disiu jæmerlîchen dinc/ zucten sherzen ursprinc/ Ernalde ûf durh diu ougen sîn./ | |
| müge wol jehen,/ ez sî mîn bruoder Willalm,/ der manegen jæmerlîchen galm/ hât al den Franzeysen/ gevrumt mit sînen reisen./ nû | |
| nutzes hât,/ die ich hân vome rîche,/ daz lît nu jæmerlîche./ mîne mûre sint zebrochen,/ diu viur sint unberochen:/ ez brinnet | |
| wand er begund%..ez von herzen klagen. / Sich huop ein jæmerlîchiu nôt / dô si gesâhen daz er tôt / von | |
| / daz ir leide was geschehen, / wan si vil jæmerlîche schrê / ‘owê mir armen wîbe, wê! / ditz leit | |
| ist mîn klage und tuot mir wê! / der sitich jæmerlîche schrê / bescheidenlîche als ein man / zehant als er | |
| ein mære / wie Troje zevuort wære / und wie jæmerlîche / Ênêas der rîche / sich danne stal mit sînem | |
| / von den liuten über al / wart dâ ein jæmerlîcher schal; / si klagten alle d%..es rîters val. / Er | |
| / unz ich ervüere ir leben gar.’ / von der jæmerlîchen schar / kêrt%..e der edel rîter dô; / ir valschiu | |
| / der wîze ist âne mâze / grôz und sô jæmerlîch / daz ir nœte ist niht gelîch; / swie vrœlîch | |
| vür sich dâ, des nam er war, / die vil jæmerlîchen schar / ûf den er sîn sper vertet; / si | |
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