Mhd. Gesamtlemmaliste/Belegarchiv
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  Belegarchiv/Konkordanz

Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.

ungevüege Adj. (125 Belege) Lexer BMZ Findeb.  

EnikWchr 7759 alsô vil,/ daz ich sîn niht sagen wil,/ mit sô ungefüeger schar,/ daz ich sîn niht gesagen tar,/ daz ez daz
EnikWchr 26208 den rîchen und den armen/ klag ich ez besunder/ daz ungefüeg wunder,/ daz an mînem bruoder ist ergân./ es sol doch
Eracl 2961 gesehen manegen man,/ von dem mîn herze nie gewan/ sô ungefüege swære;/ der ich noch wol enbære,/ wærez mir enteil getân./
Eracl 3517 wil ez eine tragen/ ich mac dir niht gesagen/ mîn ungefüege swære,/ wande mir vil leit wære,/ westez iemen âne mich./
EvBerl 50,25 daz her keyn guten wort hette, sundir daz mer woren ungevuger worte, do twuk her syne hende vor dem volke unde
GTroj 1519 tier underwand./ ‘Waffen,’ rüff daz kind ze hand,/ ‘Wel ain ungefüger hund!/ – – – – – – – – –
GTroj 12815 sie iz nicht vorgebene/ Hir liden, swaz sie liden,/ Die sunden werk vormiden./ __Ey lieben lute, bezemet,/ [97#’v#’a] Wen ir min
HartmKlage_(G) 347 beginnent jehen/ die mich ê hânt gesehen,/ so ich alsô ungefüege bin,/ ich habe verwandelt den sin/ und ich sî worden
Herb 13184 rite1n mit vngedult/ Ir itweder dem andern engein./ Mit vil vngefuge1n slein/ Der herte stal da erklanc./ Daz fur nach dem
HeslApk 6128 tett ir innenklichen nott:/ Ir l%:ichter mund so rossen rott/ In menger strittenlicher vartt/ Von im oft getröstett ward./ __Wir lassen
HeslApk 17614 lutter werden/ Der nicht des meines truge/ Da sich der ungevuge/ Man Adam vor mite besmeiz,/ Do sin munt an daz
Hiob 4978 nennyt./ Der ſich gerne Job entſluge,/ Wan ſi ſint ſo ungevuge/ Daz ſy di warheit nicht verſtan/ Noch wollen von der
HvBurg 5465 schon!/ We, das dir dein maister lon,/ Wie pistu so ungefueg!/ Sich, wie hart ich trueg,/ Ich pflag ir doch mit
HvNstAp 12533 langk,/ Ain starcker lewe dort her drangk./ Der was gar ungefuge:/ Rauch was sein fürpüge,/ Sein augen prunnen als ain glut,/
Iw 444 vermieset zewâre/ mit spannelangem hâre,/ breit alsam ein wanne./ dem ungevüegen manne/ wâren granen unde brâ/ lanc rûch unde grâ;/ diu
Iw 2562 in got sô gêrte/ daz er im solte gelten/ sîn ungevüegez schelten/ und sînen tägelîchen spot./ des lobete er got./ ouch
Iw 4653 iu solde versmâhen/ daz gemeine nâch gâhen./ waz sol dirr ungevüege schal,/ daz dirre hof über al/ durch einen man wil
Iw 5051 tôt./ do ersach der lewe sîne nôt/ und lief den ungevüegen man/ vil unsitelîchen an/ und zart im cleit unde brât/
Iw 6717 sach/ den strît der in dem hove geschach./ //Die zwêne ungevüegen man/ die huoben in den strît an./ got müeze des
KLD:UvL 35: 3, 2 im unernert./ //Für sîn stürmen, für sîn slîchen,/ für sîn ungefüege drô,/ sul wir in die stuben wîchen,/ dâ mit wîben
KLD:UvL 49: 1, 5 ir minne:/ jâ muoz er haben tugend und fuoge vil./ ungefüeges mannes werben/ muoz für wâr gar verderben,/ sô $s dem
KLD:UvL 49: 2, 2 gefüegen wirt gelônet hô./ //Swâ sô von tumben wîbe/ gar ungefüegem manne liep geschiht,/ daz birt ir beider lîbe/ iedoch die
KvHeimUrst 238 sêre/ und getete ez nimmer mêre./ Manigen grôzen ungelimpf,/ manigen ungefüegen schimpf,/ mêr unwirde danne ie man/ erdâhte oder noch erdenchen
KvHeimUrst 320 gewarheit bî.’/ Von dirre starchen rüege,/ daz si in sô ungefüege/ und sô vîentlîche ane lugen,/ sô vil unbildes ûf in
KvHeimUrst 989 des wir iuch biten.’/ ‘ob wir nû dar umbe liten/ ungefüegez strâfen,/ und jehen wir haben geslâfen/ und sagen allez daz
