Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
seitspil stN. (113 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| durch soten guldin;/ die schellen clungen uon ime/ sam daz suzze seit spile./ andere wunder uůrte er uile./ umbe spin man deme herzogin/ | |
| eren/ sin lop iemir ze$/ meren/ mit tance unt mit sait spil./ aller ůbermůte was da uil,/ si uersahen sich zu ir | |
| busîne harte grôz,/ der was dô beidenthalben vil./ tambûre schellen seitspil/ aldâ vil lûte erklungen/ dô sie zein ander drungen./ man | |
| der vart/ wâren schône geschart./ süezer videlære vil/ floitierre mit seitspil/ und tambûrr die grôzen schal/ huoben der vil wîte erhal./ | |
| kunde wîsen/ als man noch kan liste vil./ mûsicâ und seitspiel/ wart ouch dô vunden, daz ist wâr./ über siben hundert | |
| lân./ er hiez im machen vreuden vil/ mit maneger hande seitespil,/ daz er bî vreuden wære:/ sus huote er sîn vor | |
| site,/ dâ nerter sich vil ofte mite./ dar zuo kunder seitespil,/ harphen, swegeln gar sîn zil./ swenn er mit einem niht | |
| liuten liuget,/ den man durch miete triuget/ und sich mit seitespil begât./ swer den ze einem gote hât,/ der sol bedenken | |
| Ada./ indisen selben ziten sa/ irdahte Jubal sinú zil/ allirhande seite spil/ und mus%.ycam, den hohin list,/ mit der kunst man | |
| sungen ir lobe sanc alda./ Mo%.ysez swester Maria/ kunde suͤze seite spil,/ damitte si gie allú zil/ gien dem stade singende,/ | |
| trůg ein herpfen an der hant/ und mahte uf dem seite spil/ von vroidin suͤzir leichin vil/ und grůzte ir vater | |
| in krenchen begunde,/ der im gesenftern kunde/ sin unsite mit seite spil./ do vragter an dem selben zil/ wa er decheinen | |
| dem mit selden wonte bi/ dú kunst das er wol seitespil/ kunde und andir kúnste vil,/ daer wol kunde sempftern mite/ | |
| was vor dem kúnege ellú zil,/ mit harfen und mit seitenspil/ irvroiter sin gemuͤte gar/ so im sin tobgesúhte war,/ und | |
| die arche empfiengin/ vroͤliche und vor ir giengin/ mit lobelichim seite spil./ sus fůr er an dem selbin zil/ nah der | |
| Gotis dienistman/ ze Gotis lobe kurcewile vil/ mit allir hande seite spil,/ der ieman pfligit odir pflag,/ damitte man Gote sinin | |
| In engels wis gezieret./ Si hatte geconduieret/ Suͤzer schal und satspil,/ Flœter, tambur was da vil/ Und w#;ealscher videl#;eare;/ Der don | |
| hinderost do geritten dar/ Mit suͤzen videlaren vil./ Tambur und saitenspil $[*3*floyten spil WM$]/ So vil vernomen bi im wart/ Mit sůzen | |
| und schal/ Und kurzewile, des was da vil,/ Singen, sagen, satenspil,/ Vil liehte, tanzen, schenken, da/ Des was me denne anderswa:/ | |
| is gut daz man trinke wol gemachtin win. vnde hore seitinspil. $t daz benimet im di truricheit. Der den sichtum $t | |
| zu edelin wurzen di heizir nature sin. vnde in horen seitin spil. //Vnlust geschit dicke uon roher vuchte di gewaldic $t ist | |
| angest mit suzer rede der man gelachen muge. vnde mit seiten spil. vnde gip guten gesmach. $t vnde schone ding di gelustic | |
| von irn ingesinde,/ di plâgen hubischeite vile/ mit allir slahte seitspile,/ unde funf hundrit junchêren,/ di mit allen êren/ des hobis | |
| in ein gewonheit, wenn er loblieder horte <singen oder suͤzzú seitenspil erklingen oder von zitlichem lieb hort> sagen ald singen, so | |
| wol gemuͤtklich, daz es als suͤsseklich erschal, als ob ellú seitenspil da erklungen; und den úberschal mohte sin toͤdemlichú nature nit | |
