Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
brunne swM. (380 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| des envant er niht. nv ist er kvmen/ Vber den brvnnen vil tief,/ do wart aber geeffet der gief./ Ysengrin dar | |
| nv pflic witzen./ in den aimer soltu sitzen.»/ Vmme den bvrnen was iz also getan,/ so ein aymer begonde in gan,/ | |
| fvr ze walde wol gesvnt./ Vil vaste was erschophet der brvnne,/ iz wer anders Ysengrine misselvnge./ Daz paradise dovcht in swere,/ | |
| Die mvnche mvsten wazzer han,/ ein brvder begonde zv dem bvrnen gan./ Er treib die kvrben vaste/ vnd zoch an dem | |
| dem laste/ Me, dan er ie getete da./ vber den brvnnen gienc er sa/ Vnde versvchte, waz ez mohte sin./ do | |
| wart dem bertinge./ Er sagte vremde mere,/ daz in dem bvrnen were/ Isengrin, wen er in hatte gesehen./ die mvnche sprachen: | |
| «hie ist geschen/ Gotes rache» vnd hvben sich vber den bvrnen./ da wart Isengrine misselvngen./ Der prior nam ein stange,/ vil | |
| gewalt sie nerte./ in gap des steines herte/ die liehtsüezen brunnen kalt./ sîn helfe was in manicvalt,/ diu was in ie | |
| niender müede phligt,/ swie grôz der berge swære wigt./ der brunnen ursprinc truckent niht:/ swie man elliu wazzer siht/ kêren in | |
| Krist, aller künege ein keiser hêr,/ aller güete ein lebender brunne,/ aller witze ein liehter sunne,/ aller sorge ein vreudenzil,/ rehter | |
| mîn herze trenkest/ von der wahsenden wîsheit,/ die dîner wîsheit brunne treit./ lâ mir in daz herze mîn/ ein vil kleinez | |
| in daz herze mîn/ ein vil kleinez rinnelîn,/ von dînem brunnen rinnen,/ daz ich mit wîsen sinnen/ mînen vater lêre,/ wie | |
| und mêre brinnen./ dô durste sînen gedanc/ ûf des lebenden brunnen tranc,/ des süeze niemer mê zergât;/ von dem Dâvît gesprochen | |
| zuo dir./ ez dürstet mîne sêle gar/ zuo dînem lebenden brunnen dar,/ wenn ich sül komen unde sehen,/ vor gote sîn | |
| an einer scônen ouwen./ dâr môste wir scowen/ manigen edelen brunnen,/ der ûz den walde quam gerunnen/ lûtir unde vil kalt./ | |
| scônen frowen sturben./ di boume ir loub liezen/ und di brunnen ir fliezen/ unde di fugele ir singen./ dô begunde dwingen/ | |
| hât erlitten/ diu vil hôhe trinitât./ Dû bist der gezeichent brunne,/ darin schein diu lebendiu sunne,/ gar mit aller tugenden wunne/ | |
| loblîch wil gedenken,/ dem muost du gnâde schenken/ von dem brunnen unde trenken,/ den man aller wîsheit giht./ //Ûzzer der prophêten | |
| mir nu schîn,/ sô daz mir belîbe/ stæt der fröiden brunne./ //Wan hœrt aber klingen/ durch den walt/ süezzez vogelsingen:/ ‘wol | |
| div denne in im iſt, ſo îlet er zvͦ einem brunnin. Alſo er den getrinchet, ſo verlat er die altin hût | |
| leidigen vient, nider ſlahen, ſchuln danne loͮfen zvͦ dem lebintigim brunnen, dem heiligim Criſt, ſûln unſer alte hût da lazzin. Waz | |
| Ieſus Chriſtus. Man liſet oͮch, daz an diſem tage ein brvnne ze Rome erſpranch; da ran ein bach oleſ vz, der | |
| den tak ran dvrh die Tiver da ze Rome. Der brvnne, da der bach vz ran, der bezeichent mine froͮwen ſancte | |
| ſvn verkoͮffet wart, do getrank er deſ vil heiligen $t brvnnen der gotheit, daz er darnach ſchanchte allen den, die an | |
| unreinin geiſtin geſtôzzin? Dar umbe daz ſi uerlazzin habint den brunnin deſ lebintigen wazzerſ, $t den heiligin Chriſt, der ein brunne | |
