Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schünden swV. (58 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| des wurden si ze râte,/ swer sie alsô drâte/ mehte geschunden/ ze der obristen sunde(),/ diu dâ heizet ubermuot!/ (ez enwart | |
| gitan dur demvͦt bihte den vater {f{(15r)}f} nit virhilt ſin. Schundende vnſ vo1n der ſach di ſcrift ſprech1ende. dv indech di1n | |
| triuwe mîn,/ der mac vil wol ân angst sîn.’/ __Dô schunt er ze allen zîten zuo/ beidiu spât unde fruo,/ unz | |
| der tiufel an der stat,/ der in zuo dem wîn geschündet hât;/ der liez niht vinden den schrîbær./ dem herren macht | |
| minne/ het im sîn herze erzündet/ und in des wol geschündet,/ daz er got vil sêre vorhte./ diu guoten werc, diu | |
| mohten han./ locke niht den sunden,/ mit gedanch die dich schunden;/ entwich in, la si fur varn,/ bit dich vor in | |
| und diezen,/ Dar sie die schrift entsliezen,/ Und drowen, schelden, schunden,/ Wen sie den mut entzunden./ Daz wazzer ist von der | |
| vleisch irlichten/ Von swar geladenen sunden,/ So sie Got beginnet schunden/ Mit dem vure siner minnen/ Zu waren ruwen enbinnen;/ Der | |
| daz sie mit vrevele sunden/ Und ir kindere dar zu schunden/ Daz sie irre werke volgen,/ Nu bin ich in vorbolgen/ | |
| kunste,/ Daz in ir herze entzundet/ Und zu Gotes dienste schundet./ __Disen zwein ist iz so gestalt/ Daz Got in gab | |
| orten/ Und an den vullemunden,/ Und hiez uns da zu schunden,/ Beide alden und jungen,/ Daz wir dar nach rungen/ Und | |
| trauet genesen/ Von den sunden dy er beganen hat./ Er schundet zehant und geit den rat/ Das er wache und vaste | |
| muote di frowen sêre,/ gehaizen was er Claudîus./ der tievel scunt in alsus:/ ze der kuniginne er gie,/ mit den armen | |
| unt sîne man./ der laide vîant began/ den sînen herren scunden,/ daz er wolte sunden/ mit sîn selbes lîbe/ an sînes | |
| got den guoten!’/ Dô sageten si ir daz inbot:/ des gescunte si got,/ daz si die frowen wolten neren,/ dem chunige | |
| sich iegelîch guot cneht:/ er vorhte, ob man in wante,/ scunte oder scante,/ daz er sîn wære verlorn,/ iemer mêr ze | |
| was darum/ ein wurzele der sundin,/ want er pflac erclîch schundin/ daz gotis volc zu sundin grôz,/ der dô vîl ûz | |
| tût./ Sust tû kein allin sunden,/ darzû er dich wil schunden;/ habe jô in dîner wer/ kegintuginde in rechtir kêr,/ swî | |
| des menschin sêlikeit./ In der wîs er des began:/ er schuntte zû, daz zwêne man —/ der eine was von Ôstirrîch/ | |
| nâch,/ dâ er hie mit sundet,/ des in diu Werlt schundet,/ an den selben dingen/ siht man in dicke bringen/ buoze | |
| mit riu und bîhte iwer sunden.’/ der kunic si begunde schunden/ zallen guoten dingen,/ swaz si der möht volbringen,/ darzuo treip | |
| wir entsitzen/ sîn jugent und sîn frecheit,/ daz in diu schunde und verleit,/ daz er iu lîht in siner gæhe/ tuot | |
| getriwe und sô holt/ der armen menscheit:/ do der tiuvel schunte und verleit/ unsern vater Adam/ in die ungehôrsam,/ dô liez | |
| menschen en drin enden bechort werden: so uns der vint schuͤndet, daz wir unreht tun; so uns diu schuͤntsalung dez vintes | |
| sint diu dinch diu unser herre gebiutet und der tiufel schuͤndet. unser herre gebiutet dimuͤticheit, der tiufel rætet diu hochvart. $t | |
