Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
jâmerlich Adj. (289 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| dicke nôt./ dar umbe sît der küene $s lac vil jæmerlîche tôt./ 6. ÂVENTIURE/ Iteniuwe mære $s sich huoben über Rîn./ | |
| sprach Sîfrit, $s »daz sold ich billîche klagen.«/ Dô sprach jæmerlîche $s der verchwunde man:/ »welt ir, künic edele, $s triuwen | |
| bluote, $s si het in schiere erkant./ dô lac vil jæmerlîche $s der helt von Nibelunge lant./ Dô rief vil trûreclîche | |
| scharfen wâfen lanc,/ si liefen zuo dem wuofe $s vil jâmerlîche dan./ dô kômen tûsent recken, $s des küenen Sîfrides man./ | |
| tûsent recken, $s des küenen Sîfrides man./ Dô si sô jæmerlîche $s die vrouwen hôrten klagen,/ dô wânden sumelîche, $s si | |
| ir vil liehten ougen $s vor leide weineten bluot./ Ein jâmerlîchez scheiden $s wart dô dâ getân./ dô truoc man si | |
| dô weinten al gelîche $s die Sigemundes man./ wie rehte jâmerlîche $s schiet dô Sigemunt/ von vroun Kriemhilde! $s dô was | |
| mâgen $s starker vîende genuoc.«/ Er kuste Kriemhilden. $s wie jâmerlîchen er sprach,/ dô si belîben wolde $s und er daz | |
| si gezogen hât,/ dâ von iz ime lande $s vil jâmerlîche stât./ di$’n hânt nu leider niemen, $s der ir mit | |
| sagen?/ ich hœre alle morgen $s weinen unde klagen/ mit jâmerlîchen sinnen $s daz Etzelen wîp/ dem rîchen got von himele | |
| schiere $s vor dem tische nider lac./ ez was ein jæmerlîcher lôn, $s den er dem magezogen wac./ Er sach vor | |
| unmuotes man dô sach./ der vil getriuwe recke $s harte jâmerlîchen sprach:/ »Owê mir gotes armen, $s daz ich dize gelebet | |
| ir muget daz hie wol hœren, $s daz er vil jâmerlîchen warp./ Er wiste schaden gewinnen $s und ungefüegiu leit./ er | |
| kêrtem orte."/ ôwê mir dirre worte!/ daz mære wart dô jæmerlîch./ von wazzer wurden d’ougen rîch/ dem werden Spânôle./ "ôwî küngîn | |
| helt ez dûhte schande:/ in müete der juncfrouwen leit,/ diu jæmerlîche vor in reit./ dise drî wârn sîne man./ er reit | |
| geslagn,/ sô kumt er mir her wider wol."/ ôwê der jæmerlîchen dol!/ //diu frouwe nam ein sactuoch:/ si sneit im hemde | |
| lêren."/ ___Diu fürstin an den fürsten sach:/ ir munt dô jæmerlîchen sprach/ "nu êret an mir ritters prîs./ ir sît getriuwe | |
| got halde iuch," sprach des knappen munt./ "ich hân hie jæmerlîchen funt/ in iwerm schôze funden./ wer gap iun ritter wunden?"/ | |
| sluoc/ durch daz si lachens mîn gewuoc./ mich müent ir jæmerlîchen wort./ diun rüerent mir kein herzen ort:/ jâ muoz enmitten | |
| der mag uns bêde wol bewarn."/ ___Ithêrn von Gaheviez/ er jæmerlîche ligen liez./ der was doch tôt sô minneclîch:/ lebende was | |
| Kukûmerlant,/ den tôte Parzivâles hant,/ //Vrou Ginovêr diu künegin/ sprach jæmerlîcher worte sin./ "ôwê unde heiâ hei,/ Artûss werdekeit enzwei/ sol | |
| mîn vierder sun verlorn./ jâ wând ich ergetzet wære/ drîer jæmerlîchen mære./ der wâren dennoch niht wan driu:/ der nu mîn | |
| die in enpfiengen./ die riten unde giengen:/ //ouch was diu jæmerlîche schar/ elliu nâch aschen var,/ oder alse valwer leim./ min | |
| herzenôt gewan./ ___do erhôrte der degen ellens_rîch/ einer frouwen stimme jæmerlîch./ ez was dennoch von touwe naz./ vor im ûf einer | |
| verbirt."/ ___si sprach "hêr, wært ir komen dar/ zuo der jæmerlîchen schar,/ sô wære dem wirte worden rât/ vil kumbers den | |
