Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schaffen stV. (821 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| alliu dinc von nihte/ geschuof und gar berihte./ zem êrsten geschuof sîn meisterschaft/ himel und aller himele kraft/ und ungeborner engel | |
| und ungeborner engel geist/ ze sînes amptes volleist./ dar nâch geschuof diu witze sîn/ sternen, mânen, sunnenschîn/ ze einem liehte werde/ | |
| sternen, mânen, sunnenschîn/ ze einem liehte werde/ dem himel. er schuof die erde/ in mislîcher underscheit,/ die si mit maneger varwe | |
| daz endelôse abgründe,/ und alle, die im truogen gunst./ dô geschuof diu gotes kunst/ niht wan mit des wortes kraft/ gar | |
| daz wort, dô was bereit/ aller geschephede underscheit./ //Dar nâch geschuof er Adâmes lîp/ von der erde, und im ein wîp/ | |
| in drîvalt erkanden,/ der got, des gotlîcher rât/ elliu dinc geschaffen hât./ Abraham, der reine man,/ in sînen sinnen dô began/ | |
| ein sîn junger, Jûdas,/ durch drîzec phenninge in verriet./ daz schuof diu verworhte diet,/ wan sie niht wizzen wolten/ die wârheit, | |
| dû sagen mir."/ "daz wil ich gerne künden dir./ got geschuof Adâmen/ ân menschlîchen sâmen/ von erde, als ich dir hân | |
| bereit,/ daz von sîner kraft erstât/ ein lîp, den er geschaffen hât./ ouch kan ich künftic dinc ersehen/ von dingen, diu | |
| von dem rîche laden gar/ die liute algelîche dar./ dô schuof der diz, dirre daz./ der liute allermeist vergaz/ sîner bete | |
| er danne wirt geleit,/ an ir unmuoze arbeit/ gânt sie schaffen hein ir dinc./ sie kêrent allen ir gerinc/ an guot | |
| geseit./ nû hân ich dir vürgeleit,/ wie got die welt geschaffen hât/ und wie in sîner hende stât/ des himels und | |
| im von der kristenheit:/ von der êrsten geschaft,/ die got geschuof mit sîner kraft,/ unz an daz jungeste zil,/ sô got | |
| sagen,/ wie dû des hulde solt bejagen,/ des kunst dich geschaffen hât./ nû sihe ich wol, dîn missetât/ hât mînen sin | |
| got,/ sît dîn väterlîch gebot/ in dînes sunes namen hât/ geschaffen dîne hantgetât/ und allem lebene hâst gegeben/ mit dînem geiste | |
| unz an einen tac:/ dô kom ein zouberære her,/ der schuof mit sîner lüge, daz er/ vür mînen junkherren hie/ mit | |
| mit sîner hant/ beslozzen aller dinge kraft./ sîn gotlîchiu meisterschaft/ geschuof, swaz ie wart erkant/ und daz geschephede ist genant./ daz | |
| êrste mensche, dem ie leben/ unde name wart gegeben,/ daz schuof er von der erde/ und hiez ez iemer werde/ leben | |
| al dirre welte geschaft/ niht wan mit eines wortes kraft/ geschüefe und werden hieze,/ daz ich durch den lieze/ daz guot, | |
| eines meisters meisterschaft/ hât, oder des meisters kraft,/ der ez geschuof mit meisterschaft?/ des solt dû mir die wârheit sagen."/ //"Der | |
| gotes getât,/ sô mag ez nicht gesîn ein got:/ ez geschuof ouch gotes gebot./ //Im ist reht witze tiure,/ swer giht, | |
| ir kunst hât ufgeleit/ diu gotlîche wîsheit,/ diu sî alsus geschaffen hât./ in ir loufe si umbegât/ anders niht, wan als | |
| kraft./ dâ von ist ez ein hantgetât,/ die got ouch geschaffen hât./ diz heizet ouch ze rehte niht/ ein got, ob | |
| drin benemeden ist ein got,/ des meisterschaft und des gebot/ geschuof mit sîner hôhen kraft/ al dirre welte geschaft./ swaz kristenman | |
