Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gërn swV. (972 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| gefliegen als ein star,/ so taet diu liebe, des ich ger,/ und hohe sweiben als ein ar,/ und ich zemale tusent | |
| liebe lonen mir/ und tuot ze mir, des ich da ger./ Mac ich den regen und den sne/ erwenden, des hoer | |
| helfe mir der reine/ vnd vuoge mir, des ich da ger,/ daz mir die hoehste vreude sy gemeyne;/ als ich der | |
| Irget min wille, suozer got,/ als ich gedinges an dich gere,/ so werd ich selden riche./ han ich tzuobrochen din gebot,/ | |
| mir von mynen svnden/ vnd ouch in allen, die des gernt,/ daz sie dich, herre, vnd durch dich dyn hymelriche vunden!/ | |
| daz er da myn so sere vntgalt!/ ob ich sin gere, so kome er myr tzuo troste!/ Eyn reyne maget eyn | |
| da ensi guot brot unde win./ Swa man des schachzabels gert/ und swa manz von hunger mert,/ da mac kurzwile gevallen | |
| also ander lúte’. Got ruͤrt und tribet und manet und gert alle menschen gelich und wil alle menschen gliche, sunder sin | |
| und gerâte ich niemer doch dar an,/ daz iemer liebe gernde man/ dekeine solhe unmuoze im neme,/ diu reiner liebe missezeme:/ | |
| senedære/ der minnet senediu mære./ von diu swer seneder mære ger,/ dern var niht verrer danne her;/ ich wil in wol | |
| und ist ir tôt der lebenden brôt./ //Und swer nu ger, daz man im sage/ ir leben, ir tôt, ir vröude, | |
| und als der minnende tuot:/ ir herze, ir sin, ir gernder muot/ lac niwan an Riwalîne./ dâ wider lac ouch der | |
| kam/ umb sîne Blanschefliure,/ mit wie vil maneger triure/ ir gernder wille an ime ergie,/ wie si diz kint mit triure | |
| gekouft durch in:/ man gewan in allen drin,/ swes iegelîcher gerte./ //Nu man si dô gewerte/ alles, des si wolten,/ und | |
| hin!/ kom ieman armer liute her,/ der es geruoche oder ger,/ dem teilet disen rucke mite/ oder tuot dermite nâch iuwerm | |
| sprach: ‘Tristan, hœre her:/ an dir ist allez, des ich ger;/ dû kanst allez, daz ich wil:/ jagen, sprâche, seitspil./ nu | |
| spil, daz tuon ich dir,/ des ouch dîn herze lîhte gert:/ schœniu cleider unde pfert,/ der gibe ich dir swie vil | |
| si zeinem mâle/ und zeinem zil gemeiner ger,/ daz dirre gerte alse der./ alsus sô wârens under in zwein/ mit willen | |
| viere/ vil rehte in ir maniere:/ der hôhe muot der gerte,/ daz volle guot gewerte,/ bescheidenheit schuof unde sneit,/ der sin | |
| undervlohten ist in bluomen wîs,/ wir wellen wizzen, wes er ger:/ wan swer es ger, der springe her/ und stecke sîne | |
| wîs,/ wir wellen wizzen, wes er ger:/ wan swer es ger, der springe her/ und stecke sîne bluomen dar./ sô nemen | |
| ich des alles sî gewert,/ des ich von worten hân gegert,/ und habe des alles vollen hort,/ senft allen ôren mîniu | |
| ‘hêrre, ich bin komen dâ her/ nâch mînem lêhen unde ger,/ daz ir mir daz hie lîhet/ und mir des niht | |
| sælden kêren;/ er sol wol aller êren/ billîche muoten unde gern./ wil ouch in sælde der gewern,/ des hât si reht, | |
| sînes vater Rûâles sünen, swert,/ wan er ir zerben hæte gert/ nâch ir vater Rûâle./ und swaz er zuo dem mâle/ | |
