Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schande stF. (847 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| vil laides tůt/ und allen den bilanden./ si bringet si zeschanden/ in urlúg und in kriegen./ doch gebe nit ain vliegen/ | |
| lebent si,/ úber mich stæt schrie,/ bis ich als ain schand hie/ des gůtes werd enterbet/ und lasterlich verderbet./ sich, Marte, | |
| er nie kam ze lande/ sit du in súnd, in schande/ und inden bresten din gevield./ er ie sit ritterscheft wielt/ | |
| von im in diesem lande,/ daz ich so gar ze schande/ mit nút worden w#;eare./ daz mir dú rehten mare/ von | |
| kúndent in/ er wár vom tot erstanden,/ so wurdent wir zeschanden;/ wan der irrot wocht me/ und wurd wirser vil den | |
| giengent predien/ den glouben in den landen./ vil lasters und schanden/ wart der cristenhait enbotten./ doch sunderlich die zwelfbotten/ triben die | |
| und sprach: ‘dich armes wip entled/ der sunden und der schanden,/ daz nút in dinen landen,/ als ich dir seit gester,/ | |
| ze spotte/ in allen disen landen./ dez lasters und der schanden/ die gottin und die gotte samen/ sich mústent ummer me | |
| gemischelt wol./ sôst ir herze gar tugenden vol/ und diu schant entwichen./ //Zweier sternen hât gewalt/ diu mich machet jung und | |
| wil behalten?/ waz sol ein rîcher dienstman, der sich nit schanden wert?/ waz sol ein ritter, der sîn tag mit laster | |
| kan behalten?/ waz sol ein werder dinstman, der sich mit schanden neret?/ waz sol ein ritter, der sin tage mit armüt | |
| noch nie bevant,/ und jender guot gelüke hât,/ dem diu schande hulden giht./ ôwê, daz daz iemen siht/ alde ez so | |
| zuht gebar./ mengem ungelônet wirt,/ des lîb noch ie was schanden bar./ daz zeget manigen guoten muot./ ôwê, sô geschiht dem | |
| ‘nein’ und ‘jâ’ behalten./ du solt in êren glesten;/ vür schande habe den huot:/ so maht mit vreuden alten/ und wirt | |
| man stillen/ durh Minne willen,/ wan ir minnesang ist wîbes schande./ //Trutz, $s trutz, $s trutz,/ daz kein vogel tougelîcher singe/ | |
| waz bezeichenunge diſiv rêde habe. Aſſur bezeichent ubermůt, $t Babylon ſchante, Nabuchodonoſor den tîefil, dei kint Babylôniſ $t hellekint, Ieruſalem êin | |
| der ûbile tiefil, unde fůrte in Babyloniam zuo der êwigen ſchante, ſetzit unſich zvͦ den Babyloniſ kinden. Wer ſint div? Daz | |
| botin diemůt grozzi tugint, do garnete der uvͦtrich ubirmůt grozzi ſchandi. Uon deme heiligem gêiſte iſt geſchribin: Spirituſ eiuſ ornauit c%;eloſ. | |
| Er ſprichet: ‘Wir predegen îv got gechruceten, den iuden ze ſcanden, den heiden ze tumpheit.’ Den iuden waſ der tôt ſcande, | |
| ſcanden, den heiden ze tumpheit.’ Den iuden waſ der tôt ſcande, wan in verwizzen die heiden, daz ſi ire got gemartert | |
| herre der heilige Chriſt der leit uil michel troͮbeſal unde ſcande durc unſech unde roͮhte erſterben durc unſ, daz er unſ | |
| vröude vür die sorge brach,/ dô man êre vür die schande enphie,/ und milte vür die erge gie,/ und triuwe vür | |
| gewan die harnschar,/ von lande ze lande./ beidiu schaden unde schande/ lîde ich durch den willen sîn:/ man spottet mîn unde | |
| lône geben./ daz tet im allez sîn leben/ durch die schande sô wê/ daz inz laster muote mê/ danne im der | |
| lazzen/ riten vr#;uon ere strazzen,/ und chert er gegen der schanden walt,/ da im die untugende manich valt/ die wege vil | |