| dunket wæger dich:/ dienen dem, des wîser rât/ elliu dinc geschaffen hât,/ oder einem bilde, daz ein hant/ gemachet hât und | |
| gotes wort/ von anegenge unz an daz ort,/ wie got geschuof mit sîner kraft/ al der welte geschaft/ und wie er | |
| hât in sîner hant/ swaz ie geschephede wart genant:/ die geschuof gar sîn gebot,/ ez wart nie dehein ander got./ //Dise | |
| berihte./ //Dich lobt mit lobe din hantgetat,/ die din gewalt geschafin hat:/ erz engil und alle engil gar,/ allir hie tugent, | |
| vinstir, naht und tag./ do der ander tag gelag,/ Got schůf das firmament zehant/ das der himil ist genant,/ nah sinir | |
| und brahte si fúr Adamen dar/ das er ir namin schuͤfe gar:/ gefúgiln, tierin, wildin, zamin/ gab Adam al gelich ir | |
| dem ez undertan/ in sinem geslehte si,/ und solt och schaffen da bi/ das iegelicher sinen gewalt/ teile in die teile | |
| S%.yba/ und damit nah dinir gir/ din ding mit trúwin schaffen dir./ sus wilich schaffen dir din lebin/ und dir bi | |
| dinir gir/ din ding mit trúwin schaffen dir./ sus wilich schaffen dir din lebin/ und dir bi mir diz lebin gebin/ | |
| da dú groste ungewarheit/ was und dú groste erbeit,/ und schůf mit sinin gesellen,/ so sih begunde stellen/ gein in der | |
| sinir geburt nam in Natan,/ der edil Gotis wissage,/ und schůf im ubir sibin tage/ sin namin an im bechant:/ Salomon | |
| grozú her werlich irchant/ fůrtens uf in insin lant./ diz schůf und warp durh rechens lon/ ein rise der hiez Alcimon,/ | |
| he reshent. //Wiltu nu wizzen waz di uir vuchte vurbaz schafen an den menschin. so merke mine lere. Daz blut machet | |
| Dar nach wolle wir sagin uon iclicheme besundirn waz iz scaffe in deme libe. Von dem korne. $s von den papiln. | |
| denne zu trinkene mit wazzir vnde mit ezzige. Dar nach schaffe daz he sich salbe uorne an der rore mit chimolea. | |
| schîre getân./ und alse die Tyrêre/ vernâmen dise mêre,/ dô schûfen si ir were/ wider daz creftige here/ in der burh | |
| mit den bilden hiez er laden/ manigen îsenînen wagen/ und scûf sîne gewarheit/ gegen Poren here breit/ und hiez sîne holden,/ | |
| dem fúre und meinde, er enmoͤhti nienr komen, daz er schuͤfi ane in, daz er ze schaffen heti, er woͤlti sin | |
| lebende begruͤbe. Dar umbe gand reht úwer strasse, wan ir schaffent nút an mir!» Dú gespil dú bi ir aller nehst | |
| meinde: wer gen gote ald gen der welt út wil schafen, der endarf nit als bald ab lassen. Dis geschah na | |
| Min ist vergessen von aller der welt, wan ieder mensche schaffet daz sine.» __#s+Der diener:#s- Dis were ein uzerweltú lere, der | |
| sol denn die zart minneklich minne der geminten ewigen wissheit schaffen! Diser minne trunckenheit hat an allen userwelten menschen alle herheit, | |
| minne truncken machet, daz ein mensche nút weis, waz er schaffet. Sesse ein mensche vor eime kelre in eime sumerlichen tage, | |
| mit sant Paulus: «hinnan fúr so lasse mich ieder man schaffen daz min, wann ich trage die fúnff zeichen Jesu Cristi | |
| einem unwertlichen frilichen vonker, so lassen sie dich das din schaffen. Du bist ansihtiger denn ein ander mensch, dar umb bedarft | |
| vil súnden, wanne sú gewinnent also vil do mitte zů schaffende, daz sú aller úppikeit nach vergessent, und daz ist ein | |
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