Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tiuvel stM. (902 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| f%;ecit. Alſo ir uil diche uernomen habet: do der leidige tievil uerſtôzzin wart durch ſine ubermvͦt von dem himelriche, do nêide | |
| daz der zehenti chôr ſolti wider geâuirt werdin, dannen der tieuil waſ vertriben unde alle ſine nachuolgâre, unde ſungin: Gloria in | |
| hêil, hivte hat der ê gevangin waſ von dem leidigim tiefil vrîtvͦm gewnnen, hivte iſt den verellentin menniſkin ſin êrbe eroffint. | |
| in daz frone pærdiſ hete geſetzet, dannan $t in der tievel hete mit ſinem liſte betrogen. Darvber erbarmete $t ſih der | |
| div da mit dem flaiſke bedecket waſ. Wan do der tievel daz geſach, daz der ſelbe goteſ ſvn menniſkliche e begie | |
| hete an ime alſ an andern ſvndigen menniſken. Do der tievel daz gefrvmete, daz Kriſt gemartert wart vnde an dem crvce | |
| Mit ſvſgetanem rate erloſte vnſ der almæhtige got, daz der tievel dehainen gewalt hinnan fvr an vnſ hat, wir enwellen mit | |
| im geneſen. Er wonet in den lvften; dannan ſint die tievele genant æree poteſtateſ, ‘lvftekliche gewalte’. Von div daz wir ſin | |
| daz iſt von deſ erſten menniſken valle, der von deſ tievelſ $t rate vz dem pærdiſe geviel in diſe æmerliche werlte. | |
| rêde habe. Aſſur bezeichent ubermůt, $t Babylon ſchante, Nabuchodonoſor den tîefil, dei kint Babylôniſ $t hellekint, Ieruſalem êin geſûne deſ frideſ | |
| frideſ der obriſten haimode. Dannin uerlâite unſ Nabuchodonoſor, der ûbile tiefil, unde fůrte in Babyloniam zuo der êwigen ſchante, ſetzit unſich | |
| $t einiv iſt deſ heiligin Chriſteſ, div ander deſ ubeln tîefilſ, einiz iſt div helle, daz ander daz ſchone himilrîch. In | |
| werdint gebirieft an deme bůche der lebintigen, die ſchâlche deſ tiefilſ werdent bigrabin zvͦ den hellewartin, uon den iſt geſchribin: Deleantur | |
| allir ſlahte kuſcheit unde div gotiſ forhte, da hat der tiefil deheinen gewalt. Von div gebt mineme trehtine unmange tâge ze | |
| weiſen. Da mit ſvlt ir daz garnen, daz ir dem tievel angeſiget, vnde ſvlt hivte komen engegen vnſerm herren mit dvrnæhtiger | |
| unſer lîp mit deme heiligem lichename geueſtinit wirt wider deſ tiefilſ anevart. Daz wirn durch die gehuge ſineſ tôdiſ ſchulin enphahin, | |
| im.’ Er hat unſ oͮch uor geſêit, daz wir dem tiefile niht widerſtên mêgin noch den ûbilin ſtungin unſereſ vleiſcheſ, wir | |
| liehte, uon diu daz ſi in ſahen an geſigen dem tiefil unde wider ûf ſtên uon der helle. Hiute iſt der | |
| Antichriſtum. Wir habin Chriſtum, den gotiſ ſun, enphangin, der dem tîefil hat ane geſîgit. Unſir ſchâchman, der zêſewe, der iſt hiute | |
| tôdiſ unde der angiſtlîchen uînſter, betrvͦbte die hellewartin deſ ôbriſtin tîeviliſ, zebrach die fraiſlichen rîgele der helleborte, erlôſte alle die gůtin, | |
| ein eiſlich roͮbâr unde daz do die helleſchâr, die ubiln tîeuel, erſâhen, deſ erchômin ſi vil harte unde vrâgtin vil ângiſtlichen | |
| ain andir unſerri miſſetât, daz wir unſere viandi, die grimmigin tiefili, mit lûterim gebet, mit rainim uaſtin ubirwindin megin. Adiuante domino | |
| gewinnint. Alſo ſchiere ſo ſi denne ein chorunge deſ leidigin tieuiliſ begriffet, leidir, daz ſi ê da geriweſtin, daz viragezzint ſi | |
| Min lieben, do unſer aller moͮter, uroͮ Eua, uon deſ tieuelſ râte goteſ gebot uber gîe, daz ſi daz uerboten obez âz, | |
