Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
swër prn (3079 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| man sach rîfen unde snê/ jâmers vil in briuwen./ wê swaz ir den winter was gescheiden,/ die went aber zweien sich:/ | |
| minne stillet senden strît./ //Veiger winter, hinnen scheide mit dir swaz uns kam ze leide,/ rîfe wint îs unde snê./ lânt | |
| an./ wîbes gunst/ sorgen brunst/ löschet mit der minne kunst/ swem ir güete fröide gan./ wîp sol man für bluomen schouwen,/ | |
| bekleit./ nu wol ûf zuo der linden breit/ sunder leit/ swer gemeit/ schônheit welle schouwen./ wîp diu sint dar under/ besunder/ | |
| zuht kiusch unde scham,/ sô wirdest dû geblüemet/ baz dan swaz der meie ie bôt./ man, tuont alsam,/ holt sint êren, | |
| vervalt/ sint die rîfen kalt./ //Jârlanc sol er sîn gemeit swem ein meit/ minne treit/ diu daz meit/ dazs ûz zühten | |
| im jârlanc lützel schaden./ frî $s sî $s der $s swer $s eine/ reine $s lieplich magt mac umbevân:/ naht und | |
| liep beliuhtet niht diu sunne/ dan lieber wîbe stæter lîp./ swer ze lobe iht kunne,/ der lobe diu lieben wîp./ //Sô | |
| este dîn,/ mâz unde kiusche sint dîn ingesinde./ scham sich swer nû well edel sîn,/ ob er dirr aller einz an | |
| argez ende spehen,/ guot urhap und guot mittel des engildet;/ swaz guotes bî den ist beschehen,/ mit argem ende man si | |
| dîn bedarf bî fiure in lufte ûf erde in mer./ swaz kunst ein man gelernet hât,/ diu frumt in ân dich | |
| ir guot den giegen./ //Er bite kunst und sinnes rât swer singen welle von der scham,/ wâ von si wirt, waz | |
| dem muote sâ benimt/ der schanden tât ûz êregerndem willen./ swaz hôhen êren missezimt,/ daz kan diu scham in menschen herzen | |
| eben/ waz wie wâ wenne und wem si gâbe biutet./ swer also gît, dâ wirt gegeben/ ein gâbe im der vrô | |
| mensche, sît dir hât/ diu gotes milte alz undertân gemachet/ swaz fliuget fliuzet swebt und gât./ tuost dû des niht, dîn | |
| alse unreiner art/ und alse gar von gotes gunst gewendet,/ swaz kerge in laster lange spart,/ daz wirt snell ofte lasterlich | |
| ein ungeslahter rât/ die jungen herren nâch den schanden mûsen./ swer êre noch guot niht enhât,/ kein man sold in behalden | |
| er minnen fünde./ sich, minn, du bist ein alter funt/ swen dû dâ wellest schrenken./ ich lob die minne zaller stunt./ | |
| frouwen unde man,/ die wîle iu got des lebenes gan:/ swer minne krenkt mit argem wân,/ des munt sich selbe unêret./ | |
| minn, du bist ein süezer nam,/ erquickst die welt gelîche./ swer minne ist vînt, dem ist got gram./ von minn manc | |
| wan als er von fremdem dinge/ gert ze gewinnen sinne./ swer muotet des er niht ensol,/ der hât im selb versaget | |
| wirdet wert, ob er mit triuwen/ dienet guoter wîbe gruoz./ swen sîn dienest wil geriuwen,/ dem wirt selten kumbers buoz./ //Mit | |
| süeze, reine,/ vil guot und aleine $s den guoten gemeine./ //Swer volget dem schilde, der sol ez enblanden/ dem lîbe, dem | |
| trœstet noch baz/ danne an den tumben daz toube übersehen./ swer guoten wîben ir güetlîchen muot/ wol kan gemerken, des merken | |
| ir güetlîchen muot/ wol kan gemerken, des merken ist guot./ swer des niht merket, derst toub und unfruot./ //Unvalschlîchez merken, seht, | |
