Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
slâfen stV. (440 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| rôt,/ und gerndes ritters herzen nôt./ innen des diu frouwe slief,/ der munt ir von einander lief:/ der truoc der minne | |
| der wirt: "wært ir iht fruo?"/ "got weiz, mîn muoter slief duo./ diu kan sô vil niht wachen."/ der wirt begunde | |
| man umb in dâ rief,/ der gast erwachte der dâ slief./ der junge werde süeze man/ gienc sitzen in die kuofen | |
| er dâ niht langer stên./ kint im entschuohten, sân er slief;/ unz im der wâre jâmer rief,/ und liehter ougen herzen | |
| kamerære,/ swaz der dâ bî ir wære,/ die lie si slâfen über_al./ dô sleich si lîse ân allen schal/ in eine | |
| ir gêns dâ gewar,/ wan Parzivâl der lieht gevar./ ___Der slief niht langer dô dernâch./ der sunnen was gein hœhe gâch:/ | |
| müede, so ist mîn rât/ daz ir gêt, leit iuch slâfen."/ nu solt ich schrîen wâfen/ umb ir scheiden daz si | |
| sazten junchêrrelîn/ ûfen tepch die kerzen sîn,/ dô si in slâfen sâhen:/ si begunden dannen gâhen./ //___Parzivâl niht eine lac:/ geselleclîche | |
| gar gebrast./ swie vil er nâch geriefe,/ reht alser gênde sliefe/ warp der knappe und sluoc die porten zuo./ dô was | |
| pflegn./ guote naht geb iu der gotes segn."/ Artûs fuor slâfen dô./ Orilus wart gebettet sô/ daz sîn frou Jeschûte pflac/ | |
| diu zuct im wizzenlîchen sin./ ___sus hielt er als er sliefe./ wer dâ zuo zim liefe?/ Cunnewâren garzûn was gesant:/ der | |
| jungelinc/ ze hove an Artûses rinc./ der werde künec vaste slief./ Segramors im durch die snüere lief,/ zer poulûns tür dranger | |
| sprach er "du muost wachen./ âne lînlachen/ wirt dir dîn slâfen hie benant:/ ez zilt al anders hie mîn hant:/ ûf | |
| wîl sich hân gekêret?/ habt ir uns daz gelêret?/ sô slâf ich dâ man strîten sol:/ ich kan bî strîte slâfen | |
| slâf ich dâ man strîten sol:/ ich kan bî strîte slâfen wol./ doch gloubt mir daz, wær ich niht komn,/ die | |
| hin_ab (diu was sô tief),/ daz dâ sîn leger wênec slief./ ___Parzivâl der tjoste nâch/ volgt. dem orse was ze gâch:/ | |
| monîcirus:/ daz erkennt der meide rein sô grôz/ daz ez slæfet ûf der meide schôz./ wir gewunn des tieres herzen/ über | |
| reinen./ ___mit urloube erz undervienc,/ der wirt, ê daz er slâfen gienc./ Gâwân al_eine, ist mir gesagt,/ beleip aldâ, mit im | |
| gegert,/ ich wæn si hetes in gewert./ er sol ouch slâfen, ob er mac./ got hüete sîn, sô kom der tac./ | |
| der tac./ //Grôz müede im zôch diu ougen zuo:/ sus slief er unze des morgens fruo./ do rewachete der wîgant./ einhalp | |
| grôz,/ daz die frouwen niht verdrôz/ ir wachens, daz si sliefen nieht./ dennoch der tac was niht ze lieht./ ___er dâhte | |
| ze lieht./ ___er dâhte "ich wil in zêren/ mich an slâfen kêren."/ wider an sîn bette er gienc:/ der meide mantel | |
| des si pflac,/ unt gienc hin ûf zir gaste:/ der slief dennoch al vaste./ //Diu magt ir diens niht vergaz:/ fürz | |
| niht vil./ eine wurz i’u geben wil,/ dâ von ir slâfet: deist iu guot./ ezzens trinkens keinen muot/ sult ir haben | |
