Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ungevüege Adj. (125 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| alsô vil,/ daz ich sîn niht sagen wil,/ mit sô ungefüeger schar,/ daz ich sîn niht gesagen tar,/ daz ez daz | |
| den rîchen und den armen/ klag ich ez besunder/ daz ungefüeg wunder,/ daz an mînem bruoder ist ergân./ es sol doch | |
| gesehen manegen man,/ von dem mîn herze nie gewan/ sô ungefüege swære;/ der ich noch wol enbære,/ wærez mir enteil getân./ | |
| wil ez eine tragen/ ich mac dir niht gesagen/ mîn ungefüege swære,/ wande mir vil leit wære,/ westez iemen âne mich./ | |
| daz her keyn guten wort hette, sundir daz mer woren ungevuger worte, do twuk her syne hende vor dem volke unde | |
| tier underwand./ ‘Waffen,’ rüff daz kind ze hand,/ ‘Wel ain ungefüger hund!/ – – – – – – – – – | |
| sie iz nicht vorgebene/ Hir liden, swaz sie liden,/ Die sunden werk vormiden./ __Ey lieben lute, bezemet,/ [97#’v#’a] Wen ir min | |
| beginnent jehen/ die mich ê hânt gesehen,/ so ich alsô ungefüege bin,/ ich habe verwandelt den sin/ und ich sî worden | |
| rite1n mit vngedult/ Ir itweder dem andern engein./ Mit vil vngefuge1n slein/ Der herte stal da erklanc./ Daz fur nach dem | |
| tett ir innenklichen nott:/ Ir l%:ichter mund so rossen rott/ In menger strittenlicher vartt/ Von im oft getröstett ward./ __Wir lassen | |
| lutter werden/ Der nicht des meines truge/ Da sich der ungevuge/ Man Adam vor mite besmeiz,/ Do sin munt an daz | |
| nennyt./ Der ſich gerne Job entſluge,/ Wan ſi ſint ſo ungevuge/ Daz ſy di warheit nicht verſtan/ Noch wollen von der | |
| schon!/ We, das dir dein maister lon,/ Wie pistu so ungefueg!/ Sich, wie hart ich trueg,/ Ich pflag ir doch mit | |
| langk,/ Ain starcker lewe dort her drangk./ Der was gar ungefuge:/ Rauch was sein fürpüge,/ Sein augen prunnen als ain glut,/ | |
| vermieset zewâre/ mit spannelangem hâre,/ breit alsam ein wanne./ dem ungevüegen manne/ wâren granen unde brâ/ lanc rûch unde grâ;/ diu | |
| in got sô gêrte/ daz er im solte gelten/ sîn ungevüegez schelten/ und sînen tägelîchen spot./ des lobete er got./ ouch | |
| iu solde versmâhen/ daz gemeine nâch gâhen./ waz sol dirr ungevüege schal,/ daz dirre hof über al/ durch einen man wil | |
| tôt./ do ersach der lewe sîne nôt/ und lief den ungevüegen man/ vil unsitelîchen an/ und zart im cleit unde brât/ | |
| sach/ den strît der in dem hove geschach./ //Die zwêne ungevüegen man/ die huoben in den strît an./ got müeze des | |
| im unernert./ //Für sîn stürmen, für sîn slîchen,/ für sîn ungefüege drô,/ sul wir in die stuben wîchen,/ dâ mit wîben | |
| ir minne:/ jâ muoz er haben tugend und fuoge vil./ ungefüeges mannes werben/ muoz für wâr gar verderben,/ sô $s dem | |
| gefüegen wirt gelônet hô./ //Swâ sô von tumben wîbe/ gar ungefüegem manne liep geschiht,/ daz birt ir beider lîbe/ iedoch die | |
| sêre/ und getete ez nimmer mêre./ Manigen grôzen ungelimpf,/ manigen ungefüegen schimpf,/ mêr unwirde danne ie man/ erdâhte oder noch erdenchen | |
| gewarheit bî.’/ Von dirre starchen rüege,/ daz si in sô ungefüege/ und sô vîentlîche ane lugen,/ sô vil unbildes ûf in | |
| des wir iuch biten.’/ ‘ob wir nû dar umbe liten/ ungefüegez strâfen,/ und jehen wir haben geslâfen/ und sagen allez daz | |
