Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîterschaft stF. (484 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| wîs zesniten,/ gevêhet und [[ge]]parrieret,/ sus und sô gefeitieret./ diu ritterschaft diu vuorte cleit/ mit wunderlîcher rîcheit/ zersniten und zerhouwen./ ouch | |
| brâhte dar./ //In dirre süezen sumercraft/ huop sich ein süeziu ritterschaft:/ diu schar sich dâ dicke underwar;/ si zogeten sich her | |
| verstal./ //Nu daz der bûhurt dô zergie/ und sich diu ritterschaft zerlie/ und iegelîcher kêrte,/ dar in sîn muot gelêrte,/ dô | |
| er eteswen/ ir mâge, disen oder den,/ unwizzend an der ritterschaft/ gemachet hæte schadehaft,/ dâ von ir herze swære/ und ime | |
| gewant:/ si sanden über al ir lant/ und samenten ir ritterschaft;/ alle ir state und alle ir craft/ die kêrten si | |
| trôst und al ir craft,/ ir tuon und al ir ritterschaft,/ ir êre und al ir werdekeit,/ daz allez was dô | |
| tugende rîche./ //Rûal neigim hovelîche./ hie mite sô kam diu ritterschaft/ zuo geloufen herhaft/ und dâ mit al diu hoveschar,/ und | |
| umbe sîne vart./ und alse er in vrâgende wart,/ diu ritterschaft loste elliu dar/ und nam Rûâles mære war./ //’Hêrre’ sprach | |
| müezige jugende mîn/ üeben unde kêren/ ze werltlîchen êren;/ wan ritterschaft, alsô man seit,/ diu muoz ie von der kintheit/ nemen | |
| und gebe dir got durch sîne craft/ heil ze dîner ritterschaft!/ wis iemer höfsch, wis iemer vrô!’/ //Tristan verrihte aber dô/ | |
| an allen dingen mêre/ und in got ritterlîchez leben/ zir ritterschefte müeze geben!/ //Truoc ieman lebender stæte leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ | |
| var heim ze Parmenîe,/ dû und dîn cumpanîe;/ bedarft dû ritterschefte mê,/ die nim, als dir ze muote stê:/ nim ros, | |
| dô/ stetelîche wider rîten/ und niemannes bîten/ und teilten ir ritterschaft./ dâ wart diu grœzere craft/ geschicket an die widervart,/ daz | |
| dâ si dâ westen ir craft./ sus kâmens ûf ir ritterschaft;/ dâ nâmens ouch herberge/ ûf einem vesten berge,/ dar ûfe | |
| den tôt ir bestiu ner./ //Nu disiu schunfentiure ergie,/ diu ritterschaft sich nider lie/ und nâmen herberge sâ;/ und die von | |
| tage.’/ hie wart grôz jâmer unde clage/ under aller dirre ritterschaft;/ si wurden alle unherzehaft;/ ir muot, ir trôst was aller | |
| hân,/ der ist von muote und ouch von craft/ zernestlîcher ritterschaft/ ein lange her bewæret man:/ sô gân ich alrêrest an/ | |
| an/ an muote und an der crefte/ und bin ze ritterschefte/ niht alsô kürbære,/ als uns nu nôt wære;/ wan daz | |
| ich genese wol vor einem man.’/ //’Hêrre’ sprach al diu ritterschaft/ ‘diu heilege gotes craft,/ diu al die werlt geschaffen hât,/ | |
| umbe zehant,/ vart wider heim in iuwer lant,/ besendet iuwer ritterschaft,/ besamenet alle iuwer craft/ und kumet her wider und lât | |
| hœre wider gewalt/ und craft wider crefte./ sît man mit ritterschefte/ lant unde reht sol swachen,/ hêrren ze schalken machen/ und | |
| daz er an muote, an grœze, an craft/ ze vollekomener ritterschaft/ daz lob in allen rîchen truoc./ hie sî des lobes | |
| geleit?/ unser sige und unser sælekeit/ diun stât an keiner ritterschaft/ wan an der einen gotes craft./ lât alle vorvorhte wesen,/ | |
| seit,/ der hæte vier manne craft,/ diz was vier manne ritterschaft;/ daz was der strît in eine sît./ sô was anderhalp | |
| man/ herze unde muot, trôst unde craft/ und maneges mannes ritterschaft./ diu schîbe, diu sîn êre truoc,/ die Môrolt vrîlîche sluoc/ | |
