Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
satanâs stM. (159 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| suͤnderbar,/ wan von Gotes worten gar!’/ do fuͤrte dich der sathanat/ in die hailigen stat/ uf ein hohes palas,/ daz hoͤhist | |
| were,/ Daz ist anders niht mere,/ Wen daz der tufel sathanas,/ Sin gespenste vn2de sin getwas,/ Vz eime bilde sprach/ Vn2de | |
| sines willen!/ Du macht iz wol gestillen./ Laz uns nicht Sathanasen/ In disen vorvulten asen/ Vorleiten noch vordamnen,/ [2#’r#’a] Geruch uns, | |
| hat Adam also vorbost,/ Wer her gebliben ungelost –/ Als Sathan ungelost bleib/ Den Got uz sinen hulden treib –,/ Daz | |
| lute betriegen./ «#s+Sie sint nicht begichtiger zungen,#s-/ #s+Sie sint uz Sathanases samnungen#s-/ Und louken Cristes an der tat./ #s+Nicht envorcht den | |
| weiz ich#s-» #s+sprach her#s- «#s+dine wone,#s-/ #s+Da der stul ist Sathanases,#s-/ Der vient ist menschen ases,/ Den her mit valschen reten/ | |
| art,/ Mit deme vil wol geschelket wart/ Die stul hir Sathanases sint,/ Wen sie mit senden ougen blint/ Waren, die sine | |
| vleisch des mer genimt/ Dan der naturen gezimt./ Die slindet Sathan also ruch,/ Die vor Got minnent iren buch./ Mit gierde | |
| an betes sider.’/ Crist irzornete sich gas/ Und sprach: ‘vade, Sathanas!/ //(Daz quit: var uz miner angesicht)/ Und bekor Got dinen | |
| blasen unser horn,/ Daz wir geturstigen zorn/ [59#’v#’a] Gewinnen kegen Sathanase./ Von des hornes blase/ Spricht an einer stat die schrift:/ | |
| Daz pfert daz swarz waz als ein kole,/ Glichet sich Sathanase wole,/ Wen her mit valschem kluttere/ Sin engelischen luttere/ Vorloz, | |
| sinem wesende gewart./ Der wille sprach geswase/ Zu dem argen Sathanase:/ ‘Du vient mines sweizes!/ Vornim, zwo maze des weizes,/ Und | |
| slunt,/ Der nimmer besluzet den munt;/ Daz ist der tuvel Sathan,/ Deme sie sint undertan,/ Juden, heiden, valsche cristen,/ Die der | |
| tac und die nacht,/ Wen im ist erge wol geslacht./ #s+Satan der arge serpant,#s-/ #s+Der da tuvel ist genant#s-/ #s+Und der#s- | |
| Gotes minnen,/ Der sie vor liebe brinnen./ Die vichtet ane Sathanas,/ Der ie des menschen vient was,/ Unde vorgan in der | |
| Mit sinen undertenigen,/ [133#’r#’a] Die sie der engel enigen/ Die Sathanas boten sint/ Und vechten uf die Gotes kint/ Durch iren | |
| enliez uns nicht vorlorn sin;/ Do wir mit glichem obertrite/ Sathan waren gevallen mite,/ Do liez her in ungelost/ Und brachte | |
| mich envorchten,/ In daz tiefe gevelle/ Der ewiclichen helle/ Mit Sathan uweren vursten!/ Ir liezet mich hir dursten,/ Daz ir mir | |
| stille und offenbare/ Laget also manic vare/ Valles hie in Sathanases slich/ Und ist gestal so manic strich,/ Were nicht mer | |
| die borde/ Von angebornem rechte/ [162#’v#’a] Vor menschlich geslechte/ Durch Sathanases itewis,/ Der Even riet des obzes bis,/ Von dem ir | |
| grifen/ Vechten, ist uns der stein icht lieb,/ Daz ist Sathan, der arge dieb,/ Der uns des steines vorgan;/ Her weiz | |
| birn beswæret,/ unde verdruches, der unser viantliche været,/ den leidigen Satanat $s mit sinen gelouften,/ bescirmes ave durh ire gebet $s | |
| rechtes dinſtes phlichte/ #s+Vur Gotes angeſichte.#s-/ Set wo #s+der leide Sathanas#s-/ #s+Alda under in ouch was,#s-/ Und zu ſchaffen ſinen vrumen/ | |
| in vragete#s- ſunder wan/ Und jach: ‘#s+von wanne kumſtu#s- gan?’/ #s+Sathan antwurte#s- ſa zuhant/ #s+Und jach:#s- ‘#s+ich han#s- gar alle lant/ | |