| herr Jesus_Christ. der uns ze allen ziten rætet und uns schuͤndet der bosheit, der tiufel, dem schuͤl wir hiut und immer | |
| des gerůhte/ daz er dem engel kunte/ daz er Joseben schunte/ daz er dich in Egypten trůc./ waz daz nit wunderlich | |
| engel den namen im kunte./ der tiuvel dar nach uns shunte,/ daz wir in her haben braht./ nu huͤtet iuch, herre, | |
| missetat/ und blibest ez ane suͤnde./ den appet got des shuͤnde,/ ob dan dir d[ins herczn mut]/ so stande daz mir | |
| wir nu doln des todes pin,/ din unfůg dich des shunde./ verflůchet si diu stunde/ daz din munt nit stille swige!/ | |
| hertze binden/ und mit ger enzuͤnden/ und kint gein kinde shuͤnden,/ daz sie ein ander minnten/ und nach dem dinge sinnten/ | |
| erden./ ich gelaube daz in kunte/ Gabriel, als in des shunte/ der heilige geist vil here/ von der reinen gotes lere./ | |
| swaz er ie getet zu suͤnden./ got kunde in des shuͤnden/ daz er sine hulde erwarp/ e daz im der lib | |
| der tot/ begrife in den suͤnden./ got muͤze dich des shuͤnden/ swaz du im hast gelobt/ daz du ez tuͤst. din | |
| engelten niht des vordern mannes gülte wan alsô got beidiu geschündet. Gewinnent auch die erben dar nâch guot, die geltent auch | |
| nâch guot, die geltent auch niht wan als si got geschündet. /Unde stirbet einem man sîn wîp, unde sol er gelten | |
| So ir den lîp uil wole gazet unde getrenchet, ſo ſchundet er ivch ſâ ze bôſin werchin, $t ze boſin wortin, | |
| er genôte, daz er in zoͮ den ewigen mandungen bringe; ſcundent oͮch die rehten, daz ſi goͮtlichen leben, unde urowent ſich | |
| beide/ zehazze und zeleide/ so stritlich sundent/ und ein ander schundent/ mit werchen zu den sunden me/ danne zu der geistlichen | |
| und sich ^+abe zů im gemischet./ so beginnet er in schunden/ mit der suzze der sunden,/ unz er in so vil | |
| mit der suzze der sunden,/ unz er in so vil geschundet,/ daz er so gerne sundet,/ daz er bi den sunden | |
| an ir siten,/ unz mich mîn muot begunde biten/ und schünden stæteclîche/ in vremediu künicrîche;/ und wan ich gerne hæte erkant/ | |
| solten,/ swenne eʒ in der künec gebüte;/ ob man si schunde oder süte/ od swie man sie hielte,/ daʒ des gelücke | |
| entsub/ Wie sich iht an im hub/ Daz in begande schunden/ Zu volgen den sunden,/ So wart ie deste grozer maht/ | |
| Swanne ich brenge an in min list/ Unde in beginne schunden,/ Als er enstet der sunden,/ So enbeitet er niht lange/ | |
| schiet,)/ Daz einer viel zu sunden,/ Wan er des tuvels schunden/ Zu sere was gehorsam./ Dar nach vil kurzelich ez quam/ | |
| pflege/ Wandert an dem rehten wege./ Sin herze er im schunte/ Zur girheit unde enzunte/ An alsulhen gedanken/ Daz er ein | |
| uber want,/ Also daz der crancke man/ Durch sine langez schunden/ Sich neiget zu sunden./ Mit dem und er ouch enpfant/ | |
| sie gescheiden/ Mochte mit den sunden,/ Dar uf began er schunden/ Durch Abrahames vientschaft,/ Die im ie wider stunt mit craft/ | |
| sprach:/ ‘Durch Got laz diz ungemach,/ Daz dich an zwivel schundet./ [192#’v#’b] Swaz du hast gesundet,/ Des wil ich vri geweren | |
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