Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
man an_m (4503 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| hinder sich wichen, und reit er allein mit dem guten manne. ‘Lieber meister’, sprach der konig, ‘nu sagent mir warumb ir | |
| uwern rat genczlichen $t thun’, sprach er zu dem guten manne, ‘ich bin fast sere erfert das mir myn volck also | |
| dir hatt gegeben. Du hast mich rates gefraget umb din manne, da von wil ich dir sagen: ein teil diner manne | |
| manne, da von wil ich dir sagen: ein teil diner manne sollen dich dines danckens begeben. Du soltest yn zu recht | |
| der man stirbet. Macht er aber wol gesunt $t des mannes lip, er kan im der sele nit gesunt gemachen. Das | |
| man nye gefriesche das ye kein frauw kint gewúnne on mannes gemeinschafft dann diße blům. Sie was maget und bleib maget, | |
| helff mir gott’, sprach die frau, ‘ir sehent eins guten mannes roß! Liebe nifftel, was sprechent ir darzu?’ sprach sie. ‘Was | |
| ist beßser das ich myn schande sage dann eins andern mannes. Das wißent furwar, frau, das ich uch nit sag wer | |
| das ich wolt das ers were; ich gesah nye keynes mannes ritterschafft als gern als die synen. Wir bedorffen sin auch | |
| die vierden furt Clamadex, die funfften mit den vierczig tusent mannen leytet Bandemagus von Gorre, der ein sere gut ritter was | |
| hohe sach ist dick zu ende bracht mit eines byderben mannes rat und mit syner hilff, die sůst villichte zumal ubel | |
| volck, er schrei sie so lut an das man nie mannes keln enhort dann die syn uber alles das volck. Des | |
| ist.’ Er reit zu der großen schar da vierczig tusent manne inne was, und nam zehentusent man daruß und det sie | |
| das gröst wunder das er ie gesehen hett, das eins mannes lip als viel mocht volbringen und als viel erliden, und | |
| halb als viel getete, und wunderten $t sere, wieß eins mannes lip alles volherten möcht das er des tages tet, und | |
| farn, dwil als groß haß ist zwuschen zweyn den túresten mannen die nu lebent in der werlt?’ Galahoten wart groß ere | |
| urlag hub sich da von das yn die frau zu manne nit nemen wolt, wann sie vil edeler und richer was | |
| lobte gott sere das er von eins so byderben $t mannes hant ritter solt werden. Min herre Gawan was die nacht | |
| by mir ritet, ich were tot, und hett ich funff manne krafft.’ ‘Werlich herre’, sprachen sie, ‘wir weren uch wol zu | |
| und das sie so vest ist, das ist manigem hohen manne leyt, und hann es haß und nyt. Ich han starck | |
| ere wolten bejagen. Ich wúst wol das sie beide byderbe manne waren und kúne ritter, und wolt yn nit urlobes geben, | |
| viel mit den wapen das ich nit enwonde das eins mannes lip ummer so viel möcht gethun mit den wapen; ich | |
| sim kunstavel, der sin man was, und darnach allen synen mannen. Da saczt er synen helm uff syn heubt und reyt | |
| vatter zu ir und fragt sie ob sie Hestorn zu manne wolt, ob ers darzu bringen möcht. ‘Ja ich’, sprach sie, | |
| nöt verubel’, sprach myn herre Gawan, ‘myn name wart nye manne verholt der yn wißen wolt, darumb werdent ir der erst | |
| wißent furwar das ich uch nit hett geseit noch keynem manne, und hett ich nit getruwet das ir ein wert und | |
| grußt den herczogen. ‘Herre’, sprach er, ‘ich wonde vor allen mannen sicher sin in uwerm lande dann vor dem der mit | |
| das sie der herre alda befrieden $t sol fur alle manne dann fur sich under einander. Da der kampff fur uch | |
| mir got’, sprach myn herre Gawan, ‘myn name wart nie manne verholn der yn wißen wolt; ich enwillen auch vor uch | |
| und sahen das der konig selb kam wol mit hundert mannen und sprach, fúrten sies also hien, er blente sie alsament. | |
| myner schön gesagt dann von syner ritterschafft.’’ Diß was irm manne so zorn das er sprach, sie enkeme nymer ußer gefengniß, | |
| hatt myn swester funff jare in gefengniß gelegen, und irs mannes mäg hant alle die schönen frauwen zu ir gefurt die | |
| und fragt yn ob er das gesprechen törst das irs mannes byderbkeit ir schöne nit mocht gelichen. ‘Ja ich werlich’, sprach | |
| nit das uwer hercz so wise icht si oder keins mannes, das im sage was im gescheen sol.’ ‘Min herre der | |
| sin uff geburt die von uch komen sol oder fremdes manns minne, diß mag es beide wol bezeichen. Men wil ich | |
| wol sprechen off myn warheit $t das mich nie keins mannes dot also sere erbarmet als der uwer, ich han uch | |
| gewende ichs nymer’, sprach Bandemagus, ‘ir mußt úmmer versuchen was mannes er sy!’ ‘Ich enwart nie keins dinges so fro’, sprach | |
| großer macht zuhauff, beide von den roßen und von den mannen, und der konig vermúst; Lancelot stach yn aber uff synen | |
| wedder groß oder cleyn.’ ‘Ich und ir und alle die manne die ich geleisten mag’, sprach Galahot, ‘wolten ee den lip | |
| das sie kein unrecht mit uch wil, sit sie myner manne urteil gerte. Begert irs auch, ich wil zuhant daruff komen | |
| gegenwertig stet.’ ‘Herre’, sprach der konig, ‘wil uwer frau myner manne urteil nit, so hat sie unrecht, ich sagen uch warumb. | |
| ich sagen uch warumb. Wie ir des bescheiden werdent, myn manne múßen ummer die urteil sagen ob uwer urkunde fur sol | |
| das best rieten. Ein teil ir sprachen, sie must der manne urteil nemen, und die andern sprachen, es wer nit gut | |
| tag das er úmmer kron trúge an eins so biederben mannes stat als der konig Artus were, und begund ußermaßen sere | |
| wil ich thun’, sprach der konig. Da enbot sie yren mannen allsampt und det sie schwern das sie ir gerecht frauw | |
| ist. Wil es dann der herre laßen, das ist des mannes ere; wil ers nit laßen, so ist der man unschuldig | |
| ich uch were; darumb wil ich yn mynnen ob allen mannen und wil es yn in kurczen stunden laßen geware werden | |
| lip die sin uwer diewil das wir leben, fur alle manne allen uwern willen mit zu thun zu allen ziten, als | |
| solte syn.’ //Der konig sante zu Tamelirde nach allen sinen mannen, und myn herre Gawan enbot es der konigin, diß vil | |
| und hub sie off alweinende; da wurden sie allesampt ir manne, und sie vergab yn ir ubeln můt. Darnach schiere sante | |
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