| hân ich mich/ verrihtet alles, des ich/ in mînem herzen gerte./ swie michs got gewerte,/ sô weiz ich doch wol, daz | |
| doch wol kunt,/ waz ich hie wirbe und wes ich ger.’/ ‘ir hêrren alle, hœret her:/ der künec mîn hêrre und | |
| der mich noch des gewer!/ wan ichs in sînem namen ger,/ daz ich noch mit mîn selbes hant/ den hervanen in | |
| bî:/ swennez an sînem willen sî,/ daz ers geruoche unde ger,/ daz er sîne boten her/ nâch solhem zinse sende,/ wirn | |
| sprach: ‘neve Tristan,/ swîc, ine kume hie niemer an:/ ine ger niht erben niuwan dîn;/ ouch soltû gar âne angest sîn/ | |
| der zungen mit dem swerte/ der mâze, als er ir gerte;/ in sînen buosem er si stiez;/ den giel er wider | |
| selbem unde uns komen her./ nu trahte, wes dîn herze ger;/ daz ist getân, daz schaffe ich dir/ von mînem hêrren | |
| dîn ger?’/ ‘vil gerne, hêrre künec’ sprach er;/ ‘hêrre, ich ger unde bite,/ daz ir dem lande küneges site/ niemer zebrechet | |
| bist wol guotes wîbes wert./ swer aber sô hôhes lônes gert,/ dâ er sîn niht verdienet hât,/ entriuwen, deist ein missetât./ | |
| dinc wiez allez her ist komen/ und wie er nihtes gerte,/ wan daz man in gewerte/ vrides dâ nâch mêre,/ swenner | |
| ir sult uns einer bete gewern,/ der wir drî ernestlîche gern:/ tuot irz, ez kumet uns allen wol.’/ ‘ich volge, swes | |
| ie daz herze dar;/ wider sînem willen crieget er,/ er gerte wider sîner ger:/ er wolte dar und wolte dan./ der | |
| ungeschiht!/ des guoten vinde wir dâ niht,/ des unser iegelîcher gert/ und des wir alle sîn entwert:/ daz ist der stæte | |
| liebe nâher gân/ dan zwîvel und arcwân?/ waz anget liebe gernden muot/ sô sêre, sô der zwîvel tuot?/ dâ mite enweiz | |
| guot und êre bern,/ als ir an in es wellet gern./ und swer iu niht vil senfte bî/ und liep in | |
| von iuwerm hove kêren/ und von dem lande scheiden:/ des gert er her zuns beiden.’/ und seite im alle sîne bete,/ | |
| her/ gerüeret mit dem swerte./ er traf in, alse er gerte:/ wan er sluoc ime die selben hant,/ diu nâch der | |
| sô brâhte man im dar,/ des er zer verte hæte gert:/ sîne harphen und sîn swert,/ sîn pirsarmbrust und sîn horn./ | |
| wânde niht, er weste:/ des er dâ vor ie hæte gert,/ des was er alles dô gewert./ entriuwen ez ist aber | |
| muoz ez iemer stæte wern./ doch wil ich einer bete gern:/ swelch enden landes ir gevart,/ daz ir iuch, mînen lîp, | |
| Rigolîn./ swes ieman mit dem swerte/ oder mit der lanzen gerte,/ daz hæter dâ, daz vander./ si riefen wider ein ander/ | |
| wunderlîche ist mir geschehen:/ daz ich Îsôte müeze sehen,/ des gere ich nu vil lange vrist;/ nu bin ich komen, dâ | |
| lieber minne mag ein man/ baz verre enbern und verre gern/ dan nâhe gern und nâhe enbern/ und kumet der verren | |
| ein man/ baz verre enbern und verre gern/ dan nâhe gern und nâhe enbern/ und kumet der verren lîhter abe,/ danner | |
| der nâhen sich enthabe./ hie verwar sich Tristan inne:/ er gerte verrer minne/ und leit durch die grôz ungemach,/ die er | |
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