Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schrîn stM. (135 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| und macht man guot taveln oder archen oder laden oder schrein dar auz, und auz des holzes maser macht man guot | |
| wandirn/ an dines antlitzes schine./ David sprach uz sines herzen schrine:/ herre ich werde vrouden vol,/ wen ich din antlitz sehen | |
| helle slangen/ Rouben daz geveze fin,/ Demut, uz des herzen schrin;/ Dar zu alle gute tat/ Uz Gotis tempel vergat./ Den | |
| Sich war in den handen din./ Sluz uf der barmunge schrin/ Mit gebetis vlizekeit/ Zu der milden suzen meit/ Marien, daz | |
| Die da mit im alle pin/ Leit in ires herzen schrin,/ Wuste daz irstehen sin)./ Wand sie sprachen ane trost:/ ‘Wir | |
| ich iu mit dem willen mîn/ gæbe ûz mînem starken schrîn./ scholt ich iu danne silber geben,/ und moht ich wol | |
| ein man,/ der di liut nern sol,/ sô wirt iu schrîn und kasten vol/ von silber und von golt,/ dar zuo | |
| diu lieb tohter mîn./ ich gap dir gwant ûz mînem schrîn,/ daz best, daz ie man getruoc./ ich half dir, daz | |
| vant./ vêch, vedern, hermelîn/ gap ich dir schôn ûz mînem schrîn./ sol ich daz nû hân verlorn?/ daz ist mir leit | |
| wir tun zu gute,/ daz leit Got allez in sinen schrin./ wi mocht uns Got immer neher sin?/ alles des wir | |
| swaz si hant, daz ist sin./ sin kamer und sin schrin/ darin ir gut allez muz:/ der schulde wirt im nimmer | |
| sin!’/ er gab im die slusselin/ unde zeiget im sinen schrin./ ‘in ein steinein kemerlein,/ do ge du hin in!’/ der | |
| erkantt/ Der usserwelten küngin,/ Ich waiss wol daz ir helffe schin/ Trautte von im wurde geton.’/ Der herre fragen do begon/ | |
| wil in göttlichen rautt/ Geben, wer dulttekaitt/ In sines hertzen schrine traitt./ Lumer und Hectör,/ Der baider schleg höch enbor/ Schüffen | |
| hocher kunst/ Hett ainen schüller, der vernunft/ In sines hertzen schrine trüg,/ Manlich, biderb unde clüg,/ Marfilius was er genantt./ Do | |
| tan/ Und ersach den maister sin:/ In ward baiden fröden schin./ Mit vil tugenlichen sitten/ Gen dem heren si do ritten./ | |
| kan,/ Der was gehaissen Ribalin./ Do er vernam des kindes schin,/ Des l%:ichten phellers also blank,/ Mitt ogen tett er mangen | |
| –/ ‘So haltt denn appffel guldin!/ Morgen an des tagen schin/ So kumptt ain wipliche schar/ Über ainen brunnen har:/ Drig | |
| Amphius./ Er sprach: ‘drutt geselle min,/ Dins vil liechten helmes schin/ Bringtt dich noch dik in nott./ Ob dir zuchtt tugend | |
| wirde mere?/ Menig edel koppffe guldin/ Gab uff den tischen schin,/ Schön silbrin warend./ Den edlen win clauren/ Goss man dar | |
| brüder min.’/ Agmenonn und die kaisserin/ Und menger stoltzer megtte schin/ Sach man da gelesten uff dem sal./ Die jungen ritter | |
| Gott bringtt hain ze lande.’/ __Eins tages do der sunne schin/ Durch luchte wolken one pin/ Mitt irem richen gelaste brach,/ | |
| ainem halben jare/ Da ze den Kr%:ichen vertraib./ Selten tages schin belaib,/ Heylenna dü junge/ [89#’r] Tett im handlunge/ Selb mit | |
| ward erschlagen,/ Der aller wirde ain adamas/ In sines hertzen schrinne was./ __Von blütte man do mangen bach/ Von starken rossen | |
| dulden unzuchtt/ Von ainem faigen sarasin,/ Pariss sprach: ‘des strasses schin/ Sölte billich wesen fry./ Wie gross hie der gewaltte sy,/ | |
