Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîterschaft stF. (484 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| er was ûʒ gesprenget./ waʒ touc daʒ mære gelenget?/ diu ritterschaft sich zerlie./ nu gehôrtent ir nie/ sô manege vorsche sô | |
| widerstân./ sîn site ist alsô getân,/ swaʒ er bejaget mit ritterschaft,/ des ist er her zêndehaft./ swem er den lîp gewinnet | |
| Lanzeleten,/ wan er erkante sîne kraft/ an turnei und an rîterschaft./ dô Falerîn die fröide ersach,/ ich wil iu sagen, wie | |
| sarrazîn/ nie sölhes niht gesâhen./ si begunden beide gâhen,/ ze ritterschefte was ir ger./ si sâhen hin unde her/ schœne vrowen | |
| unde drî/ nider snellîche,/ Erec der tugende rîche,/ wan in ritterschefte niht bevilt./ er stach ir einen ûf den schilt,/ daʒ | |
| âne stec,/ daʒ er schiere heim kam./ als daʒ diu ritterschaft vernam,/ dô wart nie man enpfangen baʒ./ si erscheinden an | |
| er Karjeten nam/ zuo im und îlende kam/ an die ritterschaft geriten./ ouch enwart daʒ niht vermiten,/ ze der reise kæm | |
| //Die die strâʒen kunden,/ die wîsten sâ ze stunden/ die ritterschaft ûf den wec/ gegen der burc, ûf der Erec/ und | |
| über daʒ breite waʒʒer gie./ ein michel vreude gevie/ die ritterschaft über al./ si vorhten ungelückes val,/ ob si aber swanden | |
| hinnen über mer/ manic fürste lobehaft./ sô schœne was diu ritterschaft,/ daʒ siu niht, sô man uns saget,/ wær vor al$/ | |
| keiner slahte dingen,/ durch sîne wunderlîche kraft./ her kam aldiu ritterschaft,/ die Lanzelet der wîgant/ solte füeren in sîn lant/ ze | |
| snüere./ ich wæne nie gefüere/ sô wol ze wunsche ein rîterschaft/ als diu selbe heres kraft./ //Nu was in allen niht ze | |
| ûf den hoveschal./ si dûhte, daʒ berc unde tal/ vol rîterschefte wære./ sus reit daʒ her mære/ unz zuo dem Schœnen | |
| künic Artûs/ riet durch sîner triuwen kraft,/ und verlac kein ritterschaft,/ die er gereichen mohte./ diz werte unz im tohte/ sîns | |
| wie ir manlîchiu kunst/ wîbe minne und herzen gunst/ mit rîterschefte bejageten,/ und dicke alsô betageten/ daz mans in hôhem prîse | |
| man engalt,/ ze Alitschanz ûf den plân./ da wart sölhiu rîterschaft getân,/ sol man ir geben rehtez wort,/ diu mac vür | |
| dem mer/ ieslîcher reit zuo sîner schar,/ der er durh rîterschaft nam war./ ê man sluoc ode stach,/ dâ was von | |
| sîn helfe was benant/ drîzec tûsent werlîch erkant,/ sarjande und rîterschaft./ Halzebier kom mit kraft./ an der selben zîte/ des hebens | |
| den wint gein in ob heres kraft./ dô kom geruowetiu rîterschaft/ an der selben zîte/ gevarn gein dem strîte/ mit maniger | |
| sîme ringe lâgen/ zehen künege, sînes bruoder kint./ der heiden rîterschaft ein wint/ was, wan die er vuorte./ waz man tambûren | |
| kôs man ûf dem gevilde/ manec zimier wilde,/ der diu rîterschaft erdâhte,/ die Arofel brâhte./ //Daz was des schult, er mohtez | |
| einer getouften hant/ was hundert dâ ze were benant/ von rîterschaft der mæren/ und von bogeziehæren./ //Dô kom in kurzer vrist/ | |
| ich si niht hœne./ diu Josweizes heres kraft/ und Arofels rîterschaft/ und Halzebiers kobern/ mohte dô niht gobern/ //Die getouften an | |
| Witschart./ die erkande sîn manlîchiu kraft/ wol bî ir guoten rîterschaft./ in dûhte an ir gebæren,/ daz si ze mâge wæren/ | |
| schadhaftestem man/ der schiltes ampt ie gewan/ und der ie rîterschefte pflac./ sîn beste helfe tôt dâ lac,/ unz an ehte | |
