Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rœmesch Adj. (110 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| nach sit/ Machete er im das selbe lant/ Von des roͤmschen kaisers hant/ Ze$~lehen: ez was sin aigen niht,/ Als diu | |
| werder künig, nu seht derzuo:/ er hât an iuch gelâzzen rœmschez rîche,/ er schaffet, daz man rehte tuo./ unreht gewalteklîche vert: | |
| div lant, div Rome undertan waren, div entwichent elliv uon romiſcime riche. Alſ daz ergêt, ſo chumet der Antichriſt unde zeſtôret | |
| hie dienter alsô schône/ dem zepter unde der crône,/ daz rœmesch rîche nie gewan/ under sînem vanen einen man,/ der ie | |
| mvͦz an den stůnden/ sterbin lestirliche./ dar zvͦ zestorich al romische riche"./ helena nebeite necheiner wilen,/ sie hiez brieue schriben./ iren | |
| phlege./ Zvͦ turaz wart der sent gelobet:/ daz gebot der romische uoget,/ mit samint ime sin meister,/ der gůte sente Siluester./ zvͦ | |
| ubere./ die heidenen dachten ubile:/ sie wanden mit gewalde/ in romischeme lande/ al iren willen uolle bringen;/ dar nach begunden sie uaste | |
| mîner mâge triuwe ist mir wol kunt./ dar zuo der rœmisch künec ouch hât/ mîne swester, der mich nu niht lât./ | |
| jæmerlîch gewin,/ den uns sîn zol hât lâzen/ von des rœmischen küneges strâzen!’/ zer vrouwen sprach der grâve Ernalt:/ ‘wer mac | |
| kom gegangen,/ si wart mit kusse enpfangen:/ daz tet des rœmischen küneges munt./ ir tohter an der selben stunt/ si mit | |
| mit der hant/ dâ im vil schône wart bekant/ der rœmischen küneginne kus;/ dar nâch der künec in sazte alsus,/ nâhen | |
| her künec, nu wænet ir kreftic sîn:/ gap ich iu rœmische krône/ nâch alsô swachem lône,/ als von iu gein mir | |
| wider und sâzen:/ der marcrâve dennoch stuont./ dô sprach des rœmischen küneges munt:/ ‘her Willalm, sît irz sît,/ sô dunket mich | |
| diu etswâ unschulde engalt./ //Die minne veile hânt, diu wîp,/ rœmischer küneginne lîp/ wart dicke nâch in benennet./ die namen het | |
| dem künege Terramêre/ dîn vuozvallen alze hêre./ du bist des rœmischen küneges kint:/ swaz hie rœmischer vürsten sint,/ die sulen mich | |
| alze hêre./ du bist des rœmischen küneges kint:/ swaz hie rœmischer vürsten sint,/ die sulen mich haben deste wirs./ niftel, nu | |
| künege sîn:/ si solte der vürsten schônen./ der næhste bî rœmischer krônen,/ ich wæne iedoch daz sî mîn name./ bin ich | |
| und ir guot/ und ir gunst mit herzen sinne/ diu rœmisch küneginne/ mit triuwe ergap an sîn gebot?/ des was dem | |
| ich, möht ich, schiere./ wâ nû soldiere?/ swaz der in rœmischem rîche sî,/ den künde, Buove von Kumarzî,/ der rœmischen küneginne | |
| in rœmischem rîche sî,/ den künde, Buove von Kumarzî,/ der rœmischen küneginne solt./ und denke, ob si dir wæren holt,/ unser | |
| grôzer rîcheite truoc./ ich het ouch werdekeit genuoc/ von der rœmischen hôhen kür,/ ê ich ûf Alischanz verlür/ den undersatz der | |
| vrouwe sît:/ sô klagt ûf Alischanz den strît/ dem der rœmische krône tregt,/ ob in iuwer dienst erwegt.’/ ‘Vrouwe’, sprach dô | |
| rîches tische saz/ und mit dem hœhisten vürsten az/ under rœmischer krône./ zwei hundert marc ze lône/ gap der marcrâve dem | |
| sît selbe überriten!/ ich sol iuch billîchen biten/ daz ir rœmischer krône ir rîche wert,/ dar umbe ich vreude hân verzert./ | |
