Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
seitspil stN. (113 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| si vil wol leren/ wunders also vil, $s daz chunichlich saitspil./ si spranch alse ein spilwip, $s vil gevuoge was ir | |
| der luft fäuht ist, sô sprechent die orgeln und die saitenspil niht sô süezleich sam wenn daz weter haiter ist. auch | |
| ab gehawem swanz. si hœrent gar gern süez gesang und saitenspil. si sint gar snell und habent niht gallen, sam Aristotiles | |
| sunderleichen schreiben. auz tänneim holz werdent niht guot päuch zuo saitenspil, sam zuo fideln, zuo leirn und zuo andern dingen, dar | |
| trüege an dem vinger, der wær sô schœn, daz neun saitenspil oder sanchgezeug dar ein gegraben wæren, und under dem ze | |
| der was ân mâzen vil./ dô pruoft er mit dem seitenspil/ dem fürsten manic süeze nôt,/ als im sîn kunst dô | |
| da was manic ritter tumber,/ vor dem man hêt dô seitenspil./ orgel, pfîfen was dâ vil./ man sach dâ turnieren/ und | |
| mâzen grôzer schal/ und pusûn was dâ vil,/ rotten, sagen, seitenspil;/ man sluoc die hersumber./ nieman was sô tumber,/ er gieng | |
| az/ und in grôzen freuden saz./ do her Sampsôn daz seitenspil/ vernam, des dâ was sô vil,/ er sprach zuo dem | |
| tumber,/ der zuo der siulen niht enkam,/ als er diu seitenspil vernam,/ den hiez er tœten zehant./ er jach: ‘ir sült | |
| guot./ dar zuo vreuwete in den muot/ daz vil süeze seitspil/ und ander kurzwîle vil,/ sagen unde singen/ und snelleclîchen springen./ | |
| die guten gert./ ritter und vrowen mugen wol klagen/ daz saiten spil, singen und sagen/ sint worden wider zeme./ die wile | |
| ruchte,/ des tet man me danne vil./ do sagen, singen, seiten spil/ ze hove wurden vernumen,/ do waren die ritter wilkumen./ | |
| nach hant si sich nu gestalt./ do man sagen, singen, seiten spil galt,/ do man ritter galt ir leben,/ man kunde | |
| do er chom. vnd genahent dem hus. do hort er seitenspil roten vnd den tantze. vnd er rvft ainen von den | |
| da l%:ichter gelast/ Was und ander wune vil./ Menger hand saittenspill/ Gab wider ain ander süssen ton/ Da Priamus und Samlon/ | |
| vordienet haben;/ Daz ist ‘von dem buche geschaben’./ Idoch niemant sal vorzagen/ Die wile her ruwe mac getragen,/ Swie sundic her | |
| ruwe mac getragen,/ Swie sundic her rieche./ Von sunden niekein sieche/ Mac nimmer also siech gewesen/ Her enmuge dannoch wol genesen,/ | |
| Cristes siten/ Zu den selben geziten/ Do Crist die marter geleit;/ Wen her Cristes geduldikeit/ [39#’v#’a] In siner unschult gesach/ Und | |
| dem gerichte/ Der werlde zu gesiechte/ Mit gezuge wart vorwunden./ Als her des todes wunden/ Vor sin vordamnisse entpfienc/ Und der | |
| siner gniste./ Daz vant her und wart vunden/ Lutter von allen sunden/ Als der nie sunde begie./ Diz ruret der engel | |
| gar ain starker man/ Und wunderlich ze sechend an./ Alles saitten spille er wol/ Konde als man noch künnen sol./ Mit | |
| sin gesichte./ Ez kvnde wu1nders harte vile/ Vn2de aller hande seite1n|spile./ Ouch kvnde ez die seite1n/ Fingern vnd bereite1n:/ Da was | |
| maniger hande mere./ Da was kvrzewile viele./ Vo1n maniger hande seite1n|spiele/ Was die hochzit also gut,/ Daz acastus dachte i1n sine1n | |
| mochte han./ Das rich sach man under gan./ __Ainer nachtt ze rautte gie/ Der besessne kaysser hie/ [90#’v] Mit dem fürsten | |