| kleinœt ich sider truoc,/ sît Orilus tjost in sluoc./ //___Mîner jæmerlîchen zîte jâr/ wil ich im minne gebn für wâr./ der | |
| und rîter hôrten schal/ von sîme geschreie dicke,/ unt die jâmerlîchen blicke/ tet er in mit den ougen kunt./ er was | |
| er rovmte,/ In dvchte da vil vngemach./ der gebvre im iemerlich nach sach,/ Er begonde sich selbe schelden,/ er mvste mit | |
| irem kvnne./ zergangen was ir wunne,/ Daz was in ein iemerlicher tac./ der herre, der der bvrc phlac,/ Daz was ein | |
| si zeslugen ros unt man./ di toten hin runnen,/ wie iamerliche si swummen!/ uil manige ertrancten sich selbe./ cristen die helede/ | |
| leides./ Io mochtin sie heime./ Wole wesen riche./ Sie lieben iamerliche./ Daz ir barmit mich sere./ Nu hilfen dur dine here./ Du | |
| man en constantinis hof./ Des livete ville manich riche/ harte iamerliche./ Sich virstont die notige diet./ dat sie deme riche waren | |
| bin ein arin pilegrim./ Vnde uare durch die riche./ Vil gamerliche./ So moz der nothafter man./ Dicke zo houe gan./ Dar | |
| ir unstæte grôz./ si lât in nacket unde blôz/ mit jæmerlîcher armuot./ swer ir willen gerne tuot/ dem gît si sûres | |
| der junge Jôsaphât:/ "waz wirret disem, der hie gât?/ sô jæmerlich ist er gestalt."/ sie sprâchen alle: "er ist alt."/ "wâ | |
| deme selben tage/ durch den herren grôz diu klage/ mit jæmerlîchen dingen./ dô hiez der künic bringen/ sînen bruoder dar vür | |
| ez ie geschach!/ owê leider, owê, ach!/ daz uns sô jæmerlîchez leben/ ir grôziu schulde hât gegeben!/ dô ir sünde sie | |
| iu deheinen trôst enphie."/ sô schrîent sie denn alle/ mit jæmerlîchem schalle./ sie klagent den endelôsen tôt,/ sie sprechent: "wâ hâtest | |
| leit,/ daz dirre welte rîcheit/ ein leitlîchez ende hât/ unde jâmerlîche zergât./ si gît dir vrœlîch urhap/ und leidez zil, ein | |
| vriunde er gie./ sîn lîp was sorgen rîche./ dô weinder jâmerlîche./ als er den vriunt ane sach,/ sîn herze im grôzer | |
| dem tage,/ sô im der tôt ein ende gît?/ vil jâmerlîche er gelît./ sie sehent smâhlîche dar/ und nement sîn ungerne | |
| daz urhap der kristenheit/ und wie disiu welt zergât,/ wie jæmerlîche ir leben stât./ nû mache dich got sô veste,/ daz | |
| daz der verworhte man/ an sînes lîbes zil verbran;/ vil jâmerlîchen er verdarp,/ in einem viure er erstarp:/ swen man sus | |
| lâ der armen welte guot,/ daz leider leitlîche zergât/ und jæmerlîchez ende hât./ gedenke, tugende rîcher man,/ mit vestem muote dar | |
| dâ gebristet reiner wât,/ der muoz in endelôsez klagen/ dulten jæmerlîchez jagen./ her an gedâhte Jôsaphât./ die vil reinen süezen wât,/ | |
| ûz der welte vert:/ diz ist der sündære lôn."/ dirre jâmerlîche dôn/ was in der vinster grôz aldâ./ Jôsaphâten brâhten sâ/ | |
| was an dem selben tage/ von Jôsaphâte grôziu klage,/ und jæmerlîch gebâren/ von allen, die dâ wâren./ mit kristenlîchem rehte/ wart | |
| mich,/ sehet, wie gar trügelich/ dirre welte lôn gestât!/ wie jæmerlîche si zergât,/ wie kurzlich ir werdekeit/ wirt an dem ende | |
| nam/ und al die rîcheit, der er phlac!/ seht, wie jæmerlîche er lac!/ merket, swie rîch er was ie,/ daz in | |
| vil clagebæren/ Hiez er ze herbergen tragen./ Do hůb sich j#;eamerliche clagen,/ Umbe sinen suͤozen lip/ Hůben man unde wip/ Mit | |
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