Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scham stfm (352 Belege) BMZ Lexer Findeb.
| sint/ dem tievel gar gehorsam/ und ane forhten und ane scham/ wider got und die ere lebent/ und niht wan boͤsiu | |
| gewesen ie;/ er getet unmanlichen nie;/ sin manheit ist ane scham;/ mannes tugent und mannes nam,/ die sint an im gechronet/ | |
| schulden./ tůt ir disem wibe alsam,/ daz wirt ein houpthaftiu scham,/ in der ich denne muse bestan,/ wand ich fur iuch | |
| arm unde swach:/ in vremedem lande êre unde gemach/ und schame in vater rîche,/ diu smeckent ungelîche.’/ ‘jâ meister Tristan’ sprach | |
| und hâlen sich doch beide,/ und tet daz zwîvel unde scham:/ si schamte sich, er tet alsam;/ si zwîvelt an im, | |
| ir herze unde ir ougen/ diu missehullen under in:/ diu scham diu jagete ir ougen hin,/ diu minne zôch ir herze | |
| herze dar./ diu widerwertige schar/ maget unde man, minne unde scham,/ diu was an ir sêre irresam:/ diu maget diu wolte | |
| wolte den man/ und warf ir ougen der van;/ diu scham diu wolte minnen/ und brâhtes nieman innen./ waz truoc daz | |
| wolte minnen/ und brâhtes nieman innen./ waz truoc daz vür? scham unde maget,/ als al diu werlt gemeine saget,/ diu sint | |
| niht gehaben in ein:/ daz geschuof diu vremede und diu scham,/ diu in ir wunne benam./ sôs eteswenne tougen/ mit gelîmeten | |
| under in,/ sît daz si sich enbârent/ und danne ir schame vârent/ und gestent sich an liebe,/ die sint ir selber | |
| was âne mâze/ trûric unde trûresam:/ im tet schade unde scham/ vil sêre und inneclîche wê./ er kêrte wider über sê/ | |
| sêre und inneclîche wê./ er kêrte wider über sê/ mit schame und mit leide./ jene geverten beide,/ //Tristan und Îsôt kêrten | |
| ouch eteswenne/ der cranke magetlîche name/ sîne kiusche und sîne schame/ zem nacken von den ougen:/ si leite im dicke untougen/ | |
| timor unde pietas die zuêne uůze. uorthlich sêr, goͮtliche $t scame, diu gânt an der erde, diu wathent in deme horwe | |
| memoria gehu[get] der sundon in uorhte ze deme herren, in scame widir den uater. [u]nser ratio zûhet uns ze gote mit | |
| minne der [v]ûlichen boesheit. hie gefâhint rôtin mit innechliker $t schame diu hûfele die sich fliezint der ûzerun schône unde nieth | |
| bin ich ein der man,/ der sich iu nennet âne schame:/ Wâlwein sô heiʒet mîn name,/ des küneges Artûs swester barn,/ und | |
| Ginovere leit den mantel an,/ dâ von se ein teil schame gewan,/ wan ir daʒ selbe gewant/ ob den enkelen erwant/ | |
| cleit.’/ als Kaiîn sach die wârheit,/ dô wart er vor schame rôt./ sîn wîp er hieʒ und gebôt,/ daʒ siu gienge | |
| ritter unde vrouwen./ si lieʒen gar den erren haʒ,/ sîner schame kindegelich vergaz/ und wurden von dem mære vrô,/ daʒ Lanzelet | |
| ginc $t an daʒ uelt. ſlafen in ſin geʒelit. ſin ſame $t was inthecchet. halber lac er nacchet. do chômen dare | |
| fůrte uon der helle. Do pi den zîten. do was ſchame under den wiben. dev frowe niht da uore was. îdoh | |
| furhtent $t unſeren herren. unde ſi in allen gahen. uone ſcamen roten geuahent. $t den ne mege wir niht uirſagen. $t | |