| knab stůnde in diner lade, und hate der ein suͤsses seitenspil in sinen handen, daz man nemmet ein roͤboͤbli, und da | |
| ding sol man wússen: als unglich ist, der ein suͤzes seitenspil selber horti suͤzklich erklingen gegen dem, daz man da von | |
| munde, úbertriffet aller engel sang, aller harphen klang, ellú suͤzen seitenspil. Eya, lůg, ich bin als trut[98#’v]lich ze minnenne, ich bin | |
| ane liden. __#s+Entwúrt der Ewigen Wisheit:#s- Nu hoͤre daz suͤz seitenspil der zertenneten seiten eines gotlidenden menschen, wie rilich es doͤnet | |
| so grundlos, dez nam so gnadenrich ist! Erklang ie kein seitenspil so wol in einem wilden herzen, als der reinen nam | |
| was min kurzwil, sinú suͤzú wort hoͤren was miner sel seitenspil. Er was mines herzen spiegel, miner sele wúnne; himelrich und | |
| manig schoͤnes gedoͤne von minem herzen, als menig voroͤmder suͤzer seitenspil ie wart und als menig loͮb und graz ist, und | |
| in zit in siner achte kein suͤz gedoͤne aller minneklichen seitenspil in keinem vrien gemuͤt ie gedonde, und in der minnevackel | |
| In den dingen geswinde do ensah noch enhorte er kein seitenspil, denne daz er sah, daz die junglinge under handen hatten | |
| beschlossen, daz eigen ist wider worden. Dar umbe, ir himelschen seitenspil, leichent úch, machent uf einen núwen reien, daz man es | |
| mit dem túrren munde, wie er sich gen dem suͤzen seitenspil leichen soͤlti, daz bi dem win ist, er gebi im | |
| spricht:#s- //Frúnd und eren und gůtes vil,/ ist der welt seitenspil;/ wer daz hat, der ist vil werd,/ dar umb es | |
| daz eigen ist úch wider worden. Dar umb, ir himelschú seitenspil, leichent úch, machent uff einen nuwen reyen, daz man es | |
| mahte: enbútte iemen disem, wie er sich gegen dem suͤssen seitenspile halten und leichen und gebaren solte, er spreche: «er mag | |
| //XXV. #s+Brief.#s- Mihi autem adhaerere deo bonum est. //__Das edel seitenspil des heilgen geistes, der wissage David, der was eins males | |
| die sinun kunst./ tambur, besunen was da vil,/ hartpfen, rotten, saiten spil,/ vil giger und zic tonen/ man hort súessentonen,/ biz | |
| unde #;owftin, ſwenne ſi gehugtin an Ieruſalem; ſo hângten ir ſeiteſpil an den widen, die bî deme wazzir ſtuntin. Dannin ſprachin | |
| ſîgen zuo dem tôde. Ûf die widen hengen wir unſeriv ſeitſpîl, von div daz wir dei gotiſ wort den gotiſ widerwartin | |
| man ze hove quam,/ daz man gerne von im vernam/ seitspil, singen oder sagen./ daz was genæme in den tagen./ daz | |
| die guten gert./ ritter und vrowen mugen wol klagen,/ daz saiten spil, singen und sagen/ sint worden wider zeme./ die wile si | |
| tet man me danne vil./ do sagen |, singen |, seiten spil/ ze hove wurden vernumen,/ do waren die Ritter vol kumen./ | |
| ^+ hat si sich nu gestalt./ do man sagen^., singen^., seiten spil galt,/ do man Ritter galt ir leben,/ man kunde in | |
| ––wie mohtens immer siecher wesen?/ si enfrout beizen, noch iagen,/ seitspil^., singen^., noch sagen;/ sine frout der frowen minne niht,/ den | |
| der zungen/ sô vertet er sîner stunde vil/ an iegelîchem seitspil:/ dâ kêrte er spâte unde vruo/ sîn emezekeit sô sêre | |
| dir.’/ ‘jâ hêrre, wol.’ ‘nu sage mir,/ kanstû kein ander seitspil noch?’/ ‘nein hêrre’ sprach er. ‘nu iedoch?/ rehte als lieb | |
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