| niht mêre gernt/ wan ob si die wârheit megen/ mit ungefüeger lüge verlegen./ der selbe strît in wirbet/ daz ir wurm | |
| sîn!’/ sprach der truhsæze,/ ‘mir ist daz wol gemæze/ deich ungefüegen schelken were/ und einen iegelichen bere/ der hie ze hove | |
| getorstet ir geleben/ daz ir dem kinde hânt gegeben/ als ungefüege biusche?/ daz iuwer hant unkiusche/ sô gar unedellîche tuot,/ des | |
| sîn lant/ swar in sîn wille trüege./ ez was niht ungefüege/ ob wir an sîner hende/ ân alle missewende/ milte und | |
| daz swert unz ûf daz spalier dranc./ hæt er den ungefüegen swanc/ genomen hœher ûf den schilt,/ weizgot sô müeste dô | |
| sîn glanzer schîn belûhte,/ dâ von die clâren dûhte/ dest ungefüeger alzehant,/ daʒ man den künic dennoch vant/ dâ sitzende ûfe | |
| Kriechen hieʒen biuwen,/ swes man ze sturmes nôt bedarf./ swaʒ ungefüege steine warf/ und angestlîche pfîle schôʒ,/ daʒ alleʒ wart mit | |
| zehant genicket/ wart ûz dem satel hindersich,/ und in der ungefüege stich/ mit craft und mit gewalte/ zuo der plânîe valte./ | |
| kroten und mit nâtern;/ ir lîp was voller blâtern/ und ungefüeger eizen,/ fliegen unde âmeizen/ ein wunder drinne sâzen,/ ir fleisch | |
| da! Die helle hat ein hoͮbet oben, das ist also ungefuͤge und hat an im vil manig #.[grúwelich oͮge#.], da die | |
| vinde in mit keinen dingen also schiere, alleine si sint #.[ungevoͤge und swere#.]. Man sol rehte vroͤmelich hin tretten mit creftiger | |
| rede geschehen,/ daz ich wil wizzen, wer bî mir sî./ Ungevüeger liute ist vil./ sprech ich wider âbent lîhte ein schoene | |
| ist von herzen holt,/ den verspriche ich sêre,/ niht durch ungevüegen haz,/ wan durch mînes lîbes êre./ /In bin niht an | |
| gesách mîn ouge nie, diu baz ein hôhgemüete könde geben./ /Ungevüeger schimpf bestêt mich alle tage:/ si jehent des, daz ich | |
| mir geschehen, als ich ir günne und mîn geloube sî./ /Ungevüeger schimpf bestêt mich alle tage:/ si jehent, daz ich ze | |
| dô werte des heldes hant/ sînen rîchen gîsel $s mit ungefüegen slegen./ sît tet scaden mêre $s der vil zierlîche degen./ | |
| man sagt$’ ez sînem bruoder; $s toben er began/ von ungefüegem zorne, $s wand$’ im was leide getân./ Liudegast der recke | |
| vil scharpfen, $s den si alle zîte schôz,/ starc unt ungefüege, $s michel unde breit,/ der ze sînen ecken $s harte | |
| ir zuo dem ringe $s einen swæren stein,/ grôz unt ungefüege, $s michel unde wel./ in truogen kûme zwelfe, $s helde | |
| was wol behüetet. $s dô vant er innerthalben stân/ Einen ungefüegen, $s der der bürge pflac,/ bî dem z$’allen zîten $s | |
| er bî dem barte $s den altgrîsen man./ er zogte$’n ungefuoge, $s daz er vil lûte schrê./ zuht des jungen heldes | |
| niht zefüeren $s mîn hemde sô blanc./ ir sît vil ungefüege, $s daz sol iu werden leit;/ des bringe ich iuch | |
| gewalte $s (daz muos$’ et alsô sîn)/ unt druht$’ in ungefuoge $s zwischen die want und ein schrîn./ »Owê«, dâht$’ der | |
| man./ Sîfrit sich schamte sêre, $s zürnen er began./ mit ungefüeger krefte $s sazt er sich wider;/ er versuocht$’ ez angestlîche | |
| er an ein lougen $s die vil hêrlîchen meit/ Ir ungefüeges willen, $s des si ê dâ jach./ der künic iz | |
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