| sey an schowen,/ die ander niemen sach,/ wan si ir scham nie zebrach./ ir wart geoffenot/ do ir lieber sun gebot:/ | |
| ir ze oͮgen,/ die anders niemen sach,/ wand sie di scham nîe zebrah/ magetlicher gute/ unt in der kivsche blute./ bi | |
| g#;van und nút me komen dar./ Da von er grosse scham enphieng,/ Joachim, und dænnen gieng/ Mit grossem laid mænigvalt,/ Trurig | |
| er inlaide/ Uff der vil wilden haide./ __Do in sin scham von huse traib,/ Vor Anne doch da haim belaib/ Injamer | |
| ende nemen/ Und solt dich niemer me geschemmen,/ Wan din scham und din spot/ Wil gar mit sælden wenden Got,/ Din | |
| ich, herre, dich/ Und das du h#;vast erloͤset mich/ Von schame und von laide,/ Die ich hette baide’,/ Sprach dú raine | |
| vermaid/ Gar erlich und alle uppekait./ Ir ogen hieltend rechte scham,/ Doch allen lúten minnesam./ __Kainer muͤssekait si pflag,/ Guͤtú werk | |
| Ir schoͤnú varwe ir gar entwaich,/ Si wart vor grosser schame blaich;/ Ir rosen roͤte wangelin/ Verlurent ieren liechten schin/ Und | |
| liechten schin/ Und tatend kunt der mægde laid,/ Irs herczen scham und rainekaid./ Von herczen sunfczen si began/ Und růfte Got | |
| ain fůss uf den andern kam:/ Also verdakt er sin scham/ Und hůb also fůs und bain/ So krefteklichen úber ain/ | |
| suber, wol geschnitten,/ Als iren eren wol gezam,/ Wirdeklichen #;vane scham./ Doch nieman also tumber si/ Das im gedenken wone bi/ | |
| al deste baz,/ hetez Arâbel niht verworht:/ daz hât mîn scham sît dicke ervorht.’/ do Ehmereiz, Gyburge barn,/ sô rîterlîche kom | |
| iedoch daz sî mîn name./ bin ich gedigen in ir schame,/ die smæhe ich mir selbe erkôs,/ do ich den keiser | |
| rîche./ eteswenne ich in den werken bin,/ daz mir diu schame nimt den sin,/ want ich leb in lekerîe./ sol iemer | |
| leben/ mit zuht nâch wirde kunde streben./ er sprach ‘dîne scham gar verbir./ der künic hât dich gegeben mir:/ ob dû | |
| dar./ Heimrîch nam sîner lide war./ der knappe wart von schame rôt,/ daz manz im dâ sô wol erbôt./ die küneginne | |
| und nâmen urloup ze varen wider./ daz gerou si mit schame sider./ swaz ze Oransche ûfem palas/ bete gein in ergangen | |
| gevie / daz si den rîter alsô vant. / diu scham hiez in sâ zehant / von den liuten vliehen. / | |
| begunde in nider ziehen / sînes lîbes siecheit. / diu scham in dô des überstreit / daz er von den liuten | |
| / ich sihe wol daz iu wê tuot / diu scham [und] iuwer armuot / und iuwers lîbes siecheit. / ich | |
| helt / und gedâhte ir leides harte wol. / diu scham treip in in ein hol / dâ vor grôz gerüne | |
| daz si dâ bî næme war / daz im diu scham wê tet. / einen pelz zôch si an der stet | |
| / mit grôzem jâmer ende nam. / ir ietweder âne scham / vil grôze slege dâ enpfie. / geselleschaft diu was | |
| gesach; / dar zuo was ir herzen dach / gewizzen, scham und güete; / ir antlütze daz blüete / als ein | |
| varwe ouch wandel nam; / ir wîplîch kiusche und ir scham / machte si rôt und dar nâch bleich. / ir | |
| ir êren wol gezam; / ir geverte daz was âne scham. / si vuorten ingesindes vil. / busûnen unde seitspil / | |
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