| nâhen,/ wan daz ez kan versmâhen/ hie inne al mîner rîterschaft.’/ dô was ir werlîchiu kraft/ gedigen et an den kapelân:/ | |
| hete wir doch sölhe kraft,/ daz si an den zingelen rîterschaft/ und hie zen porten müesen holn,/ dâ von si möhten | |
| gar verschehete,/ ieslîch storje mit ir kraft,/ daz si dehein rîterschaft/ an zingeln und an porten/ weder sâhen noch enhôrten,/ die | |
| zolles solt der bruoder mîn/ geben als ein koufman?/ swer rîterschaft gespehen kan,/ der möht in zolles lâzen vrî.’/ die dem | |
| Oransche sint erbeten,/ die hânt Franchrîche erjeten/ von der guoten rîterschaft./ ez enwart nie man sô künnehaft,/ durh die wir dienen | |
| ich mit im pflihte hân./ sag an, kœme du mit rîterschaft/ an si? welh was der heiden kraft?/ wie tetz mîn | |
| minneclîch gewin,/ den hât mir Terramêrs kraft/ umbelegen mit sölher rîterschaft,/ daz mir der kus nû wildet./ got hât dich so | |
| starken lîp und vürsten guot,/ und ze mîme gebot die rîterschaft/ der geêret sol sîn diu gotes kraft:/ daz mac mich | |
| kumber ie gewan,/ den selben mac Gyburc wol hân/ von rîterschefte übervluot./ Terramêr gewalt mir tuot./ etswenne het ich veltstrît,/ unz | |
| hân si des wol innen brâht,/ daz noch dâ regienge rîterschaft,/ hete mînen willen iuwer kraft./ noch wert mich: ich bin | |
| ûf gebunden./ an den selben stunden/ was dâ diu beste rîterschaft/ über al der Franzeyser kraft,/ und heten ouch alle harnasch | |
| diu marke hât vil bürge wît:/ gebet ûz den porten ritterschaft/ ir wizzet wol mîne besten kraft/ hinder mir ze tiuschen | |
| und schützen,/ der stete die unnützen,/ unt über al diu rîterschaft,/ die erhuoben mit gemeiner kraft/ einen sturm bî der naht./ | |
| habent mit schaden wol vernomen/ daz wir baz kunnen mit rîterschaft./ waz danne ob grœzer ist ir kraft?/ sô sul aber | |
| Franchrîche,/ die besten rîter die man vant/ in der rehten rîterschefte lant./ //[G]yburc noch unversunnen lac./ den marcrâven erlangen mac,/ daz | |
| –,/ von trinken und spîse alsölhe kraft:/ al mînes vater rîterschaft,/ ob wirz in niht wolden wern,/ sine möhtens wochen lanc verzern.’/ | |
| iegeslîcher kom mit sölher kraft/ daz er al der heiden rîterschaft/ hete an der enge wol gestriten./ nû wart ûf Alyscanz | |
| pôver schêtîs,/ des kurziu jâr sô manegen prîs/ het mit rîterschaft bezalt./ vor liebe wazzer wart gevalt/ ûz sînen ougen an | |
| si genomen/ niht wan schilt und sper,/ unt stuont nâch rîterscheft ir ger./ si heten harnasch und anders niht;/ ir gezelt | |
| in bræhte strît,/ dâ kœme alrêste ir râche zît./ //Noupatrîses rîterschaft/ was hie mit grôzer heres kraft:/ die der minne gerende | |
| in Franchrîche an die hœhsten kraft,/ daz si mit guoter rîterschaft/ mich des jâres lôsten zeiner zît,/ swenne überlüede mich der | |
| nû lêre,/ dô er dez swert enphienc, ein segen:/ swer rîterschefte wil rehte phlegen,/ der sol witwen und weisen/ beschirmen von | |
| genomen/ oder sus mit vürstenlîcher kraft/ hie sint mit grôzer rîterschaft/ beidiu durhz rîche und ouch durh uns,/ helde, nû helfet | |
| der rœmische krône truoc,/ hete vürsten dar genuoc/ mit grôzer rîterschaft gesant:/ die wurden almeistic dâ geschant./ genuoge nâmen in ir | |
| brâhte ûz Alamansurâ:/ die wâren gezimieret noch aldâ,/ si kunden rîterschaft wol tuon./ und die der künic Turpîun/ brâhte von Falturmîe:/ | |
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