| alsô,/ ir vater sô der was vröudehaft/ oder alse vremediu ritterschaft/ dâ ze hove vor dem künege was,/ daz Îsôt in | |
| mit im vil barûne,/ des landes cumpanjûne./ dâ was schœniu ritterschaft,/ von ritterschefte michel craft,/ niht durch des küneges êre/ sô | |
| vil barûne,/ des landes cumpanjûne./ dâ was schœniu ritterschaft,/ von ritterschefte michel craft,/ niht durch des küneges êre/ sô starke noch | |
| man von rehte hêrren sol./ //Hie mite kam al diu ritterschaft/ zuo gedrungen herhaft/ und gruozten die geste,/ der geverte ir | |
| besenden kunde./ dâ randen an der stunde/ tûsent boten nâch ritterschaft:/ man enpfienc mit micheler craft/ die kunden und die geste./ | |
| al dem künicrîche./ //Nu Tristan was gemuothaft:/ zerneste und ze ritterschaft/ vertet er sîner stunde vil./ er dienete mit vederspil/ sînen | |
| geloufen al zehant/ des hovegesindes michel craft./ dâ lief michel ritterschaft/ umbe den eber her unde hin/ und enwas doch nieman | |
| stete:/ //Tristan der minnen blinde tete/ den poinder und die ritterschaft/ ze harte über sîne craft:/ er spranc hin an daz | |
| hin în ze Carliûne./ dâ was vil barûne,/ pfaffen unde ritterschaft,/ gemeines volkes michel craft;/ bischove und prêlâten,/ die daz ambet | |
| genam,/ daz Tristan dar gerüeret kam/ und leite an dise ritterschaft/ alle sîne maht und sîne craft:/ er ruorte snellîche hin,/ | |
| tragebære werden,/ daz er ir möhte genesen,/ daz müese an ritterschefte wesen./ //Nu was ein lantmære,/ daz grôz urliuge wære/ zAlmânje | |
| vanen einen man,/ der ie würde alsô sagehaft/ von manlîcher ritterschaft./ gelückes unde linge/ an manlîchem dinge/ und âventiure erwarber vil,/ | |
| gezôch sich Tristan în/ und sîn geselle Kâedîn/ mit mæzlîcher ritterschaft./ sin wâren niht sô statehaft,/ daz si dekeinen veltstrît/ mohten | |
| Parmenîe:/ sîner lieben massenîe,/ //Rûâles kinden er enbôt,/ im wære ritterschefte nôt,/ dern bedörfter nie sô sêre:/ dazs ir tugent unde | |
| si solten sîn,/ //Tristan unde Kâedîn/ die nâmen alle ir ritterschaft,/ alle ir state und alle ir craft/ und riten dô | |
| herzen lac./ ern was dô niht gedanchaft/ zerneste noch ze ritterschaft;/ sîn herze und sîne sinne/ diun wâren niwan an minne/ | |
| an allen enden/ wîs unde manhaft,/ wan daʒ er umbe ritterschaft/ enwiste weder ditz noch daʒ./ wan er ûf ros nie | |
| dâ wæren/ der besten ritter diu kraft,/ ‘die mit ir ritterschaft/ erwerbent lop unde prîs./ der künic selbe ist sô wîs,/ | |
| site./ diu vrowe êrt in dermite,/ siu sprach ‘durch sîne ritterschaft/ und durch sîner übermüete kraft/ ist mîn veter zuo gevarn/ | |
| geschehen)/ er hôrte loben dîne craft/ und dar zuo dîne ritterschaft,/ und wolt dîn âventiure nemen./ nu solt du dîme zorn | |
| wîgant./ //Merkent alle besunder/ ein seltsæne wunder/ umb des jungen ritterschaft./ er sluoc den wirt mit sölher kraft,/ mit verbiʒʒenme zan,/ | |
| si gesellen wæren/ unde niht verbæren/ den turnei und die ritterschaft./ ‘diu rede ist unendehaft’/ sprach der kindische helt:/ ‘ob ir | |
| der ie mit tugenden was behaft./ er was schowen die ritterschaft./ als schiere man in lieʒ enstân,/ wieʒ sînen gesellen was | |
| vil bereit/ sîn âbentlîche sælikheit./ durch daʒ huop er die ritterschaft/ mit starker übermüete kraft:/ wan im was wol gelungen./ die | |
| beste wort,/ wan er vil het gewort/ über al die ritterschaft./ er tet sô vil mit sîner kraft,/ daʒ sô maneger | |
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