| brunnin deſ lebintigen wazzerſ, $t den heiligin Chriſt, der ein brunne iſt deſ êwigin gůtiſ. Der deſ brunnin getrinchit, den gedurſtet | |
| Chriſt, der ein brunne iſt deſ êwigin gůtiſ. Der deſ brunnin getrinchit, den gedurſtet nimmir mêre, uon div daz er im | |
| Ortuſ concluſuſ; daz ſi wære ein garte wol beſlozzen, ein brunne uerſigelter. Da uon iſt ſi genamet ein garte, daz ienti | |
| ſi waſ îe unde iſt inmer maget unde iſt ein brunne uerſigelter. Der brunne iſt uerſigelt uon dem heiligen geiſte, wande | |
| unde iſt inmer maget unde iſt ein brunne uerſigelter. Der brunne iſt uerſigelt uon dem heiligen geiſte, wande ſi wart enphangen | |
| maneger ſel%;;e, der iſt ein uater aller ubermoͮte, $t ein brunne alleſ unrehteſ. Da uon ſcrîbet $.s$. Pauluſ: Extollitur ſuper omne, | |
| du gnad ist, der hat avir bigunnin/ unsirmo herzin einis brunnin;/ der mag unsich alli gireinin,/ ob wir di sundi luttirlichi | |
| wol,/ der siht so vil von wilde,/ Sumliche gent zen brunnen,/ die andern ritent schouwen –/ der fröude ist mir zerunnen | |
| solte:/ den schate bî der sunnen,/ die linden bî dem brunnen,/ die senften linden winde,/ die Markes ingesinde/ sîn wesen engegene | |
| feinen/ ze wundere haben gespunnen/ und haben in in ir brunnen/ geliutert unde gereinet:/ er ist binamen gefeinet./ sîn zunge, diu | |
| hin wider %<Elicône/ ze dem niunvalten trône,/ von dem die brunnen diezent,/ ûz den die gâbe vliezent/ der worte unde der | |
| wegent,/ als sir der werlde gunnen,/ die gebent ir sinne brunnen/ sô volleclîche manegem man,/ daz si mir einen trahen dâ | |
| boumgarten în;/ ir wizzet wol daz bechelîn,/ daz von dem brunnen dâ gât,/ hin dâ diu kemenâte stât:/ dar în sô | |
| dâ bî bekennen wir iesâ,/ daz ir dâ bî dem brunnen sît./ dâ der öleboum schate gît,/ dâ wartet unde nemet | |
| lêre bôt./ sus kam er und sîn vrouwe Îsôt/ zem brunnen an des boumes schate/ vil heinlîch und ze guoter state/ | |
| komen dâ;/ und seitim wie unde wâ,/ als ez zem brunnen was geschehen:/ ‘ir muget die wârheit selbe sehen’/ sprach Melôt | |
| gebære/ zuo [z]ir lâge wære./ nu stuont dâ, dâ der brunne vlôz,/ ein öleboum, der was mâze grôz,/ nider unde doch | |
| Îsôte,/ daz ir geselle wære dâ./ //Tristan gienc über den brunnen sâ,/ dâ beidiu schate unde gras/ von dem öleboume was./ | |
| sleich durch bluomen und durch gras,/ hin dâ boum und brunne was./ nu daz si kam sô nâhen,/ daz si beide | |
| seite im alle sîne bete,/ als er si bî dem brunnen tete/ und alse er selbe wol vernam,/ wiez umbe ir | |
| was ein pleine,/ dâ vlôz ein fonteine,/ ein vrischer küeler brunne,/ durchlûter als diu sunne./ dâ stuonden ouch drî linden obe,/ | |
| linden obe,/ schœne und ze lobelîchem lobe,/ die schirmeten den brunnen/ vor regene und vor sunnen./ liehte bluomen, grüene gras,/ mit | |
| linde,/ der schate und diu sunne,/ diu riviere unde der brunne,/ bluomen, gras, loup unde bluot,/ daz in den ougen sanfte | |
| vogelsange./ sô danne nâmens einen swanc,/ hin dâ der küele brunne clanc,/ und loseten sînem clange,/ sînem sliche und sînem gange;/ | |
| ir refloit/ den gelieben zeiner wunne./ si enpfie der küele brunne,/ der gegen ir ougen schône enspranc/ und schôner in ir | |
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