Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
spruch stM. (84 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| diu kelten ist ain sach der vorht, sô ist der spruch wâr, und dar umb sint die hirz und die esel | |
| siehtagen. alsô spricht daz puoch ze latein und etleich ander sprüch der alten maister, die mir zweivelhaftig sint. Plinius spricht, daz | |
| auch mit ämzigem betrahten wann du.’ dar umb ist der spruch wâr, der dâ spricht: diu gewonhait ist ain wechslerin der | |
| hât unser puoch ietzo gerett von den pantâdern an vil sprüchen, wan die rehten pantâdern, die Galiênus ligamenta haizt, entspringent in | |
| wil kainen man nümmer derkennen. alsô setz wir oft den spruch der gegenwürtichait für den spruch der künftichait, als wenn dû | |
| alsô setz wir oft den spruch der gegenwürtichait für den spruch der künftichait, als wenn dû mich ladest auf den künftigen | |
| den wolken des luftes ist diu vinster kunst in den sprüchen der weissagen. diu dritt aigenchait ist, daz die hailigen lêrer | |
| slag zuo im kom. wærleich daz dünket mich ain leihter spruch ân maisterschaft, wan unser vorsehen hilft niht dar zuo, sich | |
| mensch daz für ain missagen hab und für ainen fräveleichen spruch, wan ez ist mit grôzer arbait und mit kluogem gezeug | |
| küngs gepot Ptolomêi, der küng in Egypto was nâch dem spruch Isaie, der dâ sprach: unsers herren altar wirt in Egypten lant. | |
| der sin ist gereht und mit dem bestêt der vorgeschriben spruch Lucâni, und schüll wir sprechen, daz zwairlai vogel sein, die | |
| haizt er dann ain teufel. von dem spricht der gemain spruch: junger engel, alter tiefel. //VON DEM MERFRAZ. /Achime mag ze | |
| wê. dar umb spricht Salomôn in dem puoch der hôhen sprüch ‘daz aug ist ain klaineu wonung, wan ez leidet kainen | |
| sun mitêwig wær mit dem vater, und spricht under andern sprüchen alsô: ainer pitt den andern niht, dâ gleich pei gleich | |
| muz ich ein teil wandern/ Uz dem wege durch einen spruch./ Do Crist an roch des todes ruch/ Und her daz | |
| gevult waren#s-/ #s+Alle mit gutem ruche;#s-/ #s+Daz sint die guten spruche#s-/ #s+Die Gotes heiligen tuen,#s-/ Die sich an gebete muen./ Diz | |
| heile,/ [120#’v#’a] Sumeliche zum urteile./ Da von sprach Paulus ein spruch:/ ‘Wir sin hir Cristes ein gut ruch/ In diser werlde | |
| schœne rede, wâ blüende wort,/ wâ vünde vîolîn gevar,/ wâ sprüche sam die rôsen clâr,/ wâ sinnic saz, wâ vündic sin?/ | |
| an ir wyderpott/ Synniclich und ane spot/ Mit vil schonen̄ spruchen:/ ’Ich will den scheff pruchen,/ Dem das gelucke hat gelogen/ Und | |
| sanfte duͤt,/ Daz sie ir wort florieren/ Und auch mit spruͤchen zieren./ Ich bin der sinne gar zů krang/ Daz ich | |
| sich der bote/ niht versûmet umb ein hâr./ der alte spruch der ist wâr:/ swer guoten boten sendet,/ sînen vrumen er | |
| daz mir gebristet, owê daz mich die meister hant/ mit sprüchen überlistet,/ owê daz ich niht vinden kan/ ir ûzerweltiu wort/ | |
| vogel ungezalt/ dîn engalt/ und der walt;/ des dich schalt/ spruch der werlte manicvalt./ nûst dîn runs verswalt./ wol ûf, reien, | |
| undervelle haben. Die veintschaft der zaichen ist beslozzen in disen spruͤchen: Wag, wider, schorp, ohs, schuͤtzz, zwinlein/ Die nehsten zwai veint | |
