Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ungevüege Adj. (125 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| wenden $s wider unde dan/ des veldes allenthalben $s mit ungefüegen scharn./ dringen unde stouben $s kunde niemen dâ bewarn./ Dô | |
| der sînen hant./ dar nâch er vil schiere $s einen ungefüegen lewen vant./ Dô den der bracke ersprancte, $s den schôz | |
| got dâ wart gedienet, $s daz man vol gesanc,/ mit ungefüegem leide $s vil des volkes ranc./ man hiez in ûz | |
| sol friunden volgen; $s jâ dunket ez mich reht./ vil ungefüegiu mære $s diu tuon ich iu bekant:/ wir enkomen nimmer | |
| $s die schaden heten getân/ in starken urliugen, $s vil ungefüegiu sêr./ der kômen Gelpfrâte $s wol siben hundert oder mêr./ | |
| videlboge im lûte $s an sîner hende erklanc./ dô videlte ungefuoge $s Guntheres spileman./ hey waz er im ze vîende $s | |
| der herre Hagene $s der wunden enpfant,/ do erwagt$’ im ungefuoge $s daz swert an sîner hant./ aldâ muos%..e im entwîchen | |
| sprungen für daz gadem/ wol mit tûsent helden. $s vil ungefüegen kradem/ hôrt$’ man allenthalben, $s kreftec unde grôz./ hey waz | |
| ein kurzer tôt,/ denne lange dâ ze quelne $s ûf ungefüegiu leit./ eines vrides si dô gerten, $s die stolzen ritter | |
| got erbarmen: $s wie sîn wir alle vlorn!/ nu richet ungefuoge $s an uns diu küneginne ir zorn.«/ Ir einer sprach | |
| heldes zorne $s dem Hiunen was geschehen./ si klaget ez ungefuoge; $s ir ougen wurden naz./ si sprach ze Rüedegêre: $s | |
| er vil jâmerlîchen warp./ Er wiste schaden gewinnen $s und ungefüegiu leit./ er hete dem künege $s vil gerne verseit,/ und | |
| leidem wuofe; $s alsam tet ouch sîn wîp./ si klageten ungefuoge $s des guoten Rüedegêres lîp./ 38. ÂVENTIURE/ Dô hôrt$’ man | |
| den küenen gesten $s durch ir nît gelegen./ ez weinet ungefuoge $s vil manec zierlîcher degen.«/ Dô sprach der helt von | |
| der herre Dietrîch: $s »swa man zornes sich versiht,/ ob ungefüegiu vrâge $s danne dâ geschiht,/ daz betrüebet lîhte $s recken | |
| geschach./ ob ez diu kuniginn an sach?/ swen dunket daz ungefüege,/ ich wæn si dennoch niht genüege/ umbe iren vater der | |
| hâte,/ wart er kurzlich ze râte,/ daz im daz wær ungefüege,/ daz er lenger vertrüege/ sô nâhen in dem lande/ solhen | |
| wol geschehen./ den bâbest hôrt man jehen,/ ez diuht in ungefüege,/ daz man daz rîch veil trüege/ den kunigen umb ir | |
| êren,/ daz er des rîches krône trüege./ ‘sîne wort sint ungefüege,/ dâ rihtet iuch, herre, nâch.’/ kunic Ruodolfen was niht gâch,/ | |
| stal,/ ûzem satel ern für sich huop/ (daz was ein ungefüeger uop):/ der hiez Killirjacac./ von dem het der künec Lac/ | |
| ez wær tac. des was ez nieht:/ dâ wârn ave ungefüegiu lieht,/ von kleinen kerzen manec schoup/ geleit ûf ölboume loup;/ | |
| ein vingerlîn./ an ir hemde ein fürspan er dâ sach:/ ungefuoge erz dannen brach./ diu frouwe was mit wîbes wer:/ ir | |
| für tavelrunder,/ mîns landes ich mich underwant:/ disen koph mîn ungefüegiu hant/ ûf zucte, daz der wîn vergôz/ froun Ginovêrn in | |
| er nâch den liuten rief./ nieman er hôrte noch ensach:/ ungefüege leit im dran geschach./ daz het im zorn gereizet./ er | |
| gein dem mer gezôch:/ decheinen sturm si widersaz,/ noch grôzen ungefüegen haz./ ___dervor lac raste breit ein plân:/ dar über reit | |