| was nû suone worden./ si sprach nâch swester orden:/ ‘ei rœmischer künec, herre mîn./ waz touc iuwer tohter liehter schîn/ und | |
| an iu geborn,/ ir sult durh triuwe klagen sie./ der rœmische keiser Karl nie/ eines tages sô manegen helt verlôs,/ die | |
| wâge/ liez mit eime sô kleinem her,/ daz er des rœmischen küniges wer/ niht beite ûf sîner marke,/ do Terramêr der | |
| sterben kôs./ ich vlôch aber sô werlîche,/ dês geêret ist rœmisch rîche,/ unt daz Terramêr von Muntespier/ manegen amazûr und eskelîer,/ | |
| ist geschehen,/ sô daz dich Tybalt hât gesehen/ ze weren rœmisch êre;/ und daz dû Terramêre/ vergulte alsô sîn übervart/ mit | |
| bekanten schiere ein ander sider./ //Loys der künic was ouch rœmischer vogt:/ von dem wart daz niht vür gezogt,/ dô er | |
| an in der von ir schiet/ nâch helfe an den rœmischen vogt./ mit arbeit hete siz vür gezogt/ unze dês daz | |
| sîn komen./ die vürsten sîn des hie gemant,/ wie der rœmische künec iuch hât gesant/ ze werne rœmisch êre./ nû ensûmet | |
| gemant,/ wie der rœmische künec iuch hât gesant/ ze werne rœmisch êre./ nû ensûmet iuch niht mêre,/ wâpent ors und lîp,/ | |
| vil busîne erschalt/ unt tambûren ungezalt./ Franzoyser die werden/ wolten rœmischer erden/ an der heidenschaft den prîs bezaln./ hie an bergen, | |
| marhcrâve sprach hin zir:/ ‘disen knappen, den gap mir/ der rœmische künec, unt helfe grôz./ vil manec vürste mîn genôz/ gâhent | |
| durh werdekeit./ zen anderen vürsten er dô reit,/ die der rœmisch künec dar sande./ iegeslîchen er sunder nande,/ daz si mit | |
| die vürsten ûz Franchrîche/ er dô sazte rîterlîche,/ die der rœmische künic sande dar./ er bat ir schône nemen war;/ ir | |
| si gedâhten,/ daz si in ze gebe brâhten/ dem der rœmischer krône pflac./ sölh clârheit an dem kinde lac:/ man muos | |
| man/ daz ich von banden wære verlân,/ dô mich des rœmischen künges hant/ dem gap, der vor ûz ist bekant/ zer | |
| rîches êre wirbet./ swes sælde niht verdirbet,/ der wert die rœmischen edelkeit/ mit ellenthafter arbeit./ sît Terramêr von Tenabrî/ unze an | |
| man lât/ daz die vürsten niht sint benant,/ die der rœmisch künic dar hât gesant./ want eteslîche wider wanden,/ die ir | |
| des ze Munlêûn si swuoren/ und ze Orlens vor dem rœmischen vogt,/ daz enwart niht lenger vür gezogt./ si jâhen daz | |
| in beiden/ an mir, und sî ich schuldic dran./ die rœmischen vürsten ich hie man/ daz ir kristenlîch êre mêret./ ob | |
| wirbet, wol dem wart/ sîner her komenden vart.’/ //[L]oys, der rœmische krône truoc,/ hete vürsten dar genuoc/ mit grôzer rîterschaft gesant:/ | |
| der zal./ daz stêt nû an der wîsen wal.’/ der rœmischen küneginne solt/ wart nû mit prîse aldâ geholt,/ und die | |
| ir krîe hôrtes sunder?/ kumt Lôys dar under,/ des houbet rœmisch krône tregt?/ dar umbe wirt al mîn maht erwegt./ dû | |
| wære/ künec. ir hœrt michz lange klagen,/ mîn houbt solde rœmisch krône tragen,/ dar umbe mîn veter Bâligân/ verlôs manegen edelen | |
| dar umbe mîn veter Bâligân/ verlôs manegen edelen man./ ûf rœmisch krône sprich ich sus:/ der edele Pompêjus,/ von des gesleht | |
| erborn/ (ich enhân die vorderunge niht verlorn),/ der wart von rœmischer krône vertriben./ zunreht ist manec künic beliben/ dâ sît ûf | |
| leben,/ daz diu dem tôde wurde gegeben./ sus wold er rœmische krône/ vor sînen goten schône/ und vor al der heidenschaft | |
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