| die wege vil ^+schrire habent genomen./ deist er zu der schande chomen./ diu sleht in danne mit ir chraft/ in alle | |
| læsterliche lebe./ so er vil schande erwirbet/ und in den schanden stirbet/ ––man enwelle iz danne verchern––,/ so læge er baz | |
| die vrowen/ so bloz begunden schowen,/ do erchomen si vor schanden/ und dahten mit den handen/ diu ^+ogen alle gemeine/ ––untz | |
| niht ensach./ unz der wirt daz gesprach,/ do begunde diu schande zů gan./ diu was gestalt und getan,/ als ein tivel | |
| immer also gar verlorn,/ sam er nîe wrde geborn.#.’/ diu schande sprach zornechliche:/ #.,got und daz himelriche,/ des muͤzzen die mine/ | |
| fri/ und nimmer chom, da ich si!#.’/ do wart diu schande geschant./ frou ere hůb uf die hant/ und begreif si | |
| in Osterlande/ ein Liupolt und ein Friderich,/ die lebten ane schande./ /Ein junger fürste von Meran/ und ouch ein Welf von | |
| der uz Düringenlande;/ alreht Dietriches lop uf gat:/ gebruoder ane schande!/ /Uz Polonlande ein fürste wert,/ des wil ich niht vergezzen./ | |
| si ist so minneclich gestalt $s und lebt gar ane schande./ /Hie vor do stuont min dinc also, daz mir die | |
| Unser herre ruͤffet driger hande lúten. Den einen mit offenbaren schanden, umbe daz er ime den grunt behalte und in in | |
| sin froͤwe woren unfruchtber, und das was do im grosse schande. ___Diser meister gieng in das heilig der heiligen allein, und | |
| weg nút gegangen enist, der sol mit grossem schaden und schanden do ston do alle ding entecket súllent werden. ___Och kinder, | |
| noch gemeint enhat: so můs er sine strosse gon mit schanden und mit lidiger hant. Und der mensche wirt groͤsselichen mit | |
| und also ungelich sint, das ist uns laster und grosse schande. Dis bezúgete unser herre do er sprach: ‘das rich Gottes | |
| hast du úber wunden unde flúhet denne der vigent mit schanden. Das der mensche sich iemer lot den vigent úber winden, | |
| si und wartent des. Das ist ein gros laster und schande das wir armen verbliben volk, die cristen sint und als | |
| wellent sich vor dem sturme huͤten, das si nút ze schanden enwerden; es engehoͤre zů irem leben nút. ___Kinder, wenne die | |
| nút engot, der get irre.’ Daz ist gros laster und schande daz ein mensche also vil ander dinge weis und enweis | |
| deist disem und jenem rîche,/ //Curnwâle und Engelande/ ein offenbæriu schande./ und ouwê, swenne daz geschiht,/ daz man mich mit den | |
| ouch der drîzec sîn/ von ietwederem lande/ und ensolte dirre schande/ nieman anders widerstân,/ ezn müese mit einwîge ergân/ oder aber | |
| ze lôze loufent,/ ir edelkeit verkoufent,/ schamt ir iuch der schanden niht,/ diu disem lande an iu geschiht?/ sô manhaft alse | |
| iuwern vînden geleit/ ze vüezen und ze handen/ mit zinslîchen schanden;/ und iuwer edelen kindelîn,/ diu iuwer wunne solten sîn,/ iuwer | |
| ze râte:/ berâtet iuch wol drâte,/ wie ir iuch dirre schande erwert/ und iuch vor einem manne ernert!/ gunêret niemer mêre/ | |
| des engalt ders frumen nie gewan:/ ze schaden und ze schanden/ hertens unde branden/ dem künege manic dorf guot./ nu het | |
| si wurden erlôst/ von deheime lande:/ daʒ schuof des küneges schande./ //Er lie sich kûme dringen/ und wolte sunderlingen/ und eine | |
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