Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
alsus Adv. (413 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| siben dingen, es mag in anders/ niemer beschehen./ Die sprechent alsust: noͤte borgen, gerne gelten/ und nit enthalten an im selber/ | |
| an ist geborn, und des mag sich der niderste mensche alsust erholen mit cristanem geloͮben, mit rúwe, mit gerunge und mit | |
| sich #.[tieffer diemuͤtet von rehter edelkeiti der minne#.]. Swelch mensche alsust gebunden wirt mit der gruntruͤrunge der kreftigen minne, dem kan | |
| ist gebunden, si můs ie minnen. Got muͤsse úns alle alsust binden! <KAP><N>XXV</N>. Von der klage der minnenden sele, wie ir | |
| miltekeit/ hat min kelen erschellet, das ich nu singen mag alsust:/ Herre, din blůt und min ist ein, unbewollen -/ din | |
| und megden und von den ungetoͮffeten kinden</KAP> Dú sele sprach alsust zů ir gerunge: <FOLIO>(33#’r)</FOLIO> «Eya, var hin und sich, wa | |
| bremest?» «Herre, ich kúnde dir, min vroͮwe mag nit lange alsust leben; woͤltistu vliessen, so moͤhte si sweben, wan der visch | |
| vroͤden ane arebeit, als si got an si hat geleit. Alsust singent die predier: «O userwelter herre, wir han gevolget diner | |
| die dine gemieteten hirten liessen gan usser dem rehten wege.» Alsust singent die martyrer: «Herre, din unschuldiges blůt hat erfúllet únsern | |
| si habent, das ist die vollede der gnaden. Sie singent alsust: «Wir loben den, der úns geschaffen hat, alleine wir in | |
| lobte got die minnende sele loblich, des luste in suͤsseklich alsust: «Du bist ein lieht vor minen oͮgen, du bist ein | |
| durwunt mit sinen grossen worten, die ich nie wirdige horte, alsust: «Du bist miner gerunge ein minnevuͤlunge, du bist miner brust | |
| das muͤsse geschehen und muͤsse dir noch ze lobe komen.» Alsust antwúrt únser herre: «Min tieffú reichunge, min breitú wandelunge, $t | |
| dir selber einen milten rat geben, und wellen nit langer alsust unberhaftig wesen. Wir wellen han ein geschaffen rich, und solt | |
| es úns noch an schinet. Hette úns dú helige drivaltekeit alsust egesclich geschaffen, so enmoͤhten wir úns von siner edelen nature | |
| ich doch zů dir mit minen ellenden sinnen und sprach alsust: «Eya lieber herre, wa mitte sol ich dich nu eren?» | |
| menschen, das ich mit Jhesu blibe! Do sprach min lieber alsust: «Ich wil das lieht uf den lúhter setzen und allú | |
| wil, und das ander behaltet er mir. Nu sprichet er alsust: «Die wisheit sunder vestenunge des heligen geistes die wirt ze | |
| smacheit ere</KAP> Dise sele ermanet únsern herren siner alten worten alsust: «Herre, du hast gesprochen, es si enkein gabe uf disem | |
| da nach gab er mir grosse ere und unzellich wirdekeit. Alsust wil ich dir geben min helig drivaltekeit.» <KAP><N>XVII</N>. Von eins | |
| die heiden nach iren werken in geordent. Die heiden klagent alsust: «Owe, hetten wir gehabet ein e, so were úns nit | |
| homuͤtigen allererst und druket in under sinen zagel und sprichet alsust: «Ich bin nit so versunken, ich welle es noch úber | |
| himmelriche! Do sprach dú gemeinschaft libes und selen nochden ungescheiden alsust: «Warer got, begnade mich, min súnde sint mir werlichen leit!» | |
| anders komen si zů dem himmelrich niemer. Dis hat got alsust gemessen: Was wir mit úns hinnan fuͤren, das muͤssen wir | |
