Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sünde stF. (1331 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| //Dů de arme zů im selvem quam/ ind sine groʒe sünd vernam,/ ein groʒe wund sin herz entfiͤnc/ vam r#;iun, de | |
| genennen,/ diͤ ich bit warem urkund bekennen,/ diͤ du van sünden woldes leiden,/ zů des ewelichen lives weiden./ //Vil schöne, laʒ | |
| armen, wal genuͤget!/ gůd godes můder, gemach uns gůt!/ unser sünden werd uns gebůt!/ hilp uns, dat wir sin der engel | |
| diͤ wil wir leven up diser erden,/ dat wir der sünden knecht niͤt $’n werden!/ wir muͤʒen #;iur vrie knechte bliven,/ | |
| $’n gestreit,/ din geist had al zit üverhant,/ wand Adames sünd dich niͤt enbant,/ du wers ledich van siner sunden./ an | |
| Adames sünd dich niͤt enbant,/ du wers ledich van siner sunden./ an wers du bit sinen pinen gebunden,/ du wers gereinigt | |
| din heilich můder gelach;/ dů si dich, allerschönst, gebar,/ engeine sünd an dir enwar!/ //Darümbe wers du al ane strit/ zů | |
| minnen brant he was so groʒ/ (den gein waʒʒer der sünden begoʒ),/ dat he sin vlam můst offenbaren/ in dinen ersten | |
| dat, de $’t beweren künde,/ dat du wers an unk#;iusch sünde?/ du muͤsts der jüden steine liden,/ als man dů plach | |
| schön ind liͤf, dů du würds geboren,/ wand du diͤ sünde hads verloren,/ diͤ Adam up uns hat geervet./ diͤ sünde | |
| sünde hads verloren,/ diͤ Adam up uns hat geervet./ diͤ sünde was an dir gestervet,/ e dich din selich můder gebere./ | |
| ind he is in bi,/ wan wir armen, den der sünden nacht/ des herzen ougen so hat erlacht,/ dat wir uns | |
| gehelfes siner hulde./ hilf mir wares ruwen,/ daz ich mine sunden/ muoze geweinen/ bit inneclichen trenen./ //Hilf mir bit flize,/ daz | |
| sal uns erledigen/ van allen unsen noden,/ uz allen diefen sunden:/ daz sint des meres unden,/ da wir leider inne sin./ | |
| dur die namin drie/ sinir cristenlichir hantgitat/ gnadich in den sundin si./ //Hilf mir, frouwe, so diu sele von mir scheide,/ | |
| solt nút ahten ere, pine, gůt, betruͤbe dich nach der súnde <N>XXXIII</N>. Von der phrůnde, troste unde minne <N>XXXIV</N>. Du solt | |
| <N>XXXVIII</N>. Got ruͤmet sich, das dú sele úberwunden hat vier súnde <N>XXXIX</N>. Got vragot die sele, was si bringe <N>XL</N>. Des | |
| den got selber gieng, das ein mensche pine lide ane súnde und ane schulde. In disem wege froͤwet sich dú sele, | |
| das im allú ding ze danke sint ane alleine die súnde. Das dritte machet den menschen vollekomen in dem wege, das | |
| mit der smahheit, din crúze getragen in dem hasse der súnden, gecrúzegot in verzihunge aller dingen nach dinem willen, genegelt an | |
| solt nút ahten eren, pine, gůt; betruͤbe dich nach der súnde</KAP> So man dir ere bútet, so solt du dich schamen; | |
| dir gůt tůt, so solt du dich voͤrhten; so du súnde wider mich tůst, so solt du dich betruͤben von herzen. | |
| <KAP><N>XXXVIII</N>. Got ruͤmet sich, das die sele úberwunden hat vier súnde</KAP> Unser herre ruͤmet sich in himelriche siner minnenden sele, die | |
| palmen in der hant, das ist die sege úber die súnde, und ein búhsen in der andern hant, die ist vol | |
| mangem súnder vil nahe lit, wan die wile das die súnde uf ertrich weret, so soͤllent Christi wunden offen sin, blůtig, | |