| zartt/ Bezwang die bede wider in./ Von füre er tampflichen schin/ Tett in allen unde roch./ We im, er ist der | |
| Sy tett als dü erre hätt/ Besigeltt in ieres hertzen schrin:/ Des ritters prestliche pin/ [150#’v] Erkantte dü miltte an der | |
| rottem munde/ Miltü wortt der stunde/ Tett im mitt wilkomen schin/ Das usserweltte megetin./ Und do der edell werde/ Erbaitzett waz | |
| künges frucht,/ Mitt wirde hartte richer zucht/ Tatten sy Pictorien schin./ Willenklich on alle pin/ Übten sy do hoch gezitt,/ Da | |
| Ir kindes trutt, der küngin./ Mitt volle sy ir schöne schin/ Tett wibes zuchtt und wirdekaitt ./ Von ir man daz | |
| wol kunnen bewegen/ Strittes durch den willen din./ Elenthaften ritter schin/ Trett der Thetise barn,/ Der wol din erre möcht bewarn | |
| die im alle geliche/ Geloptten werliche/ Do ze tünde helffe schin./ Des frowte sich daz hertze sin./ __Gaillen mütt Paris gewan,/ | |
| Fulcanus/ Und fro Palas dü göttin/ Mir tatten kund unde schin/ Daz es niemans sölte wessen/ Won min,’ sprach der usser- | |
| Zu dem andren male so:/ ‘Mache uns kunt, kunic ho,/ Gesichte daz dir irschein/ In dime slafe gar ein!/ Wir wellen | |
| küng togen/ Über luffend dü ogen/ Do im sin vatter ward bekantt./ Der riche küng von Karnantt/ [83#’r] Sprach: ‘sag an, | |
| sach daz er nitt strittenlich/ Gebarte. den helm wunneklich/ Satzt er nider uff den plon,/ Schiltt und sper on allen won/ | |
| ze velde traben/ Sach mengen werlichen man./ Paris nam sich des kampffes an,/ Daz er pungieren woltte/ Als er ze rechte | |
| ‘Nun wol uff, fürsten von Karnantt!/ Ain rotte die ist mir worden bekantt,’/ Sprach der usser weltte tegen,/ ‘Üns kuntt ze | |
| Do ir den stritt viengend an,/ Dar umb so bin ich fröde loss.’/ Des antwurtt im ain aydgenoss/ Aller tugend unde | |
| __Heleyna dü mineklich/ Bliktte über. ain vensterlin:/ [124#’r] Sy sach allain ain megettin/ Ritten über daz witte veld,/ Ir pfertt gieng | |
| selbs wirde./ ‘Daz were ünser begirde,’/ Sprachen die ritter alle/ Gar mitt gemainem schalle,/ ‘Sy gewunne stille noch über lutt/ Niemer | |
| mag./ Gesach in Gott, der also leben/ Kan daz im dörtt wirtt gegeben / Dü vil ewige cronne./ Der hautt geleptt | |
| der morgen rott./ Dem elenthaften man waz nott/ Gegen Paris über den brunnen./ Hette der helde versunnen/ Sin taill stätlich geritten,/ | |
| bewegen/ Müste, waz im geschach./ Dü rotte ze velde brach./ Nun merkend da der ritter zall:/ Sechs hundertt waren ir über | |
| nach dem nachte mass/ Über ain wille was,/ Der wirtt gebott dem gaste sin/ Daz er mitt siner trüttin/ Zu gütter | |
| Daz rainen frowen hortte an;/ Da by waz man erdenken kan/ Von purper, samett, paldegin,/ Das lüchtett und gab da wider | |
| Wis hart und kunne genedic sin,/ So gewinnestu mir vollen schrin/ Gezalter und ungezalter;/ Da von mis mins tempels alter/ Und | |
| heltt,/ Des frowe Medea öne hasz/ Pflag untz er gar wol genasz./ Mitt erren und mit hübschhaitt/ Waz sy im alle | |
| Des lobe hoch schwebte enbor./ Uff Hamor er sy brachte sa./ Dü raine Valeria/ Ir fründe do engegen gie,/ Güttlich sy | |
| menger hande wirdekaitt.’/ __Der Kr%:ichen vogtt genende/ Sprach: ‘ain bitter ende/ Volgett im gern uff misse tatt/ Dem der es verdiennett | |
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