| biſtu min uriundinne. Dune uolgeſt nith deme ſlangen, dem ubelen tiuuele, durc daz biſtu min tûbe. Dune geuiele nith in neheine | |
| mit den heiligen boten under $.s$. Iohanneſ hoͮte wider deſ tieuelſ aneuart, ein egeſlich wîchſcâre zoͮ dem geiſtlichen wîge wol gar. | |
| helfende ſi umb ire trûtſun unde ſcirmende uor deſ leidigen tivuelſ aneuart, daz ſi unſ wegende ſi da ze deme uorhtlichen | |
| einem vicetoͮme, der durc troͮbeſal goteſ uerloͮgenote unde deme leidigen tieuele ze hantueſte einen brief ſcreib. Do in do ſine ſunde | |
| gebêt unde brâhte in zire ſuneſ hulden; ſi nam dem tieuele den brief vnde erloſte in uon der bitteren helle. Same | |
| ſunder ein grozziv chraft, daz got mit ſo getamme tôde dem tiuvel angeſigte. Wie ſcantlich unde wie tumplich der tôt die unſaligen | |
| ſunden. Ez waren zwo goteſ geſcephede, die beide geſunten, der tieuel uon îm ſelben, der man uon deſ tieuelſ râte. Uon | |
| geſunten, der tieuel uon îm ſelben, der man uon deſ tieuelſ râte. Uon div nemac der tieuel nimmer mêre gnâde gewinnen, | |
| der man uon deſ tieuelſ râte. Uon div nemac der tieuel nimmer mêre gnâde gewinnen, daz er dvrch ſich ſelben geuiel. | |
| herren, an div daz er wîſ iſt, bezeichent oͮch den tieuel darân, daz er eiterhaft iſt. Von div mainte ſich got | |
| uehten ſcolte wider die gaiſtlichen ſlangen. Daz ſint die vbelen tieuele. Daz der ſlange Moyſi êrin waſ, daz bezeichent die ſterche | |
| hantſtarche, der chom her in diſe werlt mit dem leidigen tieuele ze uehtenne. Dannan heizzet er êrin, uon div daz er | |
| ſâ geſunt. Alſo ſcult ir toͮn, ſwenne ivch der leidige tieuel ſîn eiter ane wirfet, ſo ſcult ir ûf ſehen an | |
| den ewirdigen choͮf, da ivch got mit loſte uon deſ tieuelſ gebende. Êret oͮch daz uil heilige bloͮt, daz gote uz | |
| engele, die mit dem almahtigen gote geſtoͮnden, do der leidige tieuel verſtozzen $t wart durc ſine ubermoͮt uon dem himelriche. Wande | |
| Wer waſ der uurſte uon Perſia? Daz waſ der ubele tieuel, der tagelichen roͮcte die lûte uor gote unde îetian ir | |
| uurſten einer, ze helfe deme goteſ liute unde geſigete dem tieuel ane uon Perſe unde behabete dem goteſ liute ſinen ſcirmære. | |
| îegelichen menneſſcen ſâch, wie die goͮten engele unde die ubelen tieuele mit der ſel%;;e gebârten. Eineſ tageſ ſach der uil goͮte | |
| in unde hielſ in. Die uinſteren $t geiſte, die leidigen tieuele, giengen do nach uil uerre woͮffende unde clagende. Danach uragte | |
| mac, nith mere danne oͮch der alte uiant, der leidige tieuel, der uon himele uertriben $t wart, do er ſich wider | |
| umbe die angeſtlichen nôt der iungeſten $t urteile, da der tieuel alle unſer ubeltæte uur breitet unde alle unſer ſunde roͮget, | |
| der ſel%;;e, daz ſi unſ ſîn ein ueſte wider der tieuel aneuart unde daz ſi unſer leben genædeclîchen $t uriſten, gote | |
| ſæhe da ze himele die heiligen engele mineſ trohtineſ den tieuel unde ſin here uberwinden unde uertriben in dvrch ſine hohcuart | |
| Iohanneſ eroffent wart, der iſt alle tage umbe unſ. Der tieuel uihtet unſ ane tageſ unde nahteſ, wie er unſ in | |
| mit untriwen unde mit unwarheit beuangen $t ſît unde deſ tieuelſ willen toͮt mit maneger ſlahte uppecheit, ſo hat der leidige | |
| uil inneclichen beuelhen, daz ſi îv helfen, daz ir dem tieuel wider ſten muget unde allen ſinen helfæren. Nu bitet hiute den | |
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