| vegefúr zemale und da inne so mengerleige quale, als die súnde an in waren. Do wart also kreftgrimmig des menschen geist, | |
| irdenschen dingen und dir sol angest und vorhte sin,/ zwúschent súnde und dir sol has und strit sin,/ zwúschent himmelriche und | |
| mensche hat so úbel wider mich getan, das er deheine súnde moͤge an mir unseligen began. Harumbe mag ich min leit | |
| din menschlich leben, also das du pine múhtist liden ane súnde und das oͮch dine blůmende menscheit in der sunnen der | |
| dike reissen, er sol denken, was er was in den súnden und wie er nu si in den tugenden und was | |
| gerihte gezogen in bibender schemmede, das got ir von ir súnden vleken ist so dike vroͤmede. $t Si antwúrtet oͮch zů | |
| enpfat von gotte die ware sicherheit, das got alle ir súnde in der minnerúwe hat verdilget. Si kumt zů iren jungern | |
| wirde ich hie keiner gewar?» Do antwúrte únser herre: «Ire súnden waren heimlich, nu sint si in disem grunde alleine mit | |
| im got des lichamen beruͤrunge woͤlte benemen, das doch ane súnde geschiht, des der boͤse wille da zů nit bringet. Do | |
| disen vier steinen mordete sich oͮch der arme Judas. Die súnde von Sodoma und valsch helikeit, das sint die notlich winkelstein, | |
| sinem fúrigen herzen us und usser sinem munde alle die súnde, pine, súche und schande, da die helle, das fegfúr und | |
| ist gewahsen in sich selben usser dem miste aller unvletigen súnden, die er ie menschen oder engeln brahte in kúnde, wan | |
| brahte in kúnde, wan er ist das erste vas aller súnden. So ist er denne enbunden, und ist doch sin grimmi | |
| und selen nochden ungescheiden alsust: «Warer got, begnade mich, min súnde sint mir werlichen leit!» Das ist ein kurzú stunde, in | |
| trinken und essen. Aber die versumeten, die mit so grossen súnden nu ungewandelt von hinnan varent, die moͤgent es niene unverdampnet | |
| froͮwen nit mere wan die hohen fúrstinnen, die hie allerleie súnden glich mit den fúrsten minnent. Dú helle hat oͮch oben | |
| der mag des nit erliden, das er sich mit den súnden iergen ergliche kuͤle. «Eya vil lieber, wenne sol dich des | |
| helle, der ander stiget uf in den himmel <N>V</N>. %/Unser súnden, zůkúnftig val, irdensch wesen, das himmelrich; gottes gabe sont stan | |
| mere moͤhte erliden, das ich mich zů einer grossen teglichen súnde nie mohte erbieten. Der vil liebe grůs was alle tage | |
| has in der offenbaren zwidrachtikeit. Das ist mir also nútze súnde; swa ich die beschlafen ungewandelt vinde, da ist es min | |
| unseliger mensche, ich hatte in miner ersten kintheit so grosse súnde getan, were ich ane rúwe und ane bihte beliben, ich | |
| flússet oley usser ir kelen, das ist barmherzekeit, salbe der súnde. Si hat oͮch in irem munde guldin zen, da kúwet | |
| zů hilf úns, herre, dur din selbes ere! <KAP><N>V</N>. %/Unser súnde, zůkúnftig val, irdenisch wesen, das himmelrich, gottes gabe soͤllent stan | |
| vergeben.» Sus antwúrt got: «Das were unmúgliche. $t Dem sin súnde leit sint, dem vergibe ich si. Den si aber mit | |
| schulde ze keiner pine me gezigen, er entů grosse tegeliche súnde und der ungewandelt wirt gevunden.» <KAP><N>VII</N>. Wie ein vriú sele | |
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