| mîn vor sorgen eine,/ sô bin ich vil fröiden rîch./ swaz mir leides kan geschehen,/ dar ûf ahte ich harte kleine,/ | |
| alsô daz man mich ir vil lîhte ungüete hœret jehen./ swaz si danne mir getuot,/ sôst ez doch geschehen./ //Owê des, | |
| unfröide scheiden dan./ des fröit iuch, ir fröiden gernden man./ //Swer nâch guotes wîbes hulden ringet,/ dem kan selten immer missegân./ | |
| wie frœlîchen endet sich sîn wân!/ ougen wunne, herzen spil,/ swes ein herze erdenken unde erwünschen wil,/ des hât guoter wîbe | |
| bœsen scheiden,/ al die wîle ich von in singen wil./ swer gelîche sprichet wol in beiden,/ der hât gein den guoten | |
| hât gein den guoten valsches vil./ guotiu wîp, geloubet daz,/ swer iuch mit den valschen lobt, der treit iu haz./ sunder$/ | |
| swâ ir stæte bî gestât,/ waz bedarf der tugende mêre,/ swer die tugende beide hât?/ //Daz ieman die tugende scheide,/ des | |
| in./ //Minne niender sich enthaldet/ âne triuwe und stæten muot./ swer diu niht zesamen valdet,/ alse ot vil manc valscher tuot,/ | |
| tuot,/ dân ist minne niender bî./ er unfuoget und gewaldet,/ swer giht daz dâ minne sî./ //Dâ bî kiuse ich daz | |
| lie si bande frî./ des hân ich mit schaden enpfunden./ swer als ich in banden sî,/ der rîd ûz den banden | |
| ræten/ beide ein ander pfanden sich./ lieben wân und leiden wanc,/ swaz si des ein ander tæten,/ des het ir unstæte danc./ //Owê | |
| ich sælden mêre?/ wie kan mir gelingen baz?/ //Rehter fröiden, swer der waldet,/ der hât immer niuwe jugent./ sô tuot sorge | |
| triuwen âne valschen muot./ ir güete ist alsô rehte guot,/ swer in mit triuwen dienest tuot,/ den künnen sie wol machen | |
| stîgent hô./ Werdekeit/ sunder leit/ künnen sie wol friunden geben./ swem sô sî/ witze bî,/ der sol nâch ir hulden streben/ | |
| in sîn leben./ Daz râte ich ûf die triuwe mîn./ swer êren sælic welle sîn/ und rîche an hôhem muote,/ Der | |
| wîben hân,/ swie ein wîp unwîplich habe an mir getân./ swaz ich dâ von leides dol,/ des mac mich ein guot | |
| daz ist ein leben/ dem got vil êren hât gegeben./ //Swer werder wîbe minne wil/ unde ir gruoz verdienen, der sî | |
| heben an/ mit hôhem muote und ouch mit ritterlîchem leben./ swer von mir hôhes muotes gert,/ der wirt des volleclîch gewert./ | |
| gel, brûn, grüen,/ wol gestalt./ wünneclîch,/ fröiden rîch/ ist gar swaz diu erde treit./ sælic man,/ swer sô kan/ dienen daz | |
| fröiden rîch/ ist gar swaz diu erde treit./ sælic man,/ swer sô kan/ dienen daz sîn arebeit/ im liebe leit./ //Swem | |
| swer sô kan/ dienen daz sîn arebeit/ im liebe leit./ //Swem got gît/ daz er lît/ liebe, der/ mac wol sîn/ | |
| minne fröiden spil./ fröiden leben/ kan wol geben/ werdiu minne swem si wil:/ si hât sîn vil./ //Swem ein wîp/ sînen | |
| geben/ werdiu minne swem si wil:/ si hât sîn vil./ //Swem ein wîp/ sînen lîp/ minneclîch/ umbevât,/ ob der niht/ sælden | |
| von im wirt trûren kranc./ sunder meil/ ist sîn heil,/ swem von linden armen blanc/ wirt umbevanc./ //Sælden hort/ ist ein | |
| an?/ jâ für wâr,/ dâ wirt gar/ minneclîchen wol getân/ swaz ieman kan./ //Minnen solt/ wirt geholt/ volleclîch/ dâ ein man/ | |
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