| hœhern kumber trage/ danne ie man getrüege./ mîn nôt ist zungefüege."/ ___si sprach "nu helfe dir des hant,/ dem aller kumber | |
| man gicht/ Eimiͤ gefugen bauch, zu mager niht./ Ein ieglich ungefuͤger bauch,/ Der ist ein trencker und ein slauch./ Ein klein | |
| dirre sammir shalket/ und mich mit worten walket!’/ sprach der ungefuͤge rise,/ ‘din vriunt ich nit langer wise,/ daz wizze von | |
| geborn,/ und enhete ich niht wan dich verlorn,/ von dem ungefuͤgen shaden/ wær ich dannoch uͤberladen/ mit vil manicvalten noͤten./ nu | |
| er vil gerne tůt/ swaz dunket gůte luͤte gůt/ (der ungefuͤgen hat er haz),/ vil wol hat er erzeiget daz/ an | |
| ich woͤlt daz er wær noch dort,/ da er den ungefuͤgen mort/ uf Alytshantze worhte./ mir bidemt alrerst vor vorhte/ daz | |
| sune, kuͤnge Hemereize,/ und hiez im clagen vil heize/ die ungefuͤgen missetat/ die an ir begieng der atmirat:/ der ir vater | |
| der stangen slůg/ die er in den handen trůc/ manigen ungefuͤgen slag./ ez enwart so dicke nie kein hag,/ man moͤhte | |
| den sinen zuruͤren/ und die rotte gar zerfuͤren/ mit vil ungefuͤgen streichen./ wan des cruͤces zeichen,/ daz er hiez die cristen | |
| uwers mutes gir.’_–/ ‘markis, nu erloube mir,/ daz ich den ungefugen man/ gein Paris heizze furen dan,/ daz man gesehe daz | |
| Uastmar/ zehiwen in die goltmal:/ da uielen genuge./ si smideten ungefuge:/ si slugen iaspis unt smaragede/ alle uon ain ander./ da wart | |
| spranc./ So datin die anderin al intsamt./ Her greif einin vnge uogen stein./ Daz der merkere nechein./ Diederiche uirnam./ Do sie begunden | |
| witzen an den buochen lesen/ und reine küneges milte hân,/ ungevüege site lân,/ unzuht lâzen unde spot./ sîner meister gebot/ im | |
| ich underwîse dich,/ wie sîn kraft ist bezeichenlich,/ sô dunket ungevüege dich,/ wie er ist bezeichenlich./ //Mîn herre, der mich hât | |
| vermeinen:/ wan uf im ein groz hufe schein/ unde manec ungefuͤger stein/ zewortzeichen hinnen vur,/ das man Gots kraft an im | |
| kan/ Und dem es w#;ear an wunnen spil,/ So wirt der ungefuͤge so vil/ Das ich můs geswigen sa./ Vil liht sizzet | |
| daz wil si, daz er der enber./ //Wie solde ein ungefüeger man/ mit frouwen iht gemeines hân,/ dekeinre die diu erde | |
| guoten/ wær ich gerne nâhe bî,/ Liezze eht mich ir ungefüeger nît,/ der mir also nâhe lît./ fröiden sî mich roubet | |
| davon mich, frowe, scheide!/ ih lîde an mînem herzen/ gar ungefüegen smerzen./ mîn grôste leid/ ist, daz mir tet dîn munt | |
| den grüenen walt,/ waz er loubes hât gerêret/ von des ungefüegen rîfen val./ Jârlanc sint die winde kalt,/ winters kraft sich | |
| viel ich ze leiden/ ungesunt:/ von der ougenweiden/ wart ich ungefuog,/ Daz ich sunder allen zwîvel muoz verderben,/ ob ich niht | |
| ir dinc dur mich ze guote kêren./ //Sich huop ein ungevüeger zorn/ von guoten vriunden umbe ein wîp./ Nu hânt si | |
| wol,/ mir ist die wîle deste baz./ //Sich huob ein ungefüeger zorn/ von guoten vriunden umb ein wîb./ Nu hânt sich | |
| ouch im des niht ein ende, da sol er niht ungefuge umbe reden ouf dem house noch ab dem house, so | |
| geschehen was,/ do iahen des da genuge,/ er hete vil ungefuge/ und (un)meisterlichen geriten;/ da von het er den val erliten./ | |
Ergebnis-Seite: << 1 2 3 >> |