Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sünde stF. (1331 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| widerstan. Swenne si beginnet ze stigende, so entriset ir der súnden stoͮb, so wirt si denne mit got ein got, also | |
| liebi und mit demuͤtiger vorhte, so verswindet der unvlat der súnden vor den goͤtlichen oͮgen únsers herren; und so beginnet er | |
| nach vragete ich: «Herre, wie sol er sich halten ane súnde in der irdenschen ere?» Do sprach únser herre: «Er sol | |
| herzen. Min rúwe lit an drin dingen. Mich rúwent mine súnde nu allermeist. Das kumt von der liebin. Aber die pine | |
| ich verlorn in der minne alminnende. Mich rúwent aller menschen súnde, also das mir rehte ist als eime siechen, den eines | |
| willen sunder valsch, gezieret mit der minne und vollebraht ane súnde, das sint in himmelrich die seiten, die da klingent iemer | |
| der hoͤhin, da er den luft entreinet hat mit sinen súnden. Da mitte erzúget si der túfel, das ir schamme und | |
| schamme und ir pine deste groͤsser sin von allen den súnden, die hie ungewandelt blibent. Mer: swenne si also selig werdent, | |
| ze jungest lebte also, das er do súfzote umb sine súnde.» «Herre, eb siner můter brůder, der ein geistlich man ist | |
| mag der mensche getůn in im selber? [Niht mere denne súnde.] Sit dem male das min menscheit nie niht vollebrahte, wan | |
| also grosser vrúntschaft gottes, das der mensche nit eine cleine súnde beget, die in dur zergengliche sache von ime wiset. Owe | |
| selben gezilet noch geborn, darumbe hastu alle dine not ane súnde úberkomen. Alsus manen ich gottes menscheit zů sunderlicher erbarmherzekeit und | |
| gat mit wiben und mit kinden und mit andern offenbaren súnden. So ist des not, das die jungesten brůder kommen; wan | |
| des túfels glichnisse an siner sele gemalet habe mit tegelichen súnden und etwenne mit den hoͮbetsúnden $t grosse wunden gesclagen hat | |
| alle, die mich lesternt oder schendent, das si got vor súnden beware. <KAP><N>XXVII</N>. Wie du solt danken und bitten</KAP> Herre himelscher | |
| erbeiten ein helfe sin der heligen cristanheit, die in manigen súnden stat. Ich nim urlop zů allen den armen selen, die | |
| des gotte, das er mich an maniger stat vor maniger súnde hat bewart; blibe ich lenger hie, sin bosheit ist so | |
| lúhtent mit gůtem bilde; alle die erkaltet sint in den súnden, die moͤgent sich bi den kolen wermen. Des vúres geneiste | |
| man also#.] eintrachtig si mit gotte, swas úns geschehe ane súnde, das wir des mit innikeit gotte dankin. Das andir: das | |
| dritte: das wir luterliche leben in gůten sitten ane alle súnde. <FOLIO>(122#’v)</FOLIO> Das vierde: das wir alle tugende an úns haben. | |
| vil glichen wir den heligen wittewen, $t die nach den súnden als grosse ere erarnet hant. Also vil als wir aller | |
| ganzen hulde, wan min herze vinster ist von gewonheit der súnden. Reinige, herre, hútte min herze von aller irdenischer liebin und | |
| dúrre sele, das ich beweine din grossen smacheit und miner súnden jamerkeit. Herre, ich danken dir aller der gnaden, die du, | |
| das du mich mit diner gnade lúterst von allen minen súnden und beschirmest mich vor aller súnde, und helige mich mit | |
| lúterst von allen minen súnden und beschirmest mich vor aller súnde, und helige mich mit allen tugenden in das ewige lib. | |
| gebreitet muͤsse werden in der meine und geloͤset von allen súnden und geheliget mit allen tugenden, also das du, lieber herre, | |
| Wie ein geistlich mensche sol clagen und bekennen gotte sine súnde alle tage <N>XXXIX</N>. Wie die túfele sich schlahent und jagent, | |
| einvaltiger minne, wie die wise wart gesehen <N>XLIV</N>. Von fúnf súnden und von fúnf tugenden <N>XLV</N>. Von siben dingen in der | |
| sich die sele meldet in geistlichem armuͤte <N>XLVII</N>. Von einer súnde, die boͤse ist úber alle súnde <N>XLVIII</N>. Wie die minne | |
| armuͤte <N>XLVII</N>. Von einer súnde, die boͤse ist úber alle súnde <N>XLVIII</N>. Wie die minne wart gesehen mit iren jungfroͮwen <N>XLIX</N>. | |
| er sihet, das ein ander snoͤdet oder vallet in die súnde, so sihet er vil wite umbe sich, das er in | |
| moͤhte ein grosser súnder einen rúwigen trehen umb alle sine súnde weinen, er keme niemer zů der ewigen helle, blibe er | |
| zů der ewigen helle, blibe er also. Swie kleine teglich súnde der gůte mensche an im hat, die er úberein nit | |
| ist, als gereht ist er oͮch da bi #.[und allen súnden#.] gram. Das rate ich mir, da můs die minne wonen | |
| troͤstlicher gabe und vroͤwen úns des, das úns geschihet ane súnde. Die soͤllen wir beweinen und hassen, wan si ist alzit | |
| bat únsern herren got fúr urlúges not und fúr manige súnde der welte. Do antwúrt únser herre alsus und sprach: «Die | |
| der welte. Do antwúrt únser herre alsus und sprach: «Die súnden stinkent mich an us von dem abgrúnde des ertriches untz | |
| den himmel; were es múglich, si triben mich us. Die súnde hatten mich einist usgetriben; do kam ich diemuͤteklich und diente | |
| Nu můs ich bi wilen mine rehtekeit buwen durch die súnde.» «Lieber herre, was soͤllen wir armen nu tůn?» Do sprach | |
| bekentnisse: «Vroͮ gewissende, ir sint sere gebunden mit der werelte súnden, und geistlicher lúten unvollekomenheit tut úch manig herzeleit. Si habent | |
| habe und das ich wetag lide. Mich rúwet der welte súnde ze glicher wis als die mine; pine reineget den lichamen | |
| glicher wis als die mine; pine reineget den lichamen von súnden und heliget die sele in gotte. Alsus wellen wir mit | |
| besihe ich das antlitze miner sele in dem spiegel miner súnden. Da sihe ich mich inne wie ich gelebet habe, wie | |
| und wie ich noch leben wil. In disem spiegel miner súnden da sihe ich niht <FOLIO>(142#’v)</FOLIO> inne denne owe und owe. | |
| vervinstert haben; das muͤssestu úns, herre, vetterlich vergeben. $t Welch súnde der mensche nit gebihtet hat noch oͮch nút bihten wil, | |
| wellest geben, das ich luterlich moͤge leben us von allen súnden. Herre, war wil ich dich denne legen? Was ich habe, | |
| din geleite ze wandelende alle mine wege zů dir ane súnde, als es múgeliche si von menschen, wan minen gebresten $t | |
| haben, da si doch leider inne versinken und in den súnden ertrinkent. Dis verloͤschet únser lieht und haben doch der welte | |
| Das <FOLIO>(145#’r)</FOLIO> moͤgen wir gerne bewarn, wan es ist kein súnde so cleine, si si úns an únser sele ein ewig | |
| an únser sele ein ewig schade. Warumbe? Es wart nie súnde als heleklich gewandelt, si were besser ungetan. Darumbe muͤssen wir | |
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