| her und dar/ #s+Beloufen und durch wandert#s- gar’./ #s+Got ſprach:#s- ‘Sathan, #s+haſtu#s- iht recht/ #s+Gemerket Job, den minen knecht,#s-/ #s+Daz#s- inſo | |
| iſt er #s+vorchtende Got#s-/ #s+Und let ubel#s- durch ſin gebot’./ __#s+Sathan antwurte#s- gar gevach/ #s+Und#s- kegenGote alſo #s+ſprach:#s-/ ‘#s+Job ummeſuſt nicht | |
| ungedult!/ Da mitte vellet er inſchult.’/ __#s+Got ſprach dorumme zu Sathan:#s-/ ‘#s+Alles waz Job gehoret an,#s-/ Sich, von dem verhencniſſe min/ | |
| Set, do di ſache alſo quam/ Daz Got dem tuvel Sathanam/ Des verhing und loube gab,/ Zuhant hub er ſich herab/ | |
| diſe not./ Daz ich hette nicht geſen/ Waz mir von Sathan iſt geſchen!/ __Owe #s+daz ich nicht#s- vertarb/ Und nicht #s+ſo | |
| ſunderliche vrunt./ Doch der zu aller boſheit ſtunt,/ Ich meine Sathan, den trachen,/ Der ſchuf daz ſy widerſachen/ Worden dem guten | |
| pine ſy./ Manche ſprechen ſunder wan/ Daz di ſache ſy Sathan./ Davon ſayt Job gar genende:/ __‘#s+In des grymmegen hende#s-/ #s+Daz | |
| vriſt/ Ymant halden ſich dor an/ Daz di ſache ſy Sathan./ Want er hat in ſynen handen/ Dy vurſten inder werlde | |
| Ungemaches inbitterkeit./ Von der ſache Job alſo ſeit:/ ‘#s+Und iſt Sathan#s- dy ſache #s+nicht#s-/ Der vorbenanten pine gycht,/ #s+Wer iſt ſy | |
| wizzen daz:/ Der heilge Job an underlaz/ Gepineget was von Sathanam,/ Der mit grozem ſchure quam/ Und im verſtorte ſinen hof./ | |
| redet in gemeyne:/ So meynet er dy vrunde ſin,/ Di Sathan, dis hemſche ſwin,/ Uf Job gereyzet hatte vort./ __Dorumme ſpricht | |
| pilleich dein!/ Du hast uns gemachet fro.’/ Des antwurt der Sathanas do:/ ‘Sider ir das an mich suchet/ Und des geruchet/ | |
| Ir seyt Got unmare:/ Ewr spot vellet ew nach/ Zu Satan in der helle lach./ Nu lasse wir di rede stan/ | |
| Seinen klaren anplick;/ Und zefür uns den strick/ Da uns Sathan inne vieng./ Der fur uns an dem kreutze hieng,/ Der | |
| Von uch sprich ich, her Judas,/ Ir himels val als Sathanas./ Ez ist war, als man giht,/ Ez mag daz ubel | |
| sâ/ in in kam und in besaz/ der ubel tîvel Satanas/ alsô doch, daz er nur/ schunte dâ sîn willikur/ und | |
| helle,/ diu dâ iemer mêr wellet?/ dâ gît dir der sathanât/ des er dort genuoch hât,/ als dû im hie wol | |
| geſchafen? Der meiſter ſprach: Jn der ſelben wile, do der ſathanas deʒ gedathe, daʒ er ſich wider got ſaʒte, do wart | |
| der hort,/ von der frucht ist zestort/ der gewalt des Sathanas/ und dye diet dy zehelle was/ gevangen, davon ledig ist./ | |
| man,/ daz sy Got rueffen ann,/ daz für den laidigen Sathann/ sey daz chreucz unser schilt./ für war wen des bevilt/ | |
| hie/ und mit dem tod umb gie./ sich selben der Sathann verriet:/ wann do got Jesus verschiet,/ er want die sele | |
| disem armen libe.» Do der vroͤmde sterne erschein, do kam Sathanas ouch zů Bethleem und volgete den drien kúngen vil geswinde | |
| mit dem hohen oppfer also grose ere bot, do kamen Sathanas gedenke in gros<FOLIO>(90#’r)</FOLIO>se not und sprach in im selber alsus: | |
| menschen bibenen, die nach sinem willen lebent. Var hin wider, Sathanas, und nim ze helfe die fúrsten von dem lande, die | |
| siner kintheit, eb das er in die schůle gat.» Do Sathanas zů Herode kam, do vant er Lucifers gelichnisse an dem | |
| moͤhten si an ir júdeschen e gestan. Do vůr aber Sathanas zů Lucifer und sprach: «Owe meister, únser ere můs vergan! | |
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