| ist din rehtekeit diner barmherzekeit genos, wie ist din guͤti alsust gros?» Do sprach únser herre ein vil getrúwes wort alsus: | |
| lieber, wenne sol dich des <FOLIO>(51#’r)</FOLIO> lusten, des mich lustet?» Alsust sprach ein ellendige sele. Do antwúrt ir der vil liebe | |
| das ich fuͤre mit sinnen.» Do antwúrt er und sprach alsust: «O du unbewollen tube, nu goͤnne mir des, das ich | |
| geistlichen swester und von einer weltlichen beginen; die widersprechent sich alsust: Dú geistliche swester sprichet usser dem waren liehte des heligen | |
| wibe hies us gottes herzen und munt dis bůch schriben. Alsust ist dis bůch minnenklich von gotte har komen und ist | |
| man das leide. Also tůt únser lieber herre unde sprichet alsust: «Der nit gůtes an im hat, der kumt niemer in | |
| den vil suͤssen stein, wer er were. Do sprach er alsust: «Ego sum Jhesus.» Do kam ich minneklich von mir selber | |
| lieber herre, do er mir dis gezoͤget hette, vil schier alsust: «Der des gedenket, wie gůt ich si, der haltet sich | |
| min umbehalsunge $t und min herzeeinunge.» Do sprach dú pine alsust: «Herre, ich machen manigen selig und bin doch selber nit | |
| zornes fúr úber alle die helle schein. Do sprach er alsust: «Sol ein mensche únser rihter wesen, so muͤssen wir iemer | |
| #.[wil giessen#.].» Von drier hande blůte seite mir únser herre alsust: Das erste blůt, das Abel und die unschuldigen kint, Johannes_Baptista | |
| und minnevol $t her wider mir ze liebe sende, amen.» Alsust solt du alle din brůder troͤsten, als si usgant. Du | |
| mit der maht <FOLIO>(110#’r)</FOLIO> und mit der stimme aller creaturen alsust: «Eya vil lieber, nu bedenk mine not in disem menschen | |
| Wie ein schůler tot ist und ein predier wart gesehen</KAP> Alsust sprichet únser herre: «Ich sag dir mit miner brennenden gotheit | |
| woltest mit Adame untz har dur mine liebi gewesen sin, alsust woltestu aller menschen kumber und aller menschen dienest vollebringen dur | |
| leben das wirt an dem ende der welte vil túre?» Alsust antwúrt únse herre: «Enoch sol der jungste mensche wesen, der | |
| mine sinne bekennent unsprecheliche wunder in der usvart der sele. Alsust stirbe ich allergernost in der zit, die got vor gesehen | |
| dingen</KAP> Ein stimme wart gehoͤrt und disú wort wurden gesprochen alsust: «Ja sehent, si kumt, dú die welt hat versmahet und | |
| haften an nihte mit trost miner sele in der welte. Alsust bin ich verworfen und leider verworden; ich enbin nit, als | |
| únsern fúnf sinnen und danken únserm lieben und sprechen <FOLIO>(143#’r)</FOLIO> alsust: «Herre, ich danken dir din selbes. Nu bitte ich dich, | |
| Herre, was wellen wir nu von minnen reden, so wir alsust nahe zesamen sin gelegen in dem bette miner pine? Ich | |
| valsche lúte. Alsus machent ie die boͤsen die seligen gůt. Alsust můs got die sinen mit pine minnen, er kan si | |
| tragen von der pine, die si ir getan haben. <KAP><N>XL</N>. Alsust sprichet dú minnende sele ze irme lieben herren</KAP> <VERS>Were alle | |
| und unrůwiger gerunge, ze gotte hin ze varende. Si sprichet alsust: «Der langen beitunge der gat mir abe, die zůkúnftikeit die | |
| er nit nach enstat und cleine schulde an im hat, alsust sprichet únser herre dar zů: «Ich habe si geruͤret. Glosa: | |
| zů: «Eya liebú vrowe, wie lange sol din liebes kint alsust eine ligen? Wenne wiltu es nemen uf din schosse?» Do | |
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