| ir sô heizen ruch/ daz si dich durch den selben spruch/ ze kinde enphienc ân allen bruch/ in ir vil kiuschen | |
| daz er verliuret êren vil./ schalc in sînem munde/ wunde-$sbernde sprüche treit,/ dâmit er in schande leit/ nu ritter unde cnehte,/ | |
| gesinde daheim und gewinnent lant und gůt mit yrn heymlichen spruchen; des ensolt ir nit thun, ir solt nit viel darzu | |
| kúwet si mitte die himelschen kranwurtzen, das sint der propheten sprúche. Ir trúfet honig us ir zungen, das die snellen binen, | |
| mich der tôrheit underwinde,/ swanne ich vór ir stân und sprüche ein wunder vinde,/ und muoz doch von ir ungesprochen gân?/ | |
| ze muote sî./ /Nieman sol daz rechen,/ ob ich hôhe sprüche hân./ wâ von sol der sprechen,/ der nie hôhen muot | |
| zismen,/ Durch balsam und durch bismen,/ Daz sie mit vyolischen spruchen/ Den luten in ir orn ruͤchen,/ So wolt ich der | |
| unstet rez.’/ __Do Wisheit so geteilt und sprach,/ Ein gemein spruch die Mynn dar nach/ Sprach von allen luten/ Die die | |
| nach minem tichte/ fünfzig und hundert psalmen hat./ Darnach der sprüche buch / des küniges Salomonis such / und halden sine | |
| drißig capiteln rich./ Was e die meister han / den sprüchen wat gesniten an, / die zeist ich wider unde span | |
| / ich ferbe, wo verblichen ist / geticht von grober sprüche mist, / und trib der sprüche süche dann./ die meister | |
| / geticht von grober sprüche mist, / und trib der sprüche süche dann./ die meister künste gra/ nicht achten, ab rethorica/ | |
| des ich in mines tichtes plan/ durch underscheit mit blünden sprüchen kreie/ (als zu den esten blüte fitze meie),/ die doch | |
| der vernunst, / entwirf in mines herzen runst / der sprüche forme unde kunst, / und mich ein lob entwerfen ler | |
| din / flechten uß sinnes fließ/ ein lob mit blünder sprüche ris./ nu hat der argen sünden is/ die flamm erfrört | |
| sich nicht mag erquicken tichtes zunder./ des wecke, meit, der sprüche flamme munder./ der sünden wurze sunder/ und rad uß mines | |
| herzen gruft./ Mins tichtes stam besnit, / den rifen grober sprüche wit / von im, der mir gewaldig lit / in | |
| / polieret hett dins lobes glas, / der aller blünder sprüche was / ein former und ein houbetsmit, / wann ich, | |
| genaden hant mir ungelerten,/ laß mich zusamne kluben die verrerten/ sprüche des hochgeerten/ getichtes risen sunder guft./ E got der erden | |
| dir lobes zimmer pinsel, tirme/ und mit der farbe blünder sprüche firme./ genaden schilt, uns schirme/ und lesch ab sines zornes | |
| rut./ Meit, aller güt inguß, / hab ich nicht blünder sprüch influß / geleitet sam her Tullius/ in dines hoen lobes | |
| buch, das heißt der tum, / in dem der blünden sprüche blum / man fint gestrout in lobes rum/ der hochsten | |
| swam./ Dich zung vollobet nicht – / was meister blünder sprüche flicht / und zünt in dines lobes ticht,/ die sint | |
| wert, / das icht das latin ste versert / von sprüchen, die nicht regeln han. / nam, fürnam, wort, darnach/ zuwort, | |
| künste tempel und ein faß./ Rethorica, die ferbt / der sprüche blumen unde gerbt / das mark; sie uß der rede | |
| her Alacen der best ist solcher wege,/ nicht halt sin sprüche noch sin bücher lege:/ nach siner lere stege/ man klimmt | |
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