| muen./ Diz dinc ist bezeichenlich./ Daz der herren iegelich/ Kopfe, seiten spil haten/ Und dienst da mite taten,/ [74#’v#’a] Daz muz | |
| da mite taten,/ [74#’v#’a] Daz muz ich uch beduten./ Die seitenspil suze luten/ Und duten luttern gedanc;/ Doch muz man der | |
| muen,/ Daz sie mugen nicht geruen,/ Horen sie wol diz seitenspil,/ In wirt semfter harte vil./ Daz man uz der gedeneten | |
| ist so trut,/ Deme sie dienist taten./ //Daz sie zwei seitenspil haten,/ Harfen und videlen beide,/ Daz dutet anderweide:/ Harfen eine | |
| sie bezzer harte vil./ Daz ir sus vornemen sult:/ Die seitenspil waren irvult/ Mit der heiligen gebete/ Die man in der | |
| sin trüttin./ Der wirtt die verte mit in hin/ Von husse mitt dem gaste raitt/ Und des umb nütte vermaid/ [369#’r] | |
| vur in ſwandeliren/ Und vrolichen ſpaciren./ #s+Sy han puken und ſeyten ſpil#s-/ Und ander maſſenie vil./ Wan nicht alleyne kurtze zit,/ | |
| uf daz mark./ #s+Gekart iſt inunſalde#s- ark/ #s+Mine harfe,#s- min ſeyten ſpil./ Daz iſt: dis geluckes zil,/ Das mich dicke machte | |
| jamerlich./ Di mer kunigynne sangk,/ Ir stym sussikleichen erklangk:/ Alle di saitten spil di da sint,/ Waren gegen ir styme plint./ Do deß | |
| dise tanzten, dise sungen,/ dise liefen, dise sprungen,/ dise hôrten seitspil,/ dise schuzzen zuo dem zil,/ dise redten von seneder arbeit,/ | |
| daz im niht nemahte widerstân./ dô riht er duo sîn saitspil/ unt ander maniger tugende vil,/ der der hêrre phlegete/ die | |
| want, er hete ſant Eraſmum vberchomen, vnd hieʒ aller ſlahte ſeitſpil beræiten vnd die gote von allem dem lande ʒů ſiner | |
| in ſin vater vnd fůrt in in ſin hůs mit ſaitenſpile, $t mit ſchonen iunchfroͮwen, mit allen den dingen, da er | |
| kurzewîle vant,/ der aller hæte man dâ vil:/ burdieren, floiten, seitenspil/ wart dâ beschouwet und vernomen./ an rehten freuden vollenkomen/ unde | |
| sîn zühte meister Schŷron/ lêrt in behendekeite vil:/ schâchzabel, schirmen, seitenspil/ und singen mit dem munde,/ daʒ muoste er gar von | |
| wart gekündet,/ daʒ dâ gezierde wære vil./ man hôrte manic seitenspil/ dâ clingen unde erhellen,/ pusûnen vil erschellen/ begunden ûf der | |
| jagen/ kunde er wol und treip sîn vil,/ schâchzabel unde seitenspil/ daz was sîn kurzewîle./ wær über hundert mîle/ gezeiget im | |
| sprichet er: «Eya du liebú tube, din stimme ist ein seitenspil minen oren, dinú wort sint wurtzen minem munde, dine gerunge | |
| seitenklang, der mir benimet allen mines fleisches wank, und sin seitenspil ist so vol aller suͤssekeit, da mit er mir benimet | |
| als ich reite,/ der kunst gefilde hat besat./ Sang unde seitenspil / hat gar uß musica sin zil. / wie uß | |
| schon ist sin gestalt, / hals, antlitz, nase lang./ uf seitenspil stet sin gedank,/ uf zelen, tichten und gesang,/ und ist | |
| der wirde zil / lebender stimmen $s klimmen/ mag kein seitenspil:/ phifen, puken ist ein tote sache./ gigen und sin ^+merz/ | |
| wolde ezzen/ in den gesideln./ rotten, herphen, videln/ und ander seitenspil/ hôrt man dâ sô vil,/ wær ein houbtsiecher man/ niht | |
| keiner wære./ dâ was werder knappen vil,/ wol gelêrt ûf seitspil./ irnkeines kunst was doch sô ganz,/ sine müesten strîchen alten | |
| un(de) springin,/ si horten sagen un(de) singin/ uil manigir slachte seit spil,/ aller wunne was da uil,/ di chonin uramchemphen/ uon ein | |
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