Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schande stF. (847 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| dem karch kum biß nacht!’ ‘Das duncket mich werlich groß schande’, sprach myn herre Gawan, ‘umb die groß biederbekeit $t die | |
| recht wol siech sin’, sprach die jungfrauw, ‘wustet ir was schand were, und auch sterben!’ Sie nam myn herren Gawan by | |
| er ein wil uff dißemselben bette ligen, er múst mit schanden darabe gan.’ ‘Darumb wil ich daroff ligen’, sprach er. ‘Es | |
| dot möcht sin als das er lenger mit so großen schanden in der werlt lebete als er nu dete. ‘Werlich frauw’, | |
| sprach myn herre Gawan, ‘lebet er mit der werlt mit schanden, so ist auch in der werlt keyn ere!’ Und Lancelot | |
| und lit in der engstlicher sale, da den rittern manig schand geschiht und manig müsal. Auch waren wir beide, ich und | |
| ist mir leyt das sie ymand weiß’, sprach Lancelot, ‘wann schanden han ich vil bejaget, mer dann eren, an der schönsten | |
| das ich dot were mit eren dann das ich mit schanden ummer solt leben!’ @@s@//Mit dem qwam ein jungfrauw fur Lancelot | |
| were dir groß ere so mich duncket.’ ‘Es wer mir schand’, sprach er, ‘das mich ein ritter darzu bunde das ichs | |
| hat/ uzer ysenen banden,/ brenge den tuujl an uns ze$/ scanden,/ daz er uns it bespanne/ mit siner ketenen also lange,/ | |
| uns armen got irlidige/ uon sundelichen banden/ vnde uon werltlichen scanden/ uon hurlicher hizze,/ uon des sinnes abewizze,/ uon ujentlicher rache,/ | |
| selbis zorne,/ uon dem ewigem ujrlorne,/ von geistlichen unzuhten,/ von schanden vnde uon suhtin,/ uon unreinen gedanken,/ uon den glundigen vanken,/ | |
| durch daʒ, daʒ wir da mite ermanit werden der groʒen ſchandin, die vnſer herre leit dur vnſer liebe, daʒ er vnder | |
| gegrifen mac. Daʒ iſt ein ewi[59#’r]ger gruwel. Die ſibende iſt ſchande der ſunden. Wen alle dinc ſint do offen, da enmac | |
| niht, da uon hant ſi da ce helle aller ſlahte ſchande. Wen ſie hie gůte dinc noch ſehen noch horen woltent, | |
| genade vand./ //Maria van Egiptenlande,/ diͤ alle sünd ind alle schande/ bit irem live had begangen,/ diͤ dem vind in hant | |
| bit dem pellem gewande,/ man kleit in erlich durch sin schande,/ diͤ dornenkron bewint sin houvet,/ der jüden schal min herz | |
| vr#;iunt ind here/ brenget in so groʒe not,/ in diͤ schand ind in den dot –/ wiͤ üvel he sich versinnet!/ | |
| kindes pinen,/ dů du seges al sin not,/ al sin schand ind sinen dot;/ in dinem r#;iun wart niͤ gehort/ van | |
| de schüt diͤ mergriͤʒen vür diͤ swin,/ beid schad ind schande si sint sin./ //Ind darümb, dat du vernemes,/ dat Elsebe, | |
| sendent, koment si selber nach, si werdent dest mit meror schande enpfangen. Die stat ist alse verkert, das ie die hohsten | |
| und usser sinem munde alle die súnde, pine, súche und schande, da die helle, das fegfúr und dis ertrich so jemerlich | |
| vor allen dem bewar/ das im sy mißczem,/ davon er schand oder schaden nem./ herr, sol man uch wißheit gehen,/ so | |
| da wirt $s den eren hie entzogen,/ das wirt behalden schande gar. $s dem adelar/ durch milde dienet vogels art, $s | |
| sich ware mild in er./ was hilfet gut, stestu in schanden kreißen./ von gotes mild geeigent sin/ die geiste gar dem | |
| finde./ durch wib, durch kint lit keine smach, $s den schanden nimmer spare,/ sint golt noch silber folget dir. $s geloube | |
| si, flüg in der eren walt, $s hüt dich vor schanden grate./ O werdes wib, zu aller zit das beste wel! | |
| wer sich mit der bestrichet unde salbet,/ den selbet nimmer schanden für;/ ab hie der lib verwürmet und verfalbet,/ in eren | |
| der tugent silen strebt,/ wascht von der eren glas der schande ziegel./ ab uwer lob der swacheit brant $s wil swerzen | |
| stete lücht uß edels herzen tigel./ der eren tag der schanden nacht $s und leides damph vertribet./ er treit hie wol | |
| wider uf den sack./ da must er sich in großen schanden smiegen./ kint, gere falscher eren nicht $s nach eselischer wise./ | |
| durch solche schicht./ ein öder sin in gitikeit $s muß schanden bürden tragen./ Ein gans, die sprach, sie wer ein meister | |
| min rat./ der keiser ist unschuldig dran, $s wirstu in schanden hengen./ Ein here fremden hunden gerne gab sin brot / | |
| der tugende ris und eren blat / verdemphet von der schanden schat. / des ist der eren frucht verschart./ wo das | |
| welch here solche siten hat,/ den fet vil oft der schanden lin./ dem heren wechset oft von sim gesinde/ uf sines | |
| sich nicht an die argen lat, / der wirt von schanden selden wunt./ wer aber beflochten ist/ mit arger hovegallen list:/ | |
| dins wortes kupherin/ und gunterfei gegossen drin,/ die wat dir schanden finger sneit./ sprich noch gelob, das du nicht meinst erfüllen./ | |
| den wiselosen./ du edler, tugende rosen/ strouw und verbirg der schanden mist./ Uns seit der meister list, / wie das dem | |
| ar/ den gesten und der gernden schar;/ des in kein schanden wafen snit./ dem edeln wirt ist sam dem oleiboume,/ der | |
| laß/ die kinder stetlich schouwen an./ armut, din rum in schanden wat sich briset,/ des spottes wint erfröret und veriset./ von | |
| buw./ ouch spricht der wisen lut,/ die tummheit si der schanden brut,/ die iren wirker leit in glut/ des jamers und | |
| alden stilt, den wisen und den jungen,/ das man an schanden rungen/ din witz icht se gezwicket stan./ Noe zu spotte | |
| gefider./ uß eren firste nider/ sie wirft in in der schanden tal./ Set, wie von Persia/ her Balthasar, von Asia/ her | |
| meine,/ werk unde wort laß stete finden reine./ wiltu zu schanden steine/ nicht werden hie, so halt den rat./ Wann sich | |
| du edels krut,/ heldstu die argen rete trut,/ schad unde schande wirt din brut,/ din er ouch dorret alle frist./ vor | |
| es der tot beslüßt in sine bande,/ sin leben ane schande/ ser klaget manches menschen lut./ Wißt, nach der lere min | |
| solch verkeren $s eren/ machet heiles wunt/ lobes swan der schanden raben es glichet./ die wil den raben wißet/ natur, von | |
| milde berge,/ nicht klim in kerge wise/ alt zu der schanden twerge./ wann din lob ist immer tot,/ wo din herz | |
| tugent ließ sie wider./ ir lob began sich reren/ in schanden tigel nider./ alt wer sich von tugent kert,/ den hat | |
| gelück unwerden/ began, es in verstieß./ der künig Egipten lande/ in schande $s sin houbt gein Rome sant./ sin lib bi meres | |
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