KvHeimUrst 1098 niht mêre gernt/ wan ob si die wârheit megen/ mit ungefüeger lüge verlegen./ der selbe strît in wirbet/ daz ir wurm
KvWHvK 121 sîn!’/ sprach der truhsæze,/ ‘mir ist daz wol gemæze/ deich ungefüegen schelken were/ und einen iegelichen bere/ der hie ze hove
KvWHvK 139 getorstet ir geleben/ daz ir dem kinde hânt gegeben/ als ungefüege biusche?/ daz iuwer hant unkiusche/ sô gar unedellîche tuot,/ des
KvWSchwanr 602 sîn lant/ swar in sîn wille trüege./ ez was niht ungefüege/ ob wir an sîner hende/ ân alle missewende/ milte und
KvWSchwanr 1172 daz swert unz ûf daz spalier dranc./ hæt er den ungefüegen swanc/ genomen hœher ûf den schilt,/ weizgot sô müeste dô
KvWTroj 8907 sîn glanzer schîn belûhte,/ dâ von die clâren dûhte/ dest ungefüeger alzehant,/ daʒ man den künic dennoch vant/ dâ sitzende ûfe
KvWTroj 23600 Kriechen hieʒen biuwen,/ swes man ze sturmes nôt bedarf./ swaʒ ungefüege steine warf/ und angestlîche pfîle schôʒ,/ daʒ alleʒ wart mit
KvWTurn 218 zehant genicket/ wart ûz dem satel hindersich,/ und in der ungefüege stich/ mit craft und mit gewalte/ zuo der plânîe valte./
KvWWelt 223 kroten und mit nâtern;/ ir lîp was voller blâtern/ und ungefüeger eizen,/ fliegen unde âmeizen/ ein wunder drinne sâzen,/ ir fleisch
Mechth 3: 21, 93 da! Die helle hat ein hoͮbet oben, das ist also ungefuͤge und hat an im vil manig #.[grúwelich oͮge#.], da die
Mechth 6: 1, 134 vinde in mit keinen dingen also schiere, alleine si sint #.[ungevoͤge und swere#.]. Man sol rehte vroͤmelich hin tretten mit creftiger
MF:Reinm 25: 6, 5 rede geschehen,/ daz ich wil wizzen, wer bî mir sî./ Ungevüeger liute ist vil./ sprech ich wider âbent lîhte ein schoene
MF:Reinm 37: 1, 9 ist von herzen holt,/ den verspriche ich sêre,/ niht durch ungevüegen haz,/ wan durch mînes lîbes êre./ /In bin niht an
MF:Reinm 51a: 3, 1 gesách mîn ouge nie, diu baz ein hôhgemüete könde geben./ /Ungevüeger schimpf bestêt mich alle tage:/ si jehent des, daz ich
MF:Reinm 51b: 4, 1 mir geschehen, als ich ir günne und mîn geloube sî./ /Ungevüeger schimpf bestêt mich alle tage:/ si jehent, daz ich ze
NibB 190,3 dô werte des heldes hant/ sînen rîchen gîsel $s mit ungefüegen slegen./ sît tet scaden mêre $s der vil zierlîche degen./
NibB 192,4 man sagt$’ ez sînem bruoder; $s toben er began/ von ungefüegem zorne, $s wand$’ im was leide getân./ Liudegast der recke
NibB 440,3 vil scharpfen, $s den si alle zîte schôz,/ starc unt ungefüege, $s michel unde breit,/ der ze sînen ecken $s harte
NibB 449,3 ir zuo dem ringe $s einen swæren stein,/ grôz unt ungefüege, $s michel unde wel./ in truogen kûme zwelfe, $s helde
NibB 487,1 was wol behüetet. $s dô vant er innerthalben stân/ Einen ungefüegen, $s der der bürge pflac,/ bî dem z$’allen zîten $s
NibB 497,3 er bî dem barte $s den altgrîsen man./ er zogte$’n ungefuoge, $s daz er vil lûte schrê./ zuht des jungen heldes
NibB 670,3 niht zefüeren $s mîn hemde sô blanc./ ir sît vil ungefüege, $s daz sol iu werden leit;/ des bringe ich iuch
NibB 672,4 gewalte $s (daz muos$’ et alsô sîn)/ unt druht$’ in ungefuoge $s zwischen die want und ein schrîn./ »Owê«, dâht$’ der
NibB 674,3 man./ Sîfrit sich schamte sêre, $s zürnen er began./ mit ungefüeger krefte $s sazt er sich wider;/ er versuocht$’ ez angestlîche
NibB 676,1 er an ein lougen $s die vil hêrlîchen meit/ Ir ungefüeges willen, $s des si ê dâ jach./ der künic iz

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