| unze fruo."/ ___eine wurz si leite in sînen munt:/ dô slief er an der selben stunt./ wol si sîn mit decke | |
| gewalte/ daz ir enkeiniu riefe/ die wîle der helt dâ sliefe./ si bat ouch den palas/ besliezen: swaz dâ rîter was,/ | |
| dem andern tage./ dô kom den frouwen niwiu klage./ ___sus slief der helt unz an die naht./ diu künegîn was sô | |
| sæze./ dô daz geschach, si giengen wider:/ Gâwân sich leite slâfen nider,/ //Swer im nu ruowe næme,/ ob ruowens in gezæme,/ | |
| dar ûf man tiure kultern treit./ //___Gâwân nâch arbeite pflac/ slâfens den mitten tac./ im wâren sîne wunden/ mit kunst alsô | |
| herzogîn/ "er sol in mîner pflege sîn./ lât ditz volc slâfen varn:/ ich sol in hînte sô bewarn/ daz sîn nie | |
| allen:/ daz muose in wol gevallen./ Lyschoys unt Flôrant/ fuoren slâfen al zehant./ diu herzogîn was sô bedâht,/ si sprach si | |
| vest erkant./ der künec bî sînem wîbe in vant:/ Clinschor slief an ir arme./ lager dâ iht warme,/ daz muoser sus | |
| sîn gesinde/ von des werden Lôtes kinde./ si sulen ouch slâfen, dô man gaz:/ ir ruowens hân ich selten haz./ ___smorgens | |
| ander harnasch was von in getân./ ___dane mac niht mêr geslâfen sîn./ der künec unt diu künegîn/ stuonden ûf. ein priester | |
| hûs unt nam dô sînin schaz allin unt leite sich slâfin. zû mittir nacht quam s$. Nicolâus fur die ture unt | |
| dô irwachite, dô sprach er: "o wî, wie unsanfte ich geslâfin hân!" des antwerte ime der mordêre alsô weinninde unt sprach: | |
| der mordêre alsô weinninde unt sprach: "wêrlîche, unsanfte hâst dû geslâfin, wende ich hete dich irmordit." ein zeichin was deme pilgerime | |
| unt mitten an deme wege sô viel er nider unde slief unt der stap lac bî ime. undir des fûr ein | |
| vure mit eime fûdir houwis. dô er den man vant slâfinde, dô sprach er zû ime, daz er ûf stûnde. hienir | |
| lange gerief unt der man nicht ûf stûnt, der dâ slief, dô wânde hienir, der den wagen dâ vûrte, daz er | |
| swen sie bîzint, den gêt der slâf ane unt alsô slâfinde mûz er sterbin. die zwêne wurme satzte sie an ir | |
| ir bruste, die bizzin sie unt sugin sie unt alsô slâfinde kôs sie den bittirn tôt. der keisir nam dô in | |
| der mensch aller minst trawet, so vindet er den herren slaffent. so er den menschen vindet an guteu werch, so durchgrebet | |
| wart muͤet von dem gange, in hungert, in durst, er slief, er floh die juden, do si in steinn wolten, und | |
| dem mer, daz die uͤnde in daz schiffel slugen. do slief unser herre. die hiligen junger giengen zů unserm herren und | |
| dest mer vorchten in die hiligen junger, unser herre der slief. aver mit sinem slafe da mit hat er unsern gelauben | |
| uns da mit gezaiget daz er warer mensch ist. er slief auch dar umb, daz in sein junger wakchten. die giengen | |
| waz si uns lern. unser herre, der hilig Christ, der enslæffet hie bei unserm iglichen, swenn wir ze sinem dienst træg | |
| daz er sam geweltich waz auf dem mer. do er slief, da mit zaigt er uns daz er warer mensch wære. | |
| welher zit ez ergieng daz unser herre an dem schifflin slief. daz ergie an der zit, do sich die sunne gein | |
Ergebnis-Seite: << 2 